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Diktatur

How The García Girls Lost Their Accents

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 16/05/2012 - 13:26
Inhaltsangabe

Yolanda Garcia is taking a trip to the Dominican Republic to revisit the country where she was born, and which her family was forced to flee for New York when she was a child. Previously privileged and wealthy, the family finds it hard to adjust to immigrant life in the Bronx, particularly their tough old-world father, Papi. As they try immerse themselves in the American way of life, Yolanda and her three sisters begin to rebel against Papi's traditions and values, each in their own way. But, however the girls may iron the curls from their hair and blend their Hispanic accents to fit in, they will always see the world through Dominican eyes. Now Yolanda needs to return one more time, to recover forgotten memories and remember that part of her she lost.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch erzählt die Geschichte von vier Frauen, die als Kinder gemeinsam mit ihren Eltern aus der Dominikanischen Republik flüchten mussten, wo sie wohlbehalten im Kreise einer großen wohlhabenden Familie lebten. In den USA sieht die Sache schon anders aus. Es muss gespart werden, der grandiose Familienname zählt garnichts, sondern nur die dunkle Hautfarbe, das fremde Aussehen, der Akzent. Aber auch im Exil bleibt der Vater Patriarch, verwöhnt seine Töchter wo es nur geht, stellt aber auch die Regeln für ihr Leben auf, aus denen sie, eine nach der anderen, nur mit Schwierigkeiten ausbrechen können. Nervenzusammenbrüche, Liebeskummer und Heimweh nach der Vergangenheit bestimmen das Leben der vier Frauen.
Im Grunde ist es eine Geschichte vom Erwachsenwerden. Die Mädchen verlieren nicht nur ihren Akzent, sondern vor allem ihre Unschuld. Nicht im Sinne von Jungfräulichkeit, sondern im Sinne dieser kindlichen Unschuld, die die Welt in Schwarz und Weiß erscheinen lässt.
Ein schöner Roman für alle, die gerne Familiengeschichten lesen, die zum Teil in exotischer Umgebung spielen. Ein Zufallstreffer, über den ich mich sehr gefreut hab.

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Bewohnte Frau

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 11/01/2008 - 10:07
Inhaltsangabe

In einem fiktiven Staat in Lateinamerika verliebt sich die selbstbewusste Lavinia in den Revolutionär Felipe. Zugleich wird die Geschichte zweier Indios erzählt, die im Kampf gegen die Conquistadores ihr Leben lassen mussten. Ihre Kraft wird im Saft eines Organgenbaums bis in die Gegenwart weitergegeben.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich liebe dieses Buch für seine kraftvolle Sprache, die Bildhaftigkeit, die viele lateinamerikanische SchriftstellerInnen so wunderbar beherrschen. Gioconda Belli hat selbst im Widerstand gekämpft, in vielen Bereichen - auch der Liebesgeschichte - ist das Buch fast autobiographisch. Ich hatte das Glück, sie kennenzulernen, und selten habe ich so eine charismatische, kraftvolle und lebensfrohe Frau gesehen, die ihr Geschick mit soviel Mut und Optimismus trägt, die nie aufgehört hat, sich für ihre Ideale einzusetzen.
Was mir so gut gefallen hat an dem Buch war die Parallelität der beiden Geschichten, deren Fäden sich letztendlich im Orangenbaum treffen. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich den Schluss in der Straßenbahn gelesen habe, und mich alle ganz verdutzt gemustert haben, weil ich die Tränen nicht zurückhalten konnte.
Ich glaube sowieso nicht, dass es Männer- und Frauenbücher gibt, aber in diesem Fall verwehre ich mich ganz besonders gegen diese Kategorisierung, weil die Geschichte universell gültig ist, für alle, die für ihre Ideale einstehen und daran glauben, etwas bewirken zu können.

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