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Deutschland

Die Weltreise einer Fleeceweste

Bild von Angelika Zehetner
Verfasst von yellow bookreader Angelika Zehetner am Do, 17/09/2009 - 17:47
Inhaltsangabe

Von den Erdölfeldern am Persischen Golf über die Textilfabriken in Bangladesh und ein Warenhaus in Deutschland bis zu einem Flüchtlingsschiff vor den Kanarischen Inseln - Wolfgang Korn erzählt die spannende Geschichte einer Fleeceweste und macht Hintergründe und Zusammenhänge der Globalisierung anschaulich.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist zwar eher ein Kinderbuch, aber sehr empfehlenswert. Es handelt sich um eine Geschichte über die große Globalisierung. Es wird einem wieder vor Augen geführt, wie sehr unsere Waren um die Welt reisen, bis wir sie dann endlich in Händen halten.
Es ist zwar eine Geschichte, doch immer wieder gibt es hervorgehobene Stellen, bei denen man kurze wissenschaftliche Infos über Supertanker, Bangladesh, Arbeitsverhältnisse im Ausland, Containerschiffe usw. erhält.

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Deutschland mit anderen Augen. Erfahrungsberichte von Menschen mit Migrationshintergrund

Bild von Ulrike Bartels
Verfasst von white bookreader Ulrike Bartels am Mi, 05/08/2009 - 08:56
Inhaltsangabe

Deutschland mit anderen Augen - Erfahrungsberichte von Menschen mig Migrationshintergrund...

...enthält zwanzig Porträts von Menschen mit Migrationshintergrund, die aus -oftmals exotisch anmutenden- Ländern wie dem Senegal, Nepal, China, Bolivien und Russland stammen.

"Deutschland mit anderen Augen" macht sich auf die Suche nach "deutschen Identitäten" und fragt nach, was Deutschland heute im Vergleich mit und im Kontext anderer Länder und Kulturen ist. In persönlichen Erfahrungsberichten erzählen die Menschen davon, wie und warum sie ihr Heimatland verlassen haben, welche Vorstellungen von Deutschland sie dabei hatten und wie sie sich in ihrer neuen Heimat Deutschland etabliert und integriert haben.

Die Porträtierten sind Akademiker und Studierende, Männer und Frauen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Viele von ihnen sind dabei als Trainer/innen, Tutor/innen und Mitarbeiter/innen bei und für die Organisation InWENt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung) tätig, sodass sie auf einen großen Erfahrungsschatz in der interkulturellen Arbeit zurückgreifen können und über professionelles Know-How in der Vermittlung von Kultur-Unterschieden verfügen.

Die Perspektiven der Portraitierten auf Deutschland sind dabei unterschiedlich und zum Teil widersprüchlich. Es werden Bilder von Deutschland und seiner Gesellschaft konstruiert und im nächsten Moment wieder dekonstruiert. "Deutschland mit anderen Augen" erzeugt Perspektivenwechsel und lädt die Leser/innen zu einer Standortbestimmung im multikulturellen Kontext ein.

Das Buch ist im Buchhandel oder beim Horlemann-Verlag (www.horlemann.info) erhältlich.
Ulrike Bartels, Daniela Ristau, Claudia Heib
Deutschland mit anderen Augen
Erfahrungsberichte von Menschen mit Migrationshintergrund
Horlemann-Verlag, 14,90 ,-€
ISBN: ISBN-10: 3895022764
ISBN-13: 978-3895022760
www.horlemann.info

Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch möchte zur Reflektion über das Leben und die Kultur in Deutschland beitragen - und auch zu einem differenzierten Blick auf Menschen mit Migrationshintergrund bzw. moderne Nomaden.
 

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Harbour Bridge

Bild von rweilguny
Verfasst von grey bookreader rweilguny am Mo, 02/03/2009 - 09:03
Inhaltsangabe

Mike ist Ende zwanzig, oberflächlich und schert sich einen Dreck um die Gefühle anderer. Als sein Leben ihn zu langweilen beginnt, macht er sich auf, die Welt zu erobern. Von Frankfurt verschlägt es ihn nach Sydney, wo er nicht nur seine eigene Firma gründet, sondern auch die Liebe seines Lebens kennen lernt.

Jade ist warmherzig und überzeugt, aus der Welt einen besseren Platz machen zu können. Mit ihr gemeinsam zieht Mike in eine Wohnung mit Aussicht am McMahons Point, denn er verliert sein Herz nicht nur an seine Freundin. Er betet auch das in seiner Silhouette gleichsam perfekte Verbindungs­bauwerk zwischen dem Nord- und Südteil der Stadt an.

Mit dem Platzen der New Economy-Blase nach der Jahrtausend-wende schlittert Mikes EDV-Firma in eine tiefe finanzielle Krise und er selbst in das Intrigenspiel einer einflussreichen Sydneyer Geschäftsfrau. Letztendlich sieht er nur noch einen Ausweg, um sein Unternehmen zu retten. Am 11. September, als am anderen Ende der Erde Flugzeuge in Hochhäuser stürzen, begeht er einen fatalen Fehler. Und Jade verlässt ihn.

Nach einer Weile, während er in Selbstmitleid zerfließt und sein Leid in Alkohol zu ertränken versucht, beschließt er, um Jade zu kämpfen. Er lässt dafür nichts unversucht, aber letztendlich ist es jemand anderes, der – ungewollt – Jade dazu bringt, zu Mike zurückzukehren. An diese Möglichkeit hätte Mike nicht im Traum gedacht. Er wird es auch niemals erfahren.

Meine Gedanken zum Buch:

Das Buch ist kurzweilig und liest sich gut, es ist die perfekte Couch- oder Strandlektüre! Ausserdem gibt es gute Einblicke in die australische Kultur und Lebensweise! Genial für alle, die sich für Australien interessieren!

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Kaltenburg

Bild von Wolfgang
Verfasst von white bookreader Wolfgang am Fr, 29/08/2008 - 16:05
Inhaltsangabe

Ludwig Kaltenburgs Leben wird von seinem Ziehsohn und Schüler Hermann Funk erzählt. Es ist ein vielschichtiges Leben, das sehr eng verwoben ist mit den Bombennächten in Dresden, den ersten Jahren der DDR und dem Tod Stalins. Einfach einsortieren lässt es sich nicht; als Leser bleibt man immer etwas unruhig, denn dieser Kaltenburg ist ein widersprüchlicher, oft liebenswürdiger Kauz, der aber nie wirklich mit offenen Karten spielt.

Die Vogel-Leidenschaft verbindet Kaltenburg und die Eltern des Ich-Erzählers Hermann Funk bereits in der Vorkriegszeit. Im Februar 1945 kommen sie im Bombeninferno von Dresden um. Der kleine Hermann irrt in dieser Nacht umher, fasziniert und berührt von den verkohlten Vögeln, die vom Himmel fallen. Er überlebt. Ab diesem Tag wird Kaltenburg sein Ersatzvater und sehr bald auch sein Lehrer. Doch bleibt er geheimnisvoll und undurchdringlich, schützt und provoziert Hermann mit Sätzen wie „Natürlich erzähle ich Dir nicht alles. Ich will nicht, dass du dein Vertrauen verlierst.“

Meine Gedanken zum Buch:

Diese Buch ist teilweise anstrengend, wenn man kein ausgeprägtes Faible für Vögel hat. Aber - und das ist viel wichtiger - es ist ein ganz feines Buch, weil Beobachtungen und Metaphern gleichzeitig vorsichtig und treffend sind. Man kann viel lernen über die deutsche Nachkriegszeit in Desden. Das Verhältnis des Icherzählers zu seinem Ziehvater Kaltenburg ist das Hauptthema, das der Autor exzellent ausarbeitet. Spannend, erzählerisch  stark, überzeugend. Verdientermaßen steht der Roman auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2008, der während der Buchmesse in Frankfurt verliehen wird.
 
Eine vollständige Besprechung habe ich hier veröffentlicht:
http://www.funkystory.de/node/149

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Maestro

Bild von Michael Hausmann
Verfasst von yellow bookreader Michael Hausmann am Di, 20/11/2007 - 21:56
Inhaltsangabe

Paul zieht mit seinen Eltern von Adelaide nach Darwin. Paul soll dort Klavierunterricht von Paul Keller bekommen, dessen Unterrichtsmethoden genauso exzentrisch sind, wie seine Person. Ist Paul talentiert genug, um Karierre als Musiker zu machen?
Ist Eduard Keller DER Eduard Keller, der Star aus der Zeit knapp vor dem zweiten Weltkrieg? Eigentlich ist es unmöglich, sein Tod im KZ schein erwiesen, doch Nachforschungen über ihn bringen erstaunliches ans Tageslicht.
Gleichzeitig beginnt sich Paul auch für das andere Geschlecht zu interessieren, und macht mit Rosie und Megan auch seine ersten intensiven Erfahrungen. Als Aussenseiter an der Schule gehandelt, schafft er es, über seine Musikkenntnisse Akzeptanz bei den Mitschülern zu finden.
Diese drei Kontrapunkte - Keller, Klavierunterricht, Paul - verweben sich zu einer interessanten Story, bei der bis zum Schluss alles möglich scheint.

Meine Gedanken zum Buch:

Musik braucht Perfektion um auf Dauer bestehen zu können.
Der absolute Gegensatz der Person Eduard Keller, dem Klavierlehrer, und seinem Gehabe, seinem Äusseren, welches nicht einmal annähernd an Perfektion herankommt ist der Angelpunkt der Geschichte. Wie kann ein so  Mensch mit solch einer ehemaligen Karriere so herunterkommen? Braucht Genie den Wahnsinn als Gegenpol? Inwieweit bringen uns persönliche Erlebnisse an die Grenze des unumkehrbaren Verfalles?
Wer sich die Mühe macht, zwischen den Zeilen zu lesen und sich ein wenig einlässt in die Gedankenwelt von Künstlern wird dieses schräge Buch sicher genauso faszinierend finden wie ich. Auch wenn der Schluss etwas unspektakurär geraten ist. Doch könnte dieses Buch anders enden?

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