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Zwillinge

Oben ist es still

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am So, 14/02/2010 - 17:12
Inhaltsangabe

Helmer van Wonderen räumt auf. Er verfrachtet seinen Vater ins Obergeschoß des elterlichen Bauernhauses und richet sein Leben unten neu ein. Doch die ländliche Ruhe währt nicht lang, denn eines Tages kommt ein Brief von Riet. Ihr pubertierender Sohn Henk soll bei Helmer das Arbeiten lernen ...

Meine Gedanken zum Buch:

Äußerliche Handlung eher wenig, aber dafür sehr viel Innenleben. Der zurückgesetzte Henk muss nach dem Unfall seines Zwillingbruders nun für den Vater sorgen und den Bauernhof bewirtschaften, was er nie tun wollte. Er macht dies dann doch recht geschickt, bis die Fast-Witwe mit ihrem Sohn Vergessenes wieder aufwirbelt. Der Schluss passt zum Buch und ist wie nicht anders erwartet ruhig und beruhigend. Helmer hat durch im ehemligen Knecht des Vaters, der ja nur etwas älter als er selbst ist, im Alter einen Wegbegleiter gefunden, der einfach da ist. Das ist für Helmers Glücksvorstellung bereits ausreichend.
Das klingt alles fast traurig, an manchen Stellen ist es das auch wirklich. Schlimm war für mich vor allem, dass man seinen eigenen Vater dermaßen hassen kann.
Jedoch gibt es auch extrem humorige Passagen und reichlich Bilder im Kopf. ich hatte die 315 Seiten relativ rasch durch.

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Weil deine Augen ihn nicht sehen (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 23/09/2009 - 13:41
Inhaltsangabe

Für Margaret Fowles wird der schlimmste Albtraum wahr: Skrupellose Erpresser entführen ihre dreijährigen Zwillingstöchter. Nach einer dramatischen Geldübergabe kommt eine Tochter frei, die andere aber sei gestorben, heißt es. Doch Margaret will nicht an den Tod ihres Kindes glauben. Margaret Fowles ist mit ihrem Mann Steve auf einem Empfang, als das Schreckliche passiert: Zwei Männer dringen in ihr Haus ein, schlagen die Babysitterin nieder und rauben die Zwillingstöchter des Paares. Auf dem Kinderbettchen hinterlassen sie eine Lösegeldforderung über eine immens hohe Summe. Die Polizei tappt komplett im Dunkeln, aber es gibt einen Lichtblick: Die Eltern schaffen es tatsächlich, acht Millionen Dollar zusammenzubekommen. Vor Angst nahe am Nervenzusammenbruch wartet Margaret auf die Übergabe, doch nur ein Zwilling, Kelly, kehrt zurück. Die andere Tochter sei erkrankt und gestorben, lassen die Entführer wissen. Margaret ist hin und her gerissen zwischen Freude über Kellys Rückkehr und Verzweiflung über Kathys Tod. Doch mitten im Gedenkgottesdienst fängt Kelly zum ersten Mal seit ihrer Heimkehr wieder zu sprechen an: »Kathy hat so Angst vor der Frau! Mami, du musst sie auch heimholen.«

Meine Gedanken zum Buch:

Nach einem mittelmäßig aufregenden Anfang schleppt sich die Geschichte ziemlich dahin, kommt so gut wie nie in Fahrt, birgt wenig Überraschungsmomente und findet letztendlich das zu erwartende Ende. Spannung kommt so gut wie nie auf, die Figuren bleiben blass und ungenau, der ganzen Geschichte fehlt es an Dichte und Substanz.
Dazu kommt noch, dass diese Zwillingsgeschichte dermaßen übertrieben dargestellt wird, dass man schon sehr esoterisch veranlagt sein muss, um das noch glauben zu können. Ich weiß auch, dass zwischen eineiigen Zwillingen ein besonderes Band besteht, aber dass sie telepathisch Wort für Wort miteinander kommunizieren können, bezweifle ich doch sehr.
Da es sich um die Entführung dreijähriger Kinder handelt, lässt einen die Geschichte natürlich nicht ganz kalt, und wenn man von MHC schon andere Bücher gelesen hat, legt man das Buch nicht einfach aus der Hand, sondern man wartet  auf den berühmten Knalleffekt, der hier leider ausbleibt.
Michou Friesz liest auch nicht gerade so, dass die Geschichte dadurch gewinnen würde (die Kleinmädchenstimme der Entführerin nervt einfach nur), und somit würde ich dieses (Hör)buch nicht unbedingt weiterempfehlen.

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