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Weltkrieg

Julians Bruder

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Verfasst von white bookreader adabei am Fr, 23/01/2009 - 20:39
Inhaltsangabe

Die beiden Freunde, Julian und Paul, sind fast am gleichen Tag geboren, gehen in dieselbe Klasse und wachsen zusammen in der Jablonskistraße 53 in Berlin auf. Die glückliche Kindheit von Julian und Paul endet jäh, als sich die nationalsozialistische Gesinnung in den Köpfen auszubreiten beginnt. Julian muss, da dem neuen Klassenlehrer der Familienname Sternberg verdächtig erscheint, weil er Jude sein soll, obwohl er evangelisch getauft worden ist, die Schule verlassen. In Berlin wird für die jüdische Bevölkerung wegen antijüdischer Propaganda und antijüdischer Gesetze das Leben immer schwieriger. Pauls Eltern, Paul und dessen Schwester Bille versuchen zwar Julians Familie so weit wie möglich zu unterstützen und Jule gehört mit einem Male zu den "unerwünschten Personen". Seine Eltern werden 1942 in das KZ Ausschwitz deportiert. Jule kann bei verschiedenen hilfsbereiten Menschen, die oft selbst unter dem Regime leiden, unter falschen Namen untertauchen. Paul und seine Schwester Bille, die Jule schon lange liebt, sorgen für ihn und halten zum Freund. Auch Pauls Familie hat eigene Sorgen, denn der Vater muss an die Ostfront und Paul wird als Flakhelfer eingezogen. Das Ende des Krieges erleben die beiden Freunde untergetaucht in Ruinen, denn Paul will nicht noch in den letzten Kriegstagen als Flakhelfer für seinen Führer fallen. Als dann im April 1945 die Rote Armee der Sowjetunion die Deutsche Reichshauptstadt einnimmt, fühlen sich Paul und Jule befreit - der Krieg ist vorbei, die Nazi-Diktatur gestürzt. Sie meinen, ein neues Leben könne beginnen. Doch es beginnt für Paul und Julian ein dunkles und bis heute kaum bekanntes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte: In Berlin herrscht keineswegs Aufbruchsstimmung, sondern Rechtlosigkeit und sowjetische Truppen ziehen plündernd durch die Stadt. Als Pauls Schwester in aller Öffentlichkeit von russischen Soldaten vergewaltigt wird, wollen Julian und Pauls ihr helfen, doch sie werden verhaftet und als angebliche "Werwölfe" oder faschistische Soldaten ohne irgendeine Befragung oder irgendeine Untersuchung des tatsächlichen Geschehens in ein sowjetisches Internierungslager gebracht, das ehemalige KZ Buchenwald. Julian wird als Verfolgter der Nationalsozialisten nicht akzeptiert. Drei Jahre lang dauern die fürchterlichen Entbehrungen. Sie lassen zwar Paul immer noch hoffen, aber Julian verliert die Hoffnung, klagt nicht über Durchfall, verheimlicht sein Kranksein und gibt sich dem sicheren Sterben hin.

Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch "Julians Bruder" ist die Geschichte einer großen Freundschaft. Dem Autor Klaus Kordan ist es gelungen, ein dunkles und auch wenig bekanntes Kapitel der deutsches Kriegs- und Nachkriegsgeschichte zu beleuchten.  Kordan versteht es, für jugendliche und erwachsene Leser einfühlsam und packend zu schreiben. Dieser historische Roman berührt viele Tabus, ist beklemmend und berührend, lässt naturgemäß auch viele Fragen offen und verleitet geschichtlich Interessierte zur Suche nach weiteren historischen Fakten.

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