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Gestaltwandler

Brunhilds Lied

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am So, 13/06/2010 - 19:42
Inhaltsangabe

Im Europa des 5.Jahrhunderts prallen die Völker aufeinander. Die achtjährige Gudrun, eine burgundische Prinzessin, trifft bei einem Stammestreffen auf die wilde Brunhild, ein Kind der Hunnen. Durch den verbotenen Besuch einer heiligen Quelle werden die beiden Freundinnen, doch als Sühne des Streiches wird Brunhild zu den Walkyriun geschickt. Erst nach einer langen Ausbildung wird sie Gudrun wiedertreffen.

Zur gleichen Zeit wächst Sigfrid als Ziehsohn eines fränkischen Königs heran. Er entstammt dem Göttergeschlecht Wodans und hat als Sohn des gefallenen Helden Sigmund böse Feinde. Nur knapp entgeht das Kind einem Mordversuch und wird daraufhin mit dem zwielichten Schmied Ragan in die Wildnis geschickt.

Das ist der erste Teil einer breit angelegten Neuerzählung der Nibelungen-Sage, welche den Mythos in erster Linie aus weiblicher Sicht schildert.
In einer traumhaften Wirklichkeit gehen mythische Gestalten und historische Fakten Hand in Hand. Paxon benutzt als Quelle nicht nur die christlich-mittelalterliche Sage, sondern wie Wagner im Ring des Nibelungen auch die vorchristlichen, nordischen Mythen. Sie beschreibt den Zusammenstoß der germanischen Volksgruppen mit dem christianisierten Rom, der alten Naturreligion und den eindringenden Hunnen. Die bekannten mythischen Gestalten erhalten so eine neue Dimension.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein ganz neuer Blickwinkel auf die wohlbekannten Protagonisten des Nibelungenliedes, die sich bereits von Kindheit kannten und ihr Leben bevor sie in ihren Schicksalen gefangen sind und alles bis zum Ende durchstehen müssen; sowohl Brunhild als auch Sigfrid stellen äusserst interessante Charaktere dar.
Die Darstellung aus in erster Linie weiblicher Sicht - der Brunhilds in diesem Fall -  hat mich sehr angesprochen; zumal ich bis dato keinen Zuganng zur Figur der Brunhild gefunden hatte.
Die Folgebände der Trilogie erfüllen - meiner Meinung nach - nicht die Erwartungen, die der erste Teil zu versprechen scheint; zu nah hält sich die Autoren an die Nibelungensage, um andere Interpretationen zuzulassen; zu oft bemüht sie den Gott Wodan, um die Handlung wieder in Schwung zu kriegen.
Den ersten Teil kann ich jedoch durchaus empfehlen.

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