Das 1x1 der Möbelantiquitäten

Viele Menschen denken, der Besitz von antiken Möbelstücken stelle einen Luxus dar, das stimmt so ganz sicher nicht. Denn neben cirka zehn Prozent höfischen Ausgaben derselben hat die Beschäftigung mit den verbleibenden 90 Prozent mit bewußtem Denken zu tun. Sei es, dass etwas Ererbtes in Ehren gehalten wird oder sich auch die Frage stellt: wegschmeißen- etwas "Neues" kaufen, das womöglich lange Transportwege hinter sich hat?
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Nun hat man daheim ein altes Möbelstück und wird es in Spezialbüchern selten genau so vorfinden. Vielfach herrscht auch die Ansicht vor, ein Stil muss so oder so aussehen und es wird übersehen, dass es der Ehrgeiz jedes Handwerkers früher war, etwas Einmaliges herzustellen. Biedermeier, Thonet, Bauernmöbel oder Barock, wie hängt das nun alles zusammen?
Hier versucht das Buch den Hebel anzusetzen.
Der Autor hat sich mit seinem Privatarchiv die Aufgabe gestellt, Fakten und Hintergründe der Möbelgeschichte der letzten 300 Jahre bis etwa 1960 möglichst kurz und locker in überschaubare Form zu bringen und das, nicht nur, aber vorwiegend anhand von Möbelstücken, die in der eigenen Werkstätte restauriert wurden.

Meine Gedanken zum Buch: 

Das Buch mit etwa 1000 Abbildungen auf 198 Seiten wurde mit sehr viel Engagement geschrieben, der Nutzen für Leser/innen stand im Vordergrund.

„Man kann nicht dagegen sein, dass Neues erstrebt wird, aber man sei vorsichtig in der Zerstörung des Alten.“ (Peter Rosegger)

Seitenangabe für Zitat1: 
5

Kaiserin Maria Theresia, (1717– 1780) sagte einmal:
„Niemand hätte mich daran hindern können, selbst an die Spitze meiner Armeen zu treten, wenn ich nicht dauernd schwanger gewesen wäre!“   

Seitenangabe für Zitat2: 
44

SW Möbelaktion.
Zwischen 1954 und 1969 erfreute sich in Wien die „SW“ (Soziale Wohnkultur) Möbelaktion großer Beliebtheit. Arbeiter und Angestellte konnten bei der von Stadt Wien, ÖGB und Tischlerinnung getragenen Aktion, mit günstigen Krediten, formschöne und preiswerte Möbel erwerben.
2005/6 gab es dazu eine Ausstellung im Bezirksmuseum Josefstadt
 
Da nach den Kriegsjahren Wohnungsmangel herrschte, wurden spezielle Möbel entworfen, die auf kleinem Raum viele Möglichkeiten boten. Der nebenstehende Küchenschrank ist ein Modell der „Weizer Küche“, mit vier Arbeitsbrettern, einem ausdrehbaren Brotabteil und vielen Laden.

Seitenangabe für Zitat3: 
71
Verlag: 
novum Verlag, Neckenmarkt
Auflage: 
1. Auflage, 3000 Expl.
ISBN: 
978-3-850-22276-7