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Geheimnis

The Girl with Glass Feet (Kindle Edition)

Bild von TinaMarie
Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Fr, 27/04/2012 - 18:25
Inhaltsangabe

Seltsame Dinge gehen auf St. Hauda's Land vor:

Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer sind wundersame Feuerwerke zu beobachten und Ida Maclaird verwandelt sich langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas.

Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, hier Hilfe zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Midas Herzen zu lösen. Gemeinsam versuchen sie nun, das Glas aufzuhalten.

Meine Gedanken zum Buch:

Nach und nach wird klar, wie die Schicksale der einzelnen Personen zusammenhängen. Durch die verschiedenen Sichtweisen sowie diverse Rückblenden entsteht ein Gesamtbild.
 
Anfangs fiel es mir etwas schwer, mich zurechtzufinden, aber mit Fortschreiten der Handlung und dem damit verbundenen Besserkennenlernen der Protagonisten, wurde es dann besser.
 
Wunderbar werden die geheimnisvollen Geschöpfe und die verzauberte Landschaft beschreiben. Langsam und zart entspinnt sich die Liebesgeschichte.
 
Was ich allerdings zu bemängeln habe, ist das offene Ende; es ist kein Happyend, was mich weniger stört, aber es wird nicht erklärt, woher die seltsame Verwandlung Idas ihren Ursprung hat.

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The Swan Thieves (Die Schwanendiebe)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 02/11/2011 - 15:07
Inhaltsangabe

Ein Mann stürzt auf ein Gemälde zu, mit gezücktem Messer, rasend vor Wut. Erst in letzter Sekunde wird er von einem Wachmann überwältigt. Was ist es, das den Mann zu dieser rätselhaften Tat getrieben hat? Der Täter Robert Oliver landet auf der Couch von Psychiater Andrew Marlow, der verstehen will, was es mit Olivers Wahn auf sich hat. Was folgt, ist die Spurensuche einer großen, einer unglaublichen Liebesgeschichte.

Meine Gedanken zum Buch:

Kostovas Erstling "The Historian" hat mich ja schon sehr beeindruckt, aber dieses Buch finde ich überwältigend. Irgendwie ist es eine Mischung aus Kate Morton und A.S. Byatt, also eine spannende Geschichte über mehrere Zeitebenen in einer wunderbaren Sprache erzählt.
Erzählt wird die Geschichte des Psychiaters Andrew, seines Patienten Robert und der Malerin Béatrice de Clerval, deren Geschichte wir uns aus Briefen aus den 1880ern selbst zusammenreimen können. Details, die fehlen, ergänzt die Autorin in Rückblenden.
Die Frage, warum Robert Oliver ein Gemälde attackiert, wird über 560 Seiten hinweg Schritt für Schritt aufgerollt. Wir treffen auf die Frauen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben, reisen von Washington nach Paris und Acapulco und finden uns am Schluss mit der Lösung eines Geheimnisses wieder, das geprägt ist von Liebe und Leidenschaft.
Eine malerische, kunstvolle und emotionale Erzählung auf hohem sprachlichem Niveau, ein echter Tipp für Freunde feiner Unterhaltungsliteratur!

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Galdäa. Der ungeschlagene Krieg

Bild von Karsten Kruschel
Verfasst von  Karsten Kruschel am Do, 27/10/2011 - 23:53
Inhaltsangabe

Klappentext:

"Wir wollen diesen Krieg beenden. Das kann nur auf zwei Weisen geschehen. Entweder durch die völlige Harmonie der Beteiligten oder die totale Vernichtung einer der Parteien." - Tara SKhanayilhkdha Vuvlel TArastoydt, galdäische Konsulin auf Penta V.

Dabei behauptet die offizielle Geschichtsschreibung, die Sicherheit sei schon vor Jahrzehnten wieder hergestellt worden. Allerdings geraten die Dinge in Bewegung, als ein Datenchaos die offiziellen Stellen lahmlegt und Michael Sanderstorm einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur kommt.

"Vielleicht ist die Einmischung der Goldenen Bruderschaft ein Akt der Verzweiflung und die die Maden wollen damit nur ihre Pfründe erhalten? Wie gewaltig ist eigentlich das Wespennest, in das wir da gestochen haben?

Eine schwielige Hand packte seinen Nacken und schob ihn zu seinen Instrumenten und Rechnern hinüber. Eine leidenschaftslose, unbarmherzige Melodie, Verzweiflung und Sehnsucht, süß und scharf, unwiderstehlich, wenn jemand sie spielt, der am Rand eines glassplittergespickten Abgrunds steht.

Nach den Romanen "Vilm - Der Regenplanet" und "Vilm Die Eingeborenen", die beide mit dem Deutschen Science Fiction Preis 2010 ausgezeichnet wurden, fügt Karsten Kruschel seinem faszinierenden VILM-Universum ein neues, spannendes Kapitel hinzu.

Meine Gedanken zum Buch:

"Buch des Monats" im Portal Phantastik-Couch.de.
Die ersten Kritikerstimmen zum Roman "Galdäa. Der ungeschlagene Krieg" klingen so:

• Ein spannendes und faszinierendes Abenteuer in einer detailreichen
und gut ausgearbeiteten Welt. Ein würdiger Nachfolger der VILM-Bände.
(Petra Hartmann, Literaturwissenschaftlerin und Fantasy-Autorin)
 
"Obwohl der Plot der Geschichte schon ausreicht, um den Leser in seinen Bann zu schlagen, ist das eigentliche Highlight des Buches die vielschichtige Beschreibung der Figuren."
(Klaus Volmer, Phantastik-Couch)

• Rückkehr ... ins rätselhafte 'Vilm'-Universum. Mit 'Galdäa. Der
ungeschlagene Krieg' setzt der Wahlsachse die Erzählung fort, ohne dabei eine direkte Fortsetzung zu
liefern. (Steffen Könau, Mitteldeutsche Zeitung)

• ...so dichte, phantasiereiche SF gibt es selten zu lesen. (Ralf
Julke, LIZ-Chef)

Ausführliche Leseprobe als Download (PDF):
http://www.wurdackverlag.de/downloads/galdLP.pdf

Links zu den Zitaten:
http://www.phantastik-couch.de/karsten-kruschel-galdaea-der-ungeschlagen...
http://www.scifinet.org/scifinetboard/blog/petrahartmann/ind...
http://www.l-iz.de/Bildung/B%C3%BCcher/2011/05/Karsten-Krusc...
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/pag...

http://62.75.219.232/ernstwurdack-p96h13s33-Galdaea.html

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Der Fürst des Nebels

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Di, 09/08/2011 - 21:30
Inhaltsangabe

Max und seine Familie ziehen in ein verschlafenes Fischerdörfchen. Doch schon bald trübt sich das friedliche Bild, denn ein kleiner Junge ist unter rätselhaften Umständen ertrunken. Eine geheimnisvolle Macht bedroht nun auch Max und seine Familie. Als er mit seinem neuen Freund Roland zu einem versunkenen Schiff taucht, spürt Max. wie etwas Schreckliches in der Tief lauert.
Gibt es eine Verbindung zum finsteren "Fürst des Nebels", von dem der Leuchtturmwärter erzählt? Bald ist das Leben eines geliebten Menschen in Gefahr....

Meine Gedanken zum Buch:

Ich kann nur sagen: Zafon ist ein Meister!!!!!!
Es muss nicht immer die üblicher Masche sein, wie man sie von Thrillern und Krimis jeglicher Art so kennt....... Zafon schafft pure Spannung wie kein anderer. Wieder einmal ein Band aus seiner "Jugendbuchreihe", den man garantiert (egal mit welchem Alter) nicht mehr aus der Hand legen kann.
 
Wie schon zuvor bei "Der dunkle Wächter" muss man diesen Roman einfach von Anfang bis zum Ende in einem Zug durchlesen.... anders ist es einfach nicht möglich.
 
Eine böste Gestalt, die versucht sich der Seele der Menschen zu bemächtigen.... ein versunkenes Schiff mit einer geheimnisvollen Vergangenheit.... ein gruseliger Figurengarten mit Statuen, die doch oft schon mehr lebendig als starr zu sein scheinen..... viele kleine Details, die diesen Roman wieder zu einem einmaligen Leseerlebnis machen. Spuky, spuky, spuky!!!!!
Kann ich nur jedem weiter empfehlen, der mal so richtig Lust auf Spannung hat, aber nicht unbedingt auf die typischen Entführungs-Mord-Psycho-Thriller versteift ist.
Hier bekommt man mal Grusel der ganz anderen Art!!!!
Viel Spaß wünscht claudia

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Die Antiquarin

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 05/08/2011 - 09:08
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Über die Liebe zu Büchern und die Liebe an sich Rosemary Savage liebt Bücher über alles. Eines Tages entdeckt sie bei einem ihrer Streifzüge durch New York das riesige Antiquariat «Arcade». Rosemary ist völlig verzaubert und eröffnet dem Inhaber, dass sie unbedingt hier arbeiten will. Zu ihrem Erstaunen wird sie sofort eingestellt – für die junge Frau geht ein Traum in Erfüllung. Gemeinsam mit ihrem eigenwilligen Kollegen Oscar erkundet sie bei jeder Gelegenheit den Buchladen. Durch Zufall stoßen die beiden auf ein verlorengeglaubtes Manuskript von Herman Melville, dem berühmten Autor von «Moby Dick». Ein sensationeller Fund. Doch auch andere sind diesem Schatz auf der Spur ...

Meine Gedanken zum Buch:

Sheridan Hay entführt uns in ihrem Erstlingswerk in die seltsam skurrile Welt des Antiquariats "Arcade" mitten in Manhattan, einer Art Auffangstelle für Aussenseiter, die sich hier aufgrund ihrer literarischen Kenntnisse auf ganz eigene Art und Weise entfalten können. Zwischen ihnen herrscht eine Art unausgesprochenes Einverständnis, jeder wird akzeptiert, wie er ist, auch wenn er dafür weder geschätzt noch geliebt wird.
Mitten in diese Welt gelangt Rosemary, eine junge Australierin, die Bücher liebt und sonst nicht viel vom Leben weiß, ausser, dass sie ganz allein auf sich gestellt ist und irgendwie den Verlust ihrer viel zu früh verstorbenen Mutter verkraften muss. Auf der Suche nach Freundschaft und Liebe trifft sie Menschen, die es ehrlich mit ihr meinen, sie stößt auf im wahrsten Sinne des Wortes blinde Leidenschaft und abgrundtiefe Ablehnung. In ihrer Naivität lässt sie sich zum Werkzeug einer unerbittlichen Jagd auf ein verschollenes Manuksript Herman Melvilles machen, wird für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt und missbraucht. Letztendlich reift sie jedoch an ihren Erfahrungen und findet einen Weg in die Zukunft.
"Die Antiquarin" ist kein echtes Meisterwerk, aber ein solider Roman, der sich sprachlich auf jeden Fall von der Masse abhebt. Rosemary ist eine nachvollziehbare Figur, immer wieder möchte man sie nehmen und ihr die Naivität aus den Knochen schütteln, auch wenn man weiß, dass die Jugend ihre Erfahrungen selbst machen muss. Die restlichen Charaktere definieren sich über Andeutungen, die aber meist ausreichen, um sich das Bild von ihnen zu machen, das wohl auch Rosemary haben muss, die kaum mehr über sie weiß als der Leser.
Was fehlt, ist wirkliche Spannung, obwohl das Thema für Literaturfreunde natürlich ein interessantes ist. Die Geschichte lebt von Anspielungen und Fakten zu Herman Melville und Nathaniel Hawthorne, ich hab wieder einiges über die beiden gelernt. Aber leider führt das auch dazu, dass die Geschiche an Spannung einbüßt, etwas zu langsam erzählt wird und sich daher stellenweise etwas zieht. Auch den Ausflug in das Kuriositätenkabinett des leidenschaftlichen Sammlers Peabody hätte man bunter gestalten können, da wäre noch mehr möglich gewesen.
Alles in allem ein lesenswertes Buch für alle, die sich für Bücher und Literatur interessieren und sich an einer gehobenen und trotzdem zeitgemäßen Sprache erfreuen können.
 

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Verlassenschaften

Bild von duttwal
Verfasst von  duttwal am Mi, 27/07/2011 - 12:26
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Der reiche Privatmann Athos von Horváth entdeckt auf dem jüdischen Friedhof in Budapest in der Gruft seiner Großtante eine Leiche. Der wohl erst vor kurzem getötete junge Mann hat jede Menge Schmuckstücke bei sich. Juwelen, die aus dem Besitz der Großtante Horváths stammen könnten – wären da nicht diese für Athos fremden Namen eingraviert. Während die Polizei versucht, den Mord an dem unbekannten jungen Mann aufzuklären, beginnt Athos mit der gründlichen Erforschung seiner Familiengeschichte. Schon bald ist nichts mehr, wie es früher war.
Ana Vasia verwebt auf fesselnde Weise die Geschichte der Juden in Ungarn mit einer packenden Familiengeschichte in der Gegenwart.

Verlassenschaften ist ...
 ein Gegenwartskrimi: wer ist der Tote in Tante Etelkas Grab? Wie kommt er überhaupt in die Gruft und wer hat den jungen Mann ermordet? Vor allem aber geht es um die Frage, woher die Schmuckstücke stammen, die er dabei hat? Während die ungarische Kriminalpolizei mit ihren Mitteln versucht, den Fall zu lösen, arbeitet Athos von Horváth privat an der Lösung der Fragen, die ihn interessieren - und dabei ist die Kripo leider oft hinderlich.
 eine Familiengeschichte: noch nie machte sich Athos von Horváth Gedanken über seine Familie - bis zu dem Tag, an dem er unsanft damit konfrontiert wird, dass wahrscheinlich nicht einmal sein Familienname richtig ist. Was hat sein Großvater wirklich getan? Woher stammt und wem gehört das Familienvermögen?
 ein Roman zur jüdischen Geschichte: Athos Nachforschungen führen ihn in die jüdische Geschichte Budapests in der Zeit zwischen 1890 und 1945.
 ein Ungarn-Roman: Budapest, Szeged, ungarisches Essen, die Kaffeehäuser - das alles bildet den authentisch geschilderten Hintergrund der Geschichte.

Meine Gedanken zum Buch:

Der zweite Roman von Ana Vasia. Wieder gespickt mit interessanten Figuren und Orten. Hier sind mehrere skurille Persönlichkeiten zu finden, die es erleichtern, die an sich tragische Geschichte hinter dem Verbrechen (mehr sei nicht verraten) aufnehmen und verarbeiten zu können. Ich habs in einem Rutsch durchgelesen. Wer Ungarn/Budapest mag, wird hier nicht enttäuscht - es gibt fundierten (finde ich immer wichtig!) Lokalkolorit in einer spannenden Geschichte!

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Töchter des Schweigens

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Di, 26/07/2011 - 19:33
Inhaltsangabe

Dreißig Jahre lang haben sie nicht darüber gesprochen, haben sie gehofft, dass die Zeit die Wunden heilt und die Schuld an Schrecken verliert. Bis eine von ihnen eine verhängnisvolle Entscheidung trifft und damit ihr Leben verspielt.

Sieben Freundinnen, die Schatten der Vergangenheit und ein Todesfall, der die Mauern des Schweigens zerbrechen lässt.

Meine Gedanken zum Buch:

Elia Barcelo`s Roman liest sich sehr flüssig und hält die Spannung von Beginn an fast immer aufrecht.
Der ständige Wechsel zwischen Jetzt-Zeit und vergangen Erlebnissen ist einerseits recht abwechslungsreich, oft für mich aber auch ein bisschen verwirrend. Vorallem weil man sich zwischen den 7 Freundinnen erst mal zurecht finden muss.
 
Ihre gemeinsam Vergangenheit birgt ein einschneidendes Geheimnis, das den Lebensweg jeder Einzelnen anders beeinflusst hat. Alle glauben es in den Hintergrund gedrängt zu haben, aber genau das Gegenteil wird dadurch erzielt.... je mehr sie versuchen zu vergessen, umso präsenter und lebendiger wird das Erlebte.
Nur zögerlich kommt das Geheimnis ans Licht.... oft wird man schon fast ein bisschen unruhig.... es wird für meinen Geschmack teil`s zu sehr in die Länge gezogen. Als Leser wird man im Grunde ja gern auf die Folter gespannt... man genießt es regelrecht.... nur halt auch mit Maß und Ziel.
 
Alles in allem aber trotzdem sehr spannend und auch facettenreich erzählt.... Durch die exterm unterschiedlichen Charaktäre kommt zusätlich Abwechslung in diesen Roman.... und auch geballte Frauenpower... die wird hier ganz groß geschrieben.
Ein Roman über die Jugend.... das Ausbrechen wollen aus dem verhassten Alltag.... die Liebe, Gefühle, Mut aber auch Enttäuschung und Angst....
 

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The Distant Hours (Die fernen Stunden)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 24/05/2011 - 13:01
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Ein geheimnisvoller Brief, ein verfallenes Schloss, eine unerfüllte Liebe.

Es beginnt mit einem verloren geglaubten Brief. Ein halbes Jahrhundert hat er darauf gewartet, gelesen zu werden. Die Suche nach dem Absender führt die junge Edie nach Milderhurst Castle, wo seit Jahrzehnten die exzentrischen Blythe-Schwestern leben. Als Edie das verfallene Schloss betritt, beginnt sie zu ahnen, dass hinter den alten Mauern der Schlüssel zur rätselhaften Vergangenheit ihrer Mutter liegt.

London 1939: Als die ersten Bomben auf die Stadt fallen, befindet sich die zwölfjährige Meredith mit einer Gruppe evakuierter Kinder auf dem Weg nach Kent, wo sie Zuflucht bei einer fremden Familie findet. Staunend und eingeschüchtert zieht sie auf das herrschaftliche Milderhurt Castle, wo die siebzehnjährige Juniper mit ihren Zwillingsschwestern und ihrem Vater, dem bekannten Schriftsteller Raymond Blythe, lebt. Sie taucht ein in eine Welt der Geschichten und der Fantasie — bis etwas geschieht, das das Leben des Mädchens für immer verändert. Nie ist sie nach Milderhurst zurückgekehrt, doch das Auftauchen eines lange verschollenen Postsacks führt ihre Tochter Edie auf die Spur einer geheimnisvollen Vergangenheit. Innerhalb der düsteren Gemäuer kommt mehr ans Licht, als Edie sich je hätte vorstellen können. Damals geriet auch die Welt der jungen Juniper Blythe aus den Angeln, doch vielleicht ist es noch nicht zu spät, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu versöhnen.

Meine Gedanken zum Buch:

Erneut hat Kate Morton bewiesen, dass sie wunderschöne Romane schreiben kann. Wie auch schon in "Der verborgene Garten" und "Das geheime Spiel" bewegen wir uns zwischen zwei Epochen - den frühen Kriegsjahren und den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts.
Edie Burchill, eine junge Verlegerin, entdeckt plötzlich die geheime Vergangenheit ihrer Mutter, die eng in Zusammenhang mit der "True Story of the Mud Man" steht, einem Jugendbuchbestseller aus den 20er-Jahren, dessen Autor und seine drei Töchter ein furchtbares Geheimnis umgibt. Anhand von Briefen, Tagebüchern und Gesprächen mit den alten Damen löst sich schön langsam ein Faden nach dem anderen aus dem Wirrnis von verschleiterten Tatsachen und enthüllt nicht nur ein Drama aus Liebe, Eifersucht und Enttäuschung.
Morton beschreibt mit viel Liebe England, seine Landschaften und vor allem die wunderschönen alten Herrenhäuser, die wirklich greifbar vor dem inneren Auge entstehen. Ebenso liebevoll zeichnet sie ihre Charaktere, allen voran die drei altjüngferlichen Schwestern, jede auf ihre Art liebenswert und mysteriös.
Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen mag, bevor man nicht auf der letzten der 670 Seiten angelangt ist. Unterhaltungsliteratur auf höchstem Niveau, für mich in einer Rige mit Daphne du Maurier und Vicki Baum. Ein besonderes Zuckerl für alle, die gerne über Gehemnisse, Bücher und alte Briefe lesen!

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Marina

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Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Do, 19/05/2011 - 08:38
Inhaltsangabe

»Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine.« So beginnt Óscar Drai seine Erzählung. Der junge Held des Romans sehnt sich danach, am Leben Barcelonas teilzuhaben, und streift am liebsten durch die verwunschenen Villenviertel der Stadt. Eines Tages trifft er auf ein faszinierendes Mädchen. Sie heißt Marina, und sie wird sein Leben für immer verändern.

Gemeinsam werden die beiden in das düstere Geheimnis um den ehemals reichsten Mann Barcelonas gesogen. Schmerz und Trauer, Wut und Größenwahn reißen sie mit sich, eine höllische Verbindung von vernichtender Kraft. Aber auch Marina umgibt ein Geheimnis. Als Óscar schließlich dahinterkommt, ist es das jähe Ende seiner Jugend.

Meine Gedanken zum Buch:

C.R. Zafon selbst bezeichnet "Marina" als den Liebling unter seinen bisherigen Romanen... ein sehr persönliches Buch, vielseitig aber auch anders...
 
Was mich persönlich ein bisschen verwundert ist, dass nicht nur der Handel sondern auch er selbst es als Jugendbuch einstuft.
Natürlich ist das nicht negativ, aber es verfälscht wie ich finde.
 
Nach einem tollen Einstieg packt einen sofort die Neugier auf mehr.... mysteriös, spucky... wie man es von Zafon gewohnt ist.
Leider flaut das relativ schnell wieder ab und das Buch reißt einen erst im letzten Drittel wieder so richtig mit. Trotzdem, alles in allem wieder ein gelungener Roman voll mit Fantasie und Grusel.
 
Mein Favorit unter den Zafon-Romanen bleibt allerdings immer noch "Der dunkle Wächter". So viel Spannung ist einfach nicht zu toppen!!!!

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The Bone Garden (Leichenraub)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 03/05/2011 - 10:03
Inhaltsangabe

Julia Hamill hat allen Grund, sich zu beklagen. Vor einem halben Jahr hat ihr Mann sich von ihr scheiden lassen, jetzt muss sie von ihrer Schwester erfahren, dass er in Bälde schon wieder heiraten wird. Zudem hat sie sich von einer redegewandten Maklerin ein baufälliges Haus bei Boston aufschwatzen lassen, das schon über hundert Jahre auf dem Buckel hat. Und jetzt steht sie mit einer Pflanzschaufel im heruntergekommenen Garten ihres Besitzes und muss im Schweiße ihres Angesichts beim Umgraben gegen widerspenstige Steine kämpfen.
Aber es kommt noch schlimmer: Der Stein ist nämlich gar kein Stein. Und beim Umgraben des Gartens bekommt Hamill bald Unterstützung von den Forensikern der Polizei. Denn das, was sich ihren Schaufelhieben widersetzt, ist der Schädel einer Frau, die allerdings schon vor Baubeginn des Hauses ermordet wurde, und ihr Garten somit ein Friedhof. Als die Polizei wegen des Alters der Leiche das Interesse verliert, beginnt Hamill eigenständig zu ermitteln. Die Spur führt hin zu einem gefährlichen Frauenmörder, weit zurück in die Vergangenheit Bostons -- und wieder zurück in die Gegenwart.

Durch den permanenten Wechsel von Gegenwartshandlung und Briefeinschüben aus der Zeit um 1830 rekonstruiert Tess Gerritsen einen hochgradig spannenden und bis zum Ende hin packenden Kriminalfall, der mit seinen Wendungen immer wieder überrascht.

Meine Gedanken zum Buch:

Bei diesem Buch handelt es sich um einen historischen Roman, der nichts mit Gerritsens üblichen Thrillern gemeinsam hat. Sie zeigt hier, wie gut sie erzählen kann, wie wenig sie auf schockierende Effekte angewiesen ist, um ihren Geschichten und Figuren Leben zu verleihen.
Natürlich wird ein Geheimnis aufgedeckt, natürlich gibt es einen gruseligen Serienmörder, aber dies bildet nur den Rahmen für eine Erzählung, in der es vor allem um die Menschen in den 1830er-Jahren in den USA geht, wo jede vierte Frau im Kindbett starb, vor allem in den eigens dafür vorgesehenen Geburtskliniken. Wenn man liest, wie der Arzt eine Frau nach der anderen untersucht und sich dazwischen immer wieder die Hände am selben Handtuch abwischt, das am Schluss blutdurchtränkt ist, wird einem regelrecht übel. Noch dazu, wo der kurz vorher im Hörsaal eine Leiche seziert hat, ohne sich danach die Hände zu waschen. Wie er zu dieser Leiche gekommen ist, ist eine andere Sache, auf die hier ebenfalls im Detail eingeangen wird.
 
Übrigens ist die Figur des Olvier Wendell Holmes keine Erfindung der Autorin, er hat tatsächlich gelebt und in den 1850ern die Hygienebedingungen in den Spitälern massiv verbessert, ähnlich wie Semmelweis in Europa.
 
Parallel zur Geschichte der jungen Rose, die verzweifelt darum kämpft, für ihre verwaiste Nichte zu sorgen, finden wir einen zweiten Handlungsfaden in der Gegenwart, wo Julia und ein Nachkomme der Menschen, die im 19. Jahrhundert so unglaubliche Dinge erlebt haben, das Geheimnis um eine in Julias Garten gefundene Leiche anhand von Briefen aufrollen und letztendlich lüften.
 
Ein feines Leseerlebnis mit viel Gefühl und Spannung, auf jeden Fall vergleichbar mit den Büchern von Kate Morton & Co.
Die ungekürzte englische Version wird hervorragend von Susan Denaker gelesen, somit war auch das Hörbuch eine wahre Freude!
Ein kleiner Hinweis für die Fans von Maura Isles: sie spielt nur eine sehr kleine Rolle in diesem Roman!
 

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