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Lycidas

Lycidas

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Verfasst von grey bookreader Christina am Do, 04/12/2008 - 23:09
Inhaltsangabe

Es geschehen seltsame Dinge in London. Im Waisenhaus des grausamen Mister Dombey traut die kleine Emily Laing ihren Augen nicht, als sie eines Morgens in der Küche von einer Ratte angesprochen wird, die sich ihr höflich als Lord Hironymus Brewster vorstellt. Eine Sinnestäuschung? Nein, denn bald darauf bleibt Emily nichts anderes übrig, als an die Existenz von wundersamen Wesen zu glauben - als sie nämlich Zeugin wird, wie ein Werwolf eines der Mädchen aus dem Schlafsaal für Neuzugänge stiehlt. In Begleitung der Ratte - sowie eines Elfen namens Maurice Micklewhite und des mürrischen Alchemisten Wittgenstein - macht sich Emily auf die Suche nach der verschwundenen Mara. Die Spur führt die Gefährten in die Uralte Metropole, eine geheimnisvolle Stadt unter der Stadt, ein dunkles, gefährliches Reich, in dem gefallene Engel hausen und antike Gottheiten über das Schicksal der Menschen walten. Doch was steckt wirklich hinter den Kindesentführungen, von denen London regelmäßig heimgesucht wird? Und wer ist der mysteriöse Herrscher der Uralten Metropole, der sich Lycidas nennt?

Meine Gedanken zum Buch:

Ein höchst interessantes und ambitioniertes Werk. Eigentlich sind drei Geschichten in einem Buch verschmolzen, die auf einander aufbauen.
Die Reise der Emily Laing zieht sich buchstäblich bis in die Hölle: geschickt wird erzählt, wer die wahre Bedrohung der uralten Metropole London ist und wie Emily zwischen Gefährten und Feinden unterscheiden muss. Man sieht auch einen Entwicklungsprozess der kleinen Waisen, der authentisch in das Buch einfließt.
Das Buch ist sehr genau und wie gesagt ambitioniert, da es vielen Handlungssträngen folgt die nicht immer überschaubar sind und weiters werden sehr viele Feinde und Schuldige genannt, dass es einen düsteren Anstrich bekommt. Ohnehin ist die Erzählung recht brutal, Emily hat nur ein sehendes Auge und manche Beschreibungen sind für mich zu genau gewesen.
Der Autor schreibt in einem wundervollen Stil dem man nichts desto trotz sehr gut folgen kann, wirklich sehr poetisch und genau geschrieben.
Obwohl Emily elf Jahre alt ist, würde ich dieses Buch ab 14 Jahren empfehlen, aufgrund der Brutalität und Komplexität der Geschichte.
 

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