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Misstrauen

Meine Cousine Rachel

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 12/10/2009 - 16:36
Inhaltsangabe

Philip Ashley lebt bei seinem älteren Cousin Ambrose, der für ihn Vater und Bruder gleichzeitig bedeutet. Als Philip 24 ist, reist Ambrose aus Gesundheitsgründen nach Florenz. Dort trifft er eine Cousine namens Rachel, in die er sich verliebt und die er überraschend heiratet. Bald stirbt Ambrose, für Philip bricht eine Welt zusammen, und Rachel erscheint im Haus der Ashleys. Philip misstraut Rachel massiv, doch bald verliebt auch er sich in sie. Die große Frage dieses Romans ist: Hat Rachel Ambrose vergiftet?

Vor seinem Tod schreibt Ambrose einige Briefe an seinen Cousin Philip. Doch wenn sie erst mit Heiterkeit und Liebe zu Rachel gefüllt sind, wird ihr Ton bald etwas seltsam, bis Philip die ominöse Botschaft "Endlich bin ich fertig mit ihr, Rachel, meinem Quälgeist" erhält. Er reist alarmiert nach Florenz, doch dort findet er ein leeres Haus vor und Rachel ist verschwunden. Wenig später steht sie zuhause vor seiner Tür...
Als er Rachel später den eigenartigen Brief zeigt, sagt sie, dass das Geschwür Ambrose massive Kopfschmerzen bereitet hat und er immer mehr zur Paranoia neigt.

Doch Philip selbst glaubt, je mehr Seiten er von seiner schönen Cousine sieht, immer weniger an eine Vergiftung. Langsam drängt sich seine Liebe zu Rachel immer mehr vor seine Loyalität zu Ambrose. Er und Rachel beginnen bald eine zarte Romanze. Doch dann beginnt auch Philip, über Kopfschmerzen zu klagen... In einem hitzigen Gefecht sieht Rachel ihn ratlos an und fragt: "Muss ich denn alles zweimal durchmachen? Erst mit Ambrose, und nun mit dir?"

Meine Gedanken zum Buch:

Fasziniert hat mich an diesem Buch weniger das Mysteriöse, sondern die Entwicklung einer Beziehung, die aufgrund der Ich-Form natürlich nur einseitig beschrieben wird. Immer wieder fragt man sich, was wohl in Rachel vorgeht, immer wieder ist man schockiert über ihr unberechenbares Verhalten. Und gleichzeitig möchte man Philip, den naiven Jüngling, an den Schultern packen und seine blinde Verliebtheit abschütteln, ihm mit Gewalt die Augen öffnen für die vielen Hinweise, die er einen nach dem anderen ignoriert und vernichtet.
Meine Ausgabe gibt es leider nur mehr am Flohmarkt, daher kann ich über die Übersetzung dieser Neuauflage nichts sagen. Mein Exemplar stammt aus den Fünfzigerjahren, was sich sprachlich sehr vorteilhaft äußert. Die Geschichte fasziniert durch detaillierte Beschreibungen von Land und Menschen, ohne jemals abzuschweifen oder Langeweile aufkommen zu lassen. Etwas mehr Spannung hatte ich mir aufgrund von Empfehlungen zwar erwartet, aber trotzdem würde ich das Buch Fans feinsinniger Literatur ohne Vorbehalt weiterempfehlen.

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I am Legend (Ich bin Legende)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 06/02/2008 - 14:50
Inhaltsangabe

Ohne den Schrecken zu mindern, wird in diesem Buch der Vampirismus als eine Krankheit dargestellt, die sich wissenschaftlich erklären lässt. Der Held Robert Neville, vielleicht der letzte gesunde Mensch auf Erden, findet sich selbst in einem paranoiden Albtraum wieder. Nachts umzingeln die blutrünstigen Untoten der kleinen amerikanischen Stadt sein verbarrikadiertes Haus. Tagsüber, wenn sie sich im Schatten verstecken und in eine Art Koma verfallen, richtet Neville mit seinen Holzpfählen ein unbeschreiblichen Blutbad unter ihnen an. Er findet sogar etliche pseudowissenschaftliche Erklärungen für die typischen Eigenschaften eines Vampirs, wie z.B. Lichtempfindlichkeit, Verwundbarkeit durch Holzpfähle anstatt von Pistolenkugeln, ihre Angst vor Knoblauch etc. Was die Geschichte so erschreckend macht, ist die schrittweise Veränderung der Sichtweise, die zeigt, wie Neville durch seinen Kampf gegen die Monster selbst langsam zu einem solchen mutiert - nicht einem Vampir, sondern zu etwas, das den Vampiren Angst macht und sie in ihren Träumen als eine schrecklichen Legende aus den bösen alten Tagen verfolgt.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich habe das Buch (in Deutsch ist es jetzt als "Ich bin Legende" erschienen, ich würde aber das Original empfehlen, da es sprachlich durchaus etwas hergibt) vor Jahren gelesen, in der Erwartung einer klassischen Vampirgeschichte. Und obwohl natürlich Vampire vorkommen, sind diese nur ein Mittel zum Zweck, könnten genausogut Zombies oder Werwölfe sein.
Die Geschichte hat mich damals zutiefst beeindruckt. Die Einsamkeit dieses Menschen, das ständige Misstrauen, dieses Niezurruhekommen und letztendlich seine innere Verwandlung sind unglaublich eindrucksvoll beschrieben.
Den Film hab ich noch nicht gesehen, bin gespannt, ob der die wahre Dramatik der Geschichte auch wirklich rüberbringt. Wobei als Handlungsort anstelle der amerikanischen Kleinstadt New York gewählt wurde, was natürlich ganz eigene Möglichkeiten allein vom Atmosphärischen her bietet.

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