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Krimi

The Big Sleep (Der große Schlaf)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 03/08/2010 - 12:16
Inhaltsangabe

Zuerst scheint alles ganz harmlos, doch dann wird Philip Marlowe in brutale Abenteuer - Mordfälle, Schlägereien, Verführung, Erpressung - verstrickt
"General Sternwood, ein alter invalider Kapitalist (Öl), hat sich eine gewisse Integrität bewahrt. Seine Tochter Carmen wird bereits zum zweiten Mal erpreßt, und Marlowe soll der Sache ein Ende machen. Marlowe entdeckt zuerst eine pornographische Leihbibliothek, kurz darauf den Leichnahm des Besitzers. Carmen schmuggelt sich in Marlowes Zimmer und erwartet den Detektiv im Bett. Sie ist Kind und Teufel in einem; sie hat keine sexuellen Hemmungen und säuft bis zur Bewußtlosigkeit - ein geeignetes Objekt für Porno-Photographen und Erpresser."

Meine Gedanken zum Buch:

Irgendwie hat mich dieser erste Teil der Philip-Marlowe-Reihe nicht so richtig gepackt, obwohl das Buch an sich witzig geschrieben ist, die Typen gut rüberkommen und auch die Geschichte nicht unspannend ist. Es spielt ja Ende der Dreissigerjahre, und diese Gangstersprache klingt für mich wie eine Parodie, es fällt mir schwer, nicht laut aufzulachen, wenn der Oberboss sagt "The girl can dust" für "Die Kleine kann abhauen" - wahrscheinlich hab ich schon zu viele Filme und Perssiflagen auf dieses Genre gesehen, um das wirklich ernstnehmen zu können.
 

Grundsätzlich ist die Geschichte sehr vielschichtig und birgt bis zum Schluss größere und kleinere Überraschungen. Philip Marlowe, den wir hier ja zum ersten Mal treffen, gewinnt immer deutlichere Züge und wird einem immer sympathischer. Sehr ansprechend finde ich seine ganz persönlichen Gedanken, die er als Ich-Erzähler ja mit uns Lesern teilt. Somit bekommt er noch eine Chance, der zweite Teil ist bereits bestellt.

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Jagdzeit

Bild von mausezahn
Verfasst von grey bookreader mausezahn am So, 06/06/2010 - 08:26
Inhaltsangabe

„Tief im Wald wirst Du finden, was Du suchst!“
Wünschen kostet nichts? Je weiter Olivia in den Wald vordringt auf der Suche nach jener magischen Quelle, die angeblich jeden Wunsch erfüllt, desto größer wird ihre Angst. Denn der Wald birgt dunkle Geheimnisse. Etwas lauert zwischen den Bäumen, verfolgt ihre Spur, nimmt ihre Fährte auf. Ein gefährliches Spiel um Leben und Tod beginnt. Doch ein Zurück gibt es nicht. Denn Magie hat nicht nur ihren Preis – sie ist auch unwiderstehlich!
Neu und fantastisch: märchenhafte Mystery mit Magie, Witz und dunkler Spannung.

Meine Gedanken zum Buch:

Claudia Toman erzählt Märchen gespickt mit Elementen diverser Genres und diverser Themen, und was dabei entsteht, finde ich so richtig genial!
Olivia verschlägt es diesmal in ein düsteres Bergdorf, dessen beklemmende Atmosphäre man förmlich einatmet. Das Dorf hat ein Geheimnis und Olivia ist nicht die Einzige, die versucht, etwas darüber herauszufinden. Doch die Einheimischen haben ihre Methoden, das zu verhindern, und so wird der Wald nach einer notgedrungenen Flucht zu Olivias einzigem Ausweg. Doch das Abenteuer, das hier erst so richtig mit den Märchensymbolen spielt, fängt erst an, denn im Wald muss sie ihren Weg finden, denn auch im Wald liegt etwas verborgen, und es zu finden, wird zum großen Ziel.
Hinreißend, wie da eine sehr heutige Großstadtpflanze in die Welt der nordischen Mythologie und Grimms Märchen hinein gerät, faszinierend die tollen Beschreibungen eines Wolfes, der endlich mal kein Werwolfprototyp ist, sondern ein aus Urgeschichten und Sagen entsprungener Märchenwolf. Herrlich witzig die Dialoge. Und immer fließt Tomans Schreibstil unverwechselbar und sehr dicht dahin, man empfindet mit Olivia, weil man tief in sie hinein versetzt wird, während man bei den Schnüfflersezenen als atemloser Beobachter daneben steht und sich immer fragt: Wo ist der Herzstein dieses Geheimnisses. Wo?
Ein tolles Lesevergnügen, ein faszinierender neuer Protagonist, von dem man unbedingt mehr lesen will und vor allem eines: Etwas, das es so noch nicht gab!

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Das Rätsel von Paris

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 26/04/2010 - 09:13
Inhaltsangabe

Am Vorabend der Weltausstellung von 1889 geben sich die »Zwölf Detektive« in Paris ein Stelldichein: Die berühmtesten Vertreter der Detektivzunft möchten der Welt die neusten Ermittlungsmethoden und ihre spektakulärsten Kriminalfälle präsentieren. Aus der unbeschwerten Zusammenkunft wird Ernst, als einer der »Zwölf« unter mysteriösen Umständen vom gerade errichteten Eiffelturm zu Tode stürzt. Nachdem kurze Zeit später auf dem Ausstellungsgelände eine verkohlte Leiche entdeckt wird, zweifelt niemand mehr an einem Serienverbrechen. Nun gilt es für die Meisterdetektive, ihr Können unter Beweis zu stellen und das Rätsel von Paris zu lösen.
Mit viel Fantasie, Witz und Spannung verhilft Pablo De Santis den großen Detektivgestalten der Weltliteratur zu einem neuen Auftritt und setzt der Detektivgeschichte ein literarisches Denkmal.

Meine Gedanken zum Buch:

De Santis schreibt in gewohnter Manier ein Buch der besonderen Art. Sprachlich bis ins letzte ausgefeilt sagt er vieles zwischen den Zeilen und macht so diese spannende Geschichte gleichzeitig zu einer philosophischen Reise ins endende 19. Jahrhundert. Schemenhafte Figuren verdichten sich oder tauchen unter in einem Nebel aus tiefgründigen Andeutungen und abartigen Verirrungen, der junge Sigmundo torkelt von einem Wirrnis ins nächste und durchschaut trotz seiner Unerfahrenheit letztendlich das Spiel, das mit ihm getrieben wird.
Paris 1989, die Weltausstellung, die Eröffnung des umstrittenen Eiffelturms - dies sind die Kulissen, hinter denen der junge Adlatus ermittelt und Schicht für Schicht den glänzenden Lack der Gemeinschaft der zwölf Detektive abträgt, während die großen Meister sich in Selbstgefälligkeit und Konkurrenzdenken ergehen.
"Das Rätsel von Paris" ist ein spannendes Buch, das mit einem Augenzwinkern viel mehr erzählt, als nur eine Kriminalgeschichte. Ein Tipp für alle, die gern intelligente und gut geschriebene Krimis lesen, die über simplen Mord und Totschlag weit hinausgehen.

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Regenzauber

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Verfasst von yellow bookreader SANDRA am So, 25/04/2010 - 15:36
Inhaltsangabe

Was ist, wenn ein Fremder Sie auf Schritt und Tritt beobachtet? Wenn er Ihre Post liest, Ihre Telefonate hört, jedes Wort von Ihnen kennt, selbst wenn Sie es nur Ihrem engsten Freund anvertraut haben? Schlimmer noch, wenn er weiß, was Sie lieben und woran Sie hängen - und es Ihnen nimmt. Und sich dann zurücklehnt, um zuzusehen, wie Sie allmählich vor die Hunde gehen ...

Meine Gedanken zum Buch:

Zur Abwechslung nach langem wieder ein richtig guter Thriller – Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, überraschende Wendungen,gespickt mit einer kleinen Prise Humor. Die aufreibende Jagd nach einem überaus brutalen psychopathischen Killer, dessen Identität bis zuletzt ein Rätsel zu sein scheint, ist spektakulär und fesselnd – und Dennis Lehane sorgt bis zur allerletzten Seite immer wieder für erstaunliche Details, die den Verlauf der Geschichte ständig verändern. Ausgezeichnet!

 

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Der Schrei des Hahns

Bild von SANDRA
Verfasst von yellow bookreader SANDRA am So, 25/04/2010 - 15:16
Inhaltsangabe

London 1920: Die 22-jährige Elsie Cameron ist als launisch und eifersüchtig bekannt. Dabei will sie doch nur eines: geliebt werden um jeden Preis - und zwar von dem vier Jahre jüngeren Norman. Der in Liebesdingen unerfahrene junge Mann lässt sich auf ihr Werben ein und verspricht sogar, sie zu heiraten. Elsie blüht an Normans Seite sichtbar auf. Sie ist es auch, die ihn auf die Idee bringt, in eine Hühnerfarm in Sussex zu investieren. Leider wirft der Betrieb jedoch zu wenig Geld ab, um eine Familie ernähren zu können. Je ungeduldiger Elsie wird, desto stärker fällt sie auch wieder in ihre alten Verhaltensmuster zurück: Sie macht Norman Vorhaltungen und setzt ihn mit allen Mitteln unter Druck. Da lernt Norman die lebenslustige Bessie kennen...

Meine Gedanken zum Buch:

Die Geschichte einer Liebe, die mit Tod endet … eine psychologische Glanzleistung der wundervollen Autorin Minette Walters; ein Psychothriller, wie er besser nicht sein könnte. Spannung, wie gewohnt erstklassig geschrieben und mit vielen Details aufwartend … vor allem, das Ende betreffend. Basierend auf einer wahren Begebenheit in den 20er Jahren brilliert dieser Thriller mit einer Schilderung menschlicher Abgründe und wirft bis zuletzt die Frage nach der Schuld des Protagonisten Norman Thorne auf. Ein überaus spannendes Werk einer tollen Autorin.

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Mordsquoten

Bild von rainerscharf
Verfasst von white bookreader rainerscharf am Do, 11/03/2010 - 18:27
Inhaltsangabe

Die Produzenten Rainer Scharf und Max Wieland bauen die junge Jenny Winters zu Deutschlands bekanntestem Partygirl auf und wollen eigentlich nur das, was in der Branche alle wollen: Frauen, Spaß und jede Menge Kohle. Als dann der berühmte Quizmoderator Winfried Müller-Thurau vergiftet aufgefunden wird, wittern Scharf und Wieland ihre große Chance, eine Show der Superlative auf den Schirm zu bringen.

Aber auch die Polizei hat eine Quote zu erfüllen – die Aufklärungsquote. Während die beiden Kölner Kommissare Felix Krüger und Pit Werner in TV-Studios, Brauhäusern und Bordellen ermitteln, kommt der Regierungspräsident auf die Idee, gemeinsam mit Jenny Winters vor die Kameras zu treten und sich für die nächsten Wahlen zu profilieren. Im unerbittlichen Konkurrenzkampf der Sender um die höchsten Einschaltquoten ist den Machern nichts heilig. Es geht um eine Million, die derjenige kassieren soll, der den Mörder vor laufender Kamera stellt.

Doch alles kommt ganz anders. Die beiden Kommissare geraten bei ihrer Arbeit in ein Gestrüpp aus falschen und echten Freunden des Toten, trügerischen Mordmotiven, makaberen Hinweisen und zweifelhaften Affären. Die Mordsquoten der Show übertreffen alles bisher da gewesene im deutschen Fernsehen – allerdings völlig anders, als sich die Macher das vorgestellt hatten.…

Meine Gedanken zum Buch:

Mordsquoten oder der ganz normale Wahnsinn...
 
Millionen Menschen schauen Tatort oder Polizeiruf 110. Jeder Sonntag beschert der ARD so „Mordsquoten“. Fernsehen ohne Krimi wäre undenkbar. In alle Abgründe der menschlichen Seele hinab wurde bereits ermittelt. Egal, ob Drogen- oder Missbrauch, Korruption, Mord oder ganz banaler Todschlag: Deutschlands TV-Kommissarinnen und Kommissare sind immer auf Achse.
 
Aber was ist mit der anderen TV-Welt auf unserem Bildschirm? Die Welt des Glamours und der seichten Unterhaltung. Denn auch hier gibt es  pausenlos „Mordsquoten“. Was passiert, wenn einer der beliebtesten Quiz-Moderatoren plötzlich tot in seinem Erbrochenen aufgefunden wird? Was geht ab, wenn die Polizei plötzlich in Bordellen, Studios und Garderoben auftaucht? Das gibt richtig Ärger im Revier, wenn Kommissare ermitteln – und sorgt im TV für Quoten. Prompt heißt Mordsquoten von Karoline Klötzing im Untertitel auch „Eine Crime-Doku-Soap in 24 Kapiteln“. Das ist durchaus ernst zu nehmen, denn „Mordsquoten“ ist kein Krimi im herkömmlichen Sinne.
 
Die Kölner Autorin Karoline Klötzing hat mit „Mordquoten“, erschienen im MOS-Verlag, ihren ersten Kriminalroman vorgelegt – und zeigt den Lesern eine völlig abgedrehte Parallelwelt hinter der Mattscheibe. Nichts ist wirklich so, wie es scheint bei Deutschlands (Privat-)Sendern. Und wenn jemand diese skurrile Welt bei Produzenten und Sendern kennt, dann die Autorin, die selbst seit Jahren in diesem Metier zu Hause ist. Sie hat viele Jahre in verantwortlicher Position in Redaktionen für große deutsche Privatsender gearbeitet.
 
„Mordsquoten“ führt uns direkt in dieses verrückte Paralleluniversum Fernsehen. Die Story ist wie der ganz normale Wahnsinn bei RTL, Pro7 oder in der BUNTEN: Bewusst setzt Autorin Karoline Klötzing in „Mordsquoten“ auf die Stilmittel des oft geschmähten aber doch viel geschauten so genannten Unterschichtenfernsehens. „Mordsquoten“ ist eine faszinierende und erfrischende Mischung aus Kriminalroman, Soap und Yellow-Press – eben typisch Fernsehen. Entsprechend dramaturgisch dicht ist der Roman gestrickt.
 
Der Tod des Moderators wird gnadenlos ausgeschlachtet. Im unerbittlichen Konkurrenzkampf der Sender ist den Machern nichts mehr heilig. Hunderte von Kandidaten bewerben sich für die Mördersuche – vom Ex-Fremdenlegionär bis zum Döner-Verkäufer.
 
„Mordsquoten“-Autorin Karoline Klötzing entführt uns galant hinter die Kulissen der grellen Welt des Unterhaltungsfernsehens, in der nur ein wahrer Herrscher regiert: Der grausame Tyrann Quote. Kein Wunder also, dass im harten Wettkampf der Privatsender zwischen Schönheits-OPs, Heimwerkerorgien, Küchenschlachten und Promi-Shows nur noch Marktanteile zählen. Der Mensch wird zum Wirtschaftsgut, dass sich entweder medial gut vermarkten lässt – oder vom Bildschirm ganz schnell wieder verschwindet. Das ist der TV-Turbokapitalismus, der heute Gegenstand von trockener Kulturkritik – oder eben aber ausgefeilter Kriminalromane sein kann.
 
So ist „Mordsquoten“ auch boshafter und spannender Spiegel unserer medialen Alltagskultur. Freilich sollten Leserinnen und Leser, die ihre Freude an typischen amerikanischen Serientätern haben, umdenken können. Trotz des martialischen Namens wird in „Mordsquoten“ niemand verstümmelt oder grausam hingerichtet. Die sich in der heutigen Krimiwelt immer schneller drehende Gewaltspiralen wird hier filigran und spannend unterbrochen. Die Marterwerkzeuge der Wirklichkeit sind eben nicht immer Schusswaffen in diversen Kalibern oder Hackebeile und Tauchermesser. Die gnadenlose mediale Hinrichtung eines prominenten Menschen ist oft furchtbarer, als die ewiggleiche bluttriefende Fiktion irgendwelcher angelsächsischer Kriminalromane.
 
Karoline Klötzing provoziert mit „Mordsquoten“ – und verstört auch zuweilen, wenn Fiktion und Wirklichkeit zu verschwimmen beginnen. Dann nämlich, wenn plötzlich reale Gestalten vor dem Auge des Lesers auftauchen und deutlich machen, wie sich das Unterhaltungsfernsehen längst in unserem Unterbewusstsein eingenistet hat. So spiegelt sich das Genre selbst: Ist das, was wir in Karoline Klötzings spannendem Krimi lesen nun die Fiction – oder doch eher das, was Dieter Bohlen und Co. auf der Mattscheibe abliefern? Welche Menschen sind echt und welche nur noch die Produkte unserer Medienindustrie? Zu welchem Schluss die geneigten Leser und Leserinnen auch kommen mögen: Lesen lohnt sich alle mal!

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Die Zahl

Bild von mausezahn
Verfasst von grey bookreader mausezahn am Fr, 24/07/2009 - 22:27
Inhaltsangabe

Inspektor Otto Morell hat sich von Wien in den kleinen Tiroler Ort Landau versetzen lassen, um keine brutalen Mordfälle mehr bearbeiten zu können. Er kocht und isst lieber, oder kümmert sich um seine Pflanzen. Doch plötzlich passiert das Ünmögliche. Ausgerechnet in Landau geschieht ein Gewaltverbrechen, wie Morell es in dieser Brutalität nicht einmal in Wien erleben musste. Im eingeschneiten Dorf macht er sich nun, mit Hilfe einer Gerichtsmedizinerin und einem Freund des Toten daran, das immer komplizierter werdende Rätsel zu lösen. Im Zentrum von allem steht eine Zahl, die Zwölf, die plötzlich überall präsent zu sein scheint...

Meine Gedanken zum Buch:

Einen guten klassischen Ermittler-Krimi zeichnet, meiner Meinung nach, aus, dass man möglichst lange Zeit im Unklaren bleibt und genau so rätselt wie der Ermittler. Das in Kombination mit einem interessanten Personal sorgt für Spannung und Freunde am lesen. Daniela Larcher gelingt in ihrem Erstling genau das und ich habe mich von Anfang bis Ende super unterhalten gefühlt, fand sowohl die Motivation als auch die Auflösung der Täterschaft wunderbar und habe besonders die Gerichtsmedizinerin Capelli sehr ins Herz geschlossen. Super Lesestoff!

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Der 13. Brief

Bild von Lothar Gross
Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am Di, 16/06/2009 - 13:35
Inhaltsangabe

Große Klappe, großes Herz - mit ihrer Protagonistin Lila hat die Debütantin Lucie Klassen eine der frechsten Figuren der deutschen Krimilandschaft geschaffen.
Die 20-jährige Lila entscheidet sich zu einem radikalen Schnitt: Statt, wie von ihren Eltern gewünscht, ihr Jurastudium in Münster anzutreten, steigt sie in Bochum aus dem Zug, um dort ein selbstbestimmtes Leben zu beginnen. Mittels eines Tricks erschleicht sie sich bei Privatdetektiv Danner zunächst nur einen kostenlosen Schlafplatz, dann aber sogar einen Job. Denn Danner, eigentlich ein notorischer Einzelgänger, steckt mit seinem jüngsten Fall in der Sackgasse: Die erst 16-jährige Eva hat in ihrer Schule Selbstmord begangen. Im Auftrag seines Freundes Staschek, dessen Tochter mit der Toten befreundet war, soll Danner nun die Hintergründe ermitteln. Doch obwohl er sich als Sportlehrer in die Schule einschmuggeln konnte, findet er nichts über das Motiv des Freitods heraus. Unversehens findet sich Lila auf der Schulbank wieder und nicht nur ihre Gefühlswelt gerät in Gefahr …

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist ein Knaller, es ist durchgängig mit witzigen Dialogen durchsetzt und hat einen herrlichen Humor, der einen veranlasst, es in einem Zug durchlesen zu wollen.

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Fremde Wasser

Bild von Lothar Gross
Verfasst von yellow bookreader Lothar Gross am Do, 21/05/2009 - 17:32
Inhaltsangabe

Tod im Bundestag. Die Familie der Abgeordneten Angelika Schöllkopf glaubt nicht an ein natürliches Ableben. Georg Dengler ermittelt – und befindet sich plötzlich selbst in Gefahr. Es geht um Wasser – und um die Macht im Land.

Angelika Schöllkopf erleidet am Rednerpult des Deutschen Bundestages einen Schwächeanfall. Sie stirbt vor laufender Kamera, bevor sie ihre Rede beginnen kann. Zwei Tage lang dominieren die Bilder ihres Todes die Medien, dann vergisst die Öffentlichkeit den Vorfall. Nur ihre Familie glaubt nicht an den plötzlichen Herztod. Sie beauftragt den Privatermittler Georg Dengler mit Nachforschungen. Dengler macht stutzig, dass das Manuskript der geplanten Rede verschwunden ist, und plötzlich befindet er sich inmitten eines globalen Machtkampfes großer Energiekonzerne.

Fremde Wasser ist der dritte Band der erfolgreichen Georg-Dengler-Serie. Wieder begegnen wir dem trinkfesten Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler, seiner schönen Nachbarin, der Diebin Olga, dem Freund und Horoskopschreiber Martin Klein und dem Künstler Mario, der diesmal einen gefährlichen Nebenjob annimmt.

»In diesem Krimi ist verdammt wenig erfunden«, sagt Wolfgang Schorlau, der die Methoden, mit denen sich deutsche und internatonale Konzerne überall auf der Welt den Zugriff auf Wasserrechte sichern, intensiv recherchiert hat. Plötzlich befinden sich deutsche Städte im Fadenkreuz der Konzerninteressen. Schorlau blickt hinter die Kulissen der parlamentarischen Demokratie und zeigt, wie Politik wirklich gemacht wird.

Meine Gedanken zum Buch:

Die Fakten, die in diesem Krimi die Hauptrolle spielen, hatte Wolfgang Schorlau damals hervorragend recherchiert. Es geht um das "cross boarder leasing" bei dem Städte ihre Wasserrechte verkaufen, um dann das Wasser bei den Unternehmen wieder zu leasen.
Die Stadt Stuttgart ist derzeit dabei, für viel Geld ihre Wasserrechte zurück zu kaufen, weil die zuständigen Herren erkannt haben, dass es besser sei, wenn man wieder selber über seine Wasserechte verfügen kann.
Ein Krimiautor mit Weitblick.

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Zuflucht im Teehaus

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 18/05/2009 - 14:31
Inhaltsangabe

Die junge Rei Shimura lernt das japanische Antiquitätengeschäft von seiner gefährlichsten Seite kennen: Im Auftrag der altehrwürdigen Familie Mihori, der einige der angesehensten Priester entstammen, soll Rei eine ganz besondere Rarität ersteigern. Zu spät entdeckt sie, daß sie sich eine Fälschung hat andrehen lassen und daß ihr Gegner in diesem undurchsichtigen Spiel seine Leidenschaft für alte Kostbarkeiten mit tödlicher Konsequenz verfolgt ...

Meine Gedanken zum Buch:

Auch der zweite Teil der Rei-Shimura-Reihe hat mir gut gefallen. Nicht überwältigend spannend, aber unterhaltsam und flüssig geschrieben. Man erfährt mehr über die Hauptfigur und mehr über die Stadt, in der sie lebt, Tokio. Eine Empfehlung für alle, die exotische Schauplätze lieben und sich auch mit einem Krimi zufriedengeben, bei dem man sich nicht die Nägel vor lauter Spannung abbeisst.

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