Krimi

Mordsquoten

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Verfasst von  rainerscharf am Do, 11/03/2010 - 18:27
Inhaltsangabe

Die Produzenten Rainer Scharf und Max Wieland bauen die junge Jenny Winters zu Deutschlands bekanntestem Partygirl auf und wollen eigentlich nur das, was in der Branche alle wollen: Frauen, Spaß und jede Menge Kohle. Als dann der berühmte Quizmoderator Winfried Müller-Thurau vergiftet aufgefunden wird, wittern Scharf und Wieland ihre große Chance, eine Show der Superlative auf den Schirm zu bringen.

Aber auch die Polizei hat eine Quote zu erfüllen – die Aufklärungsquote. Während die beiden Kölner Kommissare Felix Krüger und Pit Werner in TV-Studios, Brauhäusern und Bordellen ermitteln, kommt der Regierungspräsident auf die Idee, gemeinsam mit Jenny Winters vor die Kameras zu treten und sich für die nächsten Wahlen zu profilieren. Im unerbittlichen Konkurrenzkampf der Sender um die höchsten Einschaltquoten ist den Machern nichts heilig. Es geht um eine Million, die derjenige kassieren soll, der den Mörder vor laufender Kamera stellt.

Doch alles kommt ganz anders. Die beiden Kommissare geraten bei ihrer Arbeit in ein Gestrüpp aus falschen und echten Freunden des Toten, trügerischen Mordmotiven, makaberen Hinweisen und zweifelhaften Affären. Die Mordsquoten der Show übertreffen alles bisher da gewesene im deutschen Fernsehen – allerdings völlig anders, als sich die Macher das vorgestellt hatten.…

Meine Gedanken zum Buch:

Mordsquoten oder der ganz normale Wahnsinn...
 
Millionen Menschen schauen Tatort oder Polizeiruf 110. Jeder Sonntag beschert der ARD so „Mordsquoten“. Fernsehen ohne Krimi wäre undenkbar. In alle Abgründe der menschlichen Seele hinab wurde bereits ermittelt. Egal, ob Drogen- oder Missbrauch, Korruption, Mord oder ganz banaler Todschlag: Deutschlands TV-Kommissarinnen und Kommissare sind immer auf Achse.
 
Aber was ist mit der anderen TV-Welt auf unserem Bildschirm? Die Welt des Glamours und der seichten Unterhaltung. Denn auch hier gibt es  pausenlos „Mordsquoten“. Was passiert, wenn einer der beliebtesten Quiz-Moderatoren plötzlich tot in seinem Erbrochenen aufgefunden wird? Was geht ab, wenn die Polizei plötzlich in Bordellen, Studios und Garderoben auftaucht? Das gibt richtig Ärger im Revier, wenn Kommissare ermitteln – und sorgt im TV für Quoten. Prompt heißt Mordsquoten von Karoline Klötzing im Untertitel auch „Eine Crime-Doku-Soap in 24 Kapiteln“. Das ist durchaus ernst zu nehmen, denn „Mordsquoten“ ist kein Krimi im herkömmlichen Sinne.
 
Die Kölner Autorin Karoline Klötzing hat mit „Mordquoten“, erschienen im MOS-Verlag, ihren ersten Kriminalroman vorgelegt – und zeigt den Lesern eine völlig abgedrehte Parallelwelt hinter der Mattscheibe. Nichts ist wirklich so, wie es scheint bei Deutschlands (Privat-)Sendern. Und wenn jemand diese skurrile Welt bei Produzenten und Sendern kennt, dann die Autorin, die selbst seit Jahren in diesem Metier zu Hause ist. Sie hat viele Jahre in verantwortlicher Position in Redaktionen für große deutsche Privatsender gearbeitet.
 
„Mordsquoten“ führt uns direkt in dieses verrückte Paralleluniversum Fernsehen. Die Story ist wie der ganz normale Wahnsinn bei RTL, Pro7 oder in der BUNTEN: Bewusst setzt Autorin Karoline Klötzing in „Mordsquoten“ auf die Stilmittel des oft geschmähten aber doch viel geschauten so genannten Unterschichtenfernsehens. „Mordsquoten“ ist eine faszinierende und erfrischende Mischung aus Kriminalroman, Soap und Yellow-Press – eben typisch Fernsehen. Entsprechend dramaturgisch dicht ist der Roman gestrickt.
 
Der Tod des Moderators wird gnadenlos ausgeschlachtet. Im unerbittlichen Konkurrenzkampf der Sender ist den Machern nichts mehr heilig. Hunderte von Kandidaten bewerben sich für die Mördersuche – vom Ex-Fremdenlegionär bis zum Döner-Verkäufer.
 
„Mordsquoten“-Autorin Karoline Klötzing entführt uns galant hinter die Kulissen der grellen Welt des Unterhaltungsfernsehens, in der nur ein wahrer Herrscher regiert: Der grausame Tyrann Quote. Kein Wunder also, dass im harten Wettkampf der Privatsender zwischen Schönheits-OPs, Heimwerkerorgien, Küchenschlachten und Promi-Shows nur noch Marktanteile zählen. Der Mensch wird zum Wirtschaftsgut, dass sich entweder medial gut vermarkten lässt – oder vom Bildschirm ganz schnell wieder verschwindet. Das ist der TV-Turbokapitalismus, der heute Gegenstand von trockener Kulturkritik – oder eben aber ausgefeilter Kriminalromane sein kann.
 
So ist „Mordsquoten“ auch boshafter und spannender Spiegel unserer medialen Alltagskultur. Freilich sollten Leserinnen und Leser, die ihre Freude an typischen amerikanischen Serientätern haben, umdenken können. Trotz des martialischen Namens wird in „Mordsquoten“ niemand verstümmelt oder grausam hingerichtet. Die sich in der heutigen Krimiwelt immer schneller drehende Gewaltspiralen wird hier filigran und spannend unterbrochen. Die Marterwerkzeuge der Wirklichkeit sind eben nicht immer Schusswaffen in diversen Kalibern oder Hackebeile und Tauchermesser. Die gnadenlose mediale Hinrichtung eines prominenten Menschen ist oft furchtbarer, als die ewiggleiche bluttriefende Fiktion irgendwelcher angelsächsischer Kriminalromane.
 
Karoline Klötzing provoziert mit „Mordsquoten“ – und verstört auch zuweilen, wenn Fiktion und Wirklichkeit zu verschwimmen beginnen. Dann nämlich, wenn plötzlich reale Gestalten vor dem Auge des Lesers auftauchen und deutlich machen, wie sich das Unterhaltungsfernsehen längst in unserem Unterbewusstsein eingenistet hat. So spiegelt sich das Genre selbst: Ist das, was wir in Karoline Klötzings spannendem Krimi lesen nun die Fiction – oder doch eher das, was Dieter Bohlen und Co. auf der Mattscheibe abliefern? Welche Menschen sind echt und welche nur noch die Produkte unserer Medienindustrie? Zu welchem Schluss die geneigten Leser und Leserinnen auch kommen mögen: Lesen lohnt sich alle mal!

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Die Zahl

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Verfasst von grey bookreader mausezahn am Fr, 24/07/2009 - 22:27
Inhaltsangabe

Inspektor Otto Morell hat sich von Wien in den kleinen Tiroler Ort Landau versetzen lassen, um keine brutalen Mordfälle mehr bearbeiten zu können. Er kocht und isst lieber, oder kümmert sich um seine Pflanzen. Doch plötzlich passiert das Ünmögliche. Ausgerechnet in Landau geschieht ein Gewaltverbrechen, wie Morell es in dieser Brutalität nicht einmal in Wien erleben musste. Im eingeschneiten Dorf macht er sich nun, mit Hilfe einer Gerichtsmedizinerin und einem Freund des Toten daran, das immer komplizierter werdende Rätsel zu lösen. Im Zentrum von allem steht eine Zahl, die Zwölf, die plötzlich überall präsent zu sein scheint...

Meine Gedanken zum Buch:

Einen guten klassischen Ermittler-Krimi zeichnet, meiner Meinung nach, aus, dass man möglichst lange Zeit im Unklaren bleibt und genau so rätselt wie der Ermittler. Das in Kombination mit einem interessanten Personal sorgt für Spannung und Freunde am lesen. Daniela Larcher gelingt in ihrem Erstling genau das und ich habe mich von Anfang bis Ende super unterhalten gefühlt, fand sowohl die Motivation als auch die Auflösung der Täterschaft wunderbar und habe besonders die Gerichtsmedizinerin Capelli sehr ins Herz geschlossen. Super Lesestoff!

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Der 13. Brief

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Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am Di, 16/06/2009 - 13:35
Inhaltsangabe

Große Klappe, großes Herz - mit ihrer Protagonistin Lila hat die Debütantin Lucie Klassen eine der frechsten Figuren der deutschen Krimilandschaft geschaffen.
Die 20-jährige Lila entscheidet sich zu einem radikalen Schnitt: Statt, wie von ihren Eltern gewünscht, ihr Jurastudium in Münster anzutreten, steigt sie in Bochum aus dem Zug, um dort ein selbstbestimmtes Leben zu beginnen. Mittels eines Tricks erschleicht sie sich bei Privatdetektiv Danner zunächst nur einen kostenlosen Schlafplatz, dann aber sogar einen Job. Denn Danner, eigentlich ein notorischer Einzelgänger, steckt mit seinem jüngsten Fall in der Sackgasse: Die erst 16-jährige Eva hat in ihrer Schule Selbstmord begangen. Im Auftrag seines Freundes Staschek, dessen Tochter mit der Toten befreundet war, soll Danner nun die Hintergründe ermitteln. Doch obwohl er sich als Sportlehrer in die Schule einschmuggeln konnte, findet er nichts über das Motiv des Freitods heraus. Unversehens findet sich Lila auf der Schulbank wieder und nicht nur ihre Gefühlswelt gerät in Gefahr …

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist ein Knaller, es ist durchgängig mit witzigen Dialogen durchsetzt und hat einen herrlichen Humor, der einen veranlasst, es in einem Zug durchlesen zu wollen.

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Fremde Wasser

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Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am Do, 21/05/2009 - 17:32
Inhaltsangabe

Tod im Bundestag. Die Familie der Abgeordneten Angelika Schöllkopf glaubt nicht an ein natürliches Ableben. Georg Dengler ermittelt – und befindet sich plötzlich selbst in Gefahr. Es geht um Wasser – und um die Macht im Land.

Angelika Schöllkopf erleidet am Rednerpult des Deutschen Bundestages einen Schwächeanfall. Sie stirbt vor laufender Kamera, bevor sie ihre Rede beginnen kann. Zwei Tage lang dominieren die Bilder ihres Todes die Medien, dann vergisst die Öffentlichkeit den Vorfall. Nur ihre Familie glaubt nicht an den plötzlichen Herztod. Sie beauftragt den Privatermittler Georg Dengler mit Nachforschungen. Dengler macht stutzig, dass das Manuskript der geplanten Rede verschwunden ist, und plötzlich befindet er sich inmitten eines globalen Machtkampfes großer Energiekonzerne.

Fremde Wasser ist der dritte Band der erfolgreichen Georg-Dengler-Serie. Wieder begegnen wir dem trinkfesten Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler, seiner schönen Nachbarin, der Diebin Olga, dem Freund und Horoskopschreiber Martin Klein und dem Künstler Mario, der diesmal einen gefährlichen Nebenjob annimmt.

»In diesem Krimi ist verdammt wenig erfunden«, sagt Wolfgang Schorlau, der die Methoden, mit denen sich deutsche und internatonale Konzerne überall auf der Welt den Zugriff auf Wasserrechte sichern, intensiv recherchiert hat. Plötzlich befinden sich deutsche Städte im Fadenkreuz der Konzerninteressen. Schorlau blickt hinter die Kulissen der parlamentarischen Demokratie und zeigt, wie Politik wirklich gemacht wird.

Meine Gedanken zum Buch:

Die Fakten, die in diesem Krimi die Hauptrolle spielen, hatte Wolfgang Schorlau damals hervorragend recherchiert. Es geht um das "cross boarder leasing" bei dem Städte ihre Wasserrechte verkaufen, um dann das Wasser bei den Unternehmen wieder zu leasen.
Die Stadt Stuttgart ist derzeit dabei, für viel Geld ihre Wasserrechte zurück zu kaufen, weil die zuständigen Herren erkannt haben, dass es besser sei, wenn man wieder selber über seine Wasserechte verfügen kann.
Ein Krimiautor mit Weitblick.

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Zuflucht im Teehaus

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 18/05/2009 - 14:31
Inhaltsangabe

Die junge Rei Shimura lernt das japanische Antiquitätengeschäft von seiner gefährlichsten Seite kennen: Im Auftrag der altehrwürdigen Familie Mihori, der einige der angesehensten Priester entstammen, soll Rei eine ganz besondere Rarität ersteigern. Zu spät entdeckt sie, daß sie sich eine Fälschung hat andrehen lassen und daß ihr Gegner in diesem undurchsichtigen Spiel seine Leidenschaft für alte Kostbarkeiten mit tödlicher Konsequenz verfolgt ...

Meine Gedanken zum Buch:

Auch der zweite Teil der Rei-Shimura-Reihe hat mir gut gefallen. Nicht überwältigend spannend, aber unterhaltsam und flüssig geschrieben. Man erfährt mehr über die Hauptfigur und mehr über die Stadt, in der sie lebt, Tokio. Eine Empfehlung für alle, die exotische Schauplätze lieben und sich auch mit einem Krimi zufriedengeben, bei dem man sich nicht die Nägel vor lauter Spannung abbeisst.

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Giftige Tränen

Bild von Jakob Welik
Verfasst von white bookreader Jakob Welik am So, 03/05/2009 - 18:34
Inhaltsangabe

Als Kommissar Stephan Bastion und sein Assistent in den Frankfurter Zoo gerufen werden, sieht alles nach einem verhängnisvollen Unfall aus. Doch bereits nach den Befunden der Gerichtsmedizinerin Dr. Anni Liessner beginnt die heile Fassade um den Tod des Zoodirektors immer mehr zu bröckeln. Ein Labyrinth voller menschlicher Abgründe tut sich auf und einige geheimnisvolle Briefe führen die beiden Ermittler zurück in die Vergangenheit – zu einem mysteriösen, ungeklärten Vorfall.
Als der Tierpfleger Tim Ried dem Kommissar schließlich zu Hilfe eilen will, wird er ungewollt in die Ermittlungen verwickelt und gerät in Lebensgefahr...

Meine Gedanken zum Buch:

Ein fesselnder Krimi, der im Raum Frankfurt am Main, in einem Zoo spielt. Der Leser taucht nicht nur in viele Rätsel und Bedürfnisse des Charakteren Tim Ried, sondern auch in eine spannende Flucht, vor einem Mörder der da und nicht da zu sein scheint.

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Der Name der Rose

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Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am Mo, 27/04/2009 - 19:28
Inhaltsangabe

Ein italienisches Benediktinerkloster im Mittelalter. Der Franziskaner William von Baskerville und sein Novize Adson aus Melk sind in diplomatischer Mission unterwegs. Sie sollen im prächtigen Kloster eine politisch brisante Konferenz von Gesandten des Papstes und Mitgliedern des Franziskanerordens vorbereiten. Doch unmittelbar nach ihrer Ankunft geschieht ein Mord. Und er bleibt nicht der einzige, eine ganze Mordserie folgt. Wer aber ist der Mörder? Und welche Motive gibt es für die Taten? Der erfahrene William wird beauftragt, sie aufzuklären. Sogleich macht er sich auf die Suche nach Spuren. Dabei stößt er auf eine mysteriöse Bibliothek und den greisen Jorge von Burgos, den rätselhaften Herrn der Bücher. Was hat dieser mit den Morden zu tun? Und was ist das für ein einzigartiges Buch, das er so eifersüchtig bewacht, als habe es geradezu magische Kräfte?

Meine Gedanken zum Buch:

Eines der Bücher, die ich mehrmals gelesen habe. Die Handlung ist dermaßen spannend, dass man das Buch in einem durchlesen möchte. Die Morde innerhalb des Klosters sind sehr blutrünstig dargestellt und die Art und Weise wie William von Baskerville die Fälle löst, erinnert stark an die berühmten Detektive der neueren Zeit wie z.B. Sherlock Holmes. Nebenbei hat die Handlung auch etwas geheimnisvolles durch die Rätsel, die sich in dem Gemäuer verbergen. Das Buch wurde meiner Meinung nach genial verfilmt. Das Vorbild der Klosteranlage dieses Romans ist das Castel del Monte des Stauferkaisers Friedrich II. in Apulien

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Mord ist ihr Beruf. Eine Geschichte des Kriminalromans

Bild von Lothar Gross
Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am So, 26/04/2009 - 12:39
Inhaltsangabe

Durch die Geschichte des Kriminalromans führt die Autorin dieses Buches. Der Leser begegnet dabei vielen altbekannten Meisterdetektiven und Meistergaunern wieder, erfährt einiges über die typischen Merkmale klassischer Detektivgeschichten und lernt die bedeutendsten Kriminalroman-Autoren kennen. Über ihre Motive, eine Literaturgeschichte des Kriminalromans zu verfassen, sagt Ulrike Leonhardt: ˜Ich habe mein Leben lang gern gute Kriminalromane gelesen und mich schon früh darüber geärgert, wie wenig Anerkennung diese Literaturgattung bei Kritikern und den sogenannten Gebildeten findet.˜

Meine Gedanken zum Buch:

Ein herrliches Nachschlagewerk für Krimifans. Man erfährt viel über die bekannten und auch weniger bekannten Autoren und ihre Werke

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Die Sau under Mörder

Bild von mickmagick
Verfasst von white bookreader mickmagick am Di, 17/03/2009 - 20:40
Inhaltsangabe

Ein bekannter Autor wird ermordet aufgefunden. Er war Mitglied der Dülmener Serapionsbrüder, eines obskuren Dichterzirkels. Seine Kollegen, allen voran der penetrante Xtra Vaganz, glauben nicht an die Selbstmordtheorie der Polizei. Nannen stochert im schillernden Mikrokosmos der lokalen literarischen Szene herum. Eine skurrile Situation jagt die nächste, bis Nannen einer Organschmuggelbande auf die Schliche kommt. Oder geht es um etwas ganz Anderes?

Meine Gedanken zum Buch:

Diese Buch ist der dritte Teil einer Reihe um den Bulderner Dorfdetektiv Dieter Nannen. Da ich es selber geschrieben habe, liegt es nahe, die Patenschaft zu übernehmen.
Wer gerne eine Leseprobe möchte, schreibe mich unter michael.bresser(at)blackpublications.de an.
Liebe Grüße Michael

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Die Passion des stillen Rächers. Commissario Montalbanos achter Fall

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 09/03/2009 - 09:50
Inhaltsangabe

Kaum hat Salvo Montalbano seine Schussverletzung auskuriert, erhält er auch schon einen Anruf aus dem Kommissariat: Auf einer einsamen Landstraße hat man den Motorroller von Susanna Mistretta, einer junger Studentin, gefunden, die mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf nahe der Fundstelle lebt. Der Vater, der unverzüglich eine Vermisstenanzeige aufgegeben hat, ist sich sicher: Susanna ist entführt worden. Doch Commissario Montalbano findet bald heraus, dass es sich bei der Entführung um die Tarnung für eine weitaus vielschichtigere Sache handelt. Zu viele Details passen nicht zusammen, die Aussagen der Zeugen widersprechen sich. Doch das Netz der Verwirrungen, das hier ausgelegt wurde, scheint undurchdringbar und der stille Rächer geduldig genug, um in aller Ruhe abzuwarten, bis sein Opfer in die verhängnisvolle Falle tappt ...

Meine Gedanken zum Buch:

Einmal mehr ein grandioses Lesevergnügen. Ich habe auch die sieben Bücher vor diesem gelesen und freu mich schon auf die folgenden, Camilleri schreibt einfach umwerfend gut. Komisch, liebevoll, satirisch und respektvoll schildert er seine Landsleute mit allen ihren Eigenheiten, vor allem auch den kulinarischen, sodass einem oft das Wasser im Mund zusammenläuft.
Vigáta ist ein fiktiver Ort, aber es könnte jede kleine Stadt in Sizilien sein. Montalbano ist ein typischer italienischer Macho, der jedoch mehr und mehr auch seine sensiblen Seiten entdeckt, die vor allem seine Freundin Livia in ihm zum Vorschein bringt.
Es ist sicher schwierig, einen Text zu übersetzen, der mit so vielen lokalen Ausdrücken und Phrasen gespickt ist, aber ich denke, es ist ganz gut gelungen. Vor allem die Dialoge mit dem Carabineri Catrella finde ich immer so komisch, deshalb habe ich hier auch zwei zitiert.
Die Geschichte selbst ist spannend, Montalbano lässt sich von den Beteiligten der Entführung nicht aufs Glatteis führen, er allein durchschaut letztendlich die Ränke, die hier geschmiedet wurden und bildet sich sein eigenes Urteil darüber, was richtig und was falsch ist.
Eine absolute Empfehlung für alle, die gern Geschichten mit südlichem Lokalkolorit lesen, in denen es weniger um Mord und Brand geht, sondern um das Menschliche mit all seinen Auswüchsen.

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