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Gesang

Mozarts letzte Arie

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 12/03/2012 - 16:33
Inhaltsangabe

Wien 1791. Vor sechs Wochen hat Wolfgang Amadeus Mozart den Verdacht geäußert, vergiftet worden zu sein. Nun, am 5. Dezember, ist er tot, Diagnose: "hitziges Frieselfieber".
Fast vierzig Jahre später überreicht seine Schwester "Nannerl" ihrem Neffen Franz Xaver, Mozarts Sohn, das Tagebuch einer Reise nach Wien kurz nach Mozarts Tod. Es erzählt die Geschichte ihrer Suche nach der Wahrheit, die sie in die Salons des Wiener Hochadels, in Geheimlogen und Konzertsäle, Palais und Opernsäle führt und mit den Komplotten österreichischer und preußischer Geheimdienste konfrontiert. Im Zentrum steht Mozarts letzte Oper Die Zauberflöte, die den Schlüssel für das Geheimnis um Mozarts Tod enthalten mag.
Ein spannend geschriebener, atmosphärisch dichter Krimi um Verbrechen, Wahrheit und Lüge, Sehnsucht und das ewige Band der Geschwisterliebe.

Meine Gedanken zum Buch:

Wenn man gerne Romane liest, die auf historischen Fakten beruhen, wird man mit diesem Buch seine Freude haben. Liebevoll recherchiert wurde die Geschichte rund um den Tod von Wolfang Amadeus Mozart, der bis heute mysteriös geblieben ist. Hier findet sich eine der vielen Möglichkeiten, dieses Rätsel zu lösen, und Rees hat eine glaubhafte Version rund um politische Ränkespiele entwickelt, denen der doch immer wieder als leicht naiv beschriebene Komponist mit seinen großen Idealen letztendlich zum Opfer fiel.
 
Wir begleiten Nannerl, Wolfgangs geliebte Schwester, auf ihrer Schnitzeljagd durch ein Wien, in dem noch Schafe über den Stephansplatz getrieben wurden und man aufpassen musste, dass man am Graben nicht von einem Heuwagen überfahren wird. Irritierend finde ich das Umschlagbild, auf dem, meiner Meinung nach, das Rathaus abgebildet ist, das es 1791 noch garnicht gab. Trotzdem hat es mich, zusätzlich zum spannenden Titel, zum Kauf dieses Buches animiert, den ich nicht bereut habe.
 
Beim Lesen hört man immer Musik im Kopf, und bei Nannerls Besuch der "Zauberflöte" konnte ich die Arien quasi mitsingen, das hat wirklich Freude gemacht. An sich ist es ein leises Buch, eine spannende Geschichte mit liebevoll gezeichneten Personen, die durch das schöpferische Talent des Autors aus ihren Gemälden hervortreten und zu lebendigen Menschen werden. Ein schönes Leseerlebnis, an denen vor allem Freunde meiner schönen Heimatstadt ihre Freude haben werden.

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Apropos, Bd.11, Yma Sumac

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 01/04/2008 - 10:24
Inhaltsangabe

In den fünfziger Jahren erlangt sie als Stimmwunder Weltruhm. Dazu trägt auch ihre Herkunft bei: Yma Sumac gibt an, direkte Nachfahrin des letzten Inka-Königs zu sein.

Demnach ist sie 1927 in den peruanischen Anden geboren und singt mit acht Jahren im Inka-Tempel ihres Heimatdorfes. Mit dreizehn Jahren wird sie von Moisés Vivanco, ihrem späteren Ehemann und Komponisten entedeckt, der sie nach Lima bringt, wo ihre Karriere beginnt. Ob als Sonnenjungfrau oder als Inka-Prinzessin, sie singt tiefer als Louis Armstrong und höher als Erna Sack.
1946 geht Yma Sumac in die USA. Bei einem Konzert in der "Hollywood Bowl" gelingt der Sängerin 1950 der Durchbruch. Ihre Platte "Voice of the Xtabay" wird zum Bestseller. Konzerttourneen durch die UdSSR, Asien und Europa machen sie zum Weltstar. Nachdem es eine Zeitlang still um die Diva geworden war, tritt sie in den achtziger Jahren wieder verstärkt in Erscheinung und gewinnt noch einmal eine ganz neue Anhängerschaft.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit ungefähr 14 Jahren habe ich Yma Sumac das erste Mal singen gehört und bin seither fasziniert von dieser unglaublichen Stimme. Als einzige bekannte Sängerin verfügt sie über einen Stimmumfang von 4,5 Oktaven! Das kann man sich garnicht vorstellen, wenn man sie nicht gehört hat.
Endlich habe ich eine Biografie gefunden und konnte mehr über diese faszinierende Frau erfahren, die allein durch ihr Aussehen und ihren Stil ein junges Mädchen zum Träumen gebracht hat. Leider habe ich ihre Filme bisher nicht auf DVD auftreiben können, aber ihre Musik gibt es auf CD, und "Mambo" wurde sogar schon mehrmals in unserem TV in Werbespots gebracht. "Voice of the Xtabay" ist ebenfalls verfügbar und meiner Meinung nach ihre beste Platte.
 
Eine faszinierende Lebensgeschichte, ganz passabel zum Teil in Interviewform beschrieben - für Musikinteressierte durchaus lesenswert.

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