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Journalistin

Killed at the Whim of a Hat

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 30/11/2011 - 13:44
Inhaltsangabe

Die Kriminalreporterin Jimm Juree ist gezwungen, ihrer Familie in ein Fischerdorf am Golf von Siam zu folgen. Was soll nur aus ihrer Karriere werden, an einem Ort so weit ab von jedem Verbrechen?! Doch bei Grabungsarbeiten für einen Brunnen entdeckt man, tief im Boden vergraben, ein Autowrack mit zwei Skeletten. Eines trägt einen Hut. Kurz darauf wird in der nächsten Stadt ein Mönch ermordet Jimm schöpft Hoffnung.

Meine Gedanken zum Buch:

Colin Cotterill kennen einige von uns bereits als Autor der Dr.-Siri-Reihe, die ja zu meinen Favoriten zählt. Mit Jimm Juree hat der Autor eine neue Figur geschaffen, die in jeder Hinsicht konträr ist zu dem alten Pathologen im Laos der 70er-Jahre. Jimm ist einiges über 30, Single und lebt mit ihrer ausgesprochen schrägen Familie im Süden Thailands, wo sie mehr schlecht als recht ein Ferienresort betreibt. Eigentlich ist sie Journalistin, aber in einer Gegend, in der nicht viel mehr passiert, alsdass ab und zu jemand von einer Kokosnuss erschlagen wird, gibt es für sie nicht viel zu tun. Bis sich plötzlich die Ereignisse überschlagen und Jimm mitten in gleich 2 Ermittlungen steckt, in denen sie eine zentrale Rolle als Unterstützung für die örtliche Polizei übernimmt.
Mit Jimm und ihren Freunden hat Cotterill eine illustre Gruppe von Charakteren geschaffen, die uns sicher noch öfter begegnen wird. In ihrem Großvater Jah finden wir auch ein leises Anklingen des berühmten Dr.-Siri-Humors, und das Schmunzeln kommt auch in diesem durchaus spannenden Buch nicht zu kurz.
Wobei die größten Lacher sicher George W. Bush kassiert, dessen Bonmots jedes Kapitel übertiteln. Aus einem solchen ergibt sich auch der seltsame Titel des Buches.
Alles in allem eine Empfehlung für Krimileser, die es gern auch witzig mögen und die Wert auf fein gezeichnete Figuren legen, die sich in einer nicht alltäglichen Umgebung bewegen und fernab vom üblichen Prozedere der Ermittlung agieren.

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Kopfsteinpflaster

Bild von Marina Huthmacher
Verfasst von white bookreader Marina Huthmacher am Fr, 13/08/2010 - 17:16
Inhaltsangabe

Ilka Storck ist 33 Jahre alt, aufmüpfig, selbstironisch und pflegt einen humorigen Alltags-Sarkasmus. Sie arbeitet als Redakteurin bei einem Hamburger Fachzeitschriften-Verlag, der Einrichtungsmagazine herausgibt. Von ihren Kolleginnen in der Redaktion einmal abgesehen, besteht ihre journalistische Welt fast ausschließlich aus Männern, denen sie mal in Mokassins, mal auf High-heels, immer aber auf Augenhöhe begegnet. Innerhalb einer Woche hat sie plötzlich, erstens, einen neuen und dazu männlichen Kollegen und, zweitens, eine Leiche an der Backe. Als ihr auch noch ein falscher Schauspieler den entscheidenden Hinweis in einer seltsamen Geschichte um polnische Sofas gibt, steckt sie mittendrin in einer sensationellen Story, die selbst Ilka Storck fast die Sprache verschlägt....

Meine Gedanken zum Buch:

Ich selbst bin Autorin von „Kopfsteinpflaster“ und möchte mein erstes Buch auf diesem Weg dem Forum gerne vorstellen. Ich hoffe, dass es nicht als unverfroren und link empfunden wird, eine Patenschaft für sein eigenes Werk zu übernehmen?
Ein paar Anmerkungen zu mir und damit zwangsläufig auch zu meinem Buch, das durchaus autobiografische Züge trägt: Ich bin Journalistin, inzwischen freiberuflich tätig, aber immer noch, wie Ilka Storck, auf die Möbelbranche spezialisiert.
„Kopfsteinpflaster“ zeichnet durchaus realistisch die Spielregeln eines von Männern dominierten Wirtschaftszweigs, in dem sich die Frau und Journalistin Ilka Storck mit einer gehörigen Portion Respektlosigkeit, einer sarkastischen „inneren Stimme“ und viel Selbstbewußtsein komfortabel eingerichtet hat. Der eigentliche Handlungsstrang, nämlich die Aufdeckung eines kriminellen Geflechts aus Bilanzfälschung, Kreditbetrug und Schmuggelhandel, gewinnt durch den Sprachwitz der Ich-Erzählerin eine pointierte Leichtigkeit ohne die Skrupellosigkeit des Verbrechens auszublenden. Im Nebenstrang kämpft auch Ilka Storck mit Beziehungs-Schlamassel und Selbstzweifeln an ihrer gelebten Prioritätenliste, auf der der Job nun mal ganz oben steht.
Eigentlich möchte ich „Kopfsteinpflaster“ gerne als Roman-Krimi bezeichnen.
Sollte ich mit dieser kurzen Darstellung Interesse an meinem Erstling geweckt haben, würde mich das außerordentlich freuen.

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