Bitterfotze

"Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt." Expressen Ein Roman, der hier im Haus so heftige Diskussionen auslöste, dass ein (männlicher) Kollege beleidigt das Zimmer verließ und noch Stunden später kleine Grüppchen auf dem Gang zusammenstanden, um sich auszutauschen. Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist ein Thema, das leider nichts von seiner Aktualität verloren hat, im Gegenteil: Es war schon mal besser, und die Lorbeeren, auf denen sich viele ausruhen, sind längst vertrocknet. Sara entflieht dem dunklen Januar und ihrer Winterdepression und reist für eine Woche allein nach Teneriffa. Sie ist Mutter eines zweijährigen Jungen und enttäuscht - vom Kinderkriegen, von ihrem Mann, der sie gleich nach der Geburt ein paar Wochen alleine ließ, von der Gesellschaft, in der immer noch die Männer dominieren. Auf Teneriffa hat sie Zeit, über alles nachzudenken und zu beobachten: warum Frauen bitterfotzig werden, an welchen Punkten die Ungleichbehandlung offensichtlich wird und wie hoffnungslos alles ist, wenn bereits in der Zweierbeziehung so vieles falsch läuft. Ein Buch, das in Schweden die Bestsellerliste anführte, von einer Autorin, die eine Revolution will und sich keineswegs mit dem zufrieden gibt, was vermeintlich schon alles erreicht wurde. Laut, kompromisslos und ehrlich haut Maria Sveland uns ihren bitterfotzigen Zorn um die Ohren, und jede Frau, die versucht, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, wird zustimmend nicken. Und wütend werden. Lesen und aufregen!

Meine Gedanken zum Buch: 

Das Cover und der Klappentext haben mich angesprochen. Habe mir mehr von diesem angepriesenen Schundroman erhofft. Zwischendurch konnte ich vor Entsetzen nur mit dem Kopf schütteln. Es gibt sicher bessere Romane, die sich mit Gender bzw. Gleichberechtigung von Frau/Mann beschäftigen.

Das Problem mit der Ehe stammt aus der Zeit, als die Liebe ins Spiel kam, was überhaupt nicht so gedacht war. Daher das Elend

Seitenangabe für Zitat1: 
20

Wie unbeschreiblich schrecklich es gewesen sein muss, zu hören, wie die chemotherapierte Mutter sich im Zimmer nebenan übergibt, während gleichzeitig das Neugeborene auf die Schulter erbricht.

Seitenangabe für Zitat2: 
90

"Also, das mit der Vergewaltigung, das ist doch sehr schwierig, ich meine, wer war nicht schon mal geil und ein bisschen fester zugelangt, auch wenn das Mädel nicht wollte?"

Seitenangabe für Zitat3: 
193
Verlag: 
Kiepenheuer & Witsch Verlag
Auflage: 
1. Auflage
ISBN: 
10: 3-462-04083-9

Kommentare