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Isolation

Die Stadt der Blinden

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Fr, 28/10/2011 - 18:23
Inhaltsangabe

Eine Ampel in einer namenlosen Stadt springt auf Grün. Ein Auto bleibt dennoch stehen. Der Fahrer ist urplötzlich erblindet. Den freundlichen Helfer, der den Erblindeten nach Hause bringt und sich anschließend dessen Auto bemächtigt, ereilt das gleiche Schicksal. Wie eine Epidemie greift die Blindheit um sich. Der Staat reagiert brutal.
Die Erblindeten weden in einem leerstehenden Irrenhaus interniert, wo sie sich selbst überlassen werden.
Doch es gibt eine Sehende unter ihnen, die die Krankheit nur vorgetäuscht hat, um bei ihrem Mann zu bleiben. Mit ihrer Hilfe könnte der Ausbruch gelingen... (Klappentext)

Meine Gedanken zum Buch:

Wer Josè Saramaog als Autor schätzt, wird auch an diesem Roman Gefallen finden.
Sein Schreibstil ist wie gewohnt nicht einfach... kein Roman, wo man so locker drüber liest... und trotzdem empfand ich ihn im Vergleich zu "Eine Zeit ohne Tod" sehr flüssig geschrieben.
 
Die Spannung bleibt auf den gesamten 399 Seiten immer aufrecht. Was mich als Leser von der Grundidee her schon sehr neugierig machte... bekam im Laufe des Roman`s ungeahnte Ausmaße.... und ich ertappte mich mehrfach dabei, wie ich entsetzt von den Zeilen aufblickte.
Saramago zeigt hier ein sehr düsteres Bild einer Gesellschaft, die durch Macht und auch Angst erschreckende Wege einschlägt..
Wozu ist man als Mensch fähig.... wieviel Menschlichkeit steckt in uns????? Wie realitätsfern bzw. -nah ist dieses ganze Szenario eigentlich????
Ein Satz auf der letzten Seite lies mich sehr nachdenklich zurück:
Ich glaube nicht, daß wir erblindet sind, ich glaube, wir sind blind, Blinde, die sehend nicht sehen....
 
Wirklich lesenwert!!!!!
 
 

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Die Wand

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 23/01/2008 - 13:34
Inhaltsangabe

Eine unsichtbare, undurchdringliche Wand, jenseits derer Totenstille herrscht, schiebt sich auf einmal zwischen das Tal, in dem die Ich-Erzählerin lebt, und die Außenwelt . . .
Ein unnachahmliches Gleichnis für das unüberwindliche Einsamsein.

Meine Gedanken zum Buch:

Selten musste ich mich so bemühen, ein Buch wirklich zu Ende zu lesen. Dabei ist es spannend bis zum Schluss und auch gut geschrieben. Aber die Geschichte hat mich mehr schockiert als jeder Horror-Thriller, den je gelesen habe.
Sollte man vielleicht nicht gerade dann lesen, wenn man depressiv oder einsam ist, aber lesen sollte man es unbedingt. Wenn man die Geschichte der Marlen Haushofer etwas kennt, dann erhält man zusätzlich einen tiefen Blick in die zerrüttete Seele dieser Frau.
Schön, dass sie uns trotzdem auch Bücher wie "Brav sein ist schwer" etc. schenken konnte! Darüber wurde hier ja schon berichtet.

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