Sitemap

zweiter Weltkrieg

Sophie Scholl & Fritz Hartnagel - Damit wir uns nicht verlieren - Briefwechsel 1937 - 1943

Bild von Dido
Verfasst von  Dido am Sa, 08/10/2011 - 10:10
Inhaltsangabe

Klappentext
"Könnte ich Dir Kraft zuschicken!"
Sophie Scholl am 30. Dezember 1942

Bewegende Liebesbriefe, geschrieben unter schwierigsten Bedingungen

"Eines der ungewöhnlichsten, ergreifendsten Zeugnisse, die aus jener Zeit der finstersten Barbarei auf uns gekommen sind."
Die Zeit

Meine Gedanken zum Buch:

Der Herausgeber Thomas Hartnagel ist der Sohn von Fritz und Elisabeth Hartnagel. Elisabeth ist Sophies Schwester. Die beiden heirateten zwei Jahre nachdem Sophie hingerichtet wurde.

Sophie Scholl und Fritz Hartnagel lernen sich 1937 kennen. Sophie war zu der Zeit 16, noch Schülerin, Fritz war 21 und junger Leutnant.

Als Sophie 1942/43 mit ihrem Bruder Hans und den Mitgliedern der "Weißen Rose" mit Flugblättern gegen das Naziregime kämpfen, ist Fritz als Offizier der deutschen Wehrmacht im Kessel von Stalingrad eingeschlossen. Als er Sophies letzten Brief erhält, lebt sie schon nicht mehr.
Am Tag der Hinrichtung wurde vormittags das Urteil gefällt. Sophies Mutter schrieb dann gleich noch einen Brief an Fritz, in dem sie ihn bat, ein Gnadengesuch einzureichen. Doch die Zeit dafür reichte gar nicht mehr. Am Nachmittag wurde das Urteil schon vollstreckt.

Ich habe dieses Buch verschlungen. Zu lesen, wie sich die Freundschaft zwischen den beiden in dieser düsteren Zeit entwickelt, war sehr interessant und ging auch zu Herzen. Konnte doch die Entwicklung ihrer Freundschaft seit Kriegsbeginn fast nur in den Briefen stattfinden.
Schade ist, dass Sophies Briefe, die sie von März 1941 bis Februar 1943 an Fritz geschrieben hat, in Stalingrad verlorengingen. War das doch die aktive Zeit der "Weißen Rose". Aus der Zeit können wir nur Fritz Briefe an Sophie lesen.
 

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Am Beispiel meines Bruders

Bild von Dido
Verfasst von  Dido am Sa, 08/10/2011 - 08:48
Inhaltsangabe

Klappentext
"Es ist eine typische Familiengeschichte, wie sie sich tausendfach im Nachkriegsdeutschland zugetragen haben dürfte. Aber so, wie Uwe Timm sie erzählt, ist diese Geschichte noch nie erzählt worden. Man legt dieses Buch nach der Lektüre mit dem seltsamen Gefühl aus der Hand, einen künftigen Klassiker seines Genres gelesen zu haben."
Hubert Spiegel in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"

Meine Gedanken zum Buch:

"75 m raucht Iwan Zigaretten, ein Fressen für mein MG" (S. 16 ff), an diesen Satz denkt Uwe Timm öfter, während er versucht, dem 16 Jahre älteren Bruder, der im Zweiten Weltkrieg gefallen ist, durch sein Tagebuch und seine Frontbriefe näherzukommen.

Meine Großtante ist Jahrgang 1911, hat zwei Weltkriege überlebt. Von meinem Onkel habe ich mal erfahren, dass sie während des Zweiten Weltkrieges Leute bei sich versteckt hatte. Ob es Juden waren oder Kommunisten, ich weiß es nicht. Ich habe mal leise versucht anzufragen, weil ich natürlich neugierig war. Aber sie hat nie etwas über diese Zeit erzählt. Und sie brauchte nicht mal ein schlechtes Gewissen zu haben. Sie hat etwas getan.

Wie schwer mag es da wohl gewesen sein, von jemandem, der aktiv mitgemacht hat oder der weggeschaut hat, etwas zu erfahren? Hatten sie ein schlechtes Gewissen? Oder haben sie sich gerechtfertigt? "Wir haben doch nichts gewusst", hieß es doch immer.
Uwe Timm hat an diesem Buch erst gearbeitet, als seine Eltern nicht mehr lebten. Hatte er Angst vor den Antworten?

"75 m raucht Iwan Zigaretten, ein Fressen für mein MG." Jedesmal wenn ich diesen Satz las, bekam ich eine Gänsehaut. Wie oft mag sich Uwe Timm die Frage gestellt haben: Hat mein Bruder geschossen?

Uwe Timm ist es wunderbar gelungen, an das Thema Schuld, Verdrängung, Verantwortung heranzugehen.

Elke Heidenreich meint zu diesem Buch: "Die Jungen sollten es lesen, um zu lernen, die Alten, um sich zu erinnern, und alle, weil es gute Literatur ist." (Klappentext)

Ich kann mich ihren Worten aus tiefstem Herzen anschließen.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Verlassenschaften

Bild von duttwal
Verfasst von  duttwal am Mi, 27/07/2011 - 12:26
Inhaltsangabe

Der reiche Privatmann Athos von Horváth entdeckt auf dem jüdischen Friedhof in Budapest in der Gruft seiner Großtante eine Leiche. Der wohl erst vor kurzem getötete junge Mann hat jede Menge Schmuckstücke bei sich. Juwelen, die aus dem Besitz der Großtante Horváths stammen könnten – wären da nicht diese für Athos fremden Namen eingraviert. Während die Polizei versucht, den Mord an dem unbekannten jungen Mann aufzuklären, beginnt Athos mit der gründlichen Erforschung seiner Familiengeschichte. Schon bald ist nichts mehr, wie es früher war.
Ana Vasia verwebt auf fesselnde Weise die Geschichte der Juden in Ungarn mit einer packenden Familiengeschichte in der Gegenwart.

Verlassenschaften ist ...
 ein Gegenwartskrimi: wer ist der Tote in Tante Etelkas Grab? Wie kommt er überhaupt in die Gruft und wer hat den jungen Mann ermordet? Vor allem aber geht es um die Frage, woher die Schmuckstücke stammen, die er dabei hat? Während die ungarische Kriminalpolizei mit ihren Mitteln versucht, den Fall zu lösen, arbeitet Athos von Horváth privat an der Lösung der Fragen, die ihn interessieren - und dabei ist die Kripo leider oft hinderlich.
 eine Familiengeschichte: noch nie machte sich Athos von Horváth Gedanken über seine Familie - bis zu dem Tag, an dem er unsanft damit konfrontiert wird, dass wahrscheinlich nicht einmal sein Familienname richtig ist. Was hat sein Großvater wirklich getan? Woher stammt und wem gehört das Familienvermögen?
 ein Roman zur jüdischen Geschichte: Athos Nachforschungen führen ihn in die jüdische Geschichte Budapests in der Zeit zwischen 1890 und 1945.
 ein Ungarn-Roman: Budapest, Szeged, ungarisches Essen, die Kaffeehäuser - das alles bildet den authentisch geschilderten Hintergrund der Geschichte.

Meine Gedanken zum Buch:

Der zweite Roman von Ana Vasia. Wieder gespickt mit interessanten Figuren und Orten. Hier sind mehrere skurille Persönlichkeiten zu finden, die es erleichtern, die an sich tragische Geschichte hinter dem Verbrechen (mehr sei nicht verraten) aufnehmen und verarbeiten zu können. Ich habs in einem Rutsch durchgelesen. Wer Ungarn/Budapest mag, wird hier nicht enttäuscht - es gibt fundierten (finde ich immer wichtig!) Lokalkolorit in einer spannenden Geschichte!

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Mitvergangenheit

Bild von duttwal
Verfasst von  duttwal am Fr, 22/07/2011 - 13:44
Inhaltsangabe

Maria beschäftigt sich auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin mit der Vergangenheit ihres Großvaters. Schon bald gerät sie dabei in Lebensgefahr. Nicht nur alte Nazis haben ein Interesse daran, ihre Nachforschungen zu stören – auch in Griechenland gibt es Menschen, die mit allen Mitteln verhindern wollen, dass ans Licht kommt, was während des Zweiten Weltkriegs in einem griechischen Bergdorf geschehen ist.
Zuletzt wagte Klaus Modick 2003 in seinem Roman "Der kretische Gast" die Auseinandersetzung mit diesem unrühmlichen Kapitel der deutschen Geschichte. Ana Vasia geht weiter als Modick und beschreibt auch die griechischen Verstrickungen während der Besatzungszeit - und deren Fortwirken in der Gegenwart.
Ana Vasias Roman verwebt meisterhaft historische und zeitgeschichtliche Fakten mit einer spannungsreichen Enthüllungsgeschichte.

Mitvergangenheit ist ...
 eine Familiengeschichte: warum sind die Raupachers so oberflächlich, verstört und manchmal auch brutal? Liegt wirklich alles am Verhalten des Großvaters? Warum war der alte Mann so hart zu Frau und Kindern? Maria, seine Enkelin, beschäftigt sich mit der Vergangenheit des Großvaters und bringt die wahre Familiengeschichte ans Licht.
 ein Gegenwartskrimi: noch in Österreich wird Maria bedroht - in Griechenland trachten Unbekannte ihr offen nach dem Leben. Nur knapp entrinnt sie Anschlägen, als sie mit kriminalistischem Spürsinn versucht, die Familiengeschichte zu enthüllen.
 ein Roman zur deutschen Geschichte: ungesühnte Verbrechen der Wehrmacht in Griechenland bilden den historischen Hintergrund des Romans. Doch das "historische" Thema ist brandaktuell - denn die Klagen der Opfer aus Griechenland werden immer noch vor europäischen Gerichten verhandelt, da Deutschland die Reparationszahlungen verweigert.
 ein Griechenlandroman: Ana Vasia beschreibt den griechischen Alltag - und den Umgang der Griechen mit der eigenen Vergangenheit - authentisch und ohne Verklärung. Und so wird klar: auf beiden Seiten gab und gibt es Verbrecher.
 ein Österreichroman: die Raupachers stammen aus der Steiermark. Ana Vasia kennt ihre Landsleute gut, ihre Figuren sind mitten aus dem Leben gegriffen.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich habe den Roman von Ana Vasia, der eine Mischung aus Krimi und Familiengeschichte ist, mit sehr viel Interesse gelesen. Die Figuren sind so gezeichnet, dass sie mir sehr plastisch vorstellen konnte. Obwohl die Autorin zu denen gehört, die mit schmückenden Details und Beschreibungen auf Kriegsfuss steht. Trotzdem hatte ich beim Lesen immer das Gefühl, genaus zu wissen, wer wie aussieht und wie es wo aussieht.
Die Geschichte hat einen sehr ernsten Hintergrund, der immer noch aktuell ist - denn Griechenland hat bis jetzt noch immer keine Zahlungen für Kriegsverbrechen während der Besatzungszeit erhalten; und bitte - jetzt nicht mit dem Rettungsschirm der EU verweben, das ist dann doch etwas anders gelagert...;-)
Dass Vasia nie den zeigefinder erhebt, sowohl Österreicher, als auch Deutsche als auch Grieche gleichermaßen verantwortlich macht und/oder als Opfer zeigt, hat mir das Lesen sehr leicht gemacht. Wer immer schon einmal Griechenland abseits der Touristenrouten kennen lernen wollte und Spaß an interesanten Charakteren, Humor und Ernsthaftigkeit hat und auch mit spannenden Begebenheiten umgehen kann, dem sei dieser Roman von mir ans Herz gelegt.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Der Mann, der Hunde liebte

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 20/04/2011 - 09:42
Inhaltsangabe

"Tötet ihn nicht! Dieser Mann muss reden", rief der schwer verwundete Trotzki seinen Leibwächtern zu, als sie sich auf den Mann stürzten, der ihn mit einem Eispickel niedergeschlagen hatte. Leonardo Padura bringt ihn zum Sprechen. Ein rätselhafter Mann, der mit seinen beiden Windhunden am Strand spazieren geht, erzählt dem kubanischen Schriftsteller Iván die Geschichte des Trotzki-Mörders Ramón Mercader. Doch woher kennt dieser Unbekannte all die Facetten aus Mercaders Leben? Leonardo Paduras vielschichtiger Roman führt uns an verschiedenste Schauplätze der Weltrevolution: ins Bürgerkriegsspanien, nach Moskau während der stalinistischen Schauprozesse, ins Mexiko Frida Kahlos und Diego Riveras, ins Prag von 1968, nach Kuba. In atemberaubender Prosa erweckt er die Protagonisten zu neuem Leben, zeigt sie in ihrer Bereitschaft zur völligen Selbstaufgabe zugunsten einer Ideologie und zieht die Bilanz der gescheiterten Utopien eines Jahrhunderts.

Meine Gedanken zum Buch:

Dass Leonardo Padura ausgezeichnet erzählen kann, weiß ich schon lange. Mit Begeisterung habe ich das "Havanna-Quartett" und seine zwei Folgebücher gelesen. Und mit der gleichen Begeisterung habe ich mich durch die 730 Seiten seines neuesten Meisterwerkes gekämpft, denn einfach war es nicht. Unzählige Orte, Namen, historische Fakten, mit denen ich mich bislang nur sehr marginal beschäftigt hatte. Ideologien, politische Ansichten und Konflikte, die viel Konzentration beim Lesen erfordern, aber das muss ja kein Nachteil sein.
 
Im Grunde besteht das Buch aus drei Handlungsfäden, die letztendlich in Havanna zusammenfinden. Einerseits lesen wir über Lew Dawidowitsch, der als Trotzki in die Geschichte einging, sein Leben im Exil, seine Liebe zu Hunden und seinen unerbitterlichen Einsatz für seine politischen Ideale zum Wohle Russlands und der Menschheit. Ein Ausgestoßener und Verbannter, Opfer der gnadenlosen Verfolgung und Diffamierung durch Stalin, den "Totengräber der Revolution", wie er von vielen genannt wird. 20 Milionen Tote gehen auf sein Konto, darunter unzählige Kampfgenossen Lenins, die Stalins persönlicher Machtgier im Wege standen.
Trotzki zieht mit seiner Familie durch die halbe Welt auf der Suche nach einem Ort, den er wieder "Heim" nennen kann, den er letztendlich ansatzweise in Mexiko findet, wo er von Diego Rivera und Frida Kahlo aufgenommen wird. Von Frida mit im wahrsten Sinne des Wortes mit offenen Armen...
Parallel dazu lesen wir über Ramón Mercader, der im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten kämpft und von seiner eigenen Mutter in die Arme der Stalinisten getrieben wird, wo ihm Ideale  eingetrichtert werden, von denen er oft nicht mehr weiß, ob sie seine eigenen sind. Geschickt schleicht er sich in Trotzkis Haushalt ein, unauffällig und schüchtern nähert er sich dem berühmten Mann und führt ihn letztendlich seinem Schicksal zu.
All dies erfährt der junge kubanische Schriftsteller von einem Mann, den er zufällig am Strand von Havanna trifft und der ihm über die Jahre alle Details dieser unglaublichen Geschichte zukommen lässt. Iván, der hautnah erlebt, wie Korruption, Angst und vor allem auch der Hunger schmecken, die eine fehlgeschlagene Utopie mit sich bringen, sammelt alle Puzzleteile und vereint sie, nach ausgieber Recherche zur Person Trotzkis, was in jenen Jahren in Kuba garnicht ungefährlich ist, zu einem einzigen großen Werk.
 
Eines verbindet alle Männer in diesem Buch: ihre Liebe zu Hunden.
 
Padura hat einen großen Roman geschrieben, in dem er geschickt mit den Emotionen des Lesers spielt. Wie kann es sonst sein, dass man plötzlich Mitleid mit einem Mörder empfindet? Täter, die zu Opfern werden, die ihr Leben an die falschen Ideale verschwendet haben und erst viel zu spät entdecken, wer ihr großes Idol in Wirklichkeit war. Die blind einer Propaganda folgen, die sie letztendlich auch nicht rettet, sondern jeden auf seine Weise ins Verderben treibt. Padura beschreibt mit der ihm eigenen Sensibilität und Objektivität nicht nur das Geschick einzelner Personen, sondern die Geschichte einer ganzen Generation, die bereit war, ihr Leben für die Ideale eines Kommunismus zu opfern, den es im Grunde nie gegeben hat.
 
Und ein kleiner Gag darf natürlich auch nicht fehlen, wenn Iván seinen "Freund und Artgenossen" Mario Conde erwähnt, die Hauptfigur aus dem "Havanna Quartett".
 
Wirklich lesenswert für alle, die sich für russische Geschichte interessieren - sicher ein Zuckerl für alle, die sich bereits damit auskennen und mit den vielen Namen auch etwas anfangen können.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Morgen ist die Ewigkeit

Bild von yps
Verfasst von green bookreader yps am Mi, 01/09/2010 - 14:28
Inhaltsangabe

Anfnag der 40iger Jahre, der zweite Weltkrieg ist im vollem Gange, u. die ersten amerikanischen Männer machen sich auf das Einrücken gefasst, darunter auch Dick, Sohn von Elisabeth. Elisabeth plagen Ängste, über sie sie nicht sprechen kann. Schon mal hat Sie jemanden, ihren ersten Ehemann, an den Krieg verloren. Athur, ihre goße Liebe.
Elisabeth war 18 als Sie Arthur geheiratet hat, sie waren gerade 1Jahr zusammen, als er beschloss, sich für die Zukunft einzusetzen u. dafür in den Krieg zu ziehen, er sollte nie mehr zurückkehren.
Dann trat Kessler, ein deutscher Flüchtling, gezeichnet vom Krieg, er ging an einem Stock u. ihm fehlte ein Arm, in ihr Leben, er schrieb für Sprott ein Drehbuch u. wurde bald ein enger Freun der Familie. Mit ihm konnte Dick über die Ambitionen und den Krieg reden, Kessler half ihm dabei, den Krieg richtig zu betrachten, dass man dafür kämpfte, damit der Morgen erhalten bleibt, denn "Morgen ist die Ewigkeit". Dass man für das Leben kämpfte und für den Fortschritt, dafür, dass das sinnlose Töten von Menschen ein Ende nehmen möge, man kämpft nicht zum töten, nein zum retten u. zu bewahren, nicht unbedingt Menschenleben sondern Gedankengut, Zukunftsdenken u. Hoffnung.
Elisabeth fühlt sich vom ersten Augenblick an zu Kessler angezogen, er erinnerte sie an wen, als ob sie Ihn schon ewig kannte. War es Arthur?

Meine Gedanken zum Buch:

Unglaublich anrührend, bewegend u. emotional
Wie viel ist man bereit für seine Liebe aufzugeben, wie weit kann man sein Glück schmälern, damit ein anderer glücklich wird.Was kann ein erbarmungsloser Krieg aus einem Menschen machen u. wie weit ist ein Mensch belastbar.
Ich kam ganz witzig zu diesen Buch, denn keiner wollte es scheinbar, ich fand´s in einer Küchenschublade einer ausrangierten alten Küche auf einer Müllsammelstelle. Nach meinen Motto " Bücher werden nie weggeworfen" sah ich mich gezwungen es mitzunehmen. Und siehe da der Inhalt überraschte mich, durchaus lesbar u. sehr in einer angenehmen Erzählweise lehrreich. Ein lebenswarmes, lebensvolles Buch zu schreiben, das den Leser nicht ohne Trost und durch Leiden gefestigte Hoffnung auf eine bessere Zukunft des Menschen entläßt, dass gelang Gwen Bristow.
Gwen Bristow wurde 1903 in Marion, South Carolina, als Tochter eines Geistlichen geboren.
 
 

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Flut und Flamme

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 30/01/2009 - 13:06
Inhaltsangabe

Das tropische Mexiko mit seinen schwerblütigen Indios, mit seinen Hafenstädten und Küsten, dem Glanz und den Gefahren des Meeres bildet den farbigenHintergrund der erregenden Handlung dieses Romans. Captain Glenn Hammers führt das ungebundene Leben eins Abenteurers. Als er mit großen Plänen, wenig Geld undkranz in Mazatlán festsitzt, treten plätzlich zwie Frauen entscheidend in sein Leben: die schöne, kluge und sanfte Vida, iene mexikanisch Tänzering, und die kühne, reiche Amerikanerin Tracey Cowles. Vida pflegt ihn gesund, sie leitet sein Unternehmen in Tiburon und wird mit Klugheit und Instinkt die Seele des ganzen Ortes. Tracey stellt ihm ihre Jacht zur Verfügung und unternimmt mit ihm abenteuerliche Expeditionen. Das Schicksal selbst entscheidet schließlich, welche der beiden Frauen das Leben des Mannes für immer teilen wird.

Meine Gedanken zum Buch:

Vicki Baum hat mit dem ihr eigenen Geschick Menschen verschiedenster Nationen, Gesellschaftsschichten und Temperamente unverwechselbar nebeneinandergestellt und mit der Atmosphäre einer fremdartigen Welt umgeben.
 
Ein spannender "Unterhaltungsroman", der seinem Genre zu 100% gerecht wird. Leider nur mehr antiquarisch zu kaufen, das Suchen lohnt sich, wenn man gerne gut geschriebene Bücher liest, in denen es um Menschen und ihre ureigensten Eigenschaften geht.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Dein Lieblingsbuch im Bücherforum nicht gefunden?

Werde selbst Buchpate!

Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung - selbst verfasst oder der Buchklappentext, Zitate, Quellenangaben, deine Meinung, und schon bist du Buchpate. Wir freuen uns auf deine Lieblingsbücher.

Stelle deine Bücher im Forum vor und diskutiere mit anderen bookreaders über das Buch. Rezension bzw. Rezensionen sind zwar "hübsche" Worte, auf bookreaders.at schreibt einfach jeder seine Meinung in der Diskussion. Eine Bewertung des Inhalts mit Sternchen oder dergleichen, wie sie in Buchbesprechungen üblich scheint, gibt es auf bookreaders.at nicht. Was zählt sind die persönlichen Eindrücke über den Inhalt, den Autor, ... Wir freuen uns über jede Buchvorstellung.