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virtuelle Welt

Otherland IV - Meer des silbernen Lichts

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Mi, 11/04/2012 - 12:58
Inhaltsangabe

Der vierte und letzte Band der »Otherland«-Reihe reißt die auf der Suche nach den verlorenen Kindern befindlichen Gefährten vollständig auseinander und lässt sie in verschiedenen Simwelten wieder auftauchen. Sie erleben dort atemberaubende Verfolgungsjagden und hasten von einem lebensbedrohenden Abenteuer in Märchen- und Mythenwelten in die nächste Umgebung.

Dabei stoßen die umherirrenden Reisenden auf immer neue Rätsel: Wer steckt hinter dem Betriebssystem, das als »Der Andere« bezeichnet wird und offenbar intelligentes Leben beherbergt? Wo stecken die offline im Koma liegenden Kinder, die ins Netz gelockt und dort offensichtlich missbraucht wurden? Wie gelingt es den Gefährten, sich aus den Klauen des Netzes zu befreien und wieder offline zu gehen? Welche der vielen Gestalten ist real, welche nur reiner Code? Schaffen es die in der realen Welt fieberhaft um das Leben ihrer online gefangenen Freunde kämpfenden Personen, in das Herz des Unternehmens einzudringen, das Otherland betreibt?

Meine Gedanken zum Buch:

Mittlerweile ist eine nahezu unübersehbarer Anzahl von Charakteren vorhanden; es gibt viele unterschiedliche Handlungsfäden - ich bin immer wieder fasziniert, wie es Tad Williams gelingt, alle Stränge zu entwirren und  zusammenzuführen sowie alle offenen Fragen zu beantworten und dabei noch überraschende Wendungen einzubauen, obwohl man glaubt, schon zu wissen, was passieren wird,
 
Es ist eine beängstigende Zukunftsversion, wo Menschen sich immer mehr von einer tristen Realität in eine virtuelle Realität flüchen, in der sie etwas sein können, was nur ihrer Phantasie entspringt; ihr phyisischer Körper wird von Maschinen am Leben erhalten und irgendwann können sie nicht mehr zwischen Phantasie und Realität unterscheiden und finden nicht mehr zurück. Und wer weiss, vielleicht sind wir schon dort ... 

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Otherland III - Berg aus schwarzem Glas

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Mi, 11/04/2012 - 12:45
Inhaltsangabe

Im dritten Band des umfangreichen Werkes gehen Renie und ihre im Netz gefangenen Freunde auf die Suche nach einem Schwarzen Berg aus Glas, von dem sie die Lösung aller Rätsel erhoffen. Darin vermuten sie das Betriebssystem des Netzes. Dabei geraten sie immer tiefer in das Geflecht aus Mythen und Märchen, aus denen das virtuelle Netzwerk gebaut zu sein scheint. So zieht es sie in eine Troja-Simulation, in der sie auf den verschiedenen Seiten Positionen einnehmen und die jeweiligen historischen Rollen spielen müssen. Dabei stoßen sie erstmals auch auf einen Mann namens Paul Jonas, der sich ebenso wie die Gefährten hilflos durch Otherland bewegt.

Während die virtuell Reisenden im realen Leben von Auftragskillern verfolgt und bedrängt werden, scheint das Netzwerk selbst immer instabiler zu werden. Simulationen geraten durcheinander und stürzen ein. Die Gruppe macht schließlich das Betriebssystem ausfindig. Die Freunde geraten mitten in die entscheidende Zeremonie, mit der sich die neun Kaiser der Netzwelt Unsterblichkeit verleihen wollen, indem sie ihren physischen Körper aufgeben, um künftig nur noch virtuell bis in alle Ewigkeit zu existieren. Inzwischen ist aber auch der vom Gottkaiser der Gralsherren angeheuerte Killer Dread in das System eingedrungen und übernimmt Teile des Betriebssystems.

Nach Dreads Einbruch stürzt Otherland zusammen. Den Gefährten bleibt keine andere Wahl, als sich mit dem Schöpfer und bisherigen Gott der geheimnisvollen Wunderwelt zusammen zu schließen, um gemeinsam einen Ausweg aus der immer realen werdenden Simulation zu suchen.

Meine Gedanken zum Buch:

Die Handlung verdichtet sich und gewinnt rasant an Fahrt; die Ereignisse überschlagen sich und es wird nach ca. 1/4 des Buches wieder total spannend; lose Fäden aus den ersten zwei Bänden werden meisterhaft verknüpft und die Protagonaisten gewinnen an Charakter und Tiefe.

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Otherland II - Fluß aus blauem Feuer

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Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Mi, 11/04/2012 - 12:39
Inhaltsangabe

Im zweiten Band der vierteiligen Cyberspace-Saga entdecken die Gefährten, die in das virtuelle System von »Otherland« eingedrungen sind, die verbindende Bedeutung des Flusses. Dieser Fluss aus blauem Feuer ist die einzige stabile Nahtstelle zwischen den verschiedenen Welten der virtuellen Realität, die sie durchqueren.

Über den Fluss gelingt es, die Welten zu wechseln und weiter zu kommen. So stolpern die Freunde durch Cartoonwelten, Urwälder, Eiszeiten und Insektenbauten, mal sind sie winzig, mal sind sie riesig, hier können sie fliegen, dort treiben sie hilflos umher und zittern um ihr Leben.

Renie, !Xabbu, Martine, Orlando, Frederic und ihre Gefährten sind inzwischen längst Gefangene der Matrix geworden, in die sie sich begeben haben, um sie zu ergründen und zu bekämpfen. Gleichzeitig spürt die das »Otherland« beherrschende Gralsbrüderschaft, die sich durch die virtuelle Welt körperloses Überleben erhofft, dass ihre komplexe Schöpfung außer Kontrolle gerät, erhebliche Anomalien aufweist und in Einzelbereichen bereits zusammenbricht.

Hinter den Kulissen deutet sich ein blutiger Machtkampf um die Führung an.

Meine Gedanken zum Buch:

Der zweite Band zieht sich so dahin - und wieder eine neue virtuelle Welt, in der es zu überleben gilt - wenn der Autor damit illustrieren will. wie mühsam und zunehmend verzweifelt die Reise wird, dann ist ihm das hervorragend gelungen.
 
 

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Otherland - Stadt der goldenen Schatten

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Mi, 11/04/2012 - 12:01
Inhaltsangabe

Eine Gruppe mächtiger Männer, die sich Gralsbruderschaft nennt, hat mit enormen Geldmitteln das Simulationsnetzwerk »Otherland« entwickelt. Es ist mehr als nur die Spielwiese einiger Exzentriker: Von langer Hand vorbereitet soll es das gigantische Kontrollsystem werden, das die gesamte Menschheit beherrscht.

Nur wenige haben eine Ahnung davon, welche Ausmaße das Netz bereits angenommen hat. Nur wenige erkennen die tödliche Gefahr. Als immer mehr Kinder im Netz verloren gehen und in der realen Welt in ein tiefes Koma fallen ist es fast schon zu spät.

Angelockt von der Vision einer strahlenden, einer goldenen Stadt, versammeln sich neun Menschen in der VR, um sich dem Bösen entgegen zu stellen und seine Pläne zunichte zu machen.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich mag Tad Williams sehr und seine geniale Art sich auszudrücken und phantastische Welten äußerst plastisch und vorstellbar zu erschaffen. Wie immer nimmt er sich viel Zeit dabei und spinnt  viele verschiedene Handlungsstränge, die zunächst einmal nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Aus diesem Grund dauert es anfangs einige Zeit, um mit der Geschichte vertraut zu werden.
 
Tad Williams Charaktere sind keine strahlenden Helden, deren einziges Ziel es ist, die Welt zu retten; nein, sie sind eine zusammengewürfelte Gemeinschaft, von denen jeder seine eigenen sehr persönlichen Gründe und Probleme hat; nicht immer pflegeleicht, doch genau das macht sie zu Protagonisten, mit denen man sich identifizieren kann und mit denen man mitlebt.
 
Es handelt sich hier um den ersten Band einer Trilogie in vier Bänden - eine Spezialität des Autors - und man merkt deutlich seinen Hang zur Fantasy, dem er in der Beschreibung der diversen Welten nachgibt - so finden sich Elemente aus Alice im Wunderland, Conan, Herr der Ringe, Figuren aus verschiedenen Mythologien und vielem anderen.

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Erebos

Bild von SANDRA
Verfasst von yellow bookreader SANDRA am So, 09/05/2010 - 08:51
Inhaltsangabe

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und - wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.

Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

Meine Gedanken zum Buch:

Da ich mich für Computerspiele nicht begeistern kann, konnte ich dem Bann von „Erebos“ lange widerstehen. Nach Lektüre dieses unglaublich spannenden Thrillers weiß ich nun nicht, ob ich jemals wieder Skypen oder eine E-Mail mit persönlichem Inhalt versenden kann, ohne das Gefühl von „Big brother is watching you“ zu haben. Unglaublich, wie komplex die virtuelle Welt von Erebos aufgebaut war und unglaublich, wie geschickt es Menschen zu manipulieren verstand, wie es das Böse in Ihnen weckte. Die Gier nach dem nächsten Level vermochte jegliche Skrupel und moralische Bedenken in Sekundenschnelle niederzureißen und der Spieler war auch im realen Leben nur noch eine Marionette des Spielmachers. Erschütternd auch der detailliert beschriebene Suchtfaktor und die damit einhergehende Vernachlässigung der Familie, des Freundeskreises, der Schule und zuletzt sogar der Nahrungsaufnahme und der Körperpflege. Erschütternd vor allem deshalb, weil es sich hierbei nicht nur um einen Roman handelt, sondern weil solche Auswirkungen der Spielsucht tatsächlich auch im realen Leben vorkommen.

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