Familie

Blauer Hibiskus

Bild von Paula Gölles
Verfasst von yellow bookreader Paula Gölles am Do, 04/03/2010 - 22:18
Inhaltsangabe

Eine Tochter aus gutem Hause entdeckt die Welt-das Haus liegt inmitten von Hibiskus, Tempelbäumen und hohen Mauern. Die Welt dahinter ist das von politischen Unruhen geprägte Nigeria. Mit sanfter, eindringlicher Stimme erzählt die 15 jährige Kambili von dem Jahr, in dem ihre Familie auseinander fiehl, ihr Land im Terror versank und ihre Kindheit zu Ende ging. Ein verzweifelt-schönes, traurig-süßes, außergewöhnliches Buch.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine einfühlsame und berührende Geschichte über ein Kind, das zu früh in seinem Leben mit religiös motivierter Intoleranz und den hässlichen Seiten des nigerianischen Staates konfrontiert wird.
Ich konnte das Buch fast nicht weglegen, weil es mich so in den Bann zog.

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Brennender Hibiskus

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 15/02/2010 - 11:53
Inhaltsangabe

Hawaii ist die Hölle - stellt Rei Shimura fest, die auf die paradiesische Insel zu einer Geburtstagsfeier ihres japanischen Familienclans eingeladen ist. Als nach dem Fest ein verheerendes Feuer ausbricht, scheint der Brandstifter aus Reis Verwandtschaft zu kommen. Aber auch ihr Herz steht in Flammen: Vor der Küste legt ihr ehemaliger Chef Michael mit einem Segelboot an. Verwirrt versucht die Hobbydetektivin ihre Gefühle zu ordnen und mit Michaels Hilfe Licht in die dunklen Familienangelegenheiten zu bringen - ein brandgefährliches Unterfangen

Meine Gedanken zum Buch:

Auch der zehnte Teil der Serie hält das gewohnte Niveau eines Unterhaltungsromans, der genau DAS ist. Unterhaltsam, witzig, spannend, kein literarisches Meisterwerk, aber modern und zeitgeistig, wie wir es von Massey gewohnt sind. Rei Shimure gerät natürlich wieder in Schwierigkeiten, aber irgendwie ist die Geschichte halbwegs glaubhaft, und wenn man Rei kennt und mag, dann muss man dieses Buch einfach lesen, schon allein wegen des überraschenden und erfreulichen Ereignisses am Schluss!

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Mein Leben ist wunderbar

Bild von Gabi Stachl
Verfasst von green bookreader Gabi Stachl am Mi, 14/10/2009 - 20:49
Inhaltsangabe

Jody Goodman möchte Karriere machen. Doch ihr erster Job als Assistentin lässt sie plötzlich an ihrem Traumberuf zweifeln. Was läge für eine New Yorkerin da näher, als ein Besuch beim Seelenklempner? Und so landet Jody bei der renommierten Psychotherapeutin Claire Roth. Was Jody nicht ahnt: Claire ist selbst hochneurotisch. Als Jody ihr erzählt, dass sie adoptiert wurde, verliert Claire endgültig jeden professionellen Abstand zu ihrer Patientin.

Meine Gedanken zum Buch:

Es ist für Therapeuten und auch in anderen sozialen Berufen oft schwer, sich nicht persönlich in die Probleme und Geschichten der Klient(innen) verwickeln zu lassen. Hier verliert die Psychotherapeutin Claire Roth den notwendigen Abstand zu Jody Goodman, weil sie galubt, dass Jody ihre, vor Jahren zur Adoption freigegebene, Tochter sein könnte. Sie setzt damit aber nicht nur die notwendige Hilfe für Jody, sondern auch die Beziehung zu ihrer jetzigen Familie (Mann und zwei Söhne) aufs Spiel.
Das Thema ist sehr interessant und es gibt auch witzige und originelle Dialoge. Zwischendurch ist es aber sehr langatmig und ich hatte Probleme "dranzubleiben". Gegen Ende ist es dann wieder flüssiger und spannend zu lesen. Ob die große Frage des Buches - "Ist Jody wirklich Claires Tochter?" - gelöst wird, möchte ich hier aber nicht verraten.

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Fünf Jahre und Vierzehn Zentimeter

Bild von elisarmin
Verfasst von white bookreader elisarmin am So, 26/07/2009 - 09:06
Inhaltsangabe

KLAPPENTEXT:

"Wenn nur die Nachbarn nicht wären...."-
diesen Stoßseufzer von Gerlinde Möchtegern, Fast-Vierzigerin, von kleiner Statur, dafür um so größerem Mundwerk, hört ihre Familie in letzter Zeit öfter als ihr lieb ist.
Dabei könnte alles so schön sein....
Man lebt im erst kürzlich gekauften Haus und beschließt, eine Terrasse zu bauen. Diese Entscheidung sorgt für Kriesen.
Der Höhepunkt des Szenarios gipfelt im regelrechten Kampf gegen Nachbarn und Baubehörde.

Was die Heldin Gerlinde Möchtegern alles erlebt, erzählt die Autorin mit viel Humor und Ironie. Claudia Stoffers erzählt vom alltäglichen Wahnsinn, den viele Bauherren kennen. Auch so mancher von Nachbarn Geplagte kann das Lied von Gerlinde Möchtegern mitsingen.

Meine Gedanken zum Buch:

Da ich die Autorin bin möchte ich an dieser Stelle keine Bewertung abgeben, sondern den Klappentext erweitern.
Ich beschreibe den Traum der Familie Möchtegern. Ruhe, Frieden und ein Eigenheim mit Garten ist ihr größter Wunsch. Zur gleichen Zeit, da sich ihr Traum erfüllt, fangen die Probleme an. Ein Freund verunglückt, die Mutter von Gerlinde kränkelt usw. Trotz der Überbeanspruchung macht Gerlinde weiter wie bisher, selbst wie sie am Tag des Einzugs ihren inneren Zusammenbruch spürt. Es gibt kein Zurück.
Langsam, Stück für Stück, kämpft sich Gerlinde zurück ins Leben. Es geht wieder bergauf. Neue Pläne werden gemacht und umgesetzt. Dazu gehört der Bau einer Terrasse. Da trifft sie der nächste Schlag - eine Anzeige beim Bauamt.
Ein Kampf um Recht, Unrecht und die nackte Existenz beginnt.

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E-Mail für Holly

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Verfasst von bookreaders team member Sabine Stachl am So, 31/05/2009 - 21:33
Inhaltsangabe

Hollys erster Tag am Empfang einer großen Londoner Bank hält sie ganz schön in Atem. Aber nicht nur das: Da sind auch noch die unzähligen E-Mails ihrer verrückten Freunde, ihrer überbesorgten Eltern oder der geschwätzigen neuen Kollegen, die munter in ihren Posteingang flattern. Und so wird Hollys Postfach schnell zu einem Ort für Dramen, Gelächter, Flirts und Skandale - und auch ein gut gehütetes Geheimnis bleibt im E-Mail-Dschungel nicht länger verborgen...

Meine Gedanken zum Buch:

Diese 832 Seiten lesen sich wirklich sehr schnell. Wie bei Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen, kann man nur die E-Mails lesen und erfährt sonst nichts von der Handlung oder so. Holly und ihre Bekannten verstehen es, witzige, sarkastische und teilweise auch ernste Mails zu schreiben. Außerdem finde ich es mutig von der Autorin, ihre E-Mails einfach so zu veröffentlichen.

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Eragon 2 - Der Auftrag des Ältesten (Audio book)

Bild von Barbara Huber
Verfasst von yellow bookreader Barbara Huber am So, 03/05/2009 - 05:41
Inhaltsangabe

Erschöpft, aber siegreich gehen Eragon und sein Drache Saphira aus der ersten Schlacht gegen den Tyrannen Galbatorix hervor. Eragon ist zum Hoffnungsträger vieler Elfen, Zwerge und Varden geworden, doch nicht alle sind ihm wohlgesinnt. Die kräuterkundige Angela prophezeit einen Verräter, der aus Eragons eigener Familie stammen soll. Eragon ist sich sicher: Der einzig lebende Verwandte ist sein Cousin Roran - aber niemals würde dieser sich gegen ihn wenden! Doch die Prophezeiung spricht: »So wird es kommen, selbst wenn du es zu verhindern suchst.«

Und wird Eragon, der Arya nach Ellesméra folgt, um in der Elfen-Hochburg seine magischen Fertigkeiten und den Umgang mit dem Schwert zu verfeinern, seine Ausbildung zum Drachenreiter abschließen können? Oder wird die alles entscheidende Schlacht schon vorher seine Anwesenheit fordern?

Meine Gedanken zum Buch:

Ein wunderschöner Teil, der sich sehr ausführlich mit der Ausbildung Eragons bei den Elfen befasst. Und dennoch es wieder schafft, das Ende so offen zu halten, dass man Teil 3 unbedingt lesen oder hören muss.
 
Zeitweise finde ich die Stellen jedoch sehr grausam - also ob das Buch wirklich schon ab 12 geeignet ist, wage ich mal zu bezweifeln.
 
Dennoch spannend und wunderbar zum Abtauchen in die Welt der Fantasy - nicht ohne Grund ein Bestseller!

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Der grosse Durst

Bild von ant
Verfasst von white bookreader ant am Sa, 25/04/2009 - 16:30
Inhaltsangabe

Der Vater ein Superman? Ein Slapstickstar? Ein Westernheld? Wenn der Vater meist alles andere als er selbst ist, kann ihn der Sohn umso leichter so gestalten, wie er ihn in seinen Lieblingsfilmen zu sehen glaubt. Schliesslich hat ein Neunjähriger noch wenig Ahnung davon, was ein Alkoholiker ist. Und seine Familie setzt alles daran, dass das so bleibt. Wenigstens vorerst.

„Der grosse Durst“ ist die Geschichte eines folgenreichen Missverständnisses. Ein Sohn erzählt von seinem etwas anderen Verhältnis zum alkoholkranken Vater. Seine manchmal irritierend wohlwollende Sicht auf eine hoffnungslose Verfallsgeschichte nimmt oft grotesk-komische Züge an. Sein Optimismus aber ist unerschütterlich. Er kann nicht anders, als die Exzesse seines Vaters als sorgfältig geplante Kapitel einer noch geheimen Erfolgsgeschichte zu verstehen. Wie sonst sollen es die beiden je zu einem Happy End bringen?

Der Autor
Dominik Bernet, 1969 in Basel geboren, schreibt Drehbücher für Kino und Fernsehen. Sein Roman-Erstling „Marmorera“
wurde zum Bestseller und kam in der Verfilmung von Markus Fischer in die Schweizer Kinos. Bernet wurde mit Förderpreisen ausgezeichnet, zuletzt von der Fachstelle Kultur des Kantons Zürich und vom Fachausschuss Literatur BS/BL für seinen zweiten Roman „Der grosse Durst“. Bernet lebt in Zürich.

Meine Gedanken zum Buch:

Sehr einfühlsames Buch, das sich aus völlig neuem Blickwinkel, dem altäglichen Problem des Alkohlismus widmet.
 
Das ist grosse Erzählkunst.
Bernet kann alles, was spannendes Schreiben ausmacht. Alles ist stimmig,  seine Schreibe ist  humorvoll und genau.
 

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Julians Bruder

Bild von adabei
Verfasst von white bookreader adabei am Fr, 23/01/2009 - 19:39
Inhaltsangabe

Die beiden Freunde, Julian und Paul, sind fast am gleichen Tag geboren, gehen in dieselbe Klasse und wachsen zusammen in der Jablonskistraße 53 in Berlin auf. Die glückliche Kindheit von Julian und Paul endet jäh, als sich die nationalsozialistische Gesinnung in den Köpfen auszubreiten beginnt. Julian muss, da dem neuen Klassenlehrer der Familienname Sternberg verdächtig erscheint, weil er Jude sein soll, obwohl er evangelisch getauft worden ist, die Schule verlassen. In Berlin wird für die jüdische Bevölkerung wegen antijüdischer Propaganda und antijüdischer Gesetze das Leben immer schwieriger. Pauls Eltern, Paul und dessen Schwester Bille versuchen zwar Julians Familie so weit wie möglich zu unterstützen und Jule gehört mit einem Male zu den "unerwünschten Personen". Seine Eltern werden 1942 in das KZ Ausschwitz deportiert. Jule kann bei verschiedenen hilfsbereiten Menschen, die oft selbst unter dem Regime leiden, unter falschen Namen untertauchen. Paul und seine Schwester Bille, die Jule schon lange liebt, sorgen für ihn und halten zum Freund. Auch Pauls Familie hat eigene Sorgen, denn der Vater muss an die Ostfront und Paul wird als Flakhelfer eingezogen. Das Ende des Krieges erleben die beiden Freunde untergetaucht in Ruinen, denn Paul will nicht noch in den letzten Kriegstagen als Flakhelfer für seinen Führer fallen. Als dann im April 1945 die Rote Armee der Sowjetunion die Deutsche Reichshauptstadt einnimmt, fühlen sich Paul und Jule befreit - der Krieg ist vorbei, die Nazi-Diktatur gestürzt. Sie meinen, ein neues Leben könne beginnen. Doch es beginnt für Paul und Julian ein dunkles und bis heute kaum bekanntes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte: In Berlin herrscht keineswegs Aufbruchsstimmung, sondern Rechtlosigkeit und sowjetische Truppen ziehen plündernd durch die Stadt. Als Pauls Schwester in aller Öffentlichkeit von russischen Soldaten vergewaltigt wird, wollen Julian und Pauls ihr helfen, doch sie werden verhaftet und als angebliche "Werwölfe" oder faschistische Soldaten ohne irgendeine Befragung oder irgendeine Untersuchung des tatsächlichen Geschehens in ein sowjetisches Internierungslager gebracht, das ehemalige KZ Buchenwald. Julian wird als Verfolgter der Nationalsozialisten nicht akzeptiert. Drei Jahre lang dauern die fürchterlichen Entbehrungen. Sie lassen zwar Paul immer noch hoffen, aber Julian verliert die Hoffnung, klagt nicht über Durchfall, verheimlicht sein Kranksein und gibt sich dem sicheren Sterben hin.

Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch "Julians Bruder" ist die Geschichte einer großen Freundschaft. Dem Autor Klaus Kordan ist es gelungen, ein dunkles und auch wenig bekanntes Kapitel der deutsches Kriegs- und Nachkriegsgeschichte zu beleuchten.  Kordan versteht es, für jugendliche und erwachsene Leser einfühlsam und packend zu schreiben. Dieser historische Roman berührt viele Tabus, ist beklemmend und berührend, lässt naturgemäß auch viele Fragen offen und verleitet geschichtlich Interessierte zur Suche nach weiteren historischen Fakten.

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Die stille Zeit

Bild von Gabi Stachl
Verfasst von green bookreader Gabi Stachl am Mi, 07/01/2009 - 21:59
Inhaltsangabe

Lektüre zu Weihnachten und für die stille Zeit zwischen den Jahren, zusammengestellt von Erika Pluhar. Texte, die den Traum von Weihnachten berühren als eine Zeit der Ruhe und Nachdenklichkeit, in der Raum ist für das, was wir am nötigsten brauchen: die Liebe zueinander.
Geschichten und Gedichte u.a. von Hesse, Rilke und Brecht, aber auch von Erika Pluhar selbst.

Meine Gedanken zum Buch:

Zu Weihnachte 2007 habe ich dieses Buch geschenkt bekommen und heuer zum zweiten Mal gelesen. Die Texte stimmen teilweise nachdenklich und beleuchten Weihnachten aus verschiedenen Blickwinkeln, in der Vergangenheit (z.B. Nachkriegszeit) genauso, wie in der Gegenwart. Eine Lektüre zum Entspannen im Kerzenschein oder vor den Kamin.

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Landliebe gesucht

Bild von Daniliesing
Verfasst von grey bookreader Daniliesing am Fr, 26/12/2008 - 01:45
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Dies ist die Geschichte dreier sehr unterschiedlicher Schwestern. Als Kinder sind sie zusammen auf dem Hof ihrer Eltern aufgewachsen, wo es viel Arbeit mit den Tieren (speziell Kühen) gab. Frühes Aufstehen und körperliche Anstrengung gehörten zur Tagesordnung.
Mittlerweile sind die 3 erwachsen und haben sich sehr verschieden entwickelt. Marie ist Barkeeperin in einer Rock-Bar, hat sich die Brüste vergrößern lassen und kümmert sich auch sonst eher um ihr äußeres Erscheinungsbild. Von ihrer Mutter hat sie sich nie verstanden gefühlt.
Lena ist schon früh Mutter geworden, hat mittlerweile vier Kinder, so einige Haustiere und einen meist abewesenden Mann names Robert.
Asa lebt allein mit ihrem Mann Adam in der Stadt. Zusammen haben sie eine riesige Wohnung und fühlen sich damit eigentlich gar nicht so wohl. Zwar haben sie viel Geld, aber noch viel lieber hätten sie ein Kind, was sich aber als schwieriger herausstellt, als erwartet.
Alle drei sind nicht zufrieden mit ihren Leben und als dann auch noch der geliebte Vater stirbt, überschlägt sich alles. Sie fühlen sich auch unverstanden und es muss sich einfach etwas in den Leben der Drei ändern.

Meine Gedanken zum Buch:

Als ich den Titel dieses Buches las, dachte ich sofort "Oh nein, nicht ein Buch im Stil von Bauer sucht Frau". Auch der Klappentext konnte mich beim besten Willen nicht überzeugen. Wider erwarten hat das Buch aber mit seinem Cover und Klappentext eigentlich wenig bis gar nichts gemein. Deshalb wurde ich sehr positiv überrascht.
Anfangs dachte ich ja, dass das Buch sehr von Vorurteilen behaftet ist und sich zu vieler Klischees bedient. Doch je länger ich gelesen habe, desto mehr überzeugte mich das Buch. Die Figuren wirken immer echter und trotz ihrer Unterschiedlichkeit kann man sich in ihre Probleme hineinversetzen. Wirklich liebevoll beschreibt Emma Hamberg die drei Schwestern und man muss sie einfach alle mögen. Zwar tun sie sich auch gegenseitig weh und sind manchmal nicht ganz fair den anderen gegenüber, aber trotzdem wird ihre Liebe zueinander klar ausgedrückt. Ihnen ist immer bewusster, dass man den Lebensstil und die Einstellungen der anderen nicht immer verstehen muss, um sich damit zu arrangieren und sie zu akzeptieren. Für jeden ist etwas anderes richtig und gut.
Sprachlich kann man das Buch sicher nicht als hoch-literarisch bezeichnen, aber das muss es auch gar nicht sein. Es handelt sich ja um das Leben drei ganz normaler Schwestern und so wirkt der Sprachstil auch echt und passend zur Situation. So kann man das Buch sehr schnell lesen und ist doch traurig, wenn es vorbei ist. Man schließt die Figuren einfach ins Herz und gerade Maries Humor gefiel mir äußerst gut.
Als negative Punkte kann ich wirklich nur anmerken, dass der Titel und der Klappentext nicht passen. Man könnte wirklich denken, dass diejenigen, die dafür verantwortlich sind, das Buch gar nicht gelesen haben.
Am besten davon lässt man sich nicht abschrecken und liest diesen schönen, liebevollen und feinfühligen Familienroman selbst. Dann kann man sich nämlich eine passendere Meinung bilden.
Gern würde ich auch eine Fortsetzung lesen, denn möglich wäre diese auf jeden Fall.

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