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Ausbeutung

Der Hass auf den Westen

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Verfasst von grey bookreader Heidelinde am So, 16/05/2010 - 21:39
Inhaltsangabe

Jean Ziegler lehrt uns, die Werte und die Weltherrschaft des Westens mit den Augen der Völker des Südens zu sehen. Nur wenn wir verstehen, welche traumatischen Verletzungen Kolonialismus, Sklaverei und Ausbeutung, gepaart mit Arroganz und moralischer Überheblichkeit, im kollektiven Bewusstsein dieser Völker hinterlassen haben, werden wir in der Lage sein, den daraus resultierenden Hass, der dem Westen entgegenschlägt, durch konkretes Handeln zu überwinden.

Meine Gedanken zum Buch:

Jean Ziegler hat das komplexe Thema des Buches leicht verständlich aufbereitet und mit vielen persönlichen Erfahrungen bereichert.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen! Es hat mich gefesselt, schockiert und berührt. Ich könnte noch zig Zitate anführen!
 Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen - bitte lesen!!!
 
 
 

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Die Tochter des Samurai

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 08/06/2009 - 09:24
Inhaltsangabe

Die attraktive Kunstexpertin und erprobte Hobbydetektivin Rei Shimura verbringt mit ihrem Freund Hugh Weihnachten bei ihren Eltern in San Francisco. Hugh bereitet gerade eine Sammelklage gegen japanische Großunternehmen vor, die im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter aus den asiatischen Nachbarstaaten einsetzten. Rei nutzt die Zeit, um in ihrer eigenen Familiengeschichte zu forschen, und stößt dabei auf eine alte Schriftrolle mit äußerst brisantem Inhalt, die einst Kaiser Hirohito an ihren Urgroßvater schrieb. Als auch noch eine Mandantin von Hugh stirbt, scheinen die beiden Fälle mehr miteinander zu tun zu haben, als Rei glauben kann ...

Meine Gedanken zum Buch:

Im sechsten Teil der Rei-Shimura-Reihe wird ein Thema angesprochen, das mich immer wieder sehr schockiert. Die sogenannten "Trostfrauen", die während sämtlicher kriegerischer Eroberungsversuche der Japaner den Soldaten zu Diensten sein mussten, oft 20 Männern an einem Tag. Und diese Frauen hatten nie die Chance, nach dem Krieg ihr Recht zu erhalten, weil sich die japanische Regierung in Verträgen geschickt dagegen abgesichert hat. Es ist erschreckend, wie viele Gräueltaten auf dieser Welt passieren, über die man garnichts weiß, die einfach totgeschwiegen werden.
Das ist einer der Gründe dafür, warum ich diese Serie so gerne lese. Man erfährt eine Menge über Japan, seine oft sehr seltsam anmaßenden Sitten und seine nicht immer so ehrenvolle Geschichte.
Rei Shimura ist eine sympathische und glaubhafte Hauptfigur, und somit war auch dieser Teil wieder ein feines Lesevergnügen mit Tiefgang.

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Waslala

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 10/03/2008 - 14:03
Inhaltsangabe

Faraguas, eine vergessene Welt am Amazonas -- von Machtkämpfen gebeutelt, von der zivilisierten Welt nur noch als Sauerstoffreserve und Müllabladestätte wahrgenommen. In einem Haus am Fluss lebt Melisandra mit ihrem Großvater, der einst dabei war, als das sagenumwobene Waslala gegründet wurde. Waslala -- ein Ort, den man nicht so einfach findet, ein Mythos von einer besseren Welt, ein Riss in der Zeit. Auch Melisandras Eltern hatten sich aufgemacht, dieses Land zu suchen, und waren nie zurückgekehrt nun will auch sie selbst sich diesen Lebenstraum erfüllen, auch wenn sie dazu ihren Großvater alleine lassen muss. Noch dazu wird sie nicht allein sein bei ihrer Suche -- Raphael, ein Journalist aus der Zivilisation, will einen Bericht über Waslala machen. Aber nicht nur das -- er ist auch auf der Suche nach Philin, einer neuen Wunderdroge, die in der Nähe von Waslala angepflanzt wird. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg -- und bleiben auf einmal bei Engracia, die den Müllhandel organisiert hat. Alles, was von der westlichen Welt weggeworfen wird, landet hier, wird auf weitere Verwendbarkeit geprüft. Und obwohl sie von den Escada-Brüdern, ihrern Gegenspielern, dafür nur Spott und Hohn ernten, versuchen sie, daraus ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Prinzip der Escada-Brüder lautet: Teile und herrsche. Sie schüren die Bandenkriege, für die sie auch die passende Munition liefern. Sie bitten Melissandra und Raphael an, sie bei der Suche zu unterstützen -- eine Falle, wie Melissandra vermutet. Denn was kann für die Escada-Brüder schlimmer sein als die Gewißheit, dass die Utopie eines Staates, dessen Prinzipien auf Gleichheit und Gemeinschaft stützen, bestätigt zu sehen? Dass ihre Vermutung richtig ist, bestätigt sich, als sie gefangengenommen wird. Raphael, mit dem sie in den letzten Wochen ein inniges Liebesverhältnis aufgebaut hat, war gerade unterwegs -- um mit Phinin die Leiden Engracias und einiger Muchachos zu retten. Diese hatten die nötige Vorsicht beim Umgang mit angeliefertem Müll außer acht gelassen, hatten sich voll Freude über das phosphorizierende Leuchten mit radioktavem Pulver bemalt und somit ihr Todesurteil unterschrieben.
Eine erschreckende Vision, die hier gezeigt wird. Auf der einen Seite die überentwickelte westliche Welt, die gedruckte Bücher nur noch aus Erinnerungen kennt, die unzählige Möglichkeiten der Kommunikation kennt -- und andererseits die Menschen, die aus dem Müll dieser Welt leben. Wie es ja auch heute schon ist -- nur ein wenig dramatischer dargestellt. Doch es gibt diesen Traum einer Gesellschaft, in der Gewalt keine Heimat hat, ein Traum, der viele Menschen dazu bringt, weiterzumachen.

Meine Gedanken zum Buch:

Eine politische Utopie, so wie sie in Südamerika und speziell Nicaragua - Bellis Heimatland - einmal sein könnte. Eine Anregung zum Träumen und Hoffen für die, die nur Unterdrückung, Armut und Diktatur kennen.
Ein gewaltiger Roman, bildhaft und dramatisch, wie es nur die Lateinamerikaner beherrschen.

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Das Geisterhaus

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 06/02/2008 - 14:24
Inhaltsangabe

Die junge Alba trifft beim Besuch des Hauses ihrer Ahnen auf den sterbenden Großvater Esteban Trueba. Anhand der Tagebücher ihrer Großmutter Clara beginnen beide, die bewegte Familiengeschichte zu rekonstruieren. Am Anfang der Geschichte steht die Verbindung zwischen dem Großgrundbesitzer Trueba und Clara de Valle, der Schwester der verstorbenen Verlobten Truebas. Er zeigt sich gegenüber seiner Familie und seinen Arbeitern als kompromissloser Patriarch. Ihm gegenüber stehen die Frauen der Familie: die hellseherisch begabte Clara und die Tochter Blanca, die sich in einen Anführer der kommunistischen Partei verliebt und auswandert. Trueba duldet die Beziehung nicht, er selbst kandidiert als Senator der konservativen Partei und unterstützt einen Militärputsch. Erst als seine Enkelin Alba in ein Konzentrationslager gebracht wird, begreift Trueba die Fehler seines Lebens.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Roman, den man am liebsten garnicht mehr aus der Hand legen möchte. Er beinhaltet alles, was man sich von einem guten Buch wünschen kann. Sehr lebhaft gezeichnete Figuren, eine historisch interessante Geschichte basierend auf Tatsachen, Liebe, Tod, Freud und Leid. Und das alles in einer Sprache erzählt, wie ich sie für die Lateinamerikaner so typisch halte: bildhaft, farbig und lebendig.
Gut gefallen hat mir auch der Film von Bille August mit Meryl Streep, Jeremy Iron, Glenn Close, Winona Ryder und Antonio Banderas.

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