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Dorfmilieu in der Provence

Die Wasser der Hügel

Bild von Rotbart
Verfasst von yellow bookreader Rotbart am So, 10/04/2011 - 19:41
Inhaltsangabe

Vordergründig ein krimi und die Beschreibung eines ganzen Dorfes als Mittäter, sowie die Rache an den Tätern und wieder dem Schweigen des Dorfes, man kann großes Parabeln zur Geschichte machen oder aber einen Beschreibung der Sturheit der provencalischen Bauernschädel darin sehen.
In Kurzfassung
Um einen Brunnen herum in den Hügeln des Etoile Massivs hat sich ein kleines Dorf mit 150 Einwohner gebildet und die kleine verschworene Gemeinde duldet ein Verbrechen gegen den zugezogenen Jean einen buckligen Finanzbeamten aus der Stadt, der einen Berghof geerbt hat und mit Frau und Tochter Manon, diesen Hof bewirtschaften will.
Der Hof hat den Vorteil einer eigenen Quelle, deswegen möchten 2 Bauern aus dem Dorf Papet und Ugolin das Land kaufen. Um den zugezogenen Jean zum Verkauf zu nötigen, blockieren Sie die Quelle, beim Versuch die Quelle wieder zu öffnen stirb Jean bei einem Unfall, die kleine Tochter Manon entdeckt aber, dass die Quelle von Papet und Ugolin absichtlich blockiert wurde.

Jahre später versiegt die Quelle des Dorfes und die Dorfgemeinschaft muß erkennen, dass dies die Rache für ihr Schweigen ist und sie erkennen auch, dass es einen Mitwisser und Rächer geben muß und nur diese(r) kann die Vernichtung des Dorfes abwenden.

Die Auflösung cerschweige ich jetzt um einen Anreiz zum lesen zu geben.

Meine Gedanken zum Buch:

Wörtlich genommen hat Marcel Pagnol ein Buch "Die Wasser der Hügel" nie geschrieben, es ist der Titel des daraus entstandenen Filmes und wurde für die deutschen Übersetzungen übernommen.
Eigentlich sind es zwei Bücher mit den Titeln (1) Jean de Florette und (2) Manons Rache !Das bis heute faszinierende an den Büchern ist, dass Marcel Pagnol, der selbst in der Provence geboren und aufgewachsen ist, mit großer Intersität ein Milieu zeichnet, dass so oder ähnlich in allen abgelegenen Dörfern vorkommen könnte.
Die allzu menschlichen Verhaltensweisen wurden hier vor dem Hinterngrund eines scheußlichen Verbrechens "an dem Fremden" geschildert, der jedem Humanismus Hohn spricht. Ein Gleichnis wie Nathan der Weise oder andere große Werke der Weltliteratur - leider einsame Rufe in der Wüste.

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