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Kärnten

Engel des Vergessens

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mi, 28/03/2012 - 10:08
Inhaltsangabe

Es ist die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Familie gehört, ist er noch allgegenwärtig. In den Wald zu gehen hieß eben »nicht nur Bäume zu fällen, zu jagen oder Pilze zu sammeln«. Es hieß, sich zu verstecken, zu flüchten, sich den Partisanen anzuschließen und Widerstand zu leisten. Wem die Flucht nicht gelang, dem drohten Verhaftung, Tod, Konzentrationslager. Die Erinnerungen daran gehören für die Menschen so selbstverständlich zum Leben wie Gott.Erst nach und nach lernt das Mädchen, die Bruchstücke und Überreste der Vergangenheit in einen Zusammenhang zu bringen und aus der Selbstverständlichkeit zu reißen - und schließlich als (kritische) junge Frau eine Sprache dafür zu finden.

Meine Gedanken zum Buch:

"Engel des Vergessens" ist Maja Haderlap`s Romandebüt, für welches  sie sogar den Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 gewonnen hat.
Allein schon diese Tatsache hat einiges hoffen lassen, aber ich muss gestehen..... so ganz hat mir dieses Buch nicht erreicht. Vielleicht waren die Erwartungen auch zu groß..... schwer zu sagen.
Ich muss natürlich aber auch anmerken, dass mein Wissen bzw. auch mein Interesse an diesen geschichtlichen Dingen, wie dem 2. Weltkrieg und den Partisanenkämpfen, nicht soooo groß ist. Allein das hat auf jeden Fall dazu beigetragen, dass es für mich oft schwer war, mich in diverse Dinge reinzudenken und auch reinzufühlen.
Was Haderlap aber sehr anschaulich und mit mit viel Feingefühl hier zeigt, ist die Ohnmacht und auch die Hilflosigkeit, mit der der Krieg seine Opfer zurück lässt..... vorallem in der Person des Vaters wird das sehr deutlich... die Dämonen haben ihn nach all den Jahren noch immer fest im Griff und es ist ein unerbitterlicher Kampf, den er nach wie vor jeden Tag mit sich selbst austragen muss...
Eine Flucht aus den Erinnerungen ist unmöglich..... ein Vergessen undenkbar..... und auch die schnelllebige Zeit und die Veränderungen, die das heutige Leben mit sich bringt, lassen sich schwer in das Gewohnte miteinflechten.
Es gibt viele Momente in diesem Buch, die mir als Leserin sehr ans Herz gegangen sind.... die mich betrüben und nachdenklich machen..... und auch ein bisschen froh..... froh darüber, dass all dies vor meiner Zeit war und mich in meinem Leben und Fühlen nicht beeinflusst bzw. geprägt hat....
 

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Das Weite suchen, zu Fuß von Kärnten nach Triest

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Fr, 04/01/2008 - 20:37
Inhaltsangabe

Eine Weitwanderung im Dreiländereck von Österreich, Slowenien und Italien: Wunderbare Landschaften, zahlreiche Kulturdenkmäler und historische Schauplätze in sehr unterschiedlichen Kultur- und Naturräumen erwarten den Reisenden. Die Wanderungen verlaufen stets in Reichweite der Karawankenbahn, der Wocheiner Bahn oder der Karstbahn, alle Ausgangs- und Endpunkte sind mit dem Zug erreichbar.

Meine Gedanken zum Buch:

Gute einfache Skizzen, nachvollziehbare Wegbeschreibung. Das Buch regt zum Nachwandern an. Für 2008 habe ich mir Teilstrecken rund um das Socatal vorgenommen. Nicht immer zählen nur die Berggipfel. Das wird eine Naturfoto- und nordic walking-Tour ganz für mich. Marmorata - ich komme.

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