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arrogant

Ich und Kaminski

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am So, 15/03/2009 - 15:59
Inhaltsangabe

Ein Kunst-Student will die Biographie eines alten, blinden Malers schreiben. Aus dem Gerangel zwischen dem jungen Autor und seinem widerstrebenden Opfer machte Daniel Kehlmann eine bitterböse Satire über die Sucht nach Ruhm und die Roheit der Medien

Meine Gedanken zum Buch:

Dieser arrogante Nichtsnutz will aus reiner Gier mit teilweise verbotenen Mitteln den versteckt lebenden alten Künstler Kaminski jeden Tropfen Lebensblut nehmen. Es wäre ihm recht, würde der alte Mann bald sterben. Seine Biogrphie wäre ja dann ein umso größerer Erfolg. Er schaftt es aber nicht und enträtselt den Künstler. Er befreit ihn direkt. Den ganzen Text über (es sind ja nur 174 Seiten) wirkt dieser junge "Held" überdreht, übermotiviert direkt fahrig. Kaminski wird hingegen jünger und jünger. Am Ende fühlte ich so, als ob sie sich altersmäßig entgegengegangen wären.
Stilistisch äußerst intensiv und in absoluter Jetztzeit. Kehlmann erzählt nicht, er läßt die Handlung geschehen. Wo andere Schriftsteller sinnlose Seiten füllen, reduziert Kehlmann auf das Notwendigste - und das ist halt manchmal auch banal. Warum auch nicht? Ein großer Künstler.
Übrigens wird das Buch noch 2009 verfilmt.
 

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