Das Kochbuch des Kannibalen

Der Gipfel des Genusses befindet sich im argentinischen Mar del Plata: Ein geheimnisvolles Kochbuch macht ein kleines Restaurant über Jahrzehnte zum Gourmet-Tempel und läßt das Herz eines genialen Küchenchefs höher schlagen - bis der Reiz der Verführung verbotene Gelüste weckt.

Meine Gedanken zum Buch: 

Viel Essen - hungrig darf man das Buch nicht lesen - sehr erlesene Spezialitäten gewürtzt durch eine doch interessante Familiengeschichte rund um ein Restaurant. Teilweise gespickt mit historischen Details Europas und Argentiniens. - Ein Restaurant im Wandel der Zeit.
Und natürlich hat das Buch auch mit Kanibalismus zu tun...wobei ich im Moment sehr kritisch Faschiertem gegenüberstehe...nicht ohne Grund...

Als Cesar Lombroso zum ersten Mal Menschenfleisch kostete - wobei es sich um das Fleisch seiner eigenen Mutter handelte -, war er sieben Monate alt.

Seitenangabe für Zitat1: 
7

Die Prinzessin und der Herzog waren hingerissen von Massimos Reis-Tajina, beide aßen wie ausgehungerte Galeerensträflinge, ohne jedoch ihre in europäischen Diplomatenkreisen geschulten feinen Tischmanieren aufzugeben, und auch die übrigen Göste zeigten sich begeistert.

Seitenangabe für Zitat2: 
52
Verlag: 
Piper Verlag GmbH, München
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
978-3-492-27134-9

Kommentare

Und ich hab's gleich auf die Wunschliste gesetzt, denn makabre Geschichten mag ich Smile
Danke für den Tipp, Mahlzeit und liebe Grüße
Germana

...ist es eigentlich nur zu Beginn und am Ende. Dazwischen geht es viel um das Restaurant und vor allem ums Essen...

So, jetzt hab ich's gelesen und muss sagen, dass ich von dem Buch sehr angetan bin. Mal abgesehen von den wirklich makabren Szenen ist es nämlich ausgesprochen interessant. Eine Familiengeschichte kombiniert mit den politischen Geschehnissen in Argentinien, dazu jede Menge Kochanregungen, bei denen einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Meistens zumindestens...
 
"Als César Lambroso zum ersten Mal Menschenfleisch kostete - wobei es sich um das Fleisch seiner eigenen Mutter handelte -, war er sieben Monate alt." Einer der gruseligsten Anfangssätze, die ich kenne...
 
Alles in allem ein feines Leseerlebnis für alle, die nicht zimperlich sind.

Ich hab einige Zeit gebraucht, dass ich wieder Faschiertes gemacht habe...

Ich finde auch die Familiengeschichte sehr interessant, wie das Restaurant durch die Zeiten geht.

Ja, ja der Beginn hat es voll in sich...