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Psychoanalyse

Mortal Mischief (Die Liebermann-Papiere) (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 21/03/2012 - 11:09
Inhaltsangabe

Mord, Dekadenz und Geisterbeschwörung: ein Krimi aus dem Wien der Jahrhundertwende.

Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Tod des jungen Mediums Charlotte Löwenstein gibt Rätsel auf. Es gibt keine Spuren von Gewalt, ein Abschiedsbrief deutet auf Selbstmord hin. Der Polizist Reinhardt glaubt weder daran noch an übersinnliche Kräfte und bittet den jungen Arzt und Psychoanalytiker Max Liebermann um Hilfe. Der ist bekannt für seinen kühlen Verstand. Und für seine unkonventionellen Methoden …

Premiere eines ungewöhnlichen Detektivs: der Psychoanalytiker Max Liebermann auf der Suche nach dem Mörder.

Meine Gedanken zum Buch:

"Mortal Mischief" ist der erste Teil der Liebermann-Reihe, die in Wien kurz nach 1900 spielt. Dr. Max Liebermann ist Arzt und Psychologe, auch wenn diese Berufsbezeichnung damals noch nicht bekannt war. Als Freund und Schüler Freuds wendet er ungewöhnliche Methoden zur Behandlung der Frauenkrankheit Hysterie an und gefährdet damit stets aufs neue seine Karriere. Sein engster Freund ist Kriminalinspektor Oskar Reinhardt, der ihn immer wieder zu Rate zieht, wenn er mit seinen herkömmlichen Beobachtungs- und Verhörmethoden am Ende ist. Gemeinsam lösen die beiden auch das Rätsel um den Mord an einer jungen Hellseherin, die in einem geschlossenen Raum erschossen wurde, von der Kugel fehlt jede Spur.
 
Liebevoll gezeichnete Figuren und durchaus amüsante Dialoge machen den besonderen Charme dieses Buches aus. Die bis zum Schluss spannende Handlung macht es zu einem Krimi, an dem sich alle freuen werden, denen es nicht um Blut und Brutalität geht, sondern um Lokalkolorit, eine feine Sprache und das ganz besonderes Flair der Wiener Stadt zur Zeit des Jugendstils.
 
Richard Burnip liest ganz hervorragend, besonders charmant ist natürlich der Akzent bei der Aussprache der deutschen Wörter.

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The Interpretation of Murder (Morddeutung)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 31/08/2009 - 10:15
Inhaltsangabe

A dazzling literary thriller - the story of Sigmund Freud assisting a Manhattan murder investigation. Think SHADOW OF THE WIND meets THE HISTORIAN. THE INTERPRETATION OF MURDER is an inventive "tour de force" inspired by Sigmund Freud's 1909 visit to America, accompanied by protege and rival Carl Jung. When a wealthy young debutante is discovered bound, whipped and strangled in a luxurious apartment overlooking the city, and another society beauty narrowly escapes the same fate, the mayor of New York calls upon Freud to use his revolutionary new ideas to help the surviving victim recover her memory of the attack, and solve the crime. But nothing about the attacks - or about the surviving victim, Nora - is quite as it seems. And there are those in very high places determined to stop the truth coming out, and Freud's startling theories taking root on American soil.

Meine Gedanken zum Buch:

Historisches und Biografisches verwoben durch eine spannende Krimihandlung. Wie Rubenfeld in seinem Nachwort schreibt, sind alle Fakten genau recherchiert, nur mit der Zeitfolge hat er es dort nicht so genaugenommen, wo es seiner Handlung dienlich war. Z.B. findet der Bruch zwischen Freud und Jung erst später statt und nicht während ihres Aufenthalts in New York 1909, aber einem Laien wie mir macht das weiter nichts aus, denn das Buch fasziniert einerseits durch seine gewählte Sprache und andererseits durch die vielen interessanten Dinge, die man u.a. über New York und seine Gesellschaft erfährt. Wer weiß schon, dass zum Bau der Brücken eine Art riesige Taucherglocke gebaut wurde, aus der die Bauarbeiter nur mit Zwischenstopps auffahren konnten, um nicht an der Taucherkrankheit zu sterben? Rubenfeld beschreibt eine Stadt, die ständig wächst, vor allem in die Höhe, und wenn man ein Bild von New York vor dem geistigen Auge hat, kann man sich richtig vorstellen, wie sich die Skyline langsam entwickelt.
Auch die Diskurse über die Psychoanalyse, die damals ja noch in ihren Kinderschuhen steckte, fand ich sehr aufschlussreich und interessant.
Die Krimihandlung selbst war sehr spannend, bis zum Schluss konnte man eigentlich nicht erahnen, was da jetzt genau passiert ist, allerdings ist sie letztendlich etwas unglaubhaft und konstruiert.
Nichts destotrotz handelt es sich um ein gutes Buch, das ich jederzeit Krimifans und Freunden spannender Literatur weiterempfehlen würde.

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Muo und der Pirol im Käfig

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 09/02/2009 - 11:08
Inhaltsangabe

Ob er ein Wahrsager sei, fragen sie, wenn Muo von den Mädchen und Frauen ihre Träume erfahren möchte, und sie lächeln ihn an. Vielleicht ahnen sie, daß der erste chinesische Psychoanalytiker und Traumdeuter von Freuds Gnaden noch etwas anderes im Schilde führt. Nach langen Jahren im französischen Exil kehrt Muo ins moderne postmaoistische China zurück, um »Vulkan des alten Mondes«, eine ehemalige Mitstudentin und seine große Liebe, aus politischer Gefangenschaft zu befreien. Dazu muß er die Gnade des Richters Di erwirken, und im Zuge eines seltsamen Wettstreits kommt der jungfräuliche Seelendoktor nicht nur quer durchs neue China, sondern endlich, endlich auch außerhalb seiner Träume in Berührung mit der wunderbaren Welt der Frauen. Diese Berührung elektrisiert Muo, ihm widerfahren allerlei Verwicklungen, und er macht Entdeckungen, auf die ihn keines seiner Lehrbücher im mindesten vorbereiten konnte.

Meine Gedanken zum Buch:

Dai Sijie beschreibt mit einem Augenzwinkern sein Heimatland China mit all seinen Traditionen, der Korruption, dem Aberglauben, den Verbrechen an der Humanität. Nichts lässt er aus, und trotzdem ist es ein Buch, bei dem man immer wieder laut herauslachen muss. Muo in seiner unglaublichen Naivität macht sich auf den Weg, eine Jungfrau zu finden, den Bestechungspreis für den Richter, der das Geschick seiner großen Liebe in Händen hält. Sie zu befreien ist sein Lebenszweck, der Grund, warum er nach China zurückgekommen ist. Und obwohl sein Weg auch einmal auf erotische Wege abzweigt, verliert er doch sein Ziel nie aus dem Auge.
Wer China liebt oder es bereisen möchte, sollte dieses Buch lesen. Es heiter, bunt, ironisch, zynisch und böse - ein wahres Lesevergnügen.

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Die Leiden eines Amerikaners

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 18/08/2008 - 09:04
Inhaltsangabe

(als Hörbuch gelesen von Volker Risch) Der Roman wird aus der Perspektive des Brooklyner Psychiaters und Psychoanalytikers Erik Davidsen erzählt, dessen Vater vor kurzem gestorben ist. Gemeinsam mit seiner Schwester Inga, einer New Yorker Schriftstellerin, kehrt er ins Elternhaus nach Minnesota zurück, um den Nachlass des Vaters zu sichten. Dabei stoßen sie auf umfangreiche Aufzeichnungen des Vaters, die tiefen Einblick in sein bewegtes Leben als Nachkomme norwegischer Einwanderer geben und eine Reihe von Geheimnissen enthüllen, die Erik und Inga verstören.

Im Laufe des Romans werden aber nicht nur die Geheimnisse des Vaters gelüftet, sondern auch viel Verdrängtes und Leid im Leben der Geschwister kommen ans Licht. Erik ist geschieden und sehr einsam. Er verliebt sich in seine Mieterin, bekommt allerdings nur zu ihrer fünfjährigen Tochter einen richtigen Draht. Inga wird von einer Journalistin verfolgt, die pikante Informationen über ihren verstorbenen Ehemann, den bekannten Schriftsteller Max Blaustein, zu haben scheint. Ihre Tochter Sonia trägt seit dem 11. September Ängste und traumatische Gefühle mit sich und ist unfähig, darüber zu sprechen. So haben alle Personen in Hustvedts Roman traumatische Verluste erlitten und versuchen, diese zu verarbeiten und eine eigene Identität zu finden. Dabei flicht Hustvedt gekonnt neueste Erkenntnisse über Trauma und Gedächtnis aus Neurobiologie, Kulturtheorie und Psychoanalyse in die Handlung mit ein.

Meine Gedanken zum Buch:

Die einfache, schnörkellose Sprache von Siri Hustvedt hat mich noch in allen ihren Büchern fasziniert. Es gelingt ihr, aus einer Distanz heraus, die jedoch nie seelenlos wirkt, die handelnden Personen so darzustellen, dass jede für sich zu einem Bild im Kopf wird. Aus der selben Distanz heraus erzählt sie auch die Geschichte jedes Einzelnen, die kleinen und großen Dramen, die das Leben bestimmen. Die junge Sonia, die als fünfjähriges Mädchen mitansehen musste, wie die brennenden Menschen aus den Twin Towers gesprungen sind, Eriks Vater, der ein lebenlang ein Geheimnis bewahrte und Erik selbst, der trotz seiner vielseitigen Beziehungen ein einsamer Mann ist. Die Fäden der Geschichte finden sich zusammen, lassen aber leider ein gewisses Gefühl der Leere zurück. Die immerwiederkehrenden Diskurse zum Thema Psychoanalyse sind zwar interessant, lenken aber auch vom eigentlichen Thema ab.
Alles in allem ein großer Roman mit ganz speziellen Eigenheiten, die auf mich trotzdem eine gewisse Faszination haben.
Die Vorlesestimme von Volker Risch ist auf jeden Fall noch ein Bonus!

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Das Böse oder das Drama der Freiheit

Bild von gregoriusmundus
Verfasst von white bookreader gregoriusmundus am Do, 21/02/2008 - 16:29
Inhaltsangabe

Safranski beleuchtet in 17 Kapiteln in einer Art Zeitreise durch die Philosophie die Entwicklung dessen, was jeweilig als das Böse galt. Er gleicht philosophische Gedanken stets mit den Entwicklungen in der Literatur und der aufkeimenden
Psychoanalyse ab. Faszinierend, wie er uns spüren läßt, was Konstruktivismus bedeutet: Jeder hat, lebt seine Wahrheit, sein Bewußtsein; das Mängel-Wesen `Mensch` tritt bei aller Denke im Gewand schonungsloser Hilflosigkeit auf.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein fulminantes, bewegendes, lebendiges, treffendes Buch auch für philosophisch nicht Vorgebildete. Eine wundervolle Zeitreise durch die Entwicklungs-Geschichte des Denkes, Fühlens und des Bewußtseins. Eine selten gelungene Verknüpfung von Philosophie und Psychologie! Eine wirksame Hilfe zum Abgleich mit eigenen (Vor-)Urteilen.  Philosophie ist nicht nur der Schritt zur Seite, sondern täglich neues Staunen über die Welt und das eigene Selbst!
 

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