Beim leben meiner Schwester

Ohne ihre Schwester Anna kann Kate Fitzgerald nicht leben: Sie hat Leukämie. Doch eines Tages weigert sich die dreizehnjährige Anna, weiterhin Knochenmark für ihre todkranke Schwester zu spenden.....

Meine Gedanken zum Buch: 

Ich kann nur sagen dieses Buch hat mich tief berührt!!! Es wirft schwere Ethische Fragen auf.Anna wurde von Genetikern "entwickelt" was bedeutet sie hat absolut die Gleichen Gene wie ihre kranke Schwester. Dieses Buch spiegelt wieder wie schwer es für die Eltern eines todkranken Kindes ist die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Schwester der kranken Kate weigert sich eines Tages ihren Körper nicht mehr zur Verfügung zu stellen als "Ersatzteillager". Was das für die Eltern und vor allem für Kate bedeutet, mag man sich vorstellen. Aber wie verhält man sich in so einer Situation???? Der Mittelpunkt in dieser Familie ist Kate was verständlich ist, aber was ist mit den zwei anderen Kindern, die beiden brauchen auch Mutter und Vater aber die Angst um Kate überwiegt alles andere. Die Angst vor einem Rückfall, die Angst vor dem Tod!!! Anna ist genetisch mit Kate ident was sie zum Perfekten Menschen macht um Kate noch länger am Leben zu halten, und sie ist auch nur für diesen einzigen Zweck geboren worden!!! Sehr ergreifend und absolut lesenwert.  

Die Onkologiestation des Krankenhauses hat etwas überraschend Tröstliches an sich, verleiht mir das Gefühl, als wäre ich Mitglied eines Clubs. Angefangen bei dem freundlichen Parkplatzwärter, der uns fragt, ob wir zum ersten Mal da sind, bis hin zu den Scharen von Kindern, die mit rosafarbenen Brechschalen unterm Arm hrumlaufen, wie andere Kinder mit Teddybären- sie alle waren schon vor uns da, und Gruppen vermitteln Sicherheit.

Seitenangabe für Zitat1: 
71

Man kann noch so oft in die Notaufnahme fahren, es wird nie zur Routine. Brian trägt unsere Tochter, von deren Gesicht Blut tropft. Eine Krankenschwester winkt uns herein und führt die Kinder zu der reihe Plastikstühle, wo sie warten können. Ein Assistenzarzt kommt in den Untersuchungsraum, ganz geschäftig.
 
 

Seitenangabe für Zitat2: 
262
Verlag: 
Piper
Auflage: 
12. Auflage
ISBN: 
978-3-492-24796-2

Kommentare

Das Buch hat fast ständig Gänsehaut bei mir hervorgerufen. Man bekam zu den unterschiedlichen Familienmitgliedern einen guten Einblick.
Und das Ende ist tragisch und ich musste heulen.... :-(((

Ja, die Verfilmung läuft grad im Kino. Hab den Film diese Wochen gesehen und ich kann dir sagen, der geht wirklich unter die Haut!!!!
Falls du ihn anschauen willst, TASCHENTÜCHER nicht vergessen!!! Die Tränen fliesen, ob man will oder nicht. Man hört ja immer wieder Spekulationen, das Buch/Film auf einer wahren Begebenheit basieren. Weißt du, ob das stimmt?

Nein, leider weiß ich das nicht. 
Also gehen Buch und Film wirklich über die Thematik bezüglich "Ausnutzung der Geschwister" ein?
Ist vielleicht hart formuliert - ist aber im Grunde so?
Geht man auch darauf ein - ob die Eltern einen anderen Bezug bzw. ein Verständis für die kleinere Tocherter haben?
lg sonja

lg
sonja

Der Film ist sehr emotional und geht tief unter die Haut. Mein erster Gedanken war natürlich: Diese Frau ist ein Monster. Wie kann man seinem Kind nur so etwas antun!!!!
Nachdem ich jetzt ein bisschen Abstand zu dem Gesehen gewonnen hab, denkte ich im Grunde zwar noch immer gleich, trotzdem sehe ich es aus einem etwas objetiveren Blickwinkel. Ein Kind, nur zum Nutze "eines Ersatzteillagers" zu bekommen ist für mich grundsätzlich einfach nur unmenschlich und undenkbar. Man darf aber nicht vergessen, dass dieser Film/Buch in Amerika spielt und dort gibt es immer noch andere Vorstellungen von Ethik. Die Antwort auf die Frage "Was ist möglich und was nicht" bzw. "wie weit darf man gehen" ist dort eine ganze andere als bei uns.
Die Frage die sich mir stellt ist: Was würde ich in dieser Situation tun? Kann man den Schmerz  und die Verzweiflung dieser Mutter nachvollziehen? Und wie weit würde man gehen, um das Leben seines Kindes zu retten??
Ich kann mir selbst drauf keine Anwort geben und ich möchte auch nie in diese oder eine ähnlich Situation kommen, wo ich mich so einer Frage stellen muss.
Der Film ist auf jeden Fall sehenswert und Cameron Diaz zeigt, wie vielfältig ihr schauspielerisches Können ist. Ich persönlich hätte mir von der Rolle der Mutter ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Situation der gesunden Tochter gewünscht, aber so ist nun mal das Drehbuch.
LG Claudia
 

Ein Kind von Jodi Picoult (Autorin) hatte Leukämie. Wahrscheinlich dürfte daher die Autorin die Inspiration nehmen.

Also hast du den Film auch schon gesehen??!! Wie hat er dir gefallen??
Bin ja am überlegen (jetzt, wo ich das Gesehene schon ein bisschen verdaut hab), ob ich das Buch nicht doch lesen soll. Blos im Nachhinein ist das ja immer so eine Sache.

Also wenn ich mir eure beiden Kommentare ansehe - ist Buch und Film nichts für mich.
So übertrauige Sachen, sind nicht mein Ding.
lg sonja

lg
sonja

Wenn das so ist, dann muss ich wirklich ein großes haben, denn ich hab geheult wie ein Schlosshund (ist mir bis jetzt noch bei keinem Kinofilm passiert) Wink