Religion

Blauer Hibiskus

Bild von Paula Gölles
Verfasst von yellow bookreader Paula Gölles am Do, 04/03/2010 - 22:18
Inhaltsangabe

Eine Tochter aus gutem Hause entdeckt die Welt-das Haus liegt inmitten von Hibiskus, Tempelbäumen und hohen Mauern. Die Welt dahinter ist das von politischen Unruhen geprägte Nigeria. Mit sanfter, eindringlicher Stimme erzählt die 15 jährige Kambili von dem Jahr, in dem ihre Familie auseinander fiehl, ihr Land im Terror versank und ihre Kindheit zu Ende ging. Ein verzweifelt-schönes, traurig-süßes, außergewöhnliches Buch.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine einfühlsame und berührende Geschichte über ein Kind, das zu früh in seinem Leben mit religiös motivierter Intoleranz und den hässlichen Seiten des nigerianischen Staates konfrontiert wird.
Ich konnte das Buch fast nicht weglegen, weil es mich so in den Bann zog.

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Totenverse

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 18/01/2010 - 10:31
Inhaltsangabe

Verbotene Verse, die Gesetze des Islam und der Tod einer mutigen Frau: Als sich die Pathologin Katya und der Wüstenführer Nayir an die Ermittlungen machen, steht ihnen nichts so sehr im Weg wie die Tabus ihrer eigenen arabischen Kultur. Ein fesselndes Stück aus einer für westliche Augen meist verschlossenen Welt.Darf ein guter Moslem es zulassen, dass eine junge Frau unverhüllt auf der Straße läuft? Als die Filmemacherin Leila am Strand von Dschidda aufgefunden wird, scheint ihr Tod die Rache für ein Filmprojekt zu sein, mit dem sie die Doppelmoral der arabischen Gesellschaft anprangern wollte. Doch als man bei Leila Fotos einer verbotenen alten Version des Koran findet, verstehen die junge Pathologin Katya und der strenggläubige Wüstenführer Nayir, dass die Ursachen für den Mord viel weiter reichen. Denn die längst vergessenen Verse stellen die Wurzeln ihres Glaubens infrage ....

Meine Gedanken zum Buch:

Ein spannender Kriminalroman, der intime Einblicke gibt in eine uns weitgehend verschlossene Welt zwischen Wüste, modernem Großstadtleben und den strengen Gesetzen des Islam. 
Man wird einerseites unverblümt mit jenen Lebensumständen konfrontiert, mit denen Frauen in dieser Welt Tag für Tag zu kämpfen haben: eine streng gläubige Gesellschaft, Isolation, Unterdrückung, Verbote wohin das Auge reicht...
Was für mich aber auch sehr interessant ist und leider in solchen Romanen oft vergessen wird (hier allerdings nicht), ist  die Rolle des Mannes! Man wird Zeuge einer Kluft die sich hier auftut, nämlich der Zwiespalt zwischen Religion (Koran) und Tradition auf der einen Seite - Emotion, Verstand, Gefühl auf der anderen Seite. Es wird vermehrt deutlich, das sich die traditionellen Lehren des Koran, immer schwieriger in das heutige Leben übertragen lassen (vorallem jene Teile, die den Umgang zwischen Mann und Frau regeln).
Was diesen Roman zusätzlich noch sehr lebendig macht, ist die Tatsache, dass die Autorin Zoe Ferraris, dieses Buch nicht nur allein auf Recherchen aufgebaut hat, sondern auch auf eigene Erfahrungen zurückgreifen kann. Ferraris hat über ein Jahr in einer streng gläubigen Gemeinde in Dschidda gelebt, wo sie mit einem Moslem verheiratet war. Umso mehr spürt man hier ihre eigenen Eindrücke über Land, Leben, Kultur und Religion.

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Lichtkreise - Provokationen christlichen Denkens

Bild von Maria74
Verfasst von white bookreader Maria74 am Do, 12/11/2009 - 09:27
Inhaltsangabe

Ein außergewöhnliches Orientierungsbuch, das den Leser dazu anregen möchte, den christlichen Glauben sowie seine persönliche Gottesbeziehung näher und vielleicht einmal auf ganz andere Art zu betrachten.

Themen wie Supermacht Gott, was hält die Neurobiologie von der menschlichen Seele, ist Religiosität vielleicht eine Sache der Begabung oder das Alte Testament und der christliche Glaube werfen Fragen auf, die uns nachdenklich machen, aber auch zu neuen Sichtweisen der Begegnung von Mensch und Gott im Lichte des Evangeliums führen können.

Meine Gedanken zum Buch:

Eigentlich habe ich mich vom Titel „Provokationen Christlichen Denkens“ provozieren lassen, dieses Buch zu kaufen und war neugierig, worauf es hinauslaufen würde. Ich habs sonst nicht so mit der Theologie, aber über die menschliche Existenz und ob es ein Leben nach dem Tod gibt, mache ich mir schon Gedanken.
Ich muss sagen, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, ist mir klar geworden, dass die Psyche und die Seele des Menschen zwei grundlegend verschiedene Dinge sind … So ganz nebenbei hab ich eine Menge über christliche Bräuche und Traditionen erfahren und wie sich das christliche Selbstverständnis im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.
Alles in allem ein lesenswertes Buch!

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Gottlos (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 31/08/2009 - 08:44
Inhaltsangabe

Das Mädchen ist lebendig begraben worden. Ihr Tod muss langsam und unvorstellbar qualvoll gewesen sein. Als ein Zufall Sara Linton und Jeffrey Tolliver zu der Leiche führt, kennen sie nur noch ein Ziel: den Mörder zu finden. Schon bald müssen sie erkennen, dass das nur der Anfang einer ganzen Serie erschütternder Verbrechen ist, die offenbar eng mit einer kleinen und überaus fromm lebenden Sekte zusammenhängen. Ihre Mitglieder wirken auf Sara und Jeffrey nicht wie fanatische Fundamentalisten. Aber als sie beginnen an der Oberfläche zu kratzen, finden sie einen Killer, der böser und gefährlicher ist als alles, was sie bis dahin kennen gelernt haben.

Meine Gedanken zum Buch:

Einmal mehr ein spannender Thriller, bei dem es einem von Anfang an den Magen verkrampft. Die Vorstellung, lebendig begraben zu werden, ist wohl für keinen Menschen erträglich.
Der 5. Teil dieser Serie ist vielleicht nicht ganz so rasant wie seine Vorgänger, bietet aber jede Menge interessante Wendungen und lässt einen immer wieder auf einer falschen Fährte zurück, wenn man gerade geglaubt hat, man hätte das Rätsel gelöst.
Andrea Sawatzki liest im großen und ganzen recht gut, nur dass sie in einem amerikanischen Thriller tatsächlich "TUpperwArE" sagt, also mit U wie UHU und Ware wir das deutsche Wort, kann ich ihr nur schwer verzeihen.

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Englischer Harem

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mi, 26/08/2009 - 14:33
Inhaltsangabe

Eine junge Frau zu ihren Eltern, untere Mittelschicht im Londoner Vorort:" Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Ich heirate, die schlechte: Er ist Perser. Und übrigens: Er hat bereits zwei Frauen"
So beginnt ein provozierender Roman über Heimat, Kochen und die Faszination des Fremden... und eine Liebesgeschichte wie keine andere - für diese Zeit.

Meine Gedanken zum Buch:

Komödie oder Tragödie??? Eine Frage, die ich mir selbst stelle - aber nicht so richtig beantworten kann.
Polygamie - ein Mann lebt mit insgesasmt 3 Frauen zusammen - eine Konstellation die für viel Aufsehen und einige Turbulenzen sorgt, wie man sich denken kann.
Mein erster Gedanken war natürlich: Krach/Eifersucht zwischen den Damen des Hauses - aber weit gefehlt. Die Probleme, die sich durch diese doch außergewöhnliche Partnerschaft ergeben sind ganz anderer Natur. Neid, Boshaftigkeit, Klischees, die Kluft zwischen zwei Kultuern/Religionen - das sind nur ein paar Punkte, die McCarten in seinem Buch zur Sprach bringt. "Englischer Harem" ist eine moderne Liebesgeschichte, teils flott erzählt, die aber doch so manch bedrückende Tatsache ans Tageslicht bringt.
 
Dieser Roman gibt eines unmissverständlich zu verstehen: Die Schublade für unsere Vorurteile ist tief und die Probleme, die daraus entstehen können, katastrophal!

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Dubliner

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Mi, 12/08/2009 - 21:49
Inhaltsangabe

"Und zuerst lese man die Dubliner. Es ist die einzige Möglichkeit, das Werk eines der größten Schriftsteller zu verstehen. (gemeint ist hier das Buch "Ulysses")

Meine Gedanken zum Buch:

Wirklich ein bemerkenswertes Buch, das vollkommene Jetztzeit vermittelt.
Ein ausführliches Lese-Tagebuch habe ich auf Xing in der Gruppe "Bücher, Bücher, Bücher" geführt.

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Der Weltensammer (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 20/07/2009 - 15:48
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Der Weltensammler Sir Richard Francis Burton (1821-1890) ist als britischer Offizier im Indien der Kolonialzeit stationiert. Doch das Militärische interessiert ihn wenig. Lieber lässt der Ethnologe und Sprachforscher seiner Abenteuerlust freien Lauf, studiert die Traditionen und Gebräuche der Einheimischen, übersetzt das Kamasutra und die Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Mit einer Karawane reist Burton, verkleidet, bis nach Mekka und wird so zu einem der ersten Europäer, dem der Zutritt zur heiligsten Stätte des Islam gelingt. Die Fremdheit dieser Welt schreckt ihn nicht, sondern spornt ihn an, in langen Reiseberichten Erkenntnisse über die Menschen zusammenzutragen, ihre Kulturen zu beschreiben. Seine Leidenschaft treibt Burton immer weiter um den Erdball. In Afrika angekommen, macht er sich schließlich auf die Suche nach den Quellen des Nil. Ilija Trojanow verbindet in seinem spannenden Reiseroman historisch verbürgte Fakten aus dem Leben des berühmten Entdeckers mit einer Vielfalt an fiktiven Figuren, die der Geschichte Vitalität einhauchen. Die Biographie des Autors, der ebenso wie sein Protagonist in vielen Ländern gelebt hat, spielt eine wichtige Rolle im "Weltensammler": die Rastlosigkeit des besessenen Forschers, sein ständiges Bedürfnis nach Neuem, sein unbändiger Drang, über den Horizont hinaus zu gelangen.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein spannendes Buch über einen Abenteurer in interessanten Ländern. Grundsätzlich belebend wirken die unterschiedlichen Erzählebenen, wobei sie - zumindest in der gekürzten Hörbuchversion - auch dazu beitragen, dass man irgendwann mit den Namen von Menschen und Orten ziemlich durcheinanderkommt, ich hatte nicht nur einmal den Faden verloren. Die Verwirrung nur wird durch das hervorragende Lesen von Frank Arnold in überschaubaren Grenzen gehalten, da er unterschiedlichen Figuren eigene Stimmen gibt, und das tut er ausgesprochen witzig und gut.
Herausragend ist die Sprache, die in unglaublichen Bildern Länder und Leute beschreibt, leider kann man vom Hörbuch nur schlecht zitieren.

Ein Tipp für alle, die gerne Romanbiografien mit Tiefgang über Weltenbummler und Entdecker lesen und sich an sprachlichen Perlen erfreuen können.

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Briefe an den Heiligen Vater

Bild von DoKi
Verfasst von white bookreader DoKi am Mo, 13/04/2009 - 12:55
Inhaltsangabe

Die Briefe, die Karin Afshar an den Heiligen Vater schreibt, stellen Momentaufnahmen aus ihrem Leben in Zeitlupe aufgenommen, spontan zu Papier gebracht oder mit dem Abstand vergangener Jahre nach-durchlebt dar.
Dem Leser begegnen darin Vertrautes und völlig Fremdes, Empfindungen und Gedanken, die hier seine Zustimmung, dort seinen Widerspruch wecken. Die, die diese Briefe schreibt, stellt Fragen, wie jeder von uns sie sich von Zeit zu Zeit stellt, vor allem aber stellt sie das in der Welt Gesehene, im Leben Vorgefundene und sich selbst infrage.

Meine Gedanken zum Buch:

Im Lesen der Lebensweg-Geschichten eines anderen Menschen gleichermaßen zu den Ruinen und Denkmälern eigener Vergangenheit geführt zu werden und dann unvermittelt wieder vor dem Unbekannten zu stehen und Kennen-Lernen zu dürfen, das hat eine besondere Faszination und einen ganz besonderen Selbst-Wert. Einzigartigkeit eines jeden Menschen und gemeinsame Wurzeln, zwei Pole dessen, was für mich Leben ausmacht.

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Illuminati

Bild von Sabine Stachl
Verfasst von bookreaders team member Sabine Stachl am So, 22/06/2008 - 21:11
Inhaltsangabe

Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der "Illuminati". Diese Geminschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde Antimaterie entwendet.

Meine Gedanken zum Buch:

Am Anfang ist das Buch ja sehr aufregend und spannend, aber zur Mitte hin wird es immer langweiliger und langatmiger. Gott sei Dank wird es dafür zum Schluss hin immer spannender. Freu mich jetzt schon auf "Sakrileg", "Meteor" und "Diabolus"!

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Katzenwiege

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 15/02/2008 - 13:16
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Dr. Felix Hoenikker, der "Vater der Atombombe", hat Ice-nine erfunden, ein kristallines Mittel, das amerikanischen Soldaten helfen soll, sich aus einem Sumpf zu retten, indem es Wasser gefrieren läßt. Das Problem mit diesem Wunderstoff ist lediglich, daß bereits ein kleiner Splitter davon das gesamte Wasser der Welt gefrieren ließe, für immer. Also steht wieder einmal das Ende der Welt bevor.

Felix Hoenikker ist der perfekte amoralische Wissenschaftler, der absolut nichts für menschliche Wesen übrig hat und nur für seine intellektuellen Spielchen lebt. Zu Beginn des Romans ist er bereits tot. In diesem Roman geht es um Bokonon, dessen wirklicher Name Lyonel Boyd Johnson lautet. Er ist der Gründer der ersten Calypso-Religion, ein richtiger Guru aus Westindien, wie er im Buche steht. Wie er freimütig gesteht, besteht seine Religion aus Lügen, doch wer immer an glaubt, wird mit "foma" genannten "glücklichen Unwahrheiten" wieder seines Lebens froh.
Der Bokononismus hat seine Heimat in der karibischen Republik von San Lorenzo. In diesem Armenhaus wird der wertlose Sohn von Hoenikker zum Minister für Wissenschaft und Fortschritt ernannt. Der Ich-Erzähler - "nennt mich Jonas" - will Frank und andere Leute interviewen, doch eines Tages sieht er sich zum Präsidenten der Republik ernannt. Mona Aamons Monzano ist die wunderhübsche Tochter des finnischen Architekten von San Lorenzos einzigem Krankenhaus. Sie ist eine gelehrige Schülerin in der Ausübung des "Bokomaru", der erotischen gegenseitige Massage der Füße, welche zum ekstatischen Vermischen der Seelen durch die Sohlen (Achtung: ein Wortspiel, so alt wie Shakespeare) führt. Auf diese Weise bekehrt sie den Erzähler zum Bokononismus, der einzigen Lehre, die in einer verrückten Welt einen Sinn ergibt.

Meine Gedanken zum Buch:

"Katzenwiege" ist einer der einfallsreichsten Romane Vonneguts, von denen er nicht wenige geschrieben hat. Hier macht er sich über Religion, Wissenschaft, Patriotismus und Sex lustig - so ungefähr über alles.

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