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Brenner

Der Brenner und der liebe Gott

Bild von Michael Hausmann
Verfasst von yellow bookreader Michael Hausmann am Mo, 07/09/2009 - 21:58
Inhaltsangabe

Nicht dass du jetzt glaubst der Brenner läuft dem Kriminellen nach. Gegenteil. Der Brenner sucht eigentlich die Ruhe. Doch das Kriminelle lässt den Brenner nicht in Ruhe. Das ist nämlich Naturgesetzt. Und jetzt hör gut zu.
Endlich hat der Brenner einen ruhigen Job. Also eine ruhige Kugel wie man so sagt gerade nicht, aber doch. Ruhig vor allem nicht, weil die Helena redet in einem fort. Das Weibliche wirft halt schon seinen Schatten voraus ins Kleinkindalter. Und wie die dann entführt wird, legt der Brenner eine Eins-A Ermittlung hin.
Aber die schöne Aussicht in Kitzbühel kann er trotzdem nicht geniessen. Obwohl der Brenner schon ein Genussmensch, gewissermassen. Aber da im Speziellen keine Aussicht. Weil in der Senkgrube. Siehst du, da war dem Brenner aber auch die Aussicht wurscht. Vor allem wie der braune Gatsch über seinem Scheitel zusammengeploppt ist. Plopp plopp. Zum Glück sag ich hat er schon vorher ordentlich gekotzt. Weil jetzt unmöglich....

Meine Gedanken zum Buch:

Wolf Haas muss man mögen genauso wie die Lethargie des Brenner. Wenn beides der Fall ist, wird man feststellen, dass der neue Simon Brenner alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Einen Fall lösen quasi durch nicht-ermitteln. Nur immer zufällig dort sein, wo gerade schon wieder was passiert.

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Der Tote im Bunker - Bericht über meinen Vater

Bild von Marina
Verfasst von yellow bookreader Marina am Do, 31/01/2008 - 21:45
Inhaltsangabe

Im April 1947 wird die Leiche eines Mannes in einem Bunker an der österreichisch-italienischen Grenze gefunden.

Auf den Spuren dieses Mannes und seines Todes begibt sich ein halbes Jahrhundert später Martin Pollack - sein Sohn. Hat er den Vater doch nur aus Erzählungen gekannt fühlr er sich ihm doch irgendwie verbunden.

Dabei zeichnet sich das Bild eines Vaters der keineswegs eine weiße Weste trug, war Dr. Gerhard Bast doch SS-Sturmbannführer, Mitglied der Gestapo, und nach Kriegsende auf der Fahndungsliste für Kriegsverbrecher.

Martin Pollack scheut sich auch nicht davor noc hweiter in die Tiefe zu gehen und die Verhaltensweisen seiner unmittelbaren Familienangehörigen zu durchleuchten. So zeigt sich ein Bild von einer nationalistisch geprägten Familie, in die Dr. Gerhard Bast hineinwuchs.

Teile dieser Ausprägungen darf auch Martin Pollack später noch erleben, wobei er sich schon in jungen Jahren allein durch das Studium von Slawistik und osteuropäischer Geschichte dagegen auflehnte.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein sehr spannendes Buch, das zu Herzen geht. Kann es doch nicht einfach sein zu erkennen, dass der eigene Vater nicht gar so ein netter Mann war wie man sich es als Kind wünscht.
Zum anderen zeichnet sich ein "Hineingeborenwerden" in gewisse Werte und Anschauungen ab, denen man scheinbar nicht entkommen kann oder auch will.
Mir wurde das Buch selbst empfohlen worden und ich kann mich dem nur anschließen. Manchmal könnte man direkt Mitleid empfinden - doch jeder ist seines Glückes Schmied - und kann auch aus Vorgaben ausbrechen, wie Martin Pollack selbst bewiesen hat.

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