Das Geisterhaus

Die junge Alba trifft beim Besuch des Hauses ihrer Ahnen auf den sterbenden Großvater Esteban Trueba. Anhand der Tagebücher ihrer Großmutter Clara beginnen beide, die bewegte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Am Anfang der Geschichte steht die Verbindung zwischen dem Großgrundbesitzer Trueba und Clara de Valle, der Schwester der verstorbenen Verlobten Truebas. Er zeigt sich gegenüber seiner Familie und seinen Arbeitern als kompromissloser Patriarch. Ihm gegenüber stehen die Frauen der Familie: die hellseherisch begabte Clara und die Tochter Blanca, die sich in einen Anführer der kommunistischen Partei verliebt und auswandert. Trueba duldet die Beziehung nicht, er selbst kandidiert als Senator der konservativen Partei und unterstützt einen Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba in ein Konzentrationslager gebracht wird, begreift Trueba die Fehler seines Lebens.

Meine Gedanken zum Buch: 

Ein Roman, den man am liebsten garnicht mehr aus der Hand legen möchte. Er beinhaltet alles, was man sich von einem guten Buch wünschen kann. Sehr lebhaft gezeichnete Figuren, eine historisch interessante Geschichte basierend auf Tatsachen, Liebe, Tod, Freud und Leid. Und das alles in einer Sprache erzählt, wie ich sie für die Lateinamerikaner so typisch halte: bildhaft, farbig und lebendig. Gut gefallen hat mir auch der Film von Bille August mit Meryl Streep, Jeremy Iron, Glenn Close, Winona Ryder und Antonio Banderas.

Verlag: 
Suhrkamp
Auflage: 
30. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3518381762