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Liebe

The House at Riverton (Das geheime Spiel)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 01/09/2010 - 15:50
Inhaltsangabe

Zwei Schwestern, ein geheimes Spiel und eine verbotene Liebe

Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommt Grace Bradley als Dienstbotin nach Riverton Manor. Selbst noch nicht erwachsen, bewundert sie die Hartford-Mädchen Hannah und Emmeline, die mit ihrer unbeschwerten Fröhlichkeit für Leben auf dem Anwesen sorgen. Doch die Begegnung mit dem jungen Dichter Lord Robert Hunter wird Hannah und Emmeline für immer verändern. Als einzige Vertraute versucht Grace die beiden Schwestern vor Unheil zu bewahren – vergeblich …

Mehr als 75 Jahre bewahrt Grace das Geheimnis, bis sie endlich die Wahrheit über jene Tage preisgibt.

Meine Gedanken zum Buch:

Kate Mortons Debutroman hat mich genauso in seinen Bann gezogen wie ihr zweites Buch, "Die geheime Geschichte", das ich schon vor einiger Zeit gelesen habe.
Die Autorin versteht es, spannende Geschichten mit berührenden Charakteren zu erzählen. Immer wieder musste ich an die alte Fernsehserie, "Das Haus am Eatonplace" (im Original bezeichnenderweise "Upstairs, downstairs") denken, denn auch hier wird das Leben der Reichen und Schönen aus Sicht einer Hausangestellten beschrieben. Liebe, Leidenschaft, viele Geheimnisse, viele Lügen prägen das Leben der reichen Familie Hartford, bis letztendlich ein kleines Missverständnis zum Schlimmsten führt.
Recht bald hat man das Gefühl, hinter das Rätsel gekommen zu sein, auf das immer wieder angespielt wird, und letztendlich sieht man sich darin auch bestätigt, aber die Geschichte behält sich einen Knalleffekt bis zum Schluss vor, und bleibt somit spannend und aufregend.
Sehr schön finde ich die Art, wie die mittlerweile 98 Jahre alte Grace erzählt, wie ihre Vergangenheit sich mit der Gegenwart verknüpft und sie ein letztes Mal ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen revue passieren lässt.
Ein wunderbarer Unterhaltungsroman, den ich von Herzen weiterempfehle, vor allem für die langen dunklen Abende, die jetzt bald wieder auf uns zukommen.

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Amsterdam

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Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Do, 26/08/2010 - 10:44
Inhaltsangabe

Alle haben sie dieselbe Frau geliebt, die nun nicht mehr ist: ein Politiker, ein Chefredakteur, ein Komponist. Als desto gegensätzlicher erweisen sich ihre Ambitionen: Ein Freundschaftspakt wird zum Teufelspakt, als es in Amsterdam zum Showdown kommt. Ian McEwan erhielt 1998 den Booker-Preis für diese ebenso witzige wie gnadenlose Geschichte über die Mechanismen der Medien und der Macht.

Meine Gedanken zum Buch:

Mein erstes Buch von Ian McEwan - nach Jahren habe ich es nun zum zweiten Mal gelesen und ich muss gestehen, es hat mich wieder nicht sonderlich vom Hocker gerissen.
Vermutlich ist es sein Stil, mit dem ich nicht ganz so warm werden kann. Teils zu ausschweifend, teils wieder zu knapp..... es beginnt für mich sehr vielversprechend, wird mir dann aber etwas zu langatmig....
Der Schluss reißt den Roman wieder heraus, den fand ich nämlich sehr gut gewählt und so fügt sich auch das Räderwerk der Erzählung dann doch wieder zusammen. Die Frage der Moral, die hier oft aufkommt ist recht interessant und macht den Leser hellhörig. McEwan macht die Zwiespälte sehr deutlich in denen wir uns oft befinden - was ist vertretbar und wo ist die Grenze - und vorallem auch die Macht der Medien (sei`s Fernsehen aber auch Zeitung) die wir in solchen Fällen oft unterschätzen.
 

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Erinnerung an meine traurigen Huren

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Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 16/08/2010 - 11:26
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Zu seinem neunzigsten Geburtag schenkt sich ein alter Mann, der sein Leben lang nur käufliche Liebe gekannt hat, in einem Bordell eine Nacht mit einer Jungfrau. In dieser Nacht, der noch viele folgen sollten, betrachtet er verzaubert die schlafende Schöne und empfindet zum ersten Mal in seinem Leben Liebe.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Mann, 90 Jahre, der an seinem Lebensabend die Liebe findet.... auf keinen Fall verwerflich. wäre es nicht die Liebe zu einem blutjungen unberührten Mädchen....
 
Skandalös, entsetzlich, geschmacklos.... aber nicht bei Marquez.
 
Er schreibt so feinfühlig zart über dieses Aufkeimen und Entdecken doch so fremder Gefühle und es gibt keinen einzigen Moment in diesem Buch, indem der Leser diesen alten Mann verurteilen würde.
Viel mehr ist es wunderbar zu erleben, wie dieser Mensch sich in ihm ganz unbekannte Gefühlswelt vortastet, wie er zu leben beginnt und bald ist klar, dass er mit über 90 nicht am Ende seines Lebens steht sondern vielmehr am Anfang....
 
Sehr empfehlenswert, wunderschön geschrieben, ein kleines Buch mit sehr großem Inhalt.
 

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Lilienrupfer

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 12/08/2010 - 12:00
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Undine Busch ist eine patente junge Frau, doch mit der Liebe will es nicht so recht klappen. Bis eines Tages Christian auftaucht. Da ist Undine sofort klar: Das ist der Mann ihres Lebens! Doch nach der ersten gemeinsamen Nacht verschwindet Christian unter fadenscheinigen Begründungen wieder aus ihrem Leben. Voller Wut und Verzweiflung schreibt sich Undine in einer E-Mail an eine selbst erfundene Adresse von Superstar Robbie Williams den Frust von der Seele und schickt ihn in den weiten, unbekannten Raum des Internets. Eines Tages erhält sie tatsächlich eine Antwort – von R. Williams. Undines Leben nimmt eine ungeahnte Wendung, und sie traut ihren Augen nicht, als plötzlich auch Christian wieder vor ihr steht. Bekommt ihre Liebe noch eine Chance?

Meine Gedanken zum Buch:

Ein weiterer EMail-Roman, den der Leser oder in diesem Fall die Leserin nicht braucht.

Die Autorin geizt nicht mit Titel-Dropping: ob Buchtitel, ob Filmtitel - sie werden aneinandergereiht als gäbe es kein Morgen. "Lilienrupfer" liest sich wie ein Auszug aus einem Bücher- und Film-Katalog. Weniger wäre in diesem Fall tatsächlich einmal mehr gewesen. Der Leser gewinnt den Eindruck, er befände sich auf einer in Buchstaben gepressten Butterfahrt.

Der Plot wirkt reichlich unausgegoren und stellenweise konfus. Die Protagonisten, allen voran die unsägliche Undine Busch, blieben bis zum Ende blass und gewannen keine Konturen. Das Schicksal der Figuren verstand es nicht den Leser zu fesseln. Schade.

Den einen Stern, den ich dennoch für dieses Buch vergebe, den hat sich eindeutig der Wellensittich namens Mr. Briggs verdient. Der kurze Abschnitt des Buches, in dem Mr. Briggs seinen flatterhaften Auftritt hatte, war nett. Ansonsten mein Urteil: nicht lesenswert.

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Im Fluss

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Verfasst von  Laura am Mo, 02/08/2010 - 18:42
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Die unnahbare Mia, die sich nach einem traumatischen Erlebnis völlig zurückgezogen hat, verliebt sich in den sinnlichen Alex. Sie fühlt sich auch zu seinem Bruder, dem verträumten Jan, hingezogen und zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Freundschaft. Doch die Brüder gehören Alina und sie ist nicht bereit, die beiden Mia zu überlassen. Plötzlich findet Mia tote Fische in ihrem Garten, dann in ihrem Zimmer. Was als harmloser Scherz beginnt, wird bald tödlicher Ernst.

Meine Gedanken zum Buch:

Mia hat ein großes Geheimnis und will es keinem anvertrauen. Sie muss mit ihren Eltern umziehen, da ihr Vater einen neuen Job gefunden hat. Dafür muss sie jedoch ihr ganzes Stadtleben aufgeben und sich neu am Land einleben. Weit und breit steht kein Haus - ausser das der Steinflösser, in dem Alex und Jan zusammen mit ihrem Vater und ihrer Großmutter leben. Doch Mia bemerkt gleich, dass hier etwas faul ist.
"Im Fluss" hat meinen Geschmack sehr getroffen. Die Handlung beinhaltet einige spannende Szenen, bei denen man das Buch nicht zur Seite legen kann.
Besonders spitze finde ich, dass die drei Hauptpersonen Jan, Mia und Alex abwechselnd die Kapiteln erzählen, weshalb man einen guten Überblick besitzt. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man sich genau in die Personen versetzen kann.
Außerdem sind die Charakteren sehr interessant, da sie sehr verschieden sind und nur wenige Gemeinsamkeiten besitzen.

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Architektur einer Liebe

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Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Do, 29/07/2010 - 12:41
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Über die große Liebe in der Mitte des Lebens
Zwischen Sankt Petersburg, Philadelphia, Paris und Wien - der Erfolg scheint Toria Montis ständiger Begleiter zu sein, gewandt und polyglott, weiß sich die fünfzigjährige Architektin aus Paris jederzeit in bestem Licht zu präsentieren.
Mit dem Neubau des Mariinskij-Theaters in Sankt Petersburg steht ihr eine neue Herausforderung bevor. Bei einem Besuch in der Eremitage begegnet sie einem Mann, mit dem sie nur einen Blick, keine Worte wechselt - doch eine bislang ungekannte Sehnsucht ist geweckt, nach Nähe, Vertrautheit, Intimität.

Meine Gedanken zum Buch:

Zwei Menschen die fest im Leben stehen.... erfolgreich, zielstrebig, erfahren, gefestigt..... und dann ein Blick, ein Moment der alles verändert....
Evelyn Schlag schreibt in einem Stil, der für mich anfangs recht ungewohnt war. Es hat ein bisschen gedauert bis ich mich mit diesem Buch vertraut machen konnte.
Man beginnt zu lesen, lernt die beiden Charaktere und ihr Umfeld näher kennen, macht sich mit ihnen verraut und DANN ihr gemeinsamens Zusammentreffen. Der Moment wo alles andere unwichtig wird, wo alles verschwimmt und nur dieser eine Blick die beiden beherrscht.... Ein so wichtiger Augenblick und doch so schnell wieder vorbei.... und dann wieder nichts. Man hat schon beinahe das Gefühl die beiden aus den Augen zu verlieren.... eine halbe Ewigkeit vergeht, bis zum erneuten Zusammentreffen.
 
Schade nur,  dass uns die Autorin so lange auf diese Zweisamkeit hat warten lassen.... schreibt sie doch so kraftvoll und leidenschaftlich über dieses neue Glück, das Verlangen und die Zuneigung der beiden füreinander .... ich wurde regelrecht durch die Zeilen getrieben, so mitreißend lasen sich diese Seiten... und dann wieder nichts....
 
Nachbetrachtet ein ziemliches Auf und Ab. Teils hatte ich sogar das Gefühl, dass die Liebe der beiden nur zweitrangig ist und dann der Schluss... zum Haare ausraufen.... zumindest halt für mich. Ist das überhaupt ein Schluss...??? Wieder eins dieser Bücher die ich nach dem letzten Satz zur Seite lege, grüble und denke: "Ma, das gibt`s ja nicht...."

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The Moonstone (Der Monddiamant) (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 20/07/2010 - 11:39
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Im 11. Jahrhundert zierte The Moonstone, ein gelber Diamant, die Stirn eines vierhändigen indischen Gottes, der den Mond symbolisierte. Je nachdem, ob das Himmelsgestirn ab- oder zunahm, wurde auch der Schein des Edelsteins stärker oder schwächer. Auf abenteuerliche Weise gelangt The Moonstone in einen Dolchgriff und von da in die zarten Hände einer jungen, schönen Adligen. Dass die unrechtmäßige Entwendung des Steines für jeden, der mit ihm in Berührung kommt, fatale Folgen haben wird, hatte der Gott Vishnu bereits viele Jahre vorher prophezeit. So kann sich Lady Verinder Mitte des 19. Jahrhunderts auch nur einen Tag an seinem faszinierenden Funkeln freuen. Am nächsten Morgen ist der Mondstein unauffindbar und die darauf einsetzende fieberhafte Suche hat für mehrere Beteiligte tödliche Folgen.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit "The Moonstone" hat Wilkie Collins einen Kriminalroman der ersten Stunde geschrieben. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein wertvoller Diamant, der einst die Stirn einer indischen Gottheit schmückte. Sein Verschwinden löst einen Sturm von Verdächtigungen und Verwirrungen aus, die den Leser bis zum Schluss grübeln lassen, ohne dass er der tatsächlichen Lösung des Rätsels auf die Spur kommt. Erzählt wird die Geschichte von unterschiedlichen in den Skandal verwickelten Personen, wodurch wir durchaus interessante und auch amüsante Einblicke in den Alltag der gehobeneren Gesellschaft Mitte des 19. Jahrhunderts erhalten.
Alles in allem eine spannenge Geschichte auf hohem sprachlichem Niveau, nicht umsonst ein gepriesener Klassiker!
Ich hatte das Hörbuch von audible.de, auf Englisch hervorragend gelesen von Peter Jeffrey - ein echter Tipp für Fans

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Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 02/07/2010 - 10:55
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Eine selbstbewusste Frau, ein alter, weiser Mann, reichlich Sake, etwas Walfischspeck und immer wieder Lotuswurzel - Zutaten dieser stillen, faszinierend fremden Liebesgeschichte aus Japan. Tsukiko ist achtunddreißig und lebt allein. Zur Liebe, glaubt sie, sei sie nicht begabt. Da trifft sie in einer Kneipe ihren alten Japanisch-Lehrer wieder, den sie nur den Sensei nennt. Auch er lebt allein, in einer etwas verwahrlosten Wohnung, wo er merkwürdige Gegenstände sammelt. Einer sucht die Nähe des anderen und scheint gleichzeitig vor ihr zu fliehen. Selten wurde die Annäherung zweier Menschen so subtil und zugleich eindringlich beschrieben.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch war einer dieser Zufallstreffer, die man so ab und zu landet. Man streift am Fluhafen herum, langweilt sich, durchwühlt zum x-ten Mal die Bücherstände, und da ist es dann plötzlich das Buch, das einen sofort anspricht. Meine Intuition hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht.
 
Kawakami erzählt in kurzen und prägnanten Sätzen die einfühlsame Geschichte von zwei sehr unterschiedlichen Menschen, die sich langsam und - anfangs aufgrund ihrer kulinarischen Vorlieben - immer näher kommen, sich immer besser kennenlernen. Eine zarte Liebesgeschichte ohne Sentimentalitäten. Die Frau Ende Dreissig, die nicht mehr and die Liebe glaubt, und ihr ehemaliger Japanischlehrer, den sie nur Sensei (Meister) nennt, der in seiner eigenen verstaubten Welt lebt und sich für Tsutsikos Emotionen nur sehr langsam öffnet.
 
Ein wunderschöner Roman mit dem Flair Japans, den ich allen Freunden asiatischer Literatur nur wärmstens ans Herz legen kann.

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Betty Blue - 37° am Morgen

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 01/07/2010 - 16:11
Inhaltsangabe

Betty zieht zu Zorg und hilft ihm bei seinen Arbeiten in der Feriensiedlung eines südfranzösischen Provinznestes. Zufällig stößt sie eines Tages auf ein altes Manuskript ihres Freundes, das sie von dessen Begabung überzeugt. Endlich hat sie eine Aufgabe entdeckt, die ihrem Leben einen Sinn geben soll: Sie möchte Zorg zum Schriftsteller machen und schickt das von ihr abgetippte Manuskript an zahlreiche Verlage, die es aber allesamt abweisen. Diese ständigen Frustrationserlebnisse lassen in Betty unkontrollierte Aggressionen entstehen, die sie schließlich gegen sich selbst richtet. Nachdem sie erfahren hat, dass sie trotz eines zunächst positiven Tests nicht schwanger ist, verstümmelt sie sich selbst und landet in einer psychiatrischen Klinik. Dort setzt Zorg ihrem sinnlosen Leiden ein Ende, indem er sie mit einem Kissen erstickt. Erst nach ihrem Tod erfährt er, dass sein Manuskript veröffentlicht werden soll, und beginnt wieder zu schreiben.

Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch ist schon über 20 Jahre alt, doch irgendwie erscheint es zeitlos, genauso, wie ja auch der genaue Handlungsort aus der Geschichte nie hervorgeht. Unabhängig von Zeit und Raum leben Betty und Zorg in ihrem ganz persönlchem Kosmos, in den sie nur wenigen Menschen Platz einräumen. Zorg ist besessen von Betty, ihrer Schönheit, ihrem Freigeist, ihrem Chaos, und immer mehr schlittert er hinüber in ihre neurotische Welt. Gewalt und Zärtlichkeit wechseln einander rasant ab, eine direkte und (damals) moderne Sprache verleiht der Geschichte Tempo und macht sie leicht lesbar. Auch dort, wo einem fast das Herz stehenbleibt, weil man garnicht glauben mag, was man da liest.
Mich hat ein Bisserl gestört, dass die Übersetzung so "deutsch" war, aber man muss sich bei so einer lockeren Sprache wohl für einen Modus entscheiden, der über die Schriftsprache hinausgeht. Abgesehen davon fand ich das Buch recht unterhaltsam. Jetzt kann ich auch sagen, dass der Film sehr gut gelungen ist, auch wenn mir die Hauptdarstellerin nicht ganz so gut gefallen hat.

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Weiße Hochzeit

Bild von Delphinpaar
Verfasst von  Delphinpaar am Fr, 25/06/2010 - 10:25
Inhaltsangabe

DISKURS VERLAG
Albrecht, Susanne Ulrike Maria
"Weiße Hochzeit" Lyrik
Taschenbuch
40 Seiten
ISBN 978-3-9812590-7-0
EUR(D) 6,00
http://www.diskurs-verlag.de/

Meine Gedanken zum Buch:

Der Lyrikband mit dem einprägsamen Namen "Weiße Hochzeit", der jetzt druckfrisch auf dem Markt ist,
beflügelt und bietet Bedenkmöglichkeiten.
 
 

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