Charlottes Traum

Cover.gifWie schrecklich weh die Liebe tun kann, erfährt die 15-jährige Charlotte, als sich ihre Eltern trennen. Der Vater hat eine Neue, Babsi, die auch noch nett ist. Die Mutter tröstet sich mit dem Nachbarn, während sich Charlotte um die kleinen Brüder kümmern darf. Neue Wohnung, neue Schule, neue Ersatzväter – Charlotte ist kurz vor dem Ausrasten. Doch dann laufen ihr plötzlich gleich zwei Jungs über den Weg, der Sulzer und der Carlo. Und Charlotte erlebt selbst, dass die Liebe manchmal ganz schön chaotisch und verrückt sein kann. Aber auch wunderschön.

Meine Gedanken zum Buch: 

Nachdem Gabi Kreslehner, die Autorin von „Charlottes Traum“, bei uns in der Schule war und einige Stellen aus ihrem Debütroman vorgelesen hat, kam ich endlich selbst dazu, dieses Buch zu lesen und kann allen Rezensionen nur zustimmen, die ein sehr gutes Buch voraussagten: „Charlottes Traum“ hat mich von Anfang an begeistert und mich in seinen Bann gezogen. Der Inhalt, der sich hauptsächlich um die Trennung ihrer Eltern und die eigene Verwirrtheit, was ihre Gefühle zu Carlo und dem Sulzer betrifft, dreht, ist sehr unterhaltsam. Die Autorin hat sich durch das Buch hindurch immer wieder tolle Situationen einfallen lassen, die mich dazu bewegt haben, es nicht aus der Hand zu legen.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil von Kreslehner, der wirklich einzigartig ist und sich bei weitem mit keinem ähnelt, der mir bis jetzt untergekommen ist. Er trägt auch dazu bei, dass man sich als Leser in Charlottes Lage versetzen und ihre Stimmungsschwankungen hautnah miterleben kann.
Da "Charlottes Traum" nur 117 Seiten zählt, ist es sehr schnell ausgelesen, dafür hat die Autorin aber zahlreiche Ereignisse in dieses Buch hineingepackt und sich zudem auch noch verschiedene und interessante Charaktere einfallen lassen wie zum Beispiel Hanna, die sich durch witzige Vergleiche auszeichnet (siehe 1.Zitat).
Ich bin der Meinung, dass alle Preise, die Kreslehner für dieses Buch bekommen hat, absolut verdient sind und würde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

„So einen“, sagte sie und verschlang Carlo mit den Augen, „so einen kann man nicht geheim halten. Gegen diese Festtagstorte ist der Orlando Bloom ein Schmalzbrot.“

Seitenangabe für Zitat1: 
39

Da lachte er ein böses, helles Lachen. Ein fremdes. Das alles niederstampfte, alles zerklirrte, aber doch selbst mitten im Weinen war.

Seitenangabe für Zitat2: 
58

„Vielleicht“, sagte der Sulzer, „vielleicht liebt Gott die, die er so früh trennt, besonders, denn dann bleibt ihre Liebe immer jung.“

Seitenangabe für Zitat3: 
73
Verlag: 
Beltz
Auflage: 
2. Auflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3407742131 / ISBN-10: 9783407742131