Das Buch, in dem die Welt verschwand

Der Klappentext ein bisschen irreführend - man erwartet einen reinen Krimi - und all diejenigen, die sich nicht für Philosophie interessieren, werden wahrscheinlich ein bisschen enttäuscht. Auf den ersten 250 bis 300 Seiten wird Fleischhauer dem Klappentext jedoch gerecht, Nicolai, ein junger Arzt erforscht im Auftrag des Reichkammergerichts mysteriöse Todesfälle, immer neue Personen werden in die Handlung eingeführt, und scheinbar zufällig Anwesende entwickeln sich zu Protagonisten. In diesem Teil ist dar Roman sehr leicht und flüssig zu lesen, und ganz neben bei erfährt man auch einiges über die Welt des späten 18. Jahrhunderts sowie über die Aufbruchstimmung mit all ihren Gegensätzen kurz vor der Französischen Revolution.

Meine Gedanken zum Buch: 

Wenn dann schließlich die unterschiedlichsten Geheimbünde, Philosophen und ,Religionsgemeinschaften' auftauchen beginnt der Roman unsere vollste Aufmerksamkeit zu fordern, viele verschieden Standpunkte werden aufgeworfen, diskutiert, erläutert und wenn man nicht genau aufpasst und den Lesestil" der ersten 300 Seiten beibehält wird man ganz leicht verwirrt und muss noch mal kurz zurückblättern...
Der Roman wirkt sehr gut recherchiert, sowohl der geschichtliche, als auch der Philosophische Aspekt werden wirklich nett verpackt" und verknüpft, was man in Geschichte und Philosophie in der Schule mühsam über die Zeit der Aufklärung gelernt hat scheint man plötzlich als selbstverständlich hinzunehmen.

Verlag: 
Droemer/Knaur
Auflage: 
2. Auflage
ISBN: 
ISBN-10: 3426627752