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Familie

Paradies der Ungeheuer

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 11/11/2011 - 15:46
Inhaltsangabe

Von Beruf ist Benjamin Malaussène Sündenbock, aber auch großer Bruder und Ernährer zahlreicher Halbgeschwister. Die ganze Sippschaft wohnt in einem alten Laden im bunten Pariser Stadtteil Belleville. Väter gibt es nicht, und Maman ist ständig in Liebesabenteuern unterwegs. Benjamin arbeitet in einem großen Pariser Kaufhaus in der Reklamationsabteilung, hält für alle Pannen seinen Kopf hin. Aber man will ihm noch mehr anhängen: eine Serie geheimnisvoller Bombenexplosionen im Kaufhaus, deren Opfer sich ausgerechnet immer in seiner Nähe aufhielten. Doch die Ermittlungen des Kriminalkommissars Coudrier führen in eine andere Richtung. Benjamin könnte aufatmen, wenn nicht zu Hause bei den Geschwistern dauernd etwas schief ginge: Jeremy bastelt in der Schule erfolgreich eine Bombe, Louna kriegt Zwillinge, Julius der Hund erleidet seinen ersten epileptischen Anfall. Und in all dem Trubel verliebt Benjamin sich unsterblich in die überwältigende Journalistin »Tante Julia«.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit den Malaussènes hat Daniel Pennac eine einzigartige Familie geschaffen, wie sie bunter nicht sein könnte. Mein erster Gedanke galt den Flodders, aber ganz so verkommen sind die Franzosen nicht, sie leben auch nicht von der Wohlfahrt. Sondern von der ehrlichen Arbeit Benjamins, der damit sich selbst, einen riesigen Hund und eine unüberschaubare Anzahl von Geschwistern finanzieren muss, von denen jeder einzelne seine unverkennbaren Schrullen hat.
Abgesehen von der Vorstellung dieser illustren Gesellschaft passiert aber auch ganz schön viel auf diesen 282 Seiten. Mehrere Bomben explodieren, ein Hund fällt ins Koma, und eine Geheimgesellschaft ergeht sich in den dunkelsten Praktiken.
Alles in allem ein wirklich witziges Lesevergnügen mit einer gelungenen Mischung aus feiner Ironie und provokantem Brachialhumor, einer Prise Emotion und Tiefgang, sowie einem nicht unwesentlichen Anteil Spannung.
"Paradies der Ungeheuer" ist der erste Teil einer längeren Reihe, der zweite ist bereits bestellt. Ihr werdet also noch mehr von den Malaussènes zu lesen bekommen!

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Eva schläft

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Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 26/09/2011 - 20:50
Inhaltsangabe

Eva ist Anfang 40, als sie einen Anruf von dem Mann erhält, der in ihrer Kindheit eine Zeit lang die Rolle des Vaters einnahm, bevor er scheinbar für immer verschwand: Vito Anania. Er liegt im Sterben, und noch einmal möchte er Eva sehen. Sie tritt die Zugreise von Südtirol quer durch Italien in den äußersten Süden an. In ihrer Vorstellung entfaltet sich noch einmal ihre ganze Kindheit in Südtirol, geprägt von den politischen Verwerfungen dieser Region, aber mehr noch von der Liebe ihrer Mutter, der im Leben nichts geschenkt wurde.

Meine Gedanken zum Buch:

mmmhhhh.... trotz aller guten Kritiken, die ich über  dieses Buch schon gelesen habe, muss ich gestehen.....ich kann in diese Lobeshymnen nicht einstimmen...
Die Autorin packt eine Liebesgeschichte, ein Familiendrama und politische/gesellschaftliche Informatione über die Verbindung Italine/Südtirol zusammen in einen Roman... vielleicht ein bisschen zu viel des Guten....nicht unbedingt uninteressant, aber ich muss gestehen, mit der Zeit wurde mir alles ein wenig zu lang und auch ausschweifend.
Der Aufbau der Erzählung ist wie in so manchen Bücher zweigeteilt. Einerseits reist man mit Eva in der Gegenwart quer durch Italien, andererseits "reist" man in ihre Vergangenheit bzw. Kindheit und rollt so ihr Leben aus einem anderen Blickwinkel auf. Vielleicht hätte die Autorin diesem Roman nicht so in die Länge ziehen sollen, oft ist es besser dem Leser ein bisschen weniger Informationen zu geben... denn wenn man, so wie ich mal das Interesse an dem Gelesenen verloren hat, ist es kaum möglich, nochmal die Aufmerksamkeit zu wecken. Trotz vieler guter Ansätze fand ich "Eva schläft" alles in allem zu langatmig....

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Der Hypnotiseur (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 02/09/2011 - 10:49
Inhaltsangabe

Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss. Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ...

Meine Gedanken zum Buch:

Lars Kepler, eigentlich ein Deutscher, hat einen erstklassigen Skandinavienkrimi geschrieben. Es stimmt die Atmosphäre, die Figuren haben Hand und Fuß, der Stil ist sachlich und die Themen sind durachaus auch als aktuell zu betrachten. Vor allem die Art und Weise, wie manche Jugendliche ihre Zeit vor dem PC verbringen und in Fantasiewelten leben, die bald einmal zur Realität werden können.
Ein zentrales Thema ist natürlich die Hypnose, deren Methoden und Wirksamkeit in der Psychotherapie von mehreren Seiten beleuchtet und hinterfragt wird. Im Zentrum der Geschichte steht Erik Maria Bark, der mittels der Hypnose einem Menschen das Leben retten soll, was letztendlich zum Desaster führt.
Alles in allem ein solider Thriller mit viel Spannung und grundsätzlich stimmiger Handlung, sehr gut gelesen von Simon Jäger. Eine Empfehung für Thrillerfans ist dieses Buch auf jeden Fall. Das Hörbuch gibt es gekürzt auf CD und ungekürzt exklusiv bei audible.de

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Charlottes Traum

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Verfasst von yellow bookreader Laura am Sa, 13/08/2011 - 10:45
Inhaltsangabe

Wie schrecklich weh die Liebe tun kann, erfährt die 15-jährige Charlotte, als sich ihre Eltern trennen. Der Vater hat eine Neue, Babsi, die auch noch nett ist. Die Mutter tröstet sich mit dem Nachbarn, während sich Charlotte um die kleinen Brüder kümmern darf. Neue Wohnung, neue Schule, neue Ersatzväter – Charlotte ist kurz vor dem Ausrasten. Doch dann laufen ihr plötzlich gleich zwei Jungs über den Weg, der Sulzer und der Carlo. Und Charlotte erlebt selbst, dass die Liebe manchmal ganz schön chaotisch und verrückt sein kann. Aber auch wunderschön.

Meine Gedanken zum Buch:

Nachdem Gabi Kreslehner, die Autorin von „Charlottes Traum“, bei uns in der Schule war und einige Stellen aus ihrem Debütroman vorgelesen hat, kam ich endlich selbst dazu, dieses Buch zu lesen und kann allen Rezensionen nur zustimmen, die ein sehr gutes Buch voraussagten: „Charlottes Traum“ hat mich von Anfang an begeistert und mich in seinen Bann gezogen. Der Inhalt, der sich hauptsächlich um die Trennung ihrer Eltern und die eigene Verwirrtheit, was ihre Gefühle zu Carlo und dem Sulzer betrifft, dreht, ist sehr unterhaltsam. Die Autorin hat sich durch das Buch hindurch immer wieder tolle Situationen einfallen lassen, die mich dazu bewegt haben, es nicht aus der Hand zu legen.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil von Kreslehner, der wirklich einzigartig ist und sich bei weitem mit keinem ähnelt, der mir bis jetzt untergekommen ist. Er trägt auch dazu bei, dass man sich als Leser in Charlottes Lage versetzen und ihre Stimmungsschwankungen hautnah miterleben kann.
Da "Charlottes Traum" nur 117 Seiten zählt, ist es sehr schnell ausgelesen, dafür hat die Autorin aber zahlreiche Ereignisse in dieses Buch hineingepackt und sich zudem auch noch verschiedene und interessante Charaktere einfallen lassen wie zum Beispiel Hanna, die sich durch witzige Vergleiche auszeichnet (siehe 1.Zitat).
Ich bin der Meinung, dass alle Preise, die Kreslehner für dieses Buch bekommen hat, absolut verdient sind und würde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

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Lautlos in den Tod

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 30/05/2011 - 08:19
Inhaltsangabe

Die Schwestern Judith, Lisbeth und Carol sind bei der Großmutter aufgewachsen und kehren wie jedes Jahr für das Weihnachtsfest nach Tromso zurück. Lisbeth ist Hebamme, Judith eine erfolgreiche Fotografin und Carol eine desillusionierte Alkoholikerin. Aber wer von ihnen tötet Männer? Denn kurz vor Weihnachten wird im örtlichen Krankenhaus ein Mann ermordet, der seine Frau misshandelte und den alle drei Schwestern kannten.

Meine Gedanken zum Buch:

"Lautlos in den Tod" war eigentlich ein Griff ins Blaue, der sich aber auf jeden Fall gelohnt hat.
 
Ein recht interessanter Aufbau lässt sofort Spannung und auch Neugier auf mehr aufkommen.
 
Einerseits nimmt man am "normalen" Lauf der Handlung teil.
Andererseits bringen Tagebucheinträge vergangener Zeiten immer wieder neue Einblicke und auch Hinweise auf den Täter und dessen Vorleben.
 
Man hat fast das Gefühl neben dieser Person zu sitzen, die Nähe zu spüren, man kann die Konturen sehen..... nur getrennt durch einen dünnen Vorhang der sein Geheimnis dann doch nicht preis gibt.
Bis zur Hälfte des Buches spielt die Autorin dieses Spiel mit uns und ich muss zugeben, ich war fast ein wenig enttäuscht, als sie dann doch den Täter zu erkennen gibt. Doch es hat im Endeffekt dem Lesefluss keine Abbruch getan.
Bis zum Ende liest sich dieser Roman flüssig und spannend und er hat auch noch mehr zu bieten als die typischen Mordserien mancher Thriller. Fr. Lindell gibt dem Leser Hintergrundinformationen zu dem Motiv..... das, wenn man es genau betrachtet, garnicht mal so weit hergeholt ist..... Kindheitserfahrungen egal ob positiver oder negativer Natur prägen und das für das ganze Leben .....

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The House of Special Purpose (Das Haus zur besonderen Verwendung)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 05/05/2011 - 12:37
Inhaltsangabe

Russland 1915: In einem kleinen Dorf verhindert der sechzehnjährige Bauernsohn Georgi mit Glück und Geistesgegenwart ein Attentat auf ein Mitglied der Zarenfamilie. Zar Nikolaus II. ruft Georgi daraufhin nach Sankt Petersburg, wo er ihn zum Leibwächter seines einzigen Sohnes ernennt, der nicht nur als Thronfolger in ständiger Lebensgefahr schwebt. Georgi weicht dem kleinen Zaren fortan nicht mehr von der Seite und findet in ihm einen Freund. In den prunkvollen Sälen des Winterpalais begegnet er auch der Zarentochter Anastasia. Sie verlieben sich, wohl wissend, dass diese Liebe nicht sein darf. Doch Georgi ist entschlossen, für Anastasia bis zum Äußersten zu gehen. Aber dann erhebt sich das Volk gegen den Zaren; das ganze Land taumelt dem Abgrund der Revolution entgegen. Anastasia und ihre Familie werden an einen geheimen Ort verschleppt ins "Haus zur besonderen Verwendung".

Meine Gedanken zum Buch:

Nachdem ich in letzter Zeit einiges zum Thema russische Revolution aus der Sicht der Revolutionäre gelesen habe, war dieses Buch eine willkommene Abwechslung in dem Sinne, dass diesmal aus Sicht der Zarenfamilie und ihrer Getreuen berichtet wird. Der Ich-Erzähler Georgy wird durch ungewollte Tapferkeit zum persönlichen Leibwächter des Zarewitsch Alexander ernannt und lernt so die Familie aus nächster Nähe kennen. Den Zar respektiert er aus ganzem Herzen, wobei er dieses jedoch der jüngsten Großfürstin Anastasia schenkt. Wie es kommen muss, fällt die Familie dem Mord durch die Revolutionäre zum Opfer, Georgy jedoch gelingt es, nach Frankreich und später nach England zu fliehen, wo er bis zum Krebstod seiner Frau alle Höhen und Tiefen eines Emigrantendaseins durchlebt.
 
Boyne hat einen interessanten und berührenden Roman geschrieben, dem es jedoch leider oft am Detail mangelt. Z.B. fragt man sich doch unwillkürlich, woher ein russicher Bauer so gut Französisch und Englisch spricht, dass er unmittelbar nach seiner Ankunft im entsprechenden Land Jobs im Buchhandel bzw. einer Bibliothek bewältigen kann. Derartige Informationslücken gibt es etliche, wobei andererseits die historische Genauigkeit relativ gut gegeben ist, wie ich nachrecherchieren konnte. Natürlich leidet diese immer dort, wo Georgy seine persönlichen Erlebnisse mit der Zarenfamilie berichtet, aber sonst hätten wir ja ein Geschichtswerk und keinen Roman vor uns. Alles in allem ein schönes Buch, leicht zu lesen und gut fürs Gemüt. Kein Meisterwerk, das man unbedingt gelesen haben muss, aber doch gut für ein paar entspannende Lesestunden.

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River

Bild von Michaela Wrumec
Verfasst von green bookreader Michaela Wrumec am Mi, 27/04/2011 - 09:10
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Ein packendes Familiendrama von Liebe, Tragik und dunklen Geheimnissen

Natalie ist vierzehn, als der charismatische River an einem heißen Julinachmittag auf der Milchfarm der Wards in den kanadischen Cascade Mountains auftaucht. Mit der sanften Stimme und den aquamarinblauen Augen wird er bald Teil der glücklichen Familie. Doch tragische Ereignisse verändern das Leben aller, und die Idylle endet jäh...

"Das in Rückblenden erzählte Werk ist schlicht großartig. In einer exakten, direkten Sprache zeigt Donna Milner auf, wie ein einziger Moment eine wahre Lawine, eine fast unglaubliche Kettenreaktion an Ereignissen lostreten kann" Kulturagenda Bern

Meine Gedanken zum Buch:

Donna Milner schafft es, mit einer zarten, faszinierend schönen Sprache herrliche Bilder im Kopf des Lesers zu malen. Ich hätte noch viel mehr schöne Stellen zitieren können. Die Geschichte, die uns hier erzählt wird, ist aber sehr tragisch. Eine Entscheidung, ein Schritt, ein Moment lösen einen wahren Sturm an Ereignissen aus und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Und Unausgesprochenes verändert das Leben aller Beteiligten, die noch Jahrzehnte später darunter leiden. Ein großartiges, fesselndes Buch, das mich nachdenklich und mit ein bisschen Bauchweh zurücklässt.

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Mängelexemplar

Bild von Gabi Stachl
Verfasst von yellow bookreader Gabi Stachl am Mo, 04/04/2011 - 10:53
Inhaltsangabe

Karo lebt schnel und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, selbstironisch und liebenswert. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da.

Meine Gedanken zum Buch:

Karo fällt, ausgelöst durch den Verlust ihres Jobs, in ein tiefes Loch, sie bekommt Panikattaken und wird unendlich traurig und müde. Doch von Anfang an lässt sie sich helfen: Von ihrer Mutter, ihrer Therapeutin und ihrem besten Freund. Das Buch beschreibt den langen Weg aus der Depression, die Fortschritte aber auch Rückschläge. Die ganze Zeit über ist Karo dabei auf der Suche nach der Ursache ihrer Angst. Trotz des "schwermütigen" Themas schreib Sarah Kuttner sehr humorvoll. Ich fand beim Lesen sehr schnell in die Handlung, denn so wie der Hauptfigur geht es sicher vielen Menschen und nicht alle haben so ein intaktes soziales Netz, das sie dabei auffängt.

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Rubinrotes Herz, eisblaue See

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 14/02/2011 - 14:05
Inhaltsangabe

Ein Fischerdorf an der Küste Maines, am nordöstlichsten Zipfel der USA. Dicht an dicht schmiegen die Häuser sich an die Granitfelsen.
Florine lebt geborgen bei ihren Eltern und ihrer Großmutter inmitten der Gemeinschaft der Familien,die hier seit Generationen auf Hummerfang gehen. Die
kleinen Reibereien zwischen ihrer lebenshungrigen Mutter Carlie und dem bodenständigen Vater können das Leben der Elfjährigen nicht ernsthaft erschüttern. Bis Carlie eines
Tages spurlos verschwindet. Alle Nachforschungen scheinen ins Leere zu laufen. Die Frage, ob ihre Mutter Opfer eines Verbrechens wurde oder freiwillig ging, wird Florine in den folgenden Jahren ständig begleiten. Und sie muss mit der Zumutung fertig werden, dass das Leben um sie herum trotzdem weitergeht....

Meine Gedanken zum Buch:

"Rubinrotes Herz, eisblaue See" ist ein Roman, in dem Lachen und Weinen sehr nahe beieinander liegt.... und das ist nicht nur eine Floskel.
 
Das Leben kann so perfekt verlaufen, kann uns glücklich  und zufrieden machen und doch kann es uns mit einem Mal den Boden unter den Füßen weg reißen.
 
Genau so widerfährt es Florine, die viel zu früh in ihrem Leben erfahren muss, was es heißt, einen Elternteil zu verlieren.
Ein Schicksal (und leider  auch nicht das letzte in ihrem Leben), das alles verändert und neue Bahnen für sie  einschlägt. Man darf sie begleiten auf ihrem Weg beim Erwachsen werden und es ist nicht immer leicht.... denn so wie jedes junge Mädchen die Hürden des Älter werdens bezwingen muss, bleibt auch Florine all dieses nicht erspart.... blos, wo ist der Mensch, der ihr den Rücken stärkt.... und immer diese begleitende Frage: Warum???? Wird sie jemals wieder kommen???
 
Mit viel Feingefühl und Ehrlichkeit erzählt M.C. Rogers diese Geschichte über Hilflosigkeit, Wut und den Lauf des Lebens, der für keinen von uns eine Ausnahme macht...
Ein besonderes Buch und man sollte auch noch am Rande anmerken: bei weitem kein typisches "Frauenbuch" (auch wenn der Einband darauf schließen lassen könnte).
Ich war und bin begeistert!!!!!!

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Der Tag, an dem Marilyn starb

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mi, 05/01/2011 - 11:18
Inhaltsangabe

Ist es Zufall, dass Lucy Coulter am selben Tag stirbt wie Marilyn Monroe? Der 5. August 1962 jedenfalls ist für ihre Familie ein tragischer Tag. Warum musste die junge Frau auf so mysteriöse Weise ums Leben kommen? Doch ihr Tod zwingt ihren Mann Howard auch, sich endlich der Antwort auf eine Frage zu stellen: Warum hat er ihr all die Jahre nie die Wahrheit über seine Vergangenheit gesagt?

Meine Gedanken zum Buch:

Kriegsjahre voller Angst und Bangen... Familien die um ihr Söhne und Väter fürchten, Zerstörung, Furcht, der Wunsch nach Heimat, der Kampf ums Überleben... Donna Milner erzählt in diesem Roman eine Lebensgeschichte aus zwei Sichtweisen.
Einmal eine Art Rückblende in vergange Tage, in denen sich der damals noch junge Howard freiwillg zum Kriegsdienst gegen die Japaner meldet..... und zum anderen die Zeit danach, wo man glaubt alle Schrecken hinter sich gelassen zu haben.... zurück im Schoß der Familie und doch wird sofort klar, das Erlebt kann nicht so leicht abgeschüttelt werden..... als dann noch Howards Frau unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, droht die ganze Familie zu zerbrechen....
 
Eigentlich ein "alter Hut"... man kennt genau diese Art von Erzählungen aus unzähligen Filmen und Büchern und doch schafft Donna Milner mit ihrem neuen Roman keine billige Kopie sonderen ein Buch, das dem Leser sehr nahe geht.
Mit ruhigem und feinfühligem Schreibstil behandelt sie ein Thema, das Unfassbares parat hält. Als Leser wird man mit viel Schrecklichem konfrontiert.. ist schockiert, berührt, aufgewühlt.... viele Eindrücke bleiben und auch die Gewissheit, das ein "Kriegsende" im Grunde absolut nichts damit zu tun hat, dass Waffen niedergelegt werden.... auch wenn körperliche Gewalt ein Ende hat so gilt das noch lange nicht für die Seele und den Geist....
 
Danke an das bookreaders Team für dieses Geschenk, da habt ihr wieder einen tollen Griff gelandet!!!
 

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