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Rassismus

Zerstört (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 16/09/2009 - 11:07
Inhaltsangabe

Die Freundin von Lena Adams weiß nicht, was mit ihr geschehen ist. Alles nimmt sie nur noch sehr verschwommen war, sprechen kann sie auch nicht mehr. Aber sie begreift, dass sie mit Lena und einem Mann, den sie trotz Skimütze an seiner Stimme und den kalten Augen erkennt, in einem Auto durch die Landschaft fährt. Aber sie wird nicht mehr dazu kommen, ihr Wissen jemand Drittem mitzuteilen. Denn die Freundin von Lena Adams steigt ein bekannter Geruch in die Nase, als der Bekannte mit der Skimütze und den kalten Augen etwas Glitzerndes aus der Tasche zieht. Es ist ein Feuerzeug, und der bekannte Geruch ist Feuerzeugbenzin, mit dem sie überschüttet worden ist. Aber als ihr diese Erkenntnis durch den Kopf schießt, brennt die Freundin von Lena Adams bereits lichterloh.
Lena Adams ist Polizistin, und jetzt ist sie auch noch die einzige Verdächtige in einem grausamen Mordfall. Deshalb bittet sie ihre Kollegen Chief Jeffrey Tolliver um Hilfe – und das zu einer Zeit, wo dessen Wieder-Ehefrau Sara Linton in einem Prozess um einen Kunstfehler, der einem Jungen das Leben gekostet haben soll, vor Gericht steht. Trotzdem beginnt Tolliver ohne zu zögern mit den Ermittlungen – und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn die zwielichtige Polizistin ist über ihren inhaftierten Exfreund in einen Fall rund um einen brutalen Ring von Drogenhändlern verwickelt, die gleich reihenweise Zeugen aus dem Weg räumen. Die Täter gehen buchstäblich über Leichen. Und was das bedeutet, sollen Sarah Linton und Chief Jeffrey Tolliver bald am eigenen Leibe zu spüren bekommen...

Meine Gedanken zum Buch:

Wie immer kommt Slaughter nicht ohne mindestens einen grausam genau beschriebenen Mord aus, allerdings stehen im Mittelpunkt vor allem Südstaatenrassismus und Rechtsradikalismus.
Auslöser für die schrecklichen Verbrechen ist u.a. auch Lena's bisher verborgene Familiengeschichte, vor allem die Drogensucht ihres Onkels Hank.
Sara und Jeffrey, endlich wieder ein Ehepaar, entgehen nur knapp einem Rachefeldzug der Nazis, trotzdem ist der Schluss schockierend und lässt die Frage offen, ob es wohl noch ein weiteres Buch aus der Serie geben wird.
 
Nina Petri liest souverän, als Hörbuch auf jeden Fall zu empfehlen.
 

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Dreh dich nicht um (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 24/08/2009 - 08:57
Inhaltsangabe

„Finde ihn“, das sagt die schwer verletzte, hoch schwangere und mit dem Tod ringende Tessa zu ihrer Schwester Sara. Sara Linton, Gerichtsmedizinerin, wurde soeben zur Leiche eines toten Studenten gerufen und während sie versucht die Frage Mord oder Selbstmord zu klären, wird ihre Schwester von einem Unbekannten brutal überfallen.
Für Sara und ihren Exmann, den Polizeichef Jeffrey Tolliver wird es weitere zunächst dubiose Todesfälle geben. Haben rassistische Schmierereien etwas damit zu tun, steckt ein Rechtsradikaler dahinter? Ein Wahnsinniger? „Wahrscheinlich ein paar durchgeknallte Kids aus dem Norden, die es lustig finden, hier unten auf Südstaatler zu machen.“ Und welche Rolle spielt die alkoholkranke Lena, die unter den Folgen einer brutalen Vergewaltigung leidet, früher in Jeffreys Team arbeitete und nun für die Campus-Polizei ermittelt?

Meine Gedanken zum Buch:

Sara und Jeffrey ermitteln in zwei Selbstmorden, an denen ihnen einiges nicht geheuer vorkommt. Gleichzeitig kämpfen die Ärzte um das Leben von Saras Schwester Tessa, die von einem Unbekannten einfach niedergestochen wurde - eine Tat mit rassistischem Hintergrund? Viele Rätsel und für lange Zeit keine Lösungen in Sicht - eine spannende Geschichte, die viele Wendungen nimmt und immer neue Möglichkeiten zur Lösung bietet.
Gut und stimmig finde ich die Geschichte der handelnden Personen. Jeff und Sara, die sich einander wieder annähern, und Lena, die die Folgen ihrer Misshandlungen einfach nicht verarbeiten kann, keinerlei Hilfe annimmt und immer mehr dem Alkohol verfällt.
Alles in allem auf jeden Fall ein Muss für Fans der Serie und auch für sich allein gestellt ein packender Thriller mit stimmiger Handlung für Leser, die keine Probleme mit blutigen Details haben.
 

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Schlangenlinien (Hörbuch)

Bild von Alex Gölles
Verfasst von yellow bookreader Alex Gölles am Di, 16/06/2009 - 20:18
Inhaltsangabe

Es ist das Jahr 1978, und eine alleinstehende schwarze Frau, die im Ort allgemein als "die verrückte Annie" bekannt ist, liegt sterbend am Straßenrand. Als der Fall vom Gericht schließlich als "Tod durch Unfall" zu den Akten gelegt wird, atmen die Bewohner der Graham Road, in der Annie lebte, kollektiv auf. Für sie war Annie Butts nichts als eine abstoßende, vulgäre Alkoholikerin. Nur Mrs. Ranelagh, eine junge Lehrerin, weigert sich, das Urteil des Gerichts zu akzeptieren. Sie ist überzeugt, dass Annie ermordet wurde, und kehrt 20 Jahre später mit genug Beweisen aus dem Ausland zurück, um den Fall wieder aufrollen zu lassen.
Obwohl die Geschichte von Mrs. Ranelagh selbst erzählt wird, geben die eingebrachten urkundlichen Beweise, die sie über die Jahre angehäuft hatte -- darunter Fotografien, Briefe und E-Mails -- dem Leser die Gelegenheit, die Beteiligten und die Ereignisse selbst einzuschätzen. Motivation ist für Autorin Minette Walters eine endlose Quelle der Faszination, und das Vorhandensein mehrerer psychiatrischer Gutachten von Mrs. Ranelagh sorgt dafür, dass die eigentlichen Gründe hinter ihrem Engagement unklar bleiben.

Meine Gedanken zum Buch:

Durchwegs sehr spannend, obwohl gerade beim Hören sehr viele unterschiedliche Personen "mitspielen". Das führt manchmal zu Verwirrungen.
Aber es greift das Thema Rassismus und Ausgrenzung von behinderten Menschen auf. Dieses Thema dann verpackt in einen sozial etwas unterentwickelten Teil von London zu jener Zeit 1978. Es ist schwer vorstellbar, was Menschen alles tun, um sich einer Last zu entledigen. Spannendes soziales Sittenbild mit Krimi-Note.

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Adressat unbekannt

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 02/03/2009 - 14:35
Inhaltsangabe

„Adressat unbekannt", erstmals 1938 im New Yorker "Story Magazine" veröffentlicht, ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden, zeichnet dieser kurze Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieser Briefwechsel beschreibt kurz und bündig, wie einer der beiden Freunde zum begeisterten Nazi mutiert und zum Tod der Schwester des anderen beiträgt. Gleichzeitig wirft er ihm vor "Ihr lamentiert immer, aber ihr seid niemals tapfer genug, zurückzuschlagen." Doch Max schlägt zurück. Raffiniert und gnadenlos. Die ganze Geschichte eines Volkes auf nicht einmal 40 Seiten, ohne Sentimentalität, ohne Klisches, berührend und erschütternd.
 
Elke Heidenreich schreibt dazu in ihrem Vorwort: "Ich würde wieder mehr Vertrauen in dieses Land haben, wenn ich diese Taschenbuchausgabe in den nächsten Monaten und Jahren aus vielen Jackentaschen ragen sähe. Ich träume von einer morgendlichen vollen U-Bahn, in der Hunderte von Menschen Kressmann Tylor lesen, aufsehen und sich mit Blicken gegenseitig versichern: nie wieder."

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Die ehrbare Dirne

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 15/10/2008 - 15:29
Inhaltsangabe

Lizzie, eine Prostituierte, wird angeblich von einem Schwarzen vergewaltigt. Sie ist nicht gewillt, gegen diesen, der ja unschuldig ist, auszusagen. Letztendlich wird sie vom Vater eines ihrer Kunden, einem Senator, zu einer Falschaussage genötigt.

Meine Gedanken zum Buch:

Sartre kritisiert in diesem Stück den Rassismus und die Unterdrückung der niederen Schichten durch das Großbürgertum in den USA. Dies brachte ihm viel Kritik ein, wo es doch um die Befreier ging, die nur 2 Jahre vor Erscheinen des Stückes ihre Soldaten in die Normandie geschickt hatten.
Das Stück ist erschütternd und grob, unangenehm und ein Spiegel für jede Gesellschaft, zeitlos und allgemeingültig.

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Die Jury

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Verfasst von yellow bookreader Barbara Huber am So, 09/03/2008 - 06:45
Inhaltsangabe

Tonya Hailey, ein zehnjähriges Mädchen, wurde von zwei betrunkenen Männern brutal vergewaltigt und missbraucht. Wenige Tage später erschießt Tonyas Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter im Gerichtsgebäude, in dem sie zu einer ersten Anhörung vorgeführt wurden. Das Gerichtsverfahren, dass gegen ihn eingeleitet wird, gerät zum Sensationsprozess. Denn: die beiden Gewaltverbrecher sind Weiße; Carl Lee ist ein Schwarzer ...

Meine Gedanken zum Buch:

Spannender und sehr faszinierender Grisham-Thriller. Insbesondere das Schlußplädoyee hat es in sich. Wer da nicht ins grübeln kommt ...

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Auf der Suche nach Indien

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 06/02/2008 - 13:54
Inhaltsangabe

Eigentlich war Adela Quested aus dem trüb-prüden London der 20er Jahre nach Chandrapore gereist, um dort zu heiraten. Sie trifft auf eine verwirrend neue Welt. Abgestoßen von der despotischen Borniertheit der britischen Kolonial-Aristokratie, angezogen von der natürlichen Freundlichkeit der Inder, irritiert durch die freizügige Erotik, wie sie sich ihr in den Statuen einer zerstörten Tempelstadt präsentiert, gerät ihre Psyche zunehmend in Spannungszustände. In den geheimnisvollen Höhlen von Marabar entladen sie sich. Die Folgen versetzen ganz Indien in Aufruhr und fügt der britischen Kolonialmacht eine erhebliche Schlappe bei. Was geschah aber nun wirklich in den geheimnisvollen Höhlen von Marabar?

Meine Gedanken zum Buch:

Im Original "A Passage to India"
Das Buch war etwas langatmig zu lesen, aber den Film von David Lean (mit Judy Davis und James Fox) sollte man unbedingt gesehen haben. Prachtvolle Bilder, eine spannende Geschichte und ein immergültiges Thema - Buch und Film sind es Wert, dass man sich mit ihnen beschäftigt.

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Aimee und Jaguar. Eine Liebesgeschichte, Berlin 1943

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 17/01/2008 - 16:53
Inhaltsangabe

Berlin 1942. Lilly Wust, 29, verheiratet, vier Kinder, führt das Leben von Millionen deutscher Frauen. Doch dann lernt sie die 21-jährige Felice Schragenheim kennen - es ist Liebe fast auf den ersten Blick. "Aimee & Jaguar" schmieden Zukunftspläne, schreiben einander Gedichte, Liebesbriefe, schließen einen Ehevertrag. Als Jaguar-Felice ihrer Geliebten gesteht, dass sie Jüdin ist, bindet dieses gefährliche Geheimnis die beiden Frauen noch enger aneinander. Doch ihr Glück währt nur kurz. Am 21. August 1944 wird die Jüdin Felice verhaftet und deportiert.
Erica Fischer ließ sich von der 80-jährigen Lilly Wust die Geschichte erzählen und verarbeitete sie zu einem eindringlichen Zeugnis.

Meine Gedanken zum Buch:

Mich hat an dem Buch natürlich fasziniert, dass es biographisch ist, also dass Lilly Wust tatsächlich all diese Dinge erlebt hat. Dass sie es trotz Mutterkreuz und 4 Kindern gewagt hat, zu ihrer wahren Liebe zu stehen, auch als sich diese als große Gefahr für ihre eigenen Existenz erwies.
Dass das Ende todtraurig ist, muss man wohl nicht erwähnen. Aber man kann im Grunde aus solchen Geschichten immer nur die Hoffnung schöpfen, dass es immer so starke Menschen gibt, die ihre Ideale und die Menschlichkeit über ihre eigenen Interessen stellen.
 

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