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Zeitensprünge

Kleine Fische

Bild von BorisP
Verfasst von  BorisP am Fr, 13/05/2011 - 16:14
Inhaltsangabe

Eigentlich sind alle zufrieden. Fisch und seine Freunde sind glücklich, weil sie immer genug Gras zum Rauchen haben. Der Drogendealer ihres Vertrauens ist glücklich, weil sein Geschäft gut läuft. Und seine rechte Hand auf der Straße ist glücklich, weil er von allen respektiert, ja sogar gefürchtet wird. Und dann passiert etwas. Ein Brandanschlag bringt die Drogenquelle zum Versiegen und den Drogendealer dazu, um sein Lebenswerk zu bangen. Fisch, den die Vorstellung der bevorstehenden Nüchternheit nervös macht, wird durch einen defekten Toaster unvermutet zum Privatdetektiv. Wird er dahinterkommen wer für seine missliche Lage verantwortlich ist? Und was haben ein alter Feind, eine neue Flamme, ein hypochondrischer Koch und zwei vernunftsresistente Zwölfjährige mit der Sache zu tun?
"Kleine Fische" ist eine originelle Antihelden-Geschichte über Drogen, Freundschaft und Verrat humorvoll, erfrischend unmoralisch und gespickt mit einer Prise Gewalt.

Meine Gedanken zum Buch:

Für mich macht der Aufbau des Buches den besonderen Reiz aus. Die Handlung dreht sich um eine zentrale Problemstellung: Dem Drogendealer sind die Drogen gestohlen worden, es gilt herauszufinden wer's war. Die Geschichte wird jedoch aus der Sicht mehrerer Personen erzählt, noch dazu nicht chronologisch, sondern auf der Zeitachse wild herumspringend. Besonders witzig fand ich es, wenn eine bereits geschilderte Szene in einem späteren Kapitel aus der Sicht einer anderen Person (zum Teil mit einer völlig unterschiedlichen Wahrnehmung der Situation) dargestellt wurde.
Kapitel für Kapitel werden einem die Zusammenhänge klarer. Am Ende kommt dann der blutige Showdown und eine - finde ich - gelungene Auflösung. 
Kopackas Schreibstil ist kurz gehalten und präzise, er ist kein selbstverliebter Schwafler sondern man hat beim Lesen das Gefühl, dass er selbst, sowie seine Protagonisten, sich nicht immer ganz so ernst nehmen. Insgesamt fand ich den Roman sehr lustig, ich hab ihn fast in einem Zug ausgelesen.

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