Freundschaft

Alles Käse

Bild von Julian Stachl
Verfasst von yellow bookreader Julian Stachl am Di, 02/02/2010 - 13:53
Inhaltsangabe

Keiner will mit Jerome spielen, weil er so klein ist. Da bastelt er sich eine Rakete in der Hoffnung, im Weltall Freunde zu finden. Er landet auf dem Mond, aber dort hat die Riesenmaus Jonny die helle Seite bereits in Besitz genommen. Alles Käse, denkt Jerome. Zum Glück muss das immer gut gelaunte Zitronenschwein Hubert auf dem Mond notlanden. Gemeinsam haben sie viel Spaß und bemerken, dass mit den richtigen Freunden die Dunkelheit gar nicht mehr so dunkel ist.

Eine Geschichte für alle, die sich Freunde wünschen!

Meine Gedanken zum Buch:

Ich fand es toll, dass sich Jerome eine Rakete bauen kann. Die Maus Jonny ist zu den anderen gemein, aber zum Schluß waren doch alle Freunde, das hat mir gut gefallen.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Die Bücherdiebin

Bild von headmaster
Verfasst von yellow bookreader headmaster am Mo, 01/02/2010 - 19:04
Inhaltsangabe

Den Tod muss man nicht fürchten. Er ist nämlich, wie er als Ich-Erzähler von sich selbst in einer Vorbemerkung sagt, „bemüht, dieser ganzen Angelegenheit eine fröhliche Seite zu verleihen“. Nur hätten die meisten Menschen „einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unmöglich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu überzeugen“. Mit einem weiteren Vorurteil räumt der Tod gleich zu Beginn auf, dass ihm nämlich die Menschen gleichgültig seien. Im Gegenteil. Ab und zu, so erfahren wir, braucht er sogar eine Auszeit, um sich abzulenken. „Ihr wollt wissen“, fragt er, „wovon ich mich ablenken muss? (…) Es sind die übrig gebliebenen Menschen. / Die Überlebenden.“ Eine solche Überlebende, „eine Expertin im Zurückbleiben“ ist die neunjährige Liesel Memminger. Von ihr handelt dieses wunderbare Buch. Zum ersten Mal begegnet der Tod der neunjährigen Liesel 1939 am Grab ihres kleinen Bruders, wo sie auch ihre Karriere als Bücherdiebin beginnt: Mit Hilfe des Handbuchs für Totengräber lernt sie das Lesen und muss fortan immer wieder Bücher stehlen. Sie „rettet“ auch welche -- vor den Flammen der Nazis. Und hin und wieder bekommt sie auch welche geschenkt. Ihre Liebe zu Büchern muss es sein, die den Tod, der sich selbst hier als großer Erzähler erweist, die Liesel lieb gewinnen lässt. Während um sie herum Bombenhagel alles in Schutt und Asche legen, findet sie Schutz im Keller – und in ihren Büchern.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist für mich nicht nur ein Jugendbuch - wobei ich es jungen Menschen unbedingt in die Hand drücken möchte!
Es ist berührend, manchmal in einem grausamen Ton, weil so ehrlich, geht ganz tief unter die Haut!
Die Geschehnisse im "Dritten Reich", im Weltkrieg werden ganz deutlich , hautnah und mit beklemmender Präzision geschildert, die Figuren sind zärtlich und liebevoll gezeichnet, sogar die Figur des Todes kann man bemitleiden in seiner schrecklichen Arbeit...

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Die Dorfhexe

Bild von Gabi Stachl
Verfasst von green bookreader Gabi Stachl am So, 18/10/2009 - 13:08
Inhaltsangabe

Nach dem Tod ihres Mannes sucht Veronika Trost in der Einsamkeit und mietet ein Haus in einem schwedischen Dorf. Bald schon wird ihre als Dorfhexe verschriene Nachbarin die engste Vertraute der jungen Frau. Noch ahnt Veronika nicht, dass die alte Frau schwer an einem schrecklichen Geheimnis trägt.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine berührende Geschichte zweier Frauen, die bisher sehr unterschiedliche Leben geführt haben. Doch beide sind einsam und trauern. Das Schicksal führt sie zusammen und sie lernen einander so gut kennen, dass sie sich ihre tiefsten Geheimnisse erzählen. Die Gespräche sind für beide heilsam und so holen sie sich gegenseitig ins Leben zurück. Veronika hat wieder Zukunftsperspektiven und Astrid kann am Ende ihres Lebens mit sich selbst Frieden schließen.
Das Buch enthält viel Trauriges, gibt aber die Hoffnung, dass es nie zu spät ist, den eingeschlagenen Weg zu verlassen und es zeigt ganz klar, wie gut es tut, wenn einem jemand zuhört ohne das Gehörte zu werten und man angenommen wird, so wie man ist.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Tropfenweise

Bild von Nicole M
Verfasst von white bookreader Nicole M am Di, 02/06/2009 - 20:30
Inhaltsangabe

Der Roman einer jungen Frau zwischen Todessehnsucht und Lebensmut

Constance will sterben. Doch am Versuch zu sterben scheitert sie ebenso, wie sie am Leben zu scheitern droht. Ihr achtjähriger Sohn ist alles, was von ihrer Ehe geblieben ist. Seinetwegen nimmt sie den Kampf trotz allem auf, verliert sich aber je länger desto tiefer in Trauer und Wut. Ihr tyrannischer Vater und die egozentrische Mutter, gefangen in einer lieblosen Ehe, sind unfähig, ihr Halt zu geben, und so kämpft sie Tag für Tag mit sich selbst, mit ihren Dämonen. Nur Sebastian, selbst Vater einer kleinen Tochter, steht ihr zur Seite. Gemeinsam mit ihren Kindern verbringen Constance und Sebastian die Ferien in einem Haus am Meer. Ein Sommer, der alles verändert. Eine endgültige Entscheidung. Für das Leben?

Aus dem Psychogramm eines zerstörten Lebens entwickelt die Autorin in diesem Erstlingsroman ein vielschichtiges Gewebe menschlicher Beziehungen im Spannungsfeld von Liebe und Liebesverlust, Trauer und Verantwortung für andere.

Meine Gedanken zum Buch:

Liebe Bookreader!
"Tropfenweise" ist mein erster Roman. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen - und hoffe auf das eine oder andere Feedback.
Nicole Makarewicz

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Der Junge im gestreiften Pyjama

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Do, 02/04/2009 - 11:36
Inhaltsangabe

Berlin 1942: Als Bruno eines Tages nach Hause kommt, werden gerade all seine Habseligkeiten in Kisten verpackt. Sein Vater wurde befördert und die Familie muss umziehen, an einen weit entfernten Ort, wo es niemanden gibt, mit dem er spielen kann. Ein hoher Zaun trennt ihn dort von seltsamen Menschen in gestreiften Anzügen in der Ferne. Aber Bruno beschließt, dass es mehr an diesem verlassenen Ort geben muss, als es den Anschein hat. Er trifft auf einen Jungen, dessen Lebensumstände ganz anders sind als die seinen. Die beiden Jungen freunden sich an - und das hat Folgen...

Meine Gedanken zum Buch:

In vielen Läden wir dieses Buch als Jugendbuch gehandelt - ein Fehler wie ich finde - es ist viel mehr und ich würde es auch jedem Erwachsenen empfehlen.
Der Leser wird Zeuge einer außergewöhnlichen Freundschaft. Mit einer kindlichen Leichtigkeit und Unschuld - die mich trozt dieses tragischen Themas öfters schmunzeln ließt - wird hier erzählt. Ich las voller Anspannung, war gerührt, schockiert, nachdenklich, aufgewühlt... der Schluss kam wie ein Schlag und am Ende blieb ein Gedanke:
Würden wir doch nur öfter das Kind in uns sprechen und handeln lassen!!!

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Julians Bruder

Bild von adabei
Verfasst von white bookreader adabei am Fr, 23/01/2009 - 19:39
Inhaltsangabe

Die beiden Freunde, Julian und Paul, sind fast am gleichen Tag geboren, gehen in dieselbe Klasse und wachsen zusammen in der Jablonskistraße 53 in Berlin auf. Die glückliche Kindheit von Julian und Paul endet jäh, als sich die nationalsozialistische Gesinnung in den Köpfen auszubreiten beginnt. Julian muss, da dem neuen Klassenlehrer der Familienname Sternberg verdächtig erscheint, weil er Jude sein soll, obwohl er evangelisch getauft worden ist, die Schule verlassen. In Berlin wird für die jüdische Bevölkerung wegen antijüdischer Propaganda und antijüdischer Gesetze das Leben immer schwieriger. Pauls Eltern, Paul und dessen Schwester Bille versuchen zwar Julians Familie so weit wie möglich zu unterstützen und Jule gehört mit einem Male zu den "unerwünschten Personen". Seine Eltern werden 1942 in das KZ Ausschwitz deportiert. Jule kann bei verschiedenen hilfsbereiten Menschen, die oft selbst unter dem Regime leiden, unter falschen Namen untertauchen. Paul und seine Schwester Bille, die Jule schon lange liebt, sorgen für ihn und halten zum Freund. Auch Pauls Familie hat eigene Sorgen, denn der Vater muss an die Ostfront und Paul wird als Flakhelfer eingezogen. Das Ende des Krieges erleben die beiden Freunde untergetaucht in Ruinen, denn Paul will nicht noch in den letzten Kriegstagen als Flakhelfer für seinen Führer fallen. Als dann im April 1945 die Rote Armee der Sowjetunion die Deutsche Reichshauptstadt einnimmt, fühlen sich Paul und Jule befreit - der Krieg ist vorbei, die Nazi-Diktatur gestürzt. Sie meinen, ein neues Leben könne beginnen. Doch es beginnt für Paul und Julian ein dunkles und bis heute kaum bekanntes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte: In Berlin herrscht keineswegs Aufbruchsstimmung, sondern Rechtlosigkeit und sowjetische Truppen ziehen plündernd durch die Stadt. Als Pauls Schwester in aller Öffentlichkeit von russischen Soldaten vergewaltigt wird, wollen Julian und Pauls ihr helfen, doch sie werden verhaftet und als angebliche "Werwölfe" oder faschistische Soldaten ohne irgendeine Befragung oder irgendeine Untersuchung des tatsächlichen Geschehens in ein sowjetisches Internierungslager gebracht, das ehemalige KZ Buchenwald. Julian wird als Verfolgter der Nationalsozialisten nicht akzeptiert. Drei Jahre lang dauern die fürchterlichen Entbehrungen. Sie lassen zwar Paul immer noch hoffen, aber Julian verliert die Hoffnung, klagt nicht über Durchfall, verheimlicht sein Kranksein und gibt sich dem sicheren Sterben hin.

Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch "Julians Bruder" ist die Geschichte einer großen Freundschaft. Dem Autor Klaus Kordan ist es gelungen, ein dunkles und auch wenig bekanntes Kapitel der deutsches Kriegs- und Nachkriegsgeschichte zu beleuchten.  Kordan versteht es, für jugendliche und erwachsene Leser einfühlsam und packend zu schreiben. Dieser historische Roman berührt viele Tabus, ist beklemmend und berührend, lässt naturgemäß auch viele Fragen offen und verleitet geschichtlich Interessierte zur Suche nach weiteren historischen Fakten.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Sehnsucht nach Elena

Bild von Daniliesing
Verfasst von grey bookreader Daniliesing am Fr, 26/12/2008 - 02:02
Inhaltsangabe

»Ich weiß fast nichts über sie. Nur ihren Namen. Elena. Ihr Gang ist mir vertraut, die Art, wie sie sich kleidet. Ich habe ihr Gesicht gesehen, das die Welt zu einem besseren Ort macht.« In einem Park sieht er die schöne junge Frau zum ersten Mal. Diese zufällige Begegnung reißt den alten Mann aus seinem einsamen Alltag. Sofort erscheint ihm Elena seltsam vertraut, seine Sehnsucht nach ihr wächst mit jedem Tag. Er möchte ihr nah sein, sie hören und fühlen. Die tiefempfundene Zuneigung zu ihr lässt ihn schließlich ungeahnte Kräfte entwickeln: Er tritt eine Reise an, die ihn nicht nur zu Elena ans Meer führt, sondern in seine eigene, schmerzliche Vergangenheit, die das Geheimnis seiner Sehnsucht birgt.

Meine Gedanken zum Buch:

Innerhalb von zwei Tagen habe ich dieses Buch nun gleich zwei mal gelesen und muss sagen: Es ist einfach wunderbar!
Beim ersten Lesen wird man sich zunächst wohl über die Kapitellängen wundern, die ein bis zwei Seiten fast nie überschreiten. Schon bald wird aber klar, dass genau diese kurzen Kapitel wesentlich zur Vermittlung des Inhalts und zum Einfühlen in die Hauptfigur dienen.
Man wird nämlich in die Rolle eines Mannes versetzt, der ständig einer Frau, Elena, begegnen möchte. Er kennt ihre ganzen Gewohnheiten und beobachtet sie so häufig wie möglich.
Die kurzen Kapitel versetzen einen selbst nun in die Rolle des Beobachters und lassen einen von Situation zu Situation springen. Man spaziert gedanklich selbst im Park entlang, möchte gleichzeitig Elena aus nächster Nähe betrachten und trotzdem nicht auffallen. Später sitzt man gedankenverloren auf ihrer Haustürschwelle und ist komplett niedergeschlagen, weil Elena plötzlich verschwunden ist.
Der Aufbau des Buches ebnet förmlich den Weg des Mannes, der Geschichte und der Gedanken des Lesers. Man sinkt einfach hinein und geht mit auf diesem Weg.
Lange ist nicht klar, warum der Mann Elena verfolgt. Anfangs vermutet man vielleicht einen Stalker, was andererseits absolut nicht zur Tiefgründigkeit und Hingabe des Autors zur Sprache dieses Buches passen will. Welche Intention er wirklich hat, soll hier natürlich nicht verraten werden.
Sowieso sollte man so wenig des Inhalts wie möglich vorwegnehmen, um den Fluss der Geschichte und dieses Hineingesogenwerden zu spüren.
Dies ist ein zugleich bedrückendes und doch hoffnungsvolles Buch, dass tiefe Gefühle aufzeigt und den Leser mitten ins Herz trifft.
Beim nochmaligen Lesen entdeckte ich immer mehr Zusammenhänge und mir wurde die inhaltliche Dichte dieses Buches noch bewusster.
Was zunächst, vom Titel her, wie eine gewöhnliche Liebesgeschichte über Trennung, Verlust oder unerwiderte Liebe klingt, birgt sehr viel komplexere Gedankengänge. Für seine Fähigkeiten mit wenigen Worten so viel auszudrücken und das Kopfkino ins Rasen zu bringen, kann ich dem Autor, Joel Haahtela, nur absolut dankbar sein. Es ist ein Buch, das einfach zum Nachdenken bringt. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht

Bild von Daniliesing
Verfasst von grey bookreader Daniliesing am Fr, 26/12/2008 - 01:59
Inhaltsangabe

Seit Boris Moser seine Agentur für verworfene Ideen eröffnet hatte, war niemand anderes als er selbst durch die Eingangstür getreten. Nun stand diese Frau vor seinem Schreibtisch, Rebecca. Kastanienbraunes Haar fiel auf ihre Schultern, und ihre Augen leuchteten. Während Boris noch darüber sinnierte, ob ihre elegante Nase ihr einen evolutionären Vorteil einbrachte, sprach Rebecca ihn an. Schlagartig wurde Boris klar, dass er diese Frau nie wieder gehen lassen durfte. Und dann tat er etwas, das er sonst unter allen Umständen vermieden hätte: Er erzählte ihr von einem verworfenen Romananfang. Er erzählte ihr von Sophia, die für ihren Auftraggeber eine Geschichte aufschrieb. Sie handelte von dem Wissenschaftler Heiner, der kurz davor stand, den Sinn des Lebens zu ergründen.

Meine Gedanken zum Buch:

Gleich vier Geschichten verbergen sich in diesem recht schmalen Buch. Vier Geschichten, die sehr unterschiedlich sind und trotzdem einen ähnlichen Grundklang haben. Es wird über das Leben philosphiert, Vorurteile werden ausgeräumt, nie Erwartetes funktioniert plötzlich und der Leser wird mit ganz neuartigen, interessanten Betrachtungsweisen überrascht.

Alles beginnt mit Boris. Er hat eine Agentur für verworfene Ideen gegründet und versucht diese Ideen zu sammeln und wieder zu einem Ganzen zu verknüpfen. Damit erhofft er sich neue, grundlegende Aussagen zu gewinnen, die für alle eine Bedeutung haben. Die meisten Ideen kommen jedoch von Boris selbst und das Einzige, was er wirklich gar nicht annimmt, sind Romananfänge, denn davon hat er ebenfalls selbst genügend geschrieben. Durch einen Zufall betritt nun Rebecca seine Agentur, die sonst nur er selbst betritt, und es entfacht ein Gespräch, dass von bildhafter Sprache, Humor und genialen Gedanken nur so sprüht.

Boris, der in seinem ganzen Verhalten recht sonderbar, gar schräg, erscheint, ist eine liebenswerte Hauptfigur. Er ergänzt sich perfekt mit der direkten Rebecca, die sich durchsetzen kann und von ihrer Meinung vollkommen überzeugt ist. Dadurch gewinnt die Geschichte ziemlich an Schwung. Die skurrilen Gedanken Boris' und die Fäden, die die beiden daraus spinnen, gehen ein ganzes Stück über die gewöhnliche Blickweite der meisten Menschen hinaus. Dies wiederum ist ein Spiegelbild für die Beobachtungsgabe und Gedankentiefe des Autors. Sein Wortwitz und ein Fünkchen Ironie machen das Buch zu einem sprachlichen Genuss.

Wie schon erwähnt, schreibt Boris selbst Romananfänge und wirklich nur die Anfänge. Einen davon stellt er Rebecca vor. So entsteht die erste Geschichte in der Geschichte. Das Ganze soll sich noch zwei mal wiederholen und letztendlich ist in jeder der ersten drei Geschichten eine neue verborgen.

In der dritten Geschichte verliert das Buch für mich jedoch einiges an Spannung und die vierte war für mich dann endgültig eine zu viel. Die gelungene Überleitung zur zweiten Geschichte gelingt bei den anderen beiden nicht mehr so ganz, was sehr schade ist. Gerade sprachlich empfand ich das Buch doch bisher als sehr gelungen und auch die Geschichte war interessant und neuartig.

Letztendlich lösen sich alle Geschichten wieder von innen nach außen auf und man gelangt zu Rebecca und Boris zurück. Zu diesem Zeitpunkt stellte sich dann auch wieder das besondere Lesevergüngen bei mir ein.

Im Endeffekt kann man sagen, dass die Grundidee des Romanes ziemlich gut ist, aber Jakob Hein sie leider mit den vier Geschichten etwas zu weit ausreizt. Viel lieber hätte ich noch 100 Seiten mehr über Rebecca und Boris gelesen.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Landliebe gesucht

Bild von Daniliesing
Verfasst von grey bookreader Daniliesing am Fr, 26/12/2008 - 01:45
Inhaltsangabe

Dies ist die Geschichte dreier sehr unterschiedlicher Schwestern. Als Kinder sind sie zusammen auf dem Hof ihrer Eltern aufgewachsen, wo es viel Arbeit mit den Tieren (speziell Kühen) gab. Frühes Aufstehen und körperliche Anstrengung gehörten zur Tagesordnung.
Mittlerweile sind die 3 erwachsen und haben sich sehr verschieden entwickelt. Marie ist Barkeeperin in einer Rock-Bar, hat sich die Brüste vergrößern lassen und kümmert sich auch sonst eher um ihr äußeres Erscheinungsbild. Von ihrer Mutter hat sie sich nie verstanden gefühlt.
Lena ist schon früh Mutter geworden, hat mittlerweile vier Kinder, so einige Haustiere und einen meist abewesenden Mann names Robert.
Asa lebt allein mit ihrem Mann Adam in der Stadt. Zusammen haben sie eine riesige Wohnung und fühlen sich damit eigentlich gar nicht so wohl. Zwar haben sie viel Geld, aber noch viel lieber hätten sie ein Kind, was sich aber als schwieriger herausstellt, als erwartet.
Alle drei sind nicht zufrieden mit ihren Leben und als dann auch noch der geliebte Vater stirbt, überschlägt sich alles. Sie fühlen sich auch unverstanden und es muss sich einfach etwas in den Leben der Drei ändern.

Meine Gedanken zum Buch:

Als ich den Titel dieses Buches las, dachte ich sofort "Oh nein, nicht ein Buch im Stil von Bauer sucht Frau". Auch der Klappentext konnte mich beim besten Willen nicht überzeugen. Wider erwarten hat das Buch aber mit seinem Cover und Klappentext eigentlich wenig bis gar nichts gemein. Deshalb wurde ich sehr positiv überrascht.
Anfangs dachte ich ja, dass das Buch sehr von Vorurteilen behaftet ist und sich zu vieler Klischees bedient. Doch je länger ich gelesen habe, desto mehr überzeugte mich das Buch. Die Figuren wirken immer echter und trotz ihrer Unterschiedlichkeit kann man sich in ihre Probleme hineinversetzen. Wirklich liebevoll beschreibt Emma Hamberg die drei Schwestern und man muss sie einfach alle mögen. Zwar tun sie sich auch gegenseitig weh und sind manchmal nicht ganz fair den anderen gegenüber, aber trotzdem wird ihre Liebe zueinander klar ausgedrückt. Ihnen ist immer bewusster, dass man den Lebensstil und die Einstellungen der anderen nicht immer verstehen muss, um sich damit zu arrangieren und sie zu akzeptieren. Für jeden ist etwas anderes richtig und gut.
Sprachlich kann man das Buch sicher nicht als hoch-literarisch bezeichnen, aber das muss es auch gar nicht sein. Es handelt sich ja um das Leben drei ganz normaler Schwestern und so wirkt der Sprachstil auch echt und passend zur Situation. So kann man das Buch sehr schnell lesen und ist doch traurig, wenn es vorbei ist. Man schließt die Figuren einfach ins Herz und gerade Maries Humor gefiel mir äußerst gut.
Als negative Punkte kann ich wirklich nur anmerken, dass der Titel und der Klappentext nicht passen. Man könnte wirklich denken, dass diejenigen, die dafür verantwortlich sind, das Buch gar nicht gelesen haben.
Am besten davon lässt man sich nicht abschrecken und liest diesen schönen, liebevollen und feinfühligen Familienroman selbst. Dann kann man sich nämlich eine passendere Meinung bilden.
Gern würde ich auch eine Fortsetzung lesen, denn möglich wäre diese auf jeden Fall.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Emil und die Monster

Bild von Julian Stachl
Verfasst von yellow bookreader Julian Stachl am Fr, 11/07/2008 - 16:59
Inhaltsangabe

Emil ist als Einziger in der Familie überzeugt, dass es Monster gibt. Und weil er an sie glaubt, schätzen die Monster Emil. Als der Junge eines Tages in eine sehr brenzlige Situation gerät, sind die Monster zur Stelle und erweisen sich als sehr nützlich.

Meine Gedanken zum Buch:

Stefan Karch war in unserer Bücherei und hat die Geschichte als Puppentheater vorgespielt. Jetzt habe ich auch das Buch zu Hause und es ist sehr spannend. Besonders gefällt mir, dass Emil ein Nudelsieb als Schutz vor Monstern am Kopf hat.

Die User-Beiträge decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Betreiber von bookreaders.at.
Sollten diese Ihre Rechte verletzen, bitten wir um .

Dein Lieblingsbuch im Bücherforum nicht gefunden?

Werde selbst Buchpate!

Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung - selbst verfasst oder der Buchklappentext, Zitate, Quellenangaben, deine Meinung, und schon bist du Buchpate. Wir freuen uns über jede Buchvorstellung.

Stelle deine Bücher im Forum vor und diskutiere mit anderen bookreaders über das Buch. Rezension bzw. Rezensionen sind zwar "hübsche" Worte, auf bookreaders.at schreibt einfach jeder seine Meinung in der Diskussion. Eine Bewertung des Inhalts mit Sternchen oder dergleichen, wie sie in Buchbesprechungen üblich scheint, gibt es auf bookreaders.at nicht. Was zählt sind die persönlichen Eindrücke über den Inhalt, den Autor, ...