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Begehren

Voyeur

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Di, 17/08/2010 - 14:10
Inhaltsangabe

Für den Londoner Galeristen Donald Ramsey ist Leidenschaft ein Fremdwort. Die Schönheit von Frauen bewundert er nur in Kunstwerken. Sein plötzliches Interesse an Anna, der neuen Assistentin, ist daher ungewohnt für ihn. So ungewohnt, dass Donald jemanden anheuert, um die junge Frau verführen zu lassen: Zeppo ist für diesen Job wie geschaffen – attraktiv, charmant und vollkommen skrupellos.

Eine perfekte Intrige nimmt ihren Lauf. Doch Menschen sind keine Gemälde. Und ihr Preis hat nichts mit Geld zu tun ...

Wenn Besessenheit zum Mord führt: Die Geschichte einer sexuellen Obsession.

Meine Gedanken zum Buch:

"Voyeur" ist Simon Beckett`s erster veröffentlichter Roman und geht in eine ganz andere Richtung, als man es von der späteren David-Hunter-Reihe gewohnt ist. Zu Unrecht hat er hiefür leider sehr schlechte Kritiken bekommen... warum, kann ich im Grunde nicht nachvollziehen....
Für einen Erotikthriller hätte der Roman zwar (für meinen Geschmack) ein bisschen mehr Erotik beinhalten können, nichts desto trotz eröffnet uns Beckett mit seinem Ich-Erzähler eine sehr interessante Perspektive.
Man wird Zeuge seiner Gedanken, Gefühle, Begierde..... mit beinaher kaltblütiger, teils emotionsloser Zielstrebigkeit verfolgt er sein Ziel, für dieses zu erreichen er zu allem bereit ist.
Vorallem den Schluss fand ich sehr intressant und auch raffiniert gewählt.  Nicht nur als Leser erhält man einen tiefen Einblick in sein Inneres, sondern auch der Erzähler selbst muss sich seinem eigenen ICH stellen. In diesem Fall wird klar, die Vorstellung und die Begierde danach ist eine Sache...... der erlebte Moment an sich aber oft etwas ganz Anderes.
Mein Fazit: Gut geschrieben, mit einem Schluss, der den Leser gedanklich noch länger festhält als erwartet.
 
 

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Im gewollten Augenblick

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Sa, 15/12/2007 - 00:07
Inhaltsangabe

Die mit ihr lebende Freundin war abwesend; Judith öffnete mir die Tür. Meine Überraschung war aussergewöhnlich, nicht rückgängig zu machen, ganz bestimmt viel grösser, als wenn ich sie zufällig getroffen hätte. Das Erstaunen war so, dass es in mir mit folgenden Worten sprach: "Du meine Güte. Schon wieder eine bekannte Gestalt."

Meine Gedanken zum Buch:

Sehr gewöhnungsbedürftig, da der Inhalt größtenteils im Zeitstillstand passiert. Die Handlung ist schnell erzählt. Ein Mann besucht (s)eine Freundin, die mit einer anderen Dame zusammenwohnt.
Sehr faszinierend, wenn man sich auf die stolzierende Sprache einlässt und nicht (weil vergeblich) einen Handlungsstrang sucht. Meist wie schöne, unbekannte Musik. Und nur manchmal wie hallender, leerer Innenhof.

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