Böses Spiel

Jetzt wird alles gut, denkt Svetlana, als sie dank eines Stipendiums auf ein angesehenes Internat wechselt. Als Tochter osteuropäischer Einwanderer lebt sie in bescheidenen Verhältnissen, doch mit so einem Abi in der Tasche scheinen ihr in Deutschland endlich alle Türen offen zu stehen. Pech nur, dass ihre neuen Mitschüler das ganz anders sehen ... Erst sind es nur Witze auf Svetlanas Kosten, dann offene Anfeindungen – und dann tauchen im Internet bösartige Fotomontagen und gefälschte Berichte über Svetlana auf. Jemand versucht, sie mit raffiniert gestreuten Verleumdungen systematisch fertig zu machen. Aber wie wehrt man sich gegen ein Medium wie das Internet? Allein und isoliert, kämpft Svetlana mit jedem neuen Tag. Es ist ein Kampf, den sie beinahe verliert …

Meine Gedanken zum Buch: 

Svetlana, ein Mädchen aus sehr einfachen Verhältnissen, weiß, als sie die Chance bekommt, auf ein hoch angesehenes Gymnasium zu wechseln, jetzt wird alles besser. Sie wird endlich richtige Freunde finden und das Abitur absolvieren. In Gedanken malt sie sich schon ihre wunderbare Zukunft aus, doch es kommt alles ganz anders: Sie wird von ihren wohlhabenden Mitschülern bis ins letzte Detail gemobbt, im Internet tauchen hinterhältige Fotomontagen auf und sie hat keinen, mit dem sie über ihre ernsten Probleme sprechen kann. 
Brigitte Blobel hat dieses Thema wunderbar umgesetzt. Svetlana's Geschichte klingt sehr überzeugend und realistisch, wobei die Autorin auch dafür bekannt ist. Ihr Schreibstil lässt sich flüssig und leicht lesen. 
Ich war oft überrascht, wie hart diese dauernden Hänseleien waren, doch als aussenstehende Person ist es höchstwahrscheinlich im Gegensatz zum Opfer ein Zuckerschlecken.
"Böses Spiel" ist meiner Meinung nach auf jeden Fall empfehlenswert und gibt einen guten Einblick in das Leben eines Mädchens, das von ihren Klassenkameraden bis aufs Schlimmste gemobbt wird.

Verlag: 
cbj
Auflage: 
Erstauflage
ISBN: 
ISBN-13: 978-3570133385 / ISBN-10: 3570133389