Liebe

Verzauberter April

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 01/03/2010 - 11:10
Inhaltsangabe

Vier ernsthafte englische Damen brechen aus ihrem Alltagsleben aus, reisen nach Italien und entdecken nicht nur die Verzauberungskraft der Natur, sondern ganz beiläufig auch sich selbst: eine englische Gesellschaftssatire, eine postviktorianische Sittenkomödie.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist ein Muss für alle, die einerseits für Italien schwärmen und andererseits etwas für die Damen der englischen Gesellschaft - mehr oder weniger fein - mitsamt ihren Dünkeln und Eigenarten übrig haben. Vier sehr unterschiedliche Frauen treffen hier aufeinander und erleben das Wunder, das eine schöne, fast schon reine Umgebung auf die Seele wirken kann, wenn man es nur zulässt.
 
Lotty wirft als erste das Grau ihres Ehedaseins ab und nimmt die Dinge selbst in die Hand, was sie für ihren Ehemann plötzlich unglaublich attraktiv macht. Rose ersetzt Gott in ihrem Herzen wieder durch ihren Mann Frederick, und sogar die griesgrämige Mrs. Fisher, die stets nur in der Vergangenheit schwelgt, erkennt letztendlich, wie schön es ist, lebendige Menschen um sich zu haben. Und die junge Lady Caroline... tja, das überlässt die Autorin unserer Fantasie...
 
Ein feinsinniges Buch mit spritzigen Dialogen und umwerfenden Beschreibungen des Gartens und der Landschaft rund um das Castello San Salvatore. Ein hübsches Leseerlebnis auf feinem sprachlichem Niveau mit Charme, Witz und Tiefgang, das ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

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Hinter dem Schlaf

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 22/02/2010 - 16:32
Inhaltsangabe

Antje Wagners Roman markiert die feine Grenze, die die vertraute Wirklichkeit von der irrlichternden Sphäre dahinter trennt. Und er zeigt, dass diese Grenze in der Liebe überschritten werden muss. Die Geschichte beginnt mit einer Verstörung: Patrick, der Hals über Kopf aufgebrochen war, nachdem ihm seine Frau Marit die Koffer vor die Tür gestellt hatte, findet sich in einem schlammverkrusteten Auto vor einer Zapfsäule wieder – und ist allein. Dabei war doch gerade noch Anne bei ihm, die mädchenhafte Forscherin, in deren Haus er die letzten Wochen gewesen und mit der er von dort weggefahren ist. Während er eine Nacht an der Tankstelle verbringt und hofft, dass Anne zu ihm zurückkehrt, erinnert er sich an die gemeinsame Zeit in der Einsamkeit. Er hat sich bei seinem Bemühen, Zugang zu ihr zu finden, merklich verändert, und er ahnt, dass diese Veränderung noch nicht abgeschlossen ist. Als er sich am nächsten Morgen auf die Suche macht, ist er entschlossen, die verlorene Liebe wieder zu finden. Dabei gerät er in eine Geschichte, die ihm merkwürdig bekannt vorkommt. Er trifft auf eine Frau, von der er schon gelesen hat – und zwar in Annes Haus. Und er meint sich zu erinnern, dass er selbst auch in dieser Geschichte vorkam. Mit sprachlichem Feingefühl und subtiler Psychologie zieht Antje Wagner den Leser in die spannungsvollen Verhältnisse der Liebe, des Begehrens und der Selbstaufgabe.

Meine Gedanken zum Buch:

Antje Wagner hat ein Buch über die Liebe geschrieben, eine Geschichte, in der zwei Menschen sich kennenlernen, wieder verlieren und immer wieder neu entdecken müssen, indem sie scheinbar unüberwindbare Hürden meistern.
Die bildreiche Sprache steht für mich in einem direkten Kontrast zur Distanz zu den Figuren, die ich während des Lesens fast ständig verspürte. Die Kälte des Handlungsortes setzt sich für mich direkt in meinen Empfindungen fort, nistet sich als unangenehmes Gefühl in meinem Magen ein und lässt sich durch einen Ausflug in eine reale, greifbare Welt nur kurz vertreiben.
Alles in allem ein wortgewaltiges Buch, das man allen empfehlen kann, die Sinn für schöne Sprache haben und damit umgehen können, wenn die Protagonisten die Grenzen der Realität überschreiten.

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Brennender Hibiskus

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 15/02/2010 - 11:53
Inhaltsangabe

Hawaii ist die Hölle - stellt Rei Shimura fest, die auf die paradiesische Insel zu einer Geburtstagsfeier ihres japanischen Familienclans eingeladen ist. Als nach dem Fest ein verheerendes Feuer ausbricht, scheint der Brandstifter aus Reis Verwandtschaft zu kommen. Aber auch ihr Herz steht in Flammen: Vor der Küste legt ihr ehemaliger Chef Michael mit einem Segelboot an. Verwirrt versucht die Hobbydetektivin ihre Gefühle zu ordnen und mit Michaels Hilfe Licht in die dunklen Familienangelegenheiten zu bringen - ein brandgefährliches Unterfangen

Meine Gedanken zum Buch:

Auch der zehnte Teil der Serie hält das gewohnte Niveau eines Unterhaltungsromans, der genau DAS ist. Unterhaltsam, witzig, spannend, kein literarisches Meisterwerk, aber modern und zeitgeistig, wie wir es von Massey gewohnt sind. Rei Shimure gerät natürlich wieder in Schwierigkeiten, aber irgendwie ist die Geschichte halbwegs glaubhaft, und wenn man Rei kennt und mag, dann muss man dieses Buch einfach lesen, schon allein wegen des überraschenden und erfreulichen Ereignisses am Schluss!

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Jesus liebt mich

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Verfasst von green bookreader Gabi Stachl am Do, 21/01/2010 - 20:01
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Marie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvous, er sei Jesus persönlich. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Und Marie fragt sich, ob sie sich dismal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich hatte mir die Geschichte etwas witziger vorgestellt. Trotzdem hat sie mir ganz gut gefallen. Es gibt viele Zitate und Querverbindungen zur Bibel und hier vor allem zum Leben Jesu, die mich auch öfter zum Schmunzeln brachten. Wenn man sich darauf einlassen kann, dass Jesus in der heutigen Zeit auf die Erde zurückkehren könnte, kann man sich auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Marie gut vorstellen. Am Schluß gleitet der Roman aber durch die Beschreibung der Apokalypse sehr in die Abenteuer-Fantasie Sparte ab, was ich persönlich sehr schade finde. Für mich war's eine gute Abendlektüre, bei der ich durchaus dranbleiben wollte und nicht nach einer Seite bereits eingeschlafen bin.

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Die Farben der Insel

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 11/01/2010 - 12:51
Inhaltsangabe

Die Malerin Karitas lebt allein und zurückgezogen in einem kleinen Dorf an der Küste. Ihre Kinder sieht sie nur selten, Sigmar, ihren Mann, fast gar nicht. Auch ihre künstlerische Karriere will nicht voranschreiten, zu unverständlich und düster wirken ihre Bilder auf die Dorfbevölkerung. Doch Anfang der fünfziger Jahre ändert sich die Lage. Karitas reist nach Paris, um dort neue Inspirationen für ihre Kunst zu erhalten. Zurück in Island findet sie endlich die Anerkennung, die sie verdient. Kann sie Sigmar jetzt auch an ihrem Leben teilhaben lassen?

Meine Gedanken zum Buch:

Interessant an dieser Fortsetzung von "Die Eismalerin" ist der Perspektivenwechsel in der Erzählweise. Wie im ersten Buch beginnt jeder Abschnitt mit der Beschreibung eines Werks von Karitas, doch hier geht die Geschichte in Ich-Form weiter, was tiefere Einblicke in die Welt der Künstlerin erlaubt, in die Welt einer Frau, die diesmal nicht am Muttersein und ihrer Verantwortung scheitert, sondern sich der Herausforderung mutig stellt, auch wenn ihre Umgebung immer wieder Entscheidungen trifft, die ihr Kummer und Leid zufügen.
Letztendlich erreicht sie ihr Ziel, setzt sich durch als unabhängige Künstlerin, erlangt Bekanntheit und somit auch die Möglichkeit, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es sich vorstellt.
Das im oben zitierten Klappentext "Kann sie Sigmar jetzt auch an ihrem Leben teilhaben lassen?" finde ich ziemlich unpassend, denn im Grunde macht Karitas sich keine Gedanken um ihren Mann, geschweigedenn ein Zusammenleben mit ihm. Doch letztendlich findet sie ein spätes Glück, in dem sie sich mit ihrer Rolle als Ehefrau und Künstlerin arrangiert, und zu guterletzt trifft sie die endgültige Entscheidung über ihr Schicksal, wie sie es sich immer gewünscht hat.
Auch dieses zweite Buch hat mich tief beeindruckt, wobei es sich weniger mit der Situation unterschiedlicher Personen beschäftigt, sondern ausschließlich Karitas im Mittelpunkt steht. Natürlich nicht ohne auf das Schicksal ihrer Familie und Freunde einzugehen, das sie selbst tief beeindruckt und immer wieder beeinflusst.
Sicher kein "Frauenroman" im klassischen Sinne, aber doch ein Buch, das Frauen auf besondere Weise anspricht, weil man sich immer wieder selbst finden kann in dieser Auseinandersetzung mit dem Frausein in all seinen Facetten.

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Die Eismalerin

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 11/01/2010 - 12:21
Inhaltsangabe

Die Witwe Steinunn Olafsdóttir zieht mit ihren sechs Kindern in die kleine Stadt Akureyri im Norden Islands, damit sie dort die Schule besuchen können - auch die Mädchen. Hart sind die Zeiten um 1900, unberechenbar auch die Naturgewalten. Hart ist auch die Arbeit in der Fischfabrik, wo die Frauen wochenlang im Akkord den gefangenen Hering - das Silber des Meeres - einsalzen müssen. Dennoch entdeckt Karitas, die jüngste Tochter, ihr künstlerisches Talent. Ihr größter Wunsch ist es, Malerin zu werden. Doch dann lernt sie den großen, gutaussehenden, grünäugigen Sigmar kennen und lieben, und sie steht vor der folgenschwersten Entscheidung ihres Lebens.

Meine Gedanken zum Buch:

Baldursdóttir erzählt eine Geschichte der Emanzipation, die 1915 damit beginnt, dass eine Mutter mit sechs Kindern beschließt, jedem eine Schulbildung zukommen zu lassen, auch den drei Mädchen. Und jedes dieser Mädchen entwickelt sich zu einer selbständigen Frau, allen voran Braghildur, die dabei allerdings die traditionelle Rolle der Ehefrau einnimmt und von der modernen Einstellung ihrer Schwester Karitas nicht viel hält.
Diese ist die wahre Heldin des Romans, kreativ und begabt mit einer unstillbaren Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit, um die sie viele Jahres ihres Lebens bitter kämpfen muss. Als Ehefrau eines Fischers wird sie in ein ländliches Gefängnis verbannt, in dem weder ihre Persönlichkeit noch ihre Kunst wirklich Anklang finden. Viele dramatische und traurige Momente muss sie erleben, doch ihr Ziel ist immer das gleiche. Endlich einer verständigen Welt ihre Kunst zu präsentieren und als Künstlerin Anerkennung zu finden, abseits der Rolle als Ehefrau und Mutter.
Faszinierend an der Geschichte ist auch die detaillierte Beschreibung von Island, seinen skurrilen Landschaften und der Bevölkerung, dem bäuerlichen Leben und dem fest in der Kultur verankerten Glauben an Elfen und Trolle.
Die Autorin bedient sich einer fast schon trockenen, oft distanziert klingenden Sprache, die die rührenden und traurigen Szenen nie ins Kitschige abgleiten lässt. Ein wunderschönes Buch über eine Frau, ein Volk und das Frausein zu einer Zeit, wo die Rollen noch klar verteilt waren.

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Bonjour tristesse

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 11/01/2010 - 11:00
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Wie jedes Jahr verbringt die siebzehnjährige Cecile ihre Sommerferien an der französischen Rivieria. Sie genießt die unbeschwerte Zeit, die sie gemeinsam mit ihrem jugendlichen Vater und seiner augenblicklichen Freundin, der schönen, aber etwas naiven Elsa, verbringen darf. Eines Tages platzt Anne, eine Freundin von Ceciles verstorbener Mutter, in diese Idylle der Heiterkeit und Lebenslust. Der Vater ist derart hingerissen von der eleganten und intelligenten Modeschöpferin, daß er schon bald bereit wäre, seinen bisherigen Lebensstil aufzugeben und sie zu heiraten. Mit Anne kämen Ordnung und Disziplin nicht nur in sein Leben, sondern auch in das seiner Tochter. Wenngleich Cecile sehr wohl Sympathie für Anne empfindet, sieht sie doch ihre Freiheit bedroht, so daß sie ein fein ausgeklügeltes Spiel inszeniert, um ihren Vater von Anne zu trennen. Die Rechnung geht auf, allerdings mit weitaus tragischeren Folgen als erwartet.

Meine Gedanken zum Buch:

Bestürzt wird man Zeuge einer Intrige, geplant von einer 17-jährigen, die in ihrer Angst um das eigene Wohlbefinden und das ihres Vaters hin- und hergerissen ist zwischen Liebe, Eifersucht und dem Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit. Cécile erkennt sehr rasch die Schwächen der Menschen, wie Marionetten tanzen der Vater, die Verlobte, die verlassene Geliebte und der Liebhaber nach ihrer Pfeiffe.
Eine faszinierende Geschichte, die an Bedeutung noch gewinnt, wenn man bedenkt, dass die Autorin bei ihrer Entstehung selbst gerade einmal 18 Jahre alt war. Man hat das Gefühl, Einblick in das Seelenleben eines Teenagers zu erhalten, das in den Fünfzigerjahren wohl auch nicht viel anders ausgesehen hat wie heutzutage, was dem Buch eine gewisse Zeitlosigkeit verleiht.. Ein beeindruckendes literarisches Werk, auf jeden Fall empfehlenswert!

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Wo die Sonne aufgeht

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 28/12/2009 - 10:16
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Ein Brief aus Korea erschüttert die glückliche Ehe des Anwalts Christopher Winters. Gerade jetzt, zu Beginn einer glänzenden politischen karriere, tritt die Vergangenheit hervor. Droht ein Skandal? Laura Winters wußte bisher nichts von den Erlebnissen ihres Mannes in Asien. Vor etwa 12 Jahren war Christ als junger Soldat in Seoul. Hier traf er Soonya, die süße, schüchterne Koreanerin. Jugnd, Heimweh und Kriegsangst trieben sie einander in dieArme. Die fremdartigen Gesetze und Bräuche Asiens, in deren Labyrinth der junger Amerikaner sich verlor und die in der westliche Welt keine Gültigkeit besitzen, führen jetzt zu einem dramatischen Konflikt, der kaum lösbar erscheint. Nur durch die Leibe seiner Frau Larua wird ein Weg gefunden, der Selbstachtung und persönliche Freihheit erhält.

Meine Gedanken zum Buch:

Pearl S. Buck greift hier ein Thema auf, das die Leser in den Sechzigerjahren wohl sehr erschüttert haben muss. Nur wenigen Amerikanern war bewusst, welchen Status die zahlreichen Kinder, die sie während ihres Aufenthalts in Korea gezeugt hatten, in diesem Land hatten. Immer wieder wird darüber gesprochen, wie diese Mischlinge ausgestoßen und sogar getötet wurden, um die koreanische Rasse reinzuhalten.
Im Stil erinnert sie mich - zumindest in der Übersetzung - ein wenig an Vicki Baum. In klaren Worten, manchmal fast ans Naive grenzend aber doch nie weltfremd, erzählt Pearl S. Buck von einer emanzipierten Frau, die sich trotz ihrer Position als Wissenschaftlerin nicht aus der Rolle des "Weibchens" befreien kann (und will) und mit viel Geduld, Liebe und Vertrauen ihrem Mann den richtigen Weg weist.
Interessant sind natürlich auch die detaillierten Beschreibungen der koreanischen Kultur, somit ist dieses Buch ein Muss für diejenigen, die gerne über Asien mit all seinen Facetten lesen. Ein Gesellschaftsroman der Sechzigerjahre, der nie an Aktualität verloren hat, wenn man bedenkt, in wie vielen exotischen Ländern die Amerikaner immer noch stationiert sind...

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Der Duft von Schokolade

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 16/12/2009 - 09:20
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Für August klingt es wie ein Traum: Als der junge Leutnant 1881 seinen Dienst bei der k. u. k. Armee Österreich-Ungarn quittiert, liegt ein ganzer langer Sommer in seiner Heimatstadt Wien vor ihm. Erst im Herbst soll er bei seinem Onkel, einem Schokoladenfabrikanten, seine neue Stelle antreten. Dann jedoch trifft er die selbstbewusste Elena Palffy, deren Mann erst kurz zuvor unter mysteriösen Umständen verschwunden ist, und die unter dem Verdacht steht, ihn umgebracht zu haben. Mit außergewöhnlichen Schokoladenkreationen wirbt August um sie und gewinnt schließlich ihr Herz. Doch nach dem Brand in der Wiener Oper bleibt Elena spurlos verschwunden ...

Meine Gedanken zum Buch:

Ein sinnliches Leseerlebnis, das einem die Düfte des Kaffees, der Schokolade und Gewürze fast riechen lässt. Frauen, so unterschiedlich wie dunkle, bittere Schokolade und das helle, süße Nougat, ein Mann, für den Gerüche zu Bildern werden, eine Geschichte, wie sie romantischer und dramatischer nicht sein könnte.
Dazu minutiöse Beschreibung der Wienerstadt um 1881, dem Jahr des großen Ringtheaterbrandes, der fast 400 Todesopfer forderte. Bei der Beschreibung des Flammenmeeres wird einem um eine Spur wärmer, doch die Aufbahrung der verkohlten Leiche läßt einen gleich wieder frösteln - eine Berg- und Talfahrt der Gefühle, die auch der Protagonist August Liebeskind durchmachen muss.
Ein wunderbares Buch, ein Genuss für alle Sinne und auch sprachlich ein Leckerbissen - genau richtig für die Advent- und Weihnachtszeit!
Einzige offene Frage: hat der Mensch, der Klappentext und Kurzbeschreibung geschrieben hat, das Buch auch gelesen??? August hat Elena nicht mit eigens kreiertem Konfekt erobert, sondern mit Dufterlebnissen, und es ist nicht die Wiener Oper abgebrannt, sondern das Ringtheater. Auch wenn dort ebenfalls Opern aufgeführt wurden, ist das doch ein Unterschied, weil es sich um ein anderes Gebäude handelt. So viel nur am Rande.

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Die Frau im Mond

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mi, 18/11/2009 - 14:54
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Mit dreißig Jahren gilt eine unverheiratete Frau auf Sardinien längst nicht mehr als gute Partie. Die schöne Bauerntochter versteht nicht, warum ihre zahlreichen Bewerber immer so plötzlich Reißaus nehmen. Ihre Familie hält die gefühlvolle junge Frau für verrückt, eine Schande für das Haus. Im Jahr 1943 naht die Rettung in Gestalt eines besitzlosen Witwers aus Cagliari, der sich zu einer Vernunftheirat bereit erklärt. Die Eheleute schwören jedoch, sich im Bett niemals anzurühren. So muss die sehnsüchtige Frau noch einige Jahre auf die große Liebe warten – bis zu einer Thermalkur auf dem italienischen Festland ...
Großmutters Geschichte ist eine äußerst berührende Liebeserklärung an das große Gefühl, an die Fantasie und an Sardinien.

Meine Gedanken zum Buch:

"Falls ich dich nie kennen lernen sollte, lass mich wenigstens spüren, wie sehr ich dich vermisse" steht auf dem Klappentext dieses Buches, und genau dieser Satz hat mich bewogen, dieses Büchlein zu kaufen.
Ich habe es jetzt bereits zum zweiten Mal gelesen, weil ich dieses Gefühl nicht los wurde, irgendetwas verpasst zu haben. Und auch jetzt bin ich mir noch immer nicht ganz im Klaren darüber, vielleicht habe ich mir einfach auch mehr erwartet, als ich letztendlich bekommen habe...
Der Roman "Die Frau im Mond" erzählt von der Sehnsucht nach (der wahren) Liebe. Einer Sehnsucht, die sicher in jedem von uns steckt, aber nicht bei jedem ist diese Sehnsucht so stark ausgeprägt wie bei dieser jungen Frau. Sie ist ständig auf der Suche, schreibt ihren Verehrern erotische Liebesbrief, die diese allerdings eher verschrecken und verstören. Neben vielen anderen ist dies mit ein Grund dafür, warum sie in ihrem Umfeld bald als verrückt gilt.
Verrückt ist sie in meinen Augen allerdings nicht, eher hilflos würde ich sagen, denn sie hat einen Wunsch vor Augen und alle Versuche, diesen Wunsch war werden zu lassen, schlagen fehlt...bis zu einem ganz bestimmten Tag....
Wieder eines dieser Bücher die den Titel "Bestseller" tragen. Als solchen würde ich den 135 Seiten langen Roman von Milnea Agus zwar nicht bezeichnen, trotzdem ist er es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden.

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