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Hundemord

Winter in Maine

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 03/01/2011 - 13:14
Inhaltsangabe

Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, mit dreitausend Büchern und seinem treuen Gefährten, dem Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius' Welt zusammen.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein frustrierendes Buch! Was mich so gestört hat, war, dass der Ich-Erzähler so garnichts über seine Motivation berichtet. Natürlich, jemand hat seinen Hund erschossen und er ist traurig, und irgendetwas "begleitet ihn in sein Haus", aber das rechtfertigt doch nicht, dass er einfach losgeht und völlig emotionslos in der Gegend herumballert.Das war für mich nicht nachvollziehbar. Auch diese Aussage, dass Julius erst jetzt begriff, was "tot" bedeutet (siehe Zitat 1), fand ich so nicht gerechtfertigt. Immerhin hatte er bereits Vater und Großvater verloren und gut 20 Jahre völlig allein in der Wildnis gelebt.
Gut geschrieben ist das Buch, das muss man unbedingt sagen. Sprachlich hat es mich sehr beeindruckt, und auch die Art, wie die Famlien- und Liebesgeschichte erzählt wird, ist ganz besonders. Aber trotzdem hat es nur eine Leere hinterlassen, nichts für mich Greifbares. Aber vielleicht ist auch gerade DAS die Abschicht des Autors, diese irgendwie wertfreie Betrachtung mit allen Konsequenzen, wobei ich mich dann frage, warum er ausgerechnet die Ich-Form für die Erzählung gewählt hat.

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