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Humor

Lola ...oder wie man eine aufblasbare Sexpuppe ermordet

Bild von Rine
Verfasst von white bookreader Rine am Mi, 07/12/2011 - 15:53
Inhaltsangabe

Heinz, 30 Jahre alt und immer noch männliche Jungfrau, wohnt im beschaulichen Küstenstädtchen Prickenstett. In einem Erotikversandkatalog entdeckt er die aufblasbare Sexpuppe "Lola" und ist davon überzeugt, dass er mit dieser Lola all seine erotischen Fantasien ausleben kann. Ein Griff zum Telefon und Lola ist bestellt. Es ist der Beginn einer schier unglaublichen Geschichte. Lola schafft es, eine ganze Küstenregion in Unruhe zu versezten. Auch wenn Lola die Titelfigur dieser Geschichte ist, so spielt sie doch nur eine Nebenrolle. In die eigentlichen Hauptrollen schlüpfen die Leute, denen Lola begegnet. Es ist das außergewöhnliche Spektrum der Charaktere, die der Erzählung Leben einhauchen. Dem Leser offenbaren sich humorvoll verpackte Frivolitäten und Obszönitäten, ihm manifestieren sich die oft perplexen Gedankengänge der verschiedenen Persönlichkeiten.Der Roman ist eine Humoreske, deren Situationskomik das Zwerchfell des Lesern bis aufs Äußerste strapaziert, ein Lesevergnügen, das man allerdings nicht ernst nehmen sollte.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich hatte beim Lesen Bauschmerzen vom vielen Lachen. Es ist mit Abstand das lustigste Buch, was ich je gelesen habe. Prüde sollte man als Leser nicht sein denn das Buch steckt voller Frivolitäten.
Das Buch sollte man sich nicht entgehen lassen, sonst verpasst man etwas.
Wie gesagt, ich habe Tränen gelacht.

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Der seekranke Walfisch

Bild von Rotbart
Verfasst von yellow bookreader Rotbart am Mo, 05/12/2011 - 17:10
Inhaltsangabe

Eigentlich handelt es sich beim Unternehmen "Letztes Hemd" um Planung und Durchführung einer Europareise mit den Stationen Rhodos - Italien - Schweiz - Frankreich - England Zur geplanten Erholung folgt noch ein Abstecjer nach Amerika und dann zurück nach Hause.

Es wäre nicht Kishon würde er nicht mit einer großen Lupe die Marotten der Ausländer - aber auch seiner eigenen Landsleute aufspüren und mit treffender Ironie darstellt.

Er nimmt sich selbst dabei nicht aus !

Und aus welchen Grund auch immer obwohl das Buch 1968 erschienen ist, die Erlebnisse des Reisenden sind zeitlos und auf jede Zeit übertragbar.

Meine Gedanken zum Buch:

Zum einen finde ich, dass ein Autor wie Kishon auch heute noch in einer SciFi und Audio- Video- Welt, unbedingt noch gelesen werden sollte.

Zum zweiten sind diese Geschichten über den unwissenden Touristen völlig zeitlos und passen auch heute noch zu den echten oder falschen Vorurteilen.

Weder die Sprache noch die Beispiele sind beleidigend, die Anekdoten werden trotzdem pointiert herausgearbeitet. Einfach ein vergnügliches Buch.

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Anm. Die zitierte Auflage ist vergriffen, aber der Titel ist natürlich weiter nachgedruckt worden und überall - auch im Netz zu erwerben.

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Ex ist in! oder Alles, was Mann tun kann, um eine an sich gute Beziehung in den Sand zu setzen

Bild von soviva
Verfasst von  soviva am So, 07/08/2011 - 17:47
Inhaltsangabe

Der Klappentext:
Warum ist es sinnvoll, mehr Zeit und Energie in die Erziehung des Hundes zu investieren als in die der Kinder? Warum genügt ein Seitensprung meistens nicht, um einer Beziehung den Todestoß zu versetzen? Und wie setzt Mann liebevolle Aufmerksamkeit dazu ein, seine Frau das Fürchten zu lehren?
Die Anworten auf diese grundlegenden Fragen finden Sie hier - und nur hier! Alle Freunde des schwarzen Humors werden an diesem Buch ihre helle Freude haben.

Was verbirgt sich nun tatsächlich dahinter? Hier eine Leseprobe:

BERUF des Mannes:

In welchem Beruf Sie auch tätig sind, machen Sie ihn zur Berufung.
Ihre Karriere geht über alles. Schieben Sie jede Menge Überstunden und die meisten gerade dann, wenn Sie eigentlich von Ihrer Frau gebraucht werden.
Hört sich schwierig an, ist es aber nicht.

GUTE Zeiten für ENORM VIELE Überstunden sind:
- Jahrestage
- Geburtstag der Frau
- Geburtstage der Kinder
- Weihnachten

BESSERE Zeiten für ENORM VIELE Überstunden:
- Ihre Frau ist hochschwanger
- Ihre Kinder sind krank
- Ihre Frau ist krank
- Ferien oder Urlaub (Handy und Notebook nicht vergessen!)

Die BESTEN Zeiten für ENORM VIELE und vor allem KARRIERE-
WICHTIGE Überstunden:
- Sie sind gerade Vater geworden
- Sie haben Gäste eingeladen (und alle warten auf Sie)
- große Familienfeier
- Sie sollten eigentlich die Schwiegereltern zum Flughafen bringen.

Kombinieren Sie all diese Möglichkeiten und freuen Sie sich auf das Resultat (in Ihrer Geldbörse).
Haben Sie keine Angst vorm Herzinfarkt – ist die Beziehung erst mal den Bach runter gegangen, haben Sie genug Zeit, sich zu erholen.

Wenn Sie nicht die Möglichkeit zu ENORM VIELEN und KARRIEREWICHTIGEN Überstunden haben, wählen Sie eine andere Variante.
Beteiligen Sie sich an allen, wirklich allen, Firmenaktivitäten außerhalb der Arbeitszeit. Sollten das zu wenige sein, um Ihren Zwecken zu dienen, organisieren Sie doch einfach welche! (Ihre Frau lassen Sie dabei außen vor.)
Ist Ihnen das zu anstrengend? Auch gut: Besuchen Sie Fortbildungsseminare, beschreiten Sie den zweiten, dritten oder vierten Bildungsweg, suchen Sie sich einen zweiten Job oder – Ihr Beruf gibt wirklich nicht mehr her – ein zeitintensives Hobby.

Sie sehen, Beruf und Beziehung kann man unter einen Hut bringen, muss man aber nicht.

BERUF der Frau:

Für den beziehungsmüden Mann ist jede Form von weiblicher Berufstätigkeit ein willkommener Anlass für Quer- , Schnell- und Blattschüsse.

Die Basisanschuldigungen:

1.) Ihre Frau verdient gut: Sie ist geldgierig und karrieregeil.
2.) Ihre Frau verdient schlecht: Sie ist unfähig.
3.) Sie hat einen Ganztagsjob: Sie vernachlässigt alles andere.
4.) Sie arbeitet halbtags: Sie ist stinkfaul und wird weder dem Haushalt noch dem Beruf gerecht.
5.) Sie arbeitet in einem typischen Frauenberuf: Sie ist zu dämlich, etwas Anständiges zu lernen.
6.) Sie arbeitet in einer Männerdomäne: Entweder schläft sie sich hoch oder sie ist ein Mannweib.

Die jeweils zutreffende Grundanschuldigung bringen Sie so oft wie möglich in verschiedenen Variationen vor. Seien Sie dabei angriffslustig, bissig und – wichtig – abwertend. Lassen Sie auch Ihre weitere Umgebung an Ihren Attacken teilhaben und meckern Sie vor Publikum.

Sie sehen: Ein Mann sollte immer darauf bestehen, dass seine Frau/Freundin einen Beruf ausübt – die Angriffsfläche vergrößert sich einfach enorm (und wer kann darauf schon verzichten?).

FAMILIE und VERWANDTSCHAFT

Die Herkunftsfamilie des Mannes ist das Maß aller Dinge!
Lassen Sie sich durch nichts und niemanden in dieser Einstellung verunsichern (auch nicht durch sich selbst).
Wie auch immer Sie t a t s ä c h l i c h zu Ihrer Familie und Verwandtschaft stehen – behalten Sie es für sich.
Ihrer Frau/Freundin soll Ihre Ursprungsfamilie als leuchtendes Beispiel in diesen dunklen Zeiten der Verwirrung dienen.
Hier einige Vorschläge, wie Sie aus an sich unliebsamen oder entarteten Verwandten wahre Helden kreieren können.

Faktum: Einer Ihrer Großonkel hat nur mehr drei Zähne im Mund und lebt zwei Drittel des Jahres im Vollrausch unter der nächsten Brücke.
(V)Erklärung: Als Globalisierungsgegner der ersten Stunde hat er sich unter größtem medialen Interesse dem ständig wachsendem Konsumzwang entzogen und sich einem in Fachkreisen viel diskutierten Selbstversuch unterzogen, mit dem er das soziale Gewissen der Allgemeinheit vom Bodensatz der Gesellschaft aus beleuchtet.
Seine Habilitation steht übrigens unmittelbar bevor.

Faktum: Ihre jüngere Schwester hat fünfzehn Abtreibungen hinter sich.
(V)Erklärung: Sie ist eine Pionierin der Wissenschaft, weil sie pharmazeutischen Firmen regelmäßig erstklassiges genetisches Material für die Stammzellenforschung zur Verfügung stellt.

Faktum: Ihr Cousin zweiten Grades ist ein stadtbekannter Exhibitionist.
(V)Erklärung: Als Aktionskünstler gelingt es ihm, eine breite Öffentlichkeit mit der Prüderie und Scheinheiligkeit einer sexuell enttabuisierten Welt zu konfrontieren.

Sie sehen, kein Familienmitglied kann abgedreht, verrückt oder
kriminell genug sein, um nicht als Vorbild zu dienen. (Wobei außerdem die Phantasie und Kreativität aller Beteiligten gefördert wird).

Bei der Familie Ihrer Frau/Freundin gelten völlig andere Maßstäbe!

Welche? Nun, das müssen Sie selbst erlesen.

Das Ebook ist seit Ende Juli bei Amazon erhältlich. Für Neueinsteiger in die digitale Lesewelt gibt es direkt neben der Produktbeschreibung die Möglichkeit, passende Lesesoftware für jedes Endgerät (PC, iPad, iPhone, etc.) GRATIS herunterzuladen.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine unterhaltsame Lektüre, die sich an Männer wendet, aber (irgendwie) für Frauen geschrieben ist. Wer satirische Texte mag, wird dieses Buch lieben.

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Die Kinder der Elefantenhüter

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 26/07/2011 - 09:24
Inhaltsangabe

Auf den ersten Blick sind die Finøs aus Dänemark eine ganz normale Familie: Der Vater ist Pastor, die Mutter spielt Orgel, Peters großer Bruder studiert Astronomie. Doch an einem Karfreitag sind plötzlich die Eltern verschwunden, die schon einmal durch zweifelhafte Wundertaten mit der Justiz in Konflikt geraten waren. Um Vater und Mutter vor weiteren Torheiten zu bewahren, beginnen Peter und seine erstaunliche Schwester Tilte eine großangelegte Suchaktion. Inmitten falscher Heiliger und fanatischer Sinnsucher finden sie ihre eigene Tür zur Freiheit und zum Glück.

Meine Gedanken zum Buch:

Peter Høeg liefert mit diesem Buch eine rasante Schnitzeljagd quer durch Kopenhagen, die ihresgleichen sucht. Verfolgt von korrupten Heiligen, irren Glaubensfanatikern, international gesuchten Terroristen und einem Lehrer, der schön langsam wahnsinnig wird, begeben sich drei Jugendliche auf die Spuren ihrer Eltern, die immer mehr in den Verdacht geraten, raffinierte Diebe zu sein. Inmitten dieser wahnwitzigen Verfolgungsjagd machen sie sich auf die Suche nach Freiheit und Glück, verlassen den Schutz der Kindheit und wagen den Sprung ins Erwachsensein. Am Ende steht die Erkenntnis, dass es nicht auf alles eine Antwort gibt und man trotzdem glücklich leben kann.
Ein Roman, der vor nichts zurückschreckt, der religiösen Fanatismus und Scheinheiligkeit auf herrliche Art ins Lächerliche zieht ohne je beleidigend zu werden. Niemand, der ernsthaft glaubt, muss ich auf den Schlips getreten fühlen, im Gegenteil, er kann herzhaft darüber lachen, wie Høeg seine Figuren überzeichnet und auf dieser filmreifen Reise jede ihrem Schicksal zuführt.
Wer alle Bücher von Høeg gelesen hat, wird sich wundern. Keine düsteren Landschaften, keine finsteren philosphischen Überlegungen. Am ehesten könnte man es in eine Reihe mit "Die Frau und der Affe" stellen, aber selbst dieses an sich schon sehr skurrile Werk übertrifft "Die Kinder der Elefantenhüter" mit seinem irrwitzigen Tempo und Humor bei weitem.
Ein herrlich komisches Buch, das seinen ganz besonderen Charme auch dem 14-jährigen Ich-Erzähler Peter verdankt, der altklug, naiv und weise die Dinge auf den Punkt bringt.
Noch einmal ein herzliches Danke an die  bookreaders!

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Gedanken-Übertragung.

Bild von Norbert
Verfasst von  Norbert am Do, 02/06/2011 - 16:38
Inhaltsangabe

Inhalt:

Fachbeiträge: Gedanken-Übertragung von Hippokrates bis Lec, Friedemann Spicker; „Des Denkens gelbe Falten“ Sprach-Bild und Bild-Sprache im Aphorismus, Andreas Steffens; „Üb´ ersetzen!“ Sprachspiele als Übersetzungsprobleme, Rainer Kohlmayer; Kurz und bündig? Probleme beim Übersetzen von Aphorismen, Joachim Schultz; Englische Aphorismen in deutscher Übersetzung am Beispiel von Oscar Wilde, Alexander Eilers; Für oder gegen die Revolution? Ulrich Kunzmann; Aphoristische Erkenntnis zwischen Sprachen und Kulturen. Deutsch-Polnische Probleme der Aphorismenübersetzung. Ein Praxisbericht; Anna Magorzewicz. Berichte aus dem Workshop und den Schullesungen: De gustibus et coloribus non est disputandum. Vier Workshops-Impulse zur literarischen Wertung, Uwe-K. Ketelsen; Aphorismus macht Schule. Berichte von drei Schullesungen. Aphorismen der Tagungsteilnehmer / innen! Anhang: Über die Methoden der Aphorismenübersetzungen, Maria Krysztofiak, Stefan H. Kaszyñski; Aphorismen übersetzen. Zum praktischen Nutzen einer hybriden Taxonomie – diesmal für deutsche Leser, Werner Helmich. Tagungsbericht; Übersetzungsbeispiele ; Auswahlbibliographie.

Meine Gedanken zum Buch:

Was kann beim Aphorismus nicht alles Gedanken- Übertragung sein: Wie kommt der Aphorismus von einer Sprache in die andere? Was gewinnt, was verliert er dabei? Wie und wieso kommt der Gedanke zu (s)einem Bild und umgekehrt? Wie und warum werden viele Zitate, Sprichwörter und Redewendungen in den Aphorismus übertragen und abgewandelt? Wie ist das europäische Netz der kleinen Gattung seit den Tagen eines La Rochefoucauld im 18. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart geknüpft? Insgesamt ein umfassender Einblick in die aktuelle deutschsprachie Aphoristik und die Forschung über diese kürzeste Gattung der Literatur. Vor allem auch ein Einblick in die Schwierigkeiten der Übersetzung in und von fremden Sprache aus, da ja Wortspieel nicht ohne wieiters in fremde Sprachen übertragen werden können. Ein Buch das, zum Weiterdenken auffordert und den eigenen Gedanken auf die Sprünge hilft!

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Königsklingen (Last Argument of Kings; First Law 03)

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Di, 11/05/2010 - 18:21
Inhaltsangabe

Der Krieg der Nordmänner gegen die Union erreicht seinen Höhepunkt, und nur ein Mann kann den Sieg des Nordmannkönigs Bethod noch verhindern: Logen Neunfinger.
Großinquisitor Sand dan Glokta hingegen kann bei seinen Aufgaben auf niemanden mehr vertrauen. Er muss im belagerten Adua alles auf eine Karte setzen, um seine Feinde zu besiegen, während Jezal dan Luthar sich scheinbar für das einfache Leben an der Seite seiner Geliebten entscheidet – doch dann macht ihm der Erste der Magi einen Strich durch die Rechnung und offenbart Jezal seine wahre Herkunft …

Meine Gedanken zum Buch:

Das ist der letzte und 3.Teil der Trilogie.

Glokta ist nach wie vor der schillernste Charakter; die drei Hauptfiguren haben überlebt, sind jedoch gezeichnet von ihren Erlebnissen und kaum jemand bzw. etwas hat sich erwartungsgemäß entwickelt. Nichts ist wie es scheint.
Die Handlung wird schneller mit vielen unerwarteten und überraschenden Wendungen. Die losen Enden werden verknüpft; es gibt kein Happy End, was jedoch einer stimmigen Logik entspricht und perfekt zur Geschichte passt; am Ende muss jeder seinen Beitrag leiste und auf irgendeine Weise bezahlen.
Aber - die Bemühung des "deus ex machina" ist in meinen Augen überflüssig. 
 

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Feuerklingen (Before They are Hanged; First Law 02)

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Di, 11/05/2010 - 18:16
Inhaltsangabe

Im Norden rücken die vereinten Truppen der Barbarenvölker vor und bedrohen die Union. Oberst West erhält den Auftrag, Kronprinz Ladisla und dessen Armee zu begleiten, damit der unerfahrene Prinz seine Männer nicht in eine militärische Katastrophe führt.
Unterdessen erhält Großinquisitor Glokta den Oberbefehl über die Stadt Dagoska, die er gegen die gurkhisische Armee verteidigen soll. In Dagoska muss er allerdings nicht nur gegen eine Belagerung bestehen, sondern auch eine groß angelegte Verschwörung aufdecken.
Der Erste der Magi Bayaz macht sich, begleitet von einer Truppe bunt zusammengewürfelter Abenteurer auf den Weg, um ein magisches Artefakt zu bergen, das den Ausgang des Krieges entscheidend beeinflussen könnte.

Meine Gedanken zum Buch:

Es handelt sich hier um den 2.Teil der Trilogie.

Die drei Hauptprotagonisten sind nach wie vor am Leben trotz ihrer schwierigen Lebenssituationen und gefährlichen Abenteuer. Am Ende ist keiner mehr derselbe wie am Anfang - die (Weiter-)Entwicklung der Charaktere ist meisterhaft.

Am meisten bin ich nach wie vor fasziniert von Glokta, er ist ein äusserst komplexer Charakter ; sein Sarkasmus entwickelt sich immer mehr zu beissenden Zynismus.
Es gibt zwischendurch zwar immer wieder unerwartete Wendungen; allerdings zieht sich dieser Teil etwas dahin mit den endlosen Kämpfen im Norden, der Belagerung der Stadt durch die Gurkhisen und der langen Reise von Bayaz' Truppe in den Süden.

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Kriegsklingen (The Blade Itself; First Law 01)

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Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Mo, 10/05/2010 - 18:32
Inhaltsangabe

Jezal dan Luthar ist ein arroganter junger Adeliger, der wie selbstverständlich militärische Karriere in der Hauptstadt Adua macht. Sein Leben könnte schöner nicht sein – bis er sich in eine vollkommen unstandesgemäße Frau verliebt.
Großinquisitor Glokta hat die glorreichen Tage seiner Jugend hinter sich gelassen, seitdem er als Kriegsgefangener jahrelang gefoltert wurde. Seit seiner Rückkehr gilt er als der fähigste und gnadenloseste Ermittler des Reiches.
Logen, der Barbar aus dem Norden, ist ein Mann, der schon fast alles gesehen und – wichtiger noch – auch überlebt hat. Aber als ihn Bayaz, der Erste der Magi, zu sich bestellt, ahnt Logen noch nicht, dass seine gefährlichsten Abenteuer noch vor ihm liegen.
Denn Bayaz plant, in Adua seinen Posten im Inneren Rat wieder einzunehmen, den er vor Jahrhunderten aufgegeben hat.
Gemeinsam werden die vier Männer in die größte Bedrohung verwickelt, die das Reich je erlebt hat.

Meine Gedanken zum Buch:

Einen spannende Geschichte mit interessanten untypischen Charakteren; es handelt sich durchwegs um Anithelden; die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Es ist für jeden viel schwieriger, das Richtige zu tun, als sich einfach für den scheinbar leichteren Weg zu  entscheiden. Die Vorkommnisse werden überaus realistisch geschildert, inklusive der Kampfszenen. Das spiegelt sich auch in den Dialogen wieder, sodass man die Protagonisten förmlich reden "hört".
 
Ich mag Abercrombies Stil, die Wahl der Worte, die passenden Phrasen, seinen subtilen Humor, die Beschreibung und Weiterentwicklung der Charaktere, wie er seinen Stil abhängig davon verändert, sowie die unerwarteten Wendungen
 
Am faszinierendsten ist Glokta, der Inquisitor. Mir ist niemals zuvor eine Figur begegnet, die solch widersprüchliche Gefühle von Verachtung bis Mitleid in mir auslöste, aber níemals Gleichgültigkeit. Er ist keineswegs ein netter Charakter, er ist grausam und mitleidslos. Seine sarkastischen inneren Monologe sind vom feinsten.

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Gespräch mit Igel

Bild von mausezahn
Verfasst von grey bookreader mausezahn am Di, 16/02/2010 - 05:23
Inhaltsangabe

Vielleicht hätte sich Benton Kirby, Englischlehrer, Ex-Verlobter, Ex-Philosophiestudent und Ex-Wächter bei Madame Tussaud's, mehr Gedanken über die Konsequenzen seines Handelns machen sollen. Aber wenn die Verlobte vom Dach stürzt und erfriert, der Schwiegervater im Auto von einem Zug angefahren wird und Fluffy die Katze aus dem Fenster springt - wie soll man da nicht an die Macht des Schicksals glauben? Und es akzeptieren? Benton jedenfalls passieren ständig die absurdesten und verrücktesten Dinge. Und so sitzt er schließlich nachts im Park mit einem Igel auf einem Baum und denkt über das Leben und die Frauen nach.

Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch "Gespräch mit Igel" liest sich mehr wie ein Internetblog. Ohne klare zeitliche, räumliche oder personelle Konsequenz wird anekdotenhaft das Leben des Protagonisten Benton aufgerollt, der ein Talent dafür hat, die skurrilsten Dinge selbst zu erleben, oder zumindest davon gehört zu haben. Diese Erzählweise muss man mögen. Stellenweise verliert sich der Faden und alles wirkt etwas wirr, die Handlung springt, wie es eben menschliche Gedanken tun. Etwas daran fand ich jedenfalls durchaus fesselnd. Erstens bedient sich der Autor Paul Robert Smith einer wunderbar witzigen und bilderreichen Sprache, zweitens sind die Bilder dieser Collage stark, voller tragikkomischen Humors und berührend. Ein wenig hat es mich an Forrest Gump erinnert oder an Big Fish. Daher bleibt man dran, obwohl der Spannungsbogen nicht immer klar in eine Richtung führt. Gegen Ende bekommt es dann mehr Tempo und ein Ziel, und der Igel, auf den man lange vergeblich wartet, bekommt seinen Auftritt, das Ende überrascht und überzeugt. Alles in allem ein ungewöhnliches Buch, nichts für Plotpuristen, eher für Freunde von Collage, Anekdote und skurrilen Humors. Mir hat es gut gefallen, mit ein paar Abstrichen. Daher 4 Sterne.

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Die Leiden des Commissario Curreli

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 27/01/2010 - 11:45
Inhaltsangabe

Bisher war Giacomo Curreli, ein Commissario mit sehr ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und eigenwilligen Methoden, nur in seiner Heimat Sardinien tätig. Doch nun muss er reisen: Von Rom über Fidenza und Parma bis nach Turin wird er geschickt, um einen Fall nach dem anderen zu lösen. Und Curreli muss sich nicht nur mit den unterschiedlichen regionalen Gepflogenheiten auseinander setzen, sondern auch mit allerlei skurrilen Verbrechen, seltsamen Opfern und geheimnisvollen Tätern. Nur gut, dass er bei allem Erstaunen über die menschlichen Abgründe nie seinen fast schon kindlichen Glauben an die Gerechtigkeit verliert . . .

Meine Gedanken zum Buch:

Schade, dass man den Originaltitel nich beibehalten hat: "Piccole storie nere", denn das hätte den Kern dieses Buches auf den Punkt genau getroffen. Commissario Curreli zieht aufgrund seiner laufenden Versetzungen von Stadt zu Stadt und erlebt immer wieder die haarsträubendsten Dinge, die durchaus auch einmal nicht ganz von dieser Welt zu sein scheinen. Dialoge zwischen Verstrobenen, mysteriöse Fabelwesen, und noch ein paar andere Skurrilitäten machen diese Büchlein zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen, das man vor allem auch eingefleischten Italienfans durchaus empfehlen kann.

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