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84 Charing Cross Road / The Duchess of Bloomsbury Street

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 23/03/2009 - 16:51
Inhaltsangabe

"84 Charing Cross Road"

"Schicken Sie Dichter, die Liebe machen können, ohne zu sabbern." Sie liebte Bücher über alles, aber kurz nach dem Krieg war genau daran nur schwer zu kommen. So machte die Amerikanerin Helene Hanff eine Buchhandlung in Europa ausfindig, über die sie ihre ziemlich spezielle Lektüre fortan per Post bestellte. Und nicht nur das: Schon bald begann ein hinreißender Briefwechsel zwischen der spitzzüngigen Amerikanerin und ihrem englischen Antiquar - er sollte zwanzig Jahre dauern und die beiden Akteure schließlich weltberühmt machen. Die Drehbuchautorin Helen Hanff gab dabei den Ton an und eroberte den schüchternen Antiquar nach und nach mit ihrer rauen Herzlichkeit.

"The Duchess of Bloomsbury Street" (auf Deutsch "Die Herzogin der Bloomsbury Street")

In wunderbarem Parlando erzählt Hanff von ihrem triumphalen Einzug in die Stadt, wo sie als Autorin von den Fans ihres Buches gefeiert wird, und zwar in einem Masse, dass sie sich wie die «Herzogin der Bloomsbury Street» fühlt – so der Titel ihres Journals, das sie in einem Hotel des Londoner Schriftstellerquartiers schreibt. Adel verpflichtet: Selbst banalste Begebenheiten gerinnen unter ihrer augenzwinkernden Beobachtung zu funkelnden Miniaturen der englischen Eigenheiten, etwa wenn sie über die Teestunde im Traditionskaufhaus Fortnum & Mason oder die britische Vorliebe für Erdbeeren mit clotted cream schreibt. Ihre Liebenswürdigkeit gegenüber den kuriosen Menschen, auf die sie trifft, ist umwerfend und ihre beinahe kindliche Euphorie über alles Entdeckte ansteckend. Ein wunderbares Kleinod.

Meine Gedanken zum Buch:

Dieser Briefwechsel macht besonders Spaß, wenn man ihn auf Englisch liest, weil die Unterschiede von British und American English so herrlich aufgezeigt werden, vor allem auch der Humor.
Aus den oft recht kurz gehaltenen Briefen erfährt man viel mehr als nur Helene's Buchwünsche. Man erhält ein recht einprägsames Bild des Lebens in London nach dem Krieg, der Lebensmittelknappheit, dem beginnenden Wohlstand. Ohne je rührselig zu werden, berührt diese kleine Geschichte auch dadurch, dass sich Helenes Traum London zu besuchen immer wieder verschiebt, großteils aus materiellen Gründen.
 
Diese Ausgabe enthält überraschenderweise auch noch ein zweites Buch von Helene Hanff, obwohl das am Cover nicht vermerkt ist:
 
"The Duchess of Bloomsbury Street" (auf Deutsch "Die Herzogin der Bloomsbury Street")
Endlich tritt Helene, noch gezeichnet von einer Operation, ihre Reise nach London an, und ihre Ängste und Sorgen, ihre zahlreichen Erlebnisse und Begegnungen hält sie in einem Tagebuch fest. Einmal mehr wird der Unterschied zwischen Engländern und Amerikanern, nicht nur in der Sprache, humorvoll thematisiert. Sie trifft auf die begeisterten Fans ihres Buches "84 Charing Cross Road", doch vor allem sieht sie sich endlich den Menschen gegenüber, die sie seit gut 20 Jahren in ihren Briefen begleiten. Sie beschreibt London mit den Augen einer Touristin, wandelt auf den Spuren ihrer literarischen Helden und genießt all die interessanten Bekanntschaften, die sie zum Teil auch aufgrund ihres Buches macht.
 
Beide Geschichten zusammen ein wunderbares Leseerlebnis, voller Herz und Persönlichkeit, vor allem für Fans der Englischen Sprache ein Muss!

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Firmin. Adventures of a Metropolitan Lowlife

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 30/07/2008 - 11:51
Inhaltsangabe

Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist, und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters.

Auf Deutsch erscheint das Buch im August 2008.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein lesenswertes Buch, das vor allem auch von literarischen Anspielungen lebt, die allen Bücherfreunden große Freude bereiten werden. Savage beschreibt auf hohem sprachlichem Niveau das Leben der Ratte Firmin auf eine Art und Weise, dass man meint, selbst durch das Loch in der Decke auf Norman's Glatze zu starren. Die Geschichte ist lebendig, berührend und tiefsinnig, kaum eine Facette des Menschseins wird ausgelassen.
Wirklich grässlich finde ich die Illustrationen, aber das ist halt Geschmackssache.

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