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Mord

Wolfskinder (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 25/05/2012 - 11:10
Inhaltsangabe

Dieser Säugling schreit anders als andere Kinder. Er schreit in reinen Tönen. Ausgesetzt im Wald wird er von einem abgehalfterten Schlagersänger gefunden. Er hört die betörende Stimme und nimmt das Kind mit nach Hause. Das Mädchen scheint wie besessen von Musik - in anderer Hinsicht ist es jedoch zum Fürchten. Zur gleichen Zeit wächst anderswo in Schweden ein zweites Mädchen auf. Teresa lebt in einer heilen Welt, unauffällig und von ihren Eltern geliebt. Und dennoch spürt sie, dass sie anders ist - ein einsamer Wolf. Es dauert vierzehn Jahre, bis die beiden Mädchen sich kennenlernen. Gemeinsam machen sie Musik und landen einen Hit. Unter ihren Fans finden sich weitere einsame Wölfe. Schon bald zieht das Rudel los, um sich an den Erwachsenen zu rächen...

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Buch, das mir unterm Strich nicht gefallen hat. Die Handlung finde ich einfach blöd.
Es ist gut geschrieben, sprachlich und stilistisch kann man daran nichts aussetzen, aber hunderte von Seiten Teenagerprobleme, noch dazu von 2 so gestörten Mädchen, sind einfach nicht mein Ding. Viele Leser finden Theres faszinierend, in meinen Augen ist sie einfach nur krank und somit auch nur bedingt verantwortlich für ihre Taten. Indem sie sich der moralischen Konsequenz ihres Tuns nicht bewusst ist, wird es zu einem sinnlosen Morden. Und auch diese Wolfsgeschichte fand ich mehr als nur mühsam.
Spontan ist mir dazu depressives Grusel "La Boum" eigenfallen. Und irgendwie ist das alles so künstlich hingetrimmt auf ein grausiges Finale, das zwar in der Geschichte stimmig aber für mich trotzdem völlig sinnlos ist. Sorry, damit konnte mich Lindqvist nicht überzeugen.
Wobei Michael Hansonis gut liest, an dem kann's nicht gelegen haben. Er hat sich sehr in die Figuren hineingelesen, denke ich, und ihnen wirklich einzigartige Stimmen gegeben, die immer zur Situation passen. Aber dass der gut lesen kann, weiß ich ja schon länger.

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Soul Kitchen

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 16/05/2012 - 10:02
Inhaltsangabe

If you can't stand the heat...Get the hell out of New Orleans!

Liquor has become one of the hottest restaurants in town, thanks in part to chefs Rickey and G-man’s wildly creative, booze-laced food. At the tail end of a busy Mardi Gras, Milford Goodman walks into their kitchen—he’s spent the last ten years in Angola Prison for murdering his boss, a wealthy New Orleans restaurateur, but has recently been exonerated on new evidence and released. Rickey remembers him as an ingenious chef and hires him on the spot.

When a pill-pushing doctor and a Carnival scion talk Rickey into consulting at the restaurant they’re opening in one of the city’s “floating casinos,” Rickey recommends Milford for the head chef position and stays on to supervise. But soon Rickey finds himself medicating a kitchen injury with the doctor’s wares, and G-man grows tired of holding down the fort at Liquor alone. As the new restaurant moves toward its opening, Rickey learns that Milford’s past is inextricably linked with one of the project’s backers, a man whose intentions begin to seem more and more sinister.

Full of the flavor of one of America’s greatest cities, Soul Kitchen is a sharp commentary on race relations in pre-Katrina New Orleans and a fast ride through the dark side of haute cuisine.

Meine Gedanken zum Buch:

"Soul Kitchen" ist der dritte Teil einer Serie rund um die Restaurantszene in New Orleans. Leider habe ich das erst bemerkt, wie ich das Buch aufgeschlagen habe, aber "Liquor" und "Prime" sollten demnächst bei mir eintrudeln.
Poppy Z. Brite versteht es, Geschichten zu erzählen. Modern, spritzig und berührend ist ihre Sprache. Wie immer stehen homosexuelle Männer im Mittelpunkt ihrer Erzählung, was einen nicht wundern muss, wenn man die Geschichte der Autorin kennt, die sich mittlerweile als "Mister" anreden lässt. Ebenso im Zentrum steht New Orleans, die Heimatstadt des Autors, mit all ihren Besonderheiten, vor allem natürlich auch Mardi Gras und der hervorragenden Küche.
Mord, Korruption, Drogensucht und Gier dominieren das Geschehen, in dem Rickey und G-man fast schon verzweifelt um den harmonischen Fortbestand ihrer Langzeitbeziehung und ihres hochgelobten Restaurants kämpfen. Die Geschichte ist spannend und berührend zugleich, und natürlich ein echtes Zuckerl für Menschen, die sich für das Kochen interessieren. Die Kreationen aus der Molekularküche sind zum Anbeissen. Oder auch zum Schreien, je nachdem ;-)
Leider wird dies das letzte Buch von Poppy Z. Brite bleiben, der nach dem Hurricane Katrina offiziell in den Ruhestand getreten ist. Gemeinsam mit seinem Ehemann betreibt er ein Restaurant in New Orleans, also kann man davon ausgehen, dass die Schilderungen des Küchenalltags in "Soul Kitchen" ziemlich nahe an der Realität liegen.

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Mord und Brand: Historischer Roman

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 16/05/2012 - 09:39
Inhaltsangabe

Wien, 27. Juli 1911. Ein Großbrand wütet auf den Holzlagerplätzen am Nordwestbahnhof. Erst nach zwei Tagen kann er unter Einsatz von 167 Mann der Wiener Berufsfeuerwehr gelöscht werden. Inmitten tausender Schaulustiger wird ein Mann brutal zu Tode geprügelt. Frantisek Oprschalek und sein bester Freund Nepomuk Budka, ein mehrfach verurteilter Gewaltverbrecher, ziehen eine blutige Spur von Morden und Brandstiftungen durch Wien. Inspector Nechyba und seine Frau Aurelia geraten in einen Strudel der Gewalt, der sie auch ganz persönlich bedroht …

Meine Gedanken zum Buch:

Der dritte und bislang letzte Teil der Serie rund um Joseph Maria Nechyba und Leo Glodblatt führt uns einmal mehr ins Wien des frühen 20. Jahrhunderts. Überall brodelt es im Vielvölkerstaat, die Armut nimmt stetig zu, ebenso der Mangel an Lebensmittel. Dass man schon damals tiefgekühltes Rindfleisch aus Argentinien tonnenweise eingeführt hat, war mir völlig neu.
Wie im Titel schon angekündigt geht es tatäschlich um Mord und Brand. Ein Auftragsmörder verliert angesichts der Bezahlung zusehends seine Skrupel, frustrierte Arbeiter werden zu Brandstiftern und nicht einmal der Haushalt der Nechybas bleibt verschont.
Loibelsberger zeichnet ein sehr deutliches Bild von Verzweiflung und Not, aber auch von Brutalität und Gewalt in vielen Spielarten. Nicht große Action, sondern viele kleine Bilder machen den Reiz dieses Buches aus, das aber trotzdem bis zum Schluss eine gewisse Spannung aufweist. In erster Linie jedoch zeigt es deutlich das Leben im beginnenden zweiten Jahrzehnt in Wien, die einfachen Leute, ihren Alltag, das Leben in der Belletage und den Bürokratismus, für den unser Land schon immer ein Faible hatte.
Alles in allem eine wunderbare Fortsetzung dieser Serie, von der ich hoffe, dass sie nicht die letzte ist!

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Granddad, There's A Head On The Beach (Jimm Juree 2)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 15/05/2012 - 14:03
Inhaltsangabe

Who do you tell when you wake up to find a severed head on your resort-front beach in the morning? For frustrated ex-crime reporter Jimm Juree it means action. With her former cop grandfather as back up, she sets out to discover how the poor fellow ended up where he did - and why. On their journey, with the rest of their disjointed family in tow, they uncover gruesome tales of piracy and slavery, violence and murder in the Gulf of Thailand. Are the authorities uninterested because they're involved, or because the victims aren't Thai? Whatever the reason, Jimm and her team are going it alone and their lives are under threat. And who exactly are those two elegant women in cabin three and why has the engine number of their car been filed away? Airport hostages and hand grenades, monkeys and naked policemen - once more the sublime and the ridiculous clash at the Gulf Bay Lovely Resort and Restaurant.

Meine Gedanken zum Buch:

Im zweiten Teil der Jimm-Juree-Reihe spricht Colin Cotterill ein brisantes Thema an. Moderne Sklaverei im Urlaubsparadies. Quasi vor den Augen der Touristen und Einheimischen werden legale und illegale Arbeiter aus Burma von skrupellosen Fischerei-Haien entführt, ausgebeutet und ermordet, und die Behörden sehen zu. Sogar die Wohlfahrtsgesellschaften mischen sich nicht ein, weil diese ihr Geld lieber dort investieren, wo auch die Medien aufmerksam werden. Für ein paar Burmesen zahlt sich das nicht aus. All das weiß Cotterill, der selbst bei NGOs gearbeitet hat und seit Jahren in Thailand lebt, wohl aus eigener Erfahrung.
 
Und Jimm Juree, seine freche Heldin, erlebt die Auswirkungen dieser Verbrechen hautnah, nachdem sie einen abgetrennten Kopf am Strand findet. Als ehemalige Kriminalreporterin lässt ihr das natürlich keine Ruhe, und schon ist sie mitten drin in den Ermittlungen, wird selbst bedroht und bringt das Leben ihrer ganzen skurrilen Familie in Gefahr. Aber selbst das hält sie nicht davon ab, das Leben von 25 Menschen zu retten, unter Einsatz aller technischen Hilfsmittel, die ihr zur Verfügung stehen. 2 alte Fischkutter und ein satellitenfähiges mobiles Fernsehübertragungsgerät, mit dem sie live auf Youtube ihre Aktion weltweit überträgt.
 
Spannend und witzig, vor allem auch berührend ist die Geschichte, die uns Cotterill hier präsentiert. Auf jeden Fall eine feine Fortsetzung zu "Killed At The Whim Of A Hat", in der wir Jimm und ihre Familie noch näher kennen lernen und immer mehr ins Herz schließen. Ein herrliches Lesevergnügen, von dem ich hoffe, dass es bald ins Deutsche übersetzt wird, so wie jetzt ja auch der Reihe nach die grandiose Dr.-Siri-Paiboun-Reihe.

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Vienna Blood (Wiener Blut) (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 27/04/2012 - 11:44
Inhaltsangabe

1902: In Wien herrscht ein sibirischer Winter. Ein brutaler Serienmörder treibt sein Unwesen: Teuflische Verstümmelungen, eine Neigung zu geheimnisvollen Symbolen und eine scheinbar zufällige Auswahl der Opfer sind seine Markenzeichen. Inspektor Oskar Rheinhardt ist mit seinem Latein am Ende und ruft seinen Freund, den Psychoanalytiker Max Liebermann, zu Hilfe, der sich schon in seinem letzten Fall bewährte ...

Meine Gedanken zum Buch:

Mir hat "Vienna Blood" mindestens genauso gut gefallen wie der erste Teil der Serie, vielleicht noch eine Spur besser, weil ich mit den Figuren jetzt schon vertrauter bin.
Ausserdem war die Grundlage der Mordserie, um die es geht, wirklich faszinierend und genau meine Welt. Klingt komisch? Mehr sag ich jetzt nicht, ich will ja nicht spoilern. Nur so viel: Mozart gegen Wagner...
Reichlich skurril ist schon der erste Mord, dessen Opfer sehr lang und dünn ist. Und dann geht es Schlag auf Schlag, beginnend mit einem Massaker in einem Bordell am Spittelberg, der damals der Rotlichtbezirk von Wien war. Heute ist er ein schickes Gässchen mit vielen hübschen Restaurants und Bars und einem stimmungsvollen Christkindlmarkt.
Interessant sind auch die Ausflüge in die Wiener Kanalisation noch vor dem "Dritten Mann", in die Welt der Freimaurer und ihrer Gegenspieler in den nationalistischen Bewegungen, in den Wiener Zoo und die Welt der Universitäten, an denen Frauen nicht gern gesehen waren. Mir war garnicht bewusst, wie frauenfeindlich Darwins Theorien sind, aus denen hier zitiert wird! Das Buch beinhaltet so eine Fülle von Informationen, dass man sogar noch was lernen kann, ich jedenfalls!
Und es ist ausserdem unterhaltsam, wirklich spannend, sehr atmosphärisch und sprachlich eine Perle. Und wir sprechen hier von einem Krimi! Was will man mehr? ;-)
Richard Burnip liest das englische Hörbuch (ungekürzt bei audible.de) wieder ganz hervorragend, ausserdem singt er uns auch das eine oder ander Liedchen.

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Der Schwanz der Schlange

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 23/04/2012 - 15:06
Inhaltsangabe

Ein außergewöhnlicher Mordfall führt Mario Conde in die geheimnisvolle Welt von Havannas Barrio Chino. Ein alter Chinese baumelt tot in seinem Kämmerchen, mit zwei in die Haut geritzten Pfeilen und einem abgeschnittenen kleinen Finger. Ein religiöser Ritualmord mit Santería-Hintergrund? Oder steckt doch eine interne Abrechung dahinter? Da Teniente Conde seiner attraktiven chinesischstämmigen Kollegin, der unwiderstehlichen Patricia Chion, nichts abschlagen kann, kümmert er sich selbst um diesen Fall. In den geheimen Zirkeln der chinesischen Gemeinde stößt Mario Conde auf mysteriöse Zusammenhänge und obskure Machenschaften und immer wieder auf Geschichten von Entwurzelung und Einsamkeit …

Meine Gedanken zum Buch:

Eigentlich ist Mario Conde ja schon seit Beginn des neuen Jahrtausends nicht mehr bei der Polizei, diese Geschichte ist also ein Rückblick auf einen Fall, den der damalige Teniente Ende der 1980er klären musste. Er führt uns in das Chinesenviertel von Havanna, das heute so gut wie nicht mehr vorhanden ist. Damals war es noch ein lebendiges Cuarto, in dem sich der Verfall aber immer mehr abzeichnete. Wobei Mord auch damals nicht auf der Tagesordnung stand, schon garnicht einer, den man auf den ersten Blick mit der Santeria in Verbindung bringen würde.
 
Wie immer verfällt der gute Teniente einmal mehr dem weiblichen Charme, wie immer stellt er sich selbst und seinen Lebensstil infrage, sieht sich selbst immer weniger als Zahnrad in diesem Mechanismus der Bürokratie. Und gerade diese persönlichen Aspekte machen diesen Roman zu einem Muss für Fans von El Conde, weil er ein Baustein mehr in der Geschichte eines Mannes darstellt, der sich letztendlich seinen eigenen Weg sucht, auch wenn das System es eigentlich nicht zulässt.
 
Die Geschichte selbst ist spannend und interessant. Bei meinem Besuch in Havanna war das Barrio Chino nur mehr eine ramponierte Häuserzeile mit ein paar aufgemalten Schriftzeichen, mir war nicht bewusst, welche Rolle es einst spielte und wie schwer seine Bewohner es hatten. So füllt sich eine kleine Wissenslücke, während man auf bestem sprachlichem Niveau unterhalten will. Für mich ein erfreuliches Leseerlebnis, auch wenn es nicht ganz an die Qualität seiner unmittelbaren Vorgänger anknüpft. Was daran liegen mag, dass Padura diese Geschichte vor vielen Jahren geschrieben und immer wieder umgemodelt hat.

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Salem's Lot

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Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Di, 10/04/2012 - 14:13
Inhaltsangabe

In seiner Kindheit erlebt der junge Ben Mears in seiner Heimatstadt Jerusalem's Lot Schreckliches. Er flieht vor seiner Vergangenheit – bis er schließlich in die Stadt zurückkehrt, um sich seinen Ängsten zu stellen.

Er nimmt sich vor, das alte Marsten-Haus zu mieten, in dem er vor vielen Jahren als kleiner Junge den längst gestorbenen Besitzer lebendig an einem Strick in einem Zimmer vorfand. Doch muss er feststellen, dass das Haus bereits vermietet ist – unerwartet, hat doch die ganze Stadt Angst vor dem alten Haus.

Die neuen Mieter sind scheinbar Geschäftsleute – eine Spedition hat eine seltsame, große Kiste dort abgeliefert. Ben möchte mehr über die Fremden herausfinden - und schon bald gibt es erste Opfer in Salem's Lot.

Einige Menschen sterben an Blutarmut, bei dem Totengräber findet er schließlich Bisswunden am Hals. Ben Mears geht der Sache trotz Angst und Gefahren weiter auf den Grund – bis schließlich der Vampirismus gänzlich und unkontrolliert in der Stadt umhergreift.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein geniales Buch - spannend, fesselnd, grausig, unerwartet und auch deprimierend, wie die Siuation unaufhaltsam immer hoffnungsloser wird. Und es ist gemein, obwohl ich das ja eigentlich bei King gewohnt bin.
Aber eigentlich ist das, was sich hinter den Fensterfassaden der Stadt abspielt viel schrecklicher als der Blutrausch der Vampire, die Ja eigentlich nichts dafür können.
 
Das Buch ist eine Hommage an Bram Stokers Dracula, eines der Bücher, die den Autor schon in seiner Kindheit faszieniert haben und das ihn letzlich zu diesem Buch inspiriert hat. Deshalb ist es empfehlenswert, sich zuerst Bram Stokers Werk vorzunehmen, was das Leseerlebnis noch um einen Grad intensiver macht, da man die vielen Anspielungen erkennen kann.

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Where the Shadows Lie (Kindle Edition)

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Di, 10/04/2012 - 12:48
Inhaltsangabe

Island - Insel der Vulkane und Trolle. Professor Agnar Haraldsson ist begeistert über seine jüngste Entdeckung: die verschollene Handschrift einer Saga über einen magischen Ring.

J. R. R. Tolkien soll von ihr zu seinem epochalen Werk »Der Herr der Ringe« inspiriert worden sein.

Doch schon bald findet man die Leiche des Wissenschaftlers in einem See. Ein weiteres Opfer des angeblich todbringenden Rings?

Der Ermittler Magnus Jonson glaubt nicht an faulen Zauber. Doch auch ihm trachtet man nach dem Leben ...

Meine Gedanken zum Buch:

Es handelt sich hier um einen überaus spannenden Thriller.
 
Wir haben einen sympathischen Ermittler, der in einer völlig anderen Welt aufgewachsen ist und nun mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert ist.
 
Die Verquickung von Tolkiens "Herr der Ringe" - dadurch wurde mein Interesse geweckt, wo ich doch ein absoluter HDR-Fan bin - mit den isländischen Sagas ist wunderbar gelungen. Man erfährt auch einiges über isländische Sitten und Gebräuche.
 
 

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Der letzte Werwolf (Kindle Edition)

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Di, 10/04/2012 - 11:59
Inhaltsangabe

Er ist der letzte seiner Art; seit Jahrhunderten wurden Werwölfe von einer internationalen Organisation gejagt und getötet.

Jake Marlowe ist müde und gelangweilt von einem Leben, welches bestimmt wird von seinem Instinkt, einmal im Monat bei Vollmond Menschen zu töten und zu essen. Nach 167 Jahren hat er sich entschieden, sich den Jägern zu stellen und so seinem Leben ein Ende zu machen.

Aber es gibt Fraktionen, die ihn lebend wollen ...

Meine Gedanken zum Buch:

Dies hier sind seine Memoiren, in denen er detailliert beschreibt, wie er seine Opfer auswählt, wie er sie zur Strecke bringt (nichts für schwache Nerven), was er dabei empfindet und wie sehr er das alles genießt.
 
Er ist keine netter Typ - ganz im Gegenteil - und trotzdem habe ich irgendwann in der Mitte des Buches angefangen, für ihn zu hoffen und ihn sogar zu mögen.
 
Das Buch ist spannend geschrieben, mit unerwarteten Wendungen bis hin zum überraschenden Showdown.

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Reigen des Todes

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 30/03/2012 - 12:37
Inhaltsangabe

Lust, Laster und Morde. Erneut taucht Gerhard Loibelsberger ganz tief in das Wien der Jugendstilzeit ein. Begegnungen mit Oskar Kokoschka, Sigmund Freud und Kaiser Franz Josef I. inklusive.Wien 1908. Als am Ufer des Donaukanals ein abgetrennter Unterarm entdeckt wird, wittert Gerichtsredakteur Leo Goldblatt die große Story. Doch nicht nur diese mysteriöse Angelegenheit schlägt dem Inspector und ausgewiesenen Gourmet Joseph Maria Nechyba gewaltig auf den Magen, sondern auch die Suche nach dem seit Tagen vermissten Oberstleutnant Vestenbrugg. Bewegung kommt erst in den Fall, als Vestenbruggs abgeschnittener Kopf auftaucht und sich herausstellt, dass er eine junge Geliebte hatte: Steffi Moravec, deren amouröse Fähigkeiten auch andere Herren der Wiener Gesellschaft sehr zu schätzen scheinen ...

Meine Gedanken zum Buch:

Auch in der Fortsetzung zu "Die Naschmarkt-Morde" zeichnet Gerhard Loibelsberger wieder ein lebendiges Bild von Wien im Jahr 1908. Das 60. Thronjubiläum von Kaiser Franz Josef I soll groß gefeiert werden, und Joseph Maria Nechyba erhält die ehrenvollge Aufgabe, den Monarchen höchstpersönlich zu bewachen. Dies nur am Rande, denn eigentlich soll Nechyba das Verschwinden des Oberstleutnant Vestenbrugg klären, in dem eine gewisse Steffi Moravec eine Rolle zu spielen scheint, aber die junge Dame mit zweifelhaftem Ruf entwischt ihm immer wieder in letzter Sekunde. Einmal gewährt ihr sogar ein gewisser Herr Kokoschka Unterschlupf!
 
Abgesehen von den herrlichen Beschreibungen der Stadt und ihrer Wirtshäuser, Cafés und Menschen, fand ich den Exkurs in die Herstellung sogenannter "Films" für Männer besonders amüsant. Skandalös! Nackte Frauen auf der Filmleinwand, so etwas kann natürlich nur aus Paris kommen!
 
Aber das Buch hat auch seine berührenden Seiten. Das Leben der unglaublich vielen Obdachlosen (damals hießen die nicht Sandler, sondern Griasler, das war mir auch neu), die sich, wie heute, an zentraler Stelle ihr Essen abholen können - viel hat sich für sie wohl nicht gändert in diesen gut 100 Jahren. Das Schicksal einer jungen Frau, die aus ärmlichsten Verhältnissen kommt und alles versucht, um diesen zu entrinnen - beides wird mit viel Einfühlungsvermögen beschrieben, macht einen fast ein bisschen traurig.
 
Alles in allem ein Krimi auf gutem sprachlichen Niveau mit großem Unterhaltungswert, Teil 3 (der bisher letzte) der Serie befindet sich bereits auf der Wunschliste und sicher demnächst auf meinem stetig wachsenden SuB.

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