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Vigata

Die sizilianische Oper

Bild von Lothar Gross
Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am Do, 23/04/2009 - 11:57
Inhaltsangabe

Am 10. Dezember 1874 brennt im verschlafenen sizilianischen Städtchen Vigata das Opernhaus. Kommissar Puglisi vermutet Brandstiftung, denn dieser geplante kulturelle Höhepunkt war von Anfang an von Schwierigkeiten begleitet.

Der neue Präfekt in Montelusa, der zu allem Unglück aus der Toskana stammt, hat nicht mit dem Starrsinn der Vigateser gerechnet. Er möchte am liebsten "das Wohlgefallen an einer Oper polizeilich verordnen". Doch sein gut gemeinter Einsatz für die Kunst scheitert schmählich. Die Oper mit dem nicht unbedingt rasend interessanten Titel "Der Bierbrauer von Preston" wird vom Publikum ab der ersten Szene boykottiert und ins Lächerliche gezogen. Wobei niemand sich um die Oper als solche auch nur einen Deut schert. Allerdings, keiner in Vigata lässt sich aus Montelusa irgendetwas vorschreiben. Schon gar nicht Musik.

Meine Gedanken zum Buch:

Camilleri versteht es wie kein anderer aus der fiktiven Stadt Vigata eine irrwitzige Handlung zu erzählen. Er versteht es immer wieder, die Obrigkeit so dastehen zu lassen, dass man nur den Kopf schütteln kann.
Ein Paradebeispiel dafür, wie es die Einwohner einer Stadt in verschworener Einigkeit schaffen, die Entscheidungen von oben zu boykottieren.

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Der unschickliche Antrag

Bild von Lothar Gross
Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am Do, 23/04/2009 - 10:06
Inhaltsangabe

Der Holzhändler Filippo Genuardi, genannt Pippo, ist ein fortschrittlicher Mensch und begeistert sich für alles Neue; er besitzt einen Phonographen Edison und sogar einen motorisierten Vierräder, den er sich aus Paris kommen ließ. Und nun beantragt er ein Telephon: eine Sensation in Sizilien im Jahr 1891.
Der Antrag wird vom Post- und Telegraphenamt abgewiesen, aber Filippo bleibt hartnäckig. Es kommt zu Entlassungen, Beförderungen, Morden und Liebesdramen – alles nur wegen eines Telephons.

Meine Gedanken zum Buch:

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ein Antrag für ein Telefon lässt alle Einwohner und Behörden Amok laufen. Eine irrwitzige Intrigenkampagne wird aktiviert, um diesen einen Telefonanschluss zu verhindern.
Im Jahr 1891 hat nun mal keine Privatperson ein Telefon, also vermutet man verbrecherische Machenschaften.
Es ist herrlich, wie die Behörden versuchen sich gegenseitig eins auszuwischen und dann wieder gemeinsam gegen den Antragsteller vorgehen. Es wird sehr deutlich dargestellt, dass sich Carabinieri und Polizei überhaupt nicht leiden können und keine Gelegenheit auslassen, dem anderen eine Gemeinheit anzulasten.

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