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Glaube

American Gods (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 02/12/2011 - 14:30
Inhaltsangabe

Leibhaftige Götter in weißen Limousinen, ein alter Mann, der sich als Odin, der mythische Allvater, erweist, eine Münze, die Tote wiedererweckt, und eine monumentale Götterschlacht in der Mitte der USA - Neil Gaiman hat einen großen Roman über die Mythen Amerikas geschrieben.
Hauptfigur ist Shadow, eine eher zwiespältige Gestalt, die nach einer dreijährigen Gefängnisstrafe in die Freiheit entlassen wird, nur um sich mit dem Tod seiner Frau und seines besten Freundes konfrontiert zu sehen, die ein Verhältnis miteinander hatten. Notgedrungen nimmt er einen Job bei einem merkwürdigen alten Mann an, der sich "Wednesday" nennt. Wednesday entpuppt sich als Inkarnation des nordischen Gottes Odin und ist nur einer von zahlreichen übermächtigen Wesen, denen Shadow auf seiner Reise durch das Herz von Amerika begegnet. Im Laufe des Romans stellt sich heraus, dass der nordamerikanische Kontinent nicht nur die Heimat von Menschen aus der ganzen Welt geworden ist, sondern auch von Göttern aus den unterschiedlichsten Mythologien und Religionen.

Wie schon bei Sandman zaubert Neil Gaiman mit großer Virtuosität Figuren und Geschichten aus allen Kontinenten aufs Tableau und lässt seine Leser eine ihnen bekannte Welt mit völlig neuen Augen sehen. "American Gods" überzeugt von der ersten bis zur letzten Minute - liebevoll gezeichnete Protagonisten, eine spannende und vielschichtige Handlung, unaufdringliche Kritik am Selbstbild der USA und ihrer Bewohner.

Meine Gedanken zum Buch:

Skurril, witzig und sehr detailliert erzählt Neil Gaiman die Geschichte der unterschiedlichsten Religionen. Wie sie nach Amerika gebracht wurden, und wie sie dort, eine nach der anderen, vergessen wurden. Und mit ihnen ihre zahlreichen Götter, die ohne entsprechende Aufmerksamkeit nur mehr dahinvegetieren können und sich auf recht profane Art und Weise durchs Leben schlagen müssen. Mr. Ibis und Mr. Jackal als Bestatter sind schon ein schräges Gespann, und ihr Hauskätzchen hat so einiges auf Lager, mit dem Shadow nicht gerechnet hätte.
 
Dieser ist eine wirklich sympathische Hauptfigur, ausgestattet mit einem trockenen Sinn für Humor und einem gewissen Phlegma, ohne das man die Dinge, die ihm der Reihe nach widerfahren, wohl nicht ertragen könnte. So reist er als Fahrer des Gottes Odin quer durch die USA, wird gefangen genommen von den modernen Göttern Technik, von der Göttin Media via TV verführt und immer wieder vor die Entscheidung gestellt, wem er seine Solidarität eigentlich schuldet.
 
Alles in allem ist "American Gods" eine recht bissige Satire auf das Leben im modernen Amerika, in dem keine Gottheit mehr gute Überlebenschancen hat, weil dei Zeit dafür viel zu schnelllebig ist, weil ein Gott den nächsten nahtlos ablöst, ohne Spuren zu hinterlassen.
 
Gelesen wird das Ganze sehr animiert von Stefan Kaminski, der vielleicht ab und zu ein Bisserl übertreibt, aber seine Sache im Grunde ausgesprochen gut macht. Ein Tipp für Fantasyfans, die einmal etwas ganz anderes lesen wollen, und die Wert auf ein gewisses sprachliches Niveau legen.

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Der Mann, der wirklich liebte

Bild von Alpensalamander
Verfasst von  Alpensalamander am So, 04/09/2011 - 17:26
Inhaltsangabe

Als Michael Röhrdanz Angela kennenlernt, weiß er, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Fünf Jahre nach der Traumhochzeit ist sie zum dritten Mal schwanger, und beide sind immer noch so glücklich wie am ersten Tag. Bis das Unfassbare passiert: Angela hat einen schweren Gehirnschlag und fällt ins Wachkoma. Fortan leidet sie an dem »Locked-in-Syndrom« und ist wie einbetoniert in ihrem eigenen Körper. Doch Michael Röhrdanz will nicht wahrhaben, wovon die Ärzte überzeugt sind: Angela wird sterben. Was nun folgt, ist die Geschichte eines Mannes, dessen aufrichtige Liebe Berge versetzt. Dank seines Einsatzes bringt Angela einen gesunden Sohn zur Welt. Und sie überlebt...

Meine Gedanken zum Buch:

Eine packende Geschichte! Bei diesem Buch handelt es sich um eine wahre Begebenheit. Die Hauptfigur, Michael Röhrdanz, hat Hera Lind gebeten dieses Buch zu schreiben und sie mit den notwendigen Informationen versorgt. Sämtliche Szenen und Dialoge sind aber natürlich frei erfunden, wie Hera Lind im Nachwort erwähnt. Nur die Namen der Familie Röhrdanz entsprechen der Wirklichkeit. Und das ist auch zu hoffen, denn bei manchen unqualifizierten Aussagen der Ärzte hat es mir die Nackenhaare aufgestellt.
Die im dritten Monat schwangere Angela Röhrdanz erleidet plötzlich einen Gehirnschlag und liegt fortan im Wachkoma. Die behandelnden Ärzte geben ihr höchstens noch ein paar Wochen zu leben. Doch der Ehemann, Michael, will dieses Todesurteil nicht wahrhaben und kämpft mit unerschütterlichem Glauben und einer unbändigen Kraft und Willensstärke darum, dass seine Frau und sein ungeborenes Kind am Leben erhalten werden. Es ist schier unglaublich, wieviel ein einziger Mensch sich aufbürden kann, ohne daran selber vollkommen zugrunde zu gehen.
Dies war meine erste Begegnung mit Hera Lind. Sprachlich gesehen kann man nur sagen, dass es sich hier sicher nicht um ein literarisches Meisterwerk handelt. Der Schreibstil ist einfach und es liest sich auch sehr flüssig, aber um etwas Besonderes handelt es sich dabei nicht. Für mich stand aber hier ohnehin nur diese bemerkenswerte Geschichte im Vordergrund und die Erkenntnis, dass der Glaube wirklich Berge versetzen kann, auch wenn man sich dessen bewusst sein muss, dass es sich hierbei mit Sicherheit um ein medizinisches Wunder und um einen von wenigen Einzelfällen handelt.

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Die Kinder der Elefantenhüter

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 26/07/2011 - 09:24
Inhaltsangabe

Auf den ersten Blick sind die Finøs aus Dänemark eine ganz normale Familie: Der Vater ist Pastor, die Mutter spielt Orgel, Peters großer Bruder studiert Astronomie. Doch an einem Karfreitag sind plötzlich die Eltern verschwunden, die schon einmal durch zweifelhafte Wundertaten mit der Justiz in Konflikt geraten waren. Um Vater und Mutter vor weiteren Torheiten zu bewahren, beginnen Peter und seine erstaunliche Schwester Tilte eine großangelegte Suchaktion. Inmitten falscher Heiliger und fanatischer Sinnsucher finden sie ihre eigene Tür zur Freiheit und zum Glück.

Meine Gedanken zum Buch:

Peter Høeg liefert mit diesem Buch eine rasante Schnitzeljagd quer durch Kopenhagen, die ihresgleichen sucht. Verfolgt von korrupten Heiligen, irren Glaubensfanatikern, international gesuchten Terroristen und einem Lehrer, der schön langsam wahnsinnig wird, begeben sich drei Jugendliche auf die Spuren ihrer Eltern, die immer mehr in den Verdacht geraten, raffinierte Diebe zu sein. Inmitten dieser wahnwitzigen Verfolgungsjagd machen sie sich auf die Suche nach Freiheit und Glück, verlassen den Schutz der Kindheit und wagen den Sprung ins Erwachsensein. Am Ende steht die Erkenntnis, dass es nicht auf alles eine Antwort gibt und man trotzdem glücklich leben kann.
Ein Roman, der vor nichts zurückschreckt, der religiösen Fanatismus und Scheinheiligkeit auf herrliche Art ins Lächerliche zieht ohne je beleidigend zu werden. Niemand, der ernsthaft glaubt, muss ich auf den Schlips getreten fühlen, im Gegenteil, er kann herzhaft darüber lachen, wie Høeg seine Figuren überzeichnet und auf dieser filmreifen Reise jede ihrem Schicksal zuführt.
Wer alle Bücher von Høeg gelesen hat, wird sich wundern. Keine düsteren Landschaften, keine finsteren philosphischen Überlegungen. Am ehesten könnte man es in eine Reihe mit "Die Frau und der Affe" stellen, aber selbst dieses an sich schon sehr skurrile Werk übertrifft "Die Kinder der Elefantenhüter" mit seinem irrwitzigen Tempo und Humor bei weitem.
Ein herrlich komisches Buch, das seinen ganz besonderen Charme auch dem 14-jährigen Ich-Erzähler Peter verdankt, der altklug, naiv und weise die Dinge auf den Punkt bringt.
Noch einmal ein herzliches Danke an die  bookreaders!

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Siddhartha

Bild von Yvonne Bader
Verfasst von  Yvonne Bader am Mo, 16/05/2011 - 00:30
Inhaltsangabe

" Siddharta sagt, er glaubt nicht recht an alle Lehren, weder die der Brahmanen noch die Buddhas und der Asketen, denn alle diese Lehren seien in Worte gefaßt und ruhen auf Worten. Er aber sei überzeugt, daß alles Denken durch Worte nur leide und entstellt werde; das richtige, echte, wesenhafte Denken gehe ohne Worte, ohne Abstraktionen und sei schöpferisch, es bedürfe darum auch der Mitteilung nicht, sondern sei in sich selbst begnügt wie die Sonne im Ausstrahlen." ( Zitat: S. 141)

Meine Gedanken zum Buch:

Ja, gute Frage, was hat mir besonders gefallen....angelehnt an die angenommene Existenz eines morphogenetischen Feldes, zähle ich Hermann Hesse zu einem meiner "geistigen Väter".....ich liebe diese Geschichte, weil sie so unendlich viel Wahres in sich birgt und sie ist für mich als "Freidenker" eine wahre "Wohltat" gewesen...Siddharta, in dem kann ich mich wiederentdecken, denn auch ich bin Zeit meines Lebens auf der Suche nach Wahrheit / Liebe ( heute nenne ich es Tao- das ALL-Eine ohne Namen) )  gewesen...zum Schluss, nach seinem Weg über viele verschiedenen Stationen, wo er immer wieder feststellt, daß er keinen für sich "passenden Lehrer" und keine für ihn "passende Lehre" findet.....endet sein ganz eigener Weg am Fluss, der sein bester Lehrer wird....will jetzt nicht mehr Worte verlieren, über ein Werk, was jeder, der etwas "tiefer" gucken, fühlen, schmecken, riechen, hören kann...für sich selbst entdecken sollte....für mich ist es ein absolutes Schmuckstück, ein gedanklicher Meilenstein und ich begegne Hesse Zeit meines Lebens immer wieder, auch an Stellen, wo ich ihn garnicht vermute, und wenn es nur ein Zitat ist ( z.B. bei Xing auf der Startseite der Bücher, Bücher,Bücher Gruppe, weswegen ich jetzt hier ganz "zufällig" bei Euch gelandet bin ( ich glaube nicht mehr an Zufälle) .......auch ich suche heute nach Mustern, die verbinden...Hesse und ich, wir sind auf dem gleichen "Weg"....

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Castello Christo

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mi, 19/05/2010 - 13:29
Inhaltsangabe

Kreuzwegmorde in der Ewigen Stadt
Eine grausige Mordserie schockiert Rom. Die Opfer: junge Männer, mit deren Leichen der Kreuzweg Christi nachgestellt wird. Eine Station an jedem neuen Tag.
Commissario Daniele Varotto wird vom Justizministerium ein wahrer Experte für religiös inspirierte Logen und Bruderschaften zur Seite gestellt: Der Deutsche, der sich Matthias nennt und in einem sizilianischen Kloster lebt, hat wenige Jahre zuvor die katholische Kirche vor dem sicheren Untergang bewahrt.
Gemeinsam mit der Journalistin Alicia stoßen die beiden auf eine Reihe ungeklärter Kindesentführungen, die über 20 Jahre zurückliegen. Und nicht nur das: Alle getöteten Männer scheinen am selben Tag geboren zu sein. An einem Tag, an dem dieselbe Sternenkonjunktion am Himmel stand, wie sie vermutlich während Jesu Geburt zu sehen war ...

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Thriller aus dem Herzen Rom`s - was will man mehr....
Wenn der Vatikan in einen Mordserie verstrickt wird, dann lässt die Spannung auch nicht mehr lange auf sich warten und so ist es auch in diesem Roman von Arno Strobel.
Verstrickungen, Verschwörungen, Spekulationen, mystriöse Morde die selbst die Geistlichen hinter den heiligen Mauern in Angst und Schrecken versetzen.
Hohes Lesetempo, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, ein mitreissender Thriller der auch die eine oder andere überraschende Wendung für den Leser parat hält.

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Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 15/03/2010 - 14:51
Inhaltsangabe

Sie waren Jugendfreunde, ehe sie sich aus den Augen verloren. In Madrid treffen sie sich wieder: sie, eine angehende Richterin, die das Leben gelehrt hat, stark und vernünftig zu sein; er, Weltenbummler und sehr undogmatischer Seminarist, der vor seiner Ordination Pilar noch einmal wiedersehen will. Beide verbindet ihr Drang, aus ihrem sicheren Leben auszubrechen und ihre Träume zu wagen

Meine Gedanken zum Buch:

Vor 8-10 Jahren hab ich dieses Buch schon mal gelesen und es letztes Wochenende wieder spontan aus dem Regal gefischt.
Interessant  war für mich zu sehen, wie sich mein Leseverhalten in den letzeen Jahre geändert hat. Damals habe ich dieses Buch mir voller Begeisterung gelesen und es war auch der Beginn meiner "Coelho-Leidenschaft".
 
"Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte" ist die Geschichte zweier Menschen, die ihre Liebe zueinander neu entdecken und auch den Kampf dafür auf`s Neue aufnehmen. Mit sehr viel Gefühl beschreib der Autor ihre Ängste und Bemühungen.... Was bei Coelho natürlich nicht fehlen darf, ist der Einfluss des Glaubens in so einen Geschichte.
Das hat für mich diesen Roman allerdings zeitweise auch recht  mühsam gemacht. Die permanente Präsenz von Glaube, Hingabe, der Jungfrau Maria, der Mutter Erde.... war mir oft schon zu schwülstig, zu dick aufgetragen...aber das ist nun mal Coelho..... da kann man nix machen ;-)

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Die Frau mit dem roten Tuch

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 15/03/2010 - 13:06
Inhaltsangabe

Ein dramatisches Ereignis bringt eine Liebe zum Scheitern. 30 Jahre später trifft sich das ehemalige Paar überraschend wieder - am gleichen Ort in Norwegen, an dem sich der Vorfall ereignete. Ist es Schicksal oder einfach nur Zufall, dass sie sich genau dort wieder begegnen? In einem Briefwechsel erinnern sie sich, was damals eigentlich geschah. Wie sie heftig verliebt ins Fjordland fuhren, eine wahnsinnige Dummheit begingen, und jener rätselhaften Frau mit dem roten Tuch begegneten. Gibt es Kräfte, die stärker sind, als Vernunft und Wissenschaft es wahrhaben wollen? Jeder der beiden hat seine eigene Philosophie. Um endgültig Klarheit über das rätselhafte Erlebnis zu gewinnen, beschließen sie, sich noch einmal wiederzusehen.

Meine Gedanken zum Buch:

Einmal mehr konfrontiert uns Jostein Gaarder mit den essentiellen Fragen des Lebens. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Steinn und Solrun treffen einander nach 30 Jahren an einem Ort, der ihr ganzes Leben nachhaltig beeinflusst hat, wieder. Schicksal oder Zufall? Diese Frage diskutieren die beiden ausgiebig per E-Mail, es entsteht ein philosophisch-naturwissenschaftlicher Diskurs, in dem jeder versucht, die Einstellung des anderen nachhaltig zu widerlegen.
Den Rahmen für diese Auseinandersetzung bildet ein Geheimnis, das die beiden über 30 Jahre hin bewahrt haben. Der angeblich so überraschende Schluss war für mich schon lange vorhersehbar, auch so fehlt es für mich dem Buch vor allem an der Spannung, die meine Aufmerksamkeit aufrecht erhält.
Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, aber sie basieren auf der Lektüre von Gaarders anderen Werken, wie z.B. "Maya oder das Wunder des Lebens" oder "Vita Brevis", ganz abgesehen natürlich von "Sophies Welt". Der Autor ergeht sich in endlosen populärwissenschaftlichen Exkursen über die Entstehung der Welt und des Lebens, denen er dann ebenso langwierige Aspekte des Glaubens gegenüberstellt - eine grundsätzlich interessante Diskussion, der es aber für mich persönlich an Aussagekraft fehlt. Aber vielleicht ist es genau das, was dieses Buch sagen will: egal, wie viele Argumente jemand vorbringt, letztendlich hat niemand recht und niemand unrecht.

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Lichtkreise - Provokationen christlichen Denkens

Bild von Maria74
Verfasst von white bookreader Maria74 am Do, 12/11/2009 - 10:27
Inhaltsangabe

Ein außergewöhnliches Orientierungsbuch, das den Leser dazu anregen möchte, den christlichen Glauben sowie seine persönliche Gottesbeziehung näher und vielleicht einmal auf ganz andere Art zu betrachten.

Themen wie Supermacht Gott, was hält die Neurobiologie von der menschlichen Seele, ist Religiosität vielleicht eine Sache der Begabung oder das Alte Testament und der christliche Glaube werfen Fragen auf, die uns nachdenklich machen, aber auch zu neuen Sichtweisen der Begegnung von Mensch und Gott im Lichte des Evangeliums führen können.

Meine Gedanken zum Buch:

Eigentlich habe ich mich vom Titel „Provokationen Christlichen Denkens“ provozieren lassen, dieses Buch zu kaufen und war neugierig, worauf es hinauslaufen würde. Ich habs sonst nicht so mit der Theologie, aber über die menschliche Existenz und ob es ein Leben nach dem Tod gibt, mache ich mir schon Gedanken.
Ich muss sagen, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, ist mir klar geworden, dass die Psyche und die Seele des Menschen zwei grundlegend verschiedene Dinge sind … So ganz nebenbei hab ich eine Menge über christliche Bräuche und Traditionen erfahren und wie sich das christliche Selbstverständnis im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.
Alles in allem ein lesenswertes Buch!

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Beerholms Vorstellung

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am So, 01/11/2009 - 13:08
Inhaltsangabe

Als Lehrling bei einem berühmten Magier findet Arthur Beerholm zu seiner Berufung. Bald erfüllt er Säle der großen Städte mit begeisterten Zuschauern. Aber der beste Illusionskünstler aller Zeiten zu sein genügt ihm nicht: Er will über die Grenzen seiner Kunst hinaus, er will mehr als nur den Schein des Wunders.

Daniel Kehlmanns erstes Buch.

Meine Gedanken zum Buch:

Wo ist die Grenze zischen Mathematik und Magie. Gibt es da überhaupt eine Grenze oder gar keine/eine Verbindung? Führ Kehlmann liegt das sonnenklar auf der Hand. Diese Grenze gilt es zu überschreiten. Wann glaubt ein Magier an seine eigenen Tricks? Was geschieht über die Automatik hinaus, auf einmal selbständig? Reicht der Wunsch aus, sich etwas zu erfüllen? Ist das dann gefährlich? Kann ein Mensch das alles packen? Ja, aber Beerholm geht seinen eigenen Weg.
Die Perspektiven, suggerierte Gesprächspartner (auf der Suche nach dem idealen Partner), Vergleiche zu Merlin, den sein Traumfräulein umbrachte (oder war es doch nur in Merlins Gedanken an sie?), Parallelen zu Beerholm, dem Star dieses Buchs. Man will es bis zum Ende nicht wahrhaben. Unausweichlich geschieht es.

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Jedermann

Bild von Michael Hausmann
Verfasst von yellow bookreader Michael Hausmann am Do, 17/09/2009 - 21:13
Inhaltsangabe

"Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes" fügt Hofmannsthal als Untertitel an.
Den uralten Stoff des alten Geizkragens und Menschenverachter, welcher nur auf eigenen Vorteil bedacht und Armut verachtet greift Hofmannsthal auf und lässt daraus ein Schauspiel über den Niedergang und die späte Reue des Sünders entstehen.
Zeitlos, ja aktueller denn je.

Meine Gedanken zum Buch:

Sehr moralisch.
Hauptsächlich aus Interesse gelesen, was denn da in Salzburg alljährlich für Theater gemacht wird deswegen.
 

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