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Antiquariat

Das Manuskript

Bild von Dido
Verfasst von  Dido am Mi, 14/03/2012 - 14:44
Inhaltsangabe

Klappentext
Dido Hoare – eine sympathische Antiquarin um die dreißig mit einem starken Charakter und einer Schwäche für gut aussehende Männer – ist mitten in der Nacht mit ihrem alten Volvo auf dem Heimweg nach London, als sie merkt, dass sie offensichtlich verfolgt wird. Erst auf der Autobahn kann sie den unheimlichen Wagen abhängen. Ein paar angetrunkene Jugendliche, die sich einen Spass machen wollten, denkt Dido. Am nächsten Tag allerdings erhält ihr Vater, ein pensionierter Anglistikprofessor, einen Drohbrief. Kurz darauf wird in Didos Laden eingebrochen und alles durchwühlt. Dido versteht die Welt nicht mehr. Was will man bloß von ihr? Ihr Vater ist sich sicher, dass Didos windiger Exmann hinter den Vorfällen steckt. Doch dann passiert ein schrecklicher Unfall.

Meine Gedanken zum Buch:

Dido Hoare ist Antiquariatsbuchhändlerin und wohnt in einer kleinen Wohnung über ihrem Laden in Islington (ein Stadtbezirk von London). Sie ist eine neugierige Person und steckt ihre Nase öfter in fremde Angelegenheiten als ihr gut tut. Aber ihr Leben ist dadurch auch nicht langweilig.
Zu ihrer Familie gehören noch ihr Vater Barnabas, 72 Jahre alt, ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, seit fünf Jahren Witwer und seit sieben Jahren pensionierter Universitätsprofessor für englische Literatur, und ihre Schwester Pat, die in St. Albas wohnt, und Katze Mr. Spock.
Außerdem hat Dido Hoare noch einen Exmann namens Davey, der eines Tages einfach so wieder auftaucht und wieder für sie arbeiten möchte.
Dass Davey wieder auftaucht, ist für Barnabas natürlich sofort ein Zeichen, dass der Exmann seiner Tochter mit den nächtlichen Ereignissen zu tun hat. Und seine Meinung verfestigt sich noch, als in Didos Laden eingebrochen wird. Eigenartigerweise wird kaum etwas gestohlen. Ein bisschen Geld aus der Kasse und Briefmarken. Gut, sie hat eh keine super wertvollen Bücher da, aber ein paar, für die man gut ein paar Hunderter erbeuten könnte, befinden sich in den Regalen.
Zusammen mit Inspector Grant, dem sie permanent in die Arbeit pfuscht, versucht sie den Fall zu lösen.

Dido Hoare erzählt ihre Abenteuer aus ihrer Perspektive. Sie ist in den 30ern und hat einen flotten Erzählstil. Keine Seite ist langweilig, die Bücher lesen sich sehr flüssig.
Ich liebe die Serie um Dido Hoare und lese sie gerade ein zweites Mal. Allein ihr Leben als Antiquariatsbuchhändlerin finde ich aufregend. Man erfährt viel über die tägliche Arbeit eines Buchhändlers und ein wenig etwas über alte Bücher.

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Die Antiquarin

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 05/08/2011 - 09:08
Inhaltsangabe

Über die Liebe zu Büchern und die Liebe an sich Rosemary Savage liebt Bücher über alles. Eines Tages entdeckt sie bei einem ihrer Streifzüge durch New York das riesige Antiquariat «Arcade». Rosemary ist völlig verzaubert und eröffnet dem Inhaber, dass sie unbedingt hier arbeiten will. Zu ihrem Erstaunen wird sie sofort eingestellt – für die junge Frau geht ein Traum in Erfüllung. Gemeinsam mit ihrem eigenwilligen Kollegen Oscar erkundet sie bei jeder Gelegenheit den Buchladen. Durch Zufall stoßen die beiden auf ein verlorengeglaubtes Manuskript von Herman Melville, dem berühmten Autor von «Moby Dick». Ein sensationeller Fund. Doch auch andere sind diesem Schatz auf der Spur ...

Meine Gedanken zum Buch:

Sheridan Hay entführt uns in ihrem Erstlingswerk in die seltsam skurrile Welt des Antiquariats "Arcade" mitten in Manhattan, einer Art Auffangstelle für Aussenseiter, die sich hier aufgrund ihrer literarischen Kenntnisse auf ganz eigene Art und Weise entfalten können. Zwischen ihnen herrscht eine Art unausgesprochenes Einverständnis, jeder wird akzeptiert, wie er ist, auch wenn er dafür weder geschätzt noch geliebt wird.
Mitten in diese Welt gelangt Rosemary, eine junge Australierin, die Bücher liebt und sonst nicht viel vom Leben weiß, ausser, dass sie ganz allein auf sich gestellt ist und irgendwie den Verlust ihrer viel zu früh verstorbenen Mutter verkraften muss. Auf der Suche nach Freundschaft und Liebe trifft sie Menschen, die es ehrlich mit ihr meinen, sie stößt auf im wahrsten Sinne des Wortes blinde Leidenschaft und abgrundtiefe Ablehnung. In ihrer Naivität lässt sie sich zum Werkzeug einer unerbittlichen Jagd auf ein verschollenes Manuksript Herman Melvilles machen, wird für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt und missbraucht. Letztendlich reift sie jedoch an ihren Erfahrungen und findet einen Weg in die Zukunft.
"Die Antiquarin" ist kein echtes Meisterwerk, aber ein solider Roman, der sich sprachlich auf jeden Fall von der Masse abhebt. Rosemary ist eine nachvollziehbare Figur, immer wieder möchte man sie nehmen und ihr die Naivität aus den Knochen schütteln, auch wenn man weiß, dass die Jugend ihre Erfahrungen selbst machen muss. Die restlichen Charaktere definieren sich über Andeutungen, die aber meist ausreichen, um sich das Bild von ihnen zu machen, das wohl auch Rosemary haben muss, die kaum mehr über sie weiß als der Leser.
Was fehlt, ist wirkliche Spannung, obwohl das Thema für Literaturfreunde natürlich ein interessantes ist. Die Geschichte lebt von Anspielungen und Fakten zu Herman Melville und Nathaniel Hawthorne, ich hab wieder einiges über die beiden gelernt. Aber leider führt das auch dazu, dass die Geschiche an Spannung einbüßt, etwas zu langsam erzählt wird und sich daher stellenweise etwas zieht. Auch den Ausflug in das Kuriositätenkabinett des leidenschaftlichen Sammlers Peabody hätte man bunter gestalten können, da wäre noch mehr möglich gewesen.
Alles in allem ein lesenswertes Buch für alle, die sich für Bücher und Literatur interessieren und sich an einer gehobenen und trotzdem zeitgemäßen Sprache erfreuen können.
 

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Die Bibliothek der Schatten

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 23/04/2010 - 09:53
Inhaltsangabe

Luca Campellis Wunsch, umgeben von seinen geliebten Büchern zu sterben, ging an einem späten Oktoberabend in Erfüllung.

Dass Bücher mehr vermögen, als nur Geschichten zu erzählen, war Luca Campelli schon lange bewusst. Als er an diesem Abend in seinem Antiquariat »Libri di Luca« zu lesen beginnt, spürt er einmal mehr ihre magische Kraft – doch schon wenige Minuten später ist er tot. Sein Sohn Jon will mit dem Geschäft zunächst nichts zu tun haben, aber sehr schnell kann er die mysteriösen Ereignisse nicht mehr ignorieren, die um ihn herum passieren. Und er ist fassungslos, als er die Wahrheit über seinen Vater erfährt: Luca Campelli versammelte regelmäßig Menschen um sich, die eine besondere Gabe verband. Eine Gabe, die auf wundersame Weise die Welt verändern könnte und die dazu die Macht der Bücher nutzt. Doch nun will jemand diese geheime Gesellschaft vernichten. Und Jon ahnt, dass er es mit einem Gegner zu tun hat, der ihm weit überlegen ist …

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch ist ein absolutes Vergnügen für alle, die gerne über Bücher lesen und über die Macht des geschriebenen Wortes. Wenn man sich an etwas Mystik und ein paar winzigen Ungereimtheiten nicht stört, kann man 500 Seiten lang in der Welt der Literatur versinken.
"Libri di Luca" ist genau diese Art von Antiquariat, das wir Bücherfreunde uns wünschen, an dem wir nie vorbeigehen können. Birkegaard schildert es mit viel Liebe und Detailtreue, sodass es schnell vor dem geistigen Auge real wird. Ebenso einfühlsam geht er mit seinen Charakteren um, die sich plötzlich im Mittelpunkt eines schrecklichen Planes wiederfinden und verbissen darum kämpfen, sich selbst und letztendlich die Welt vor größerem Schaden zu bewahren.
Die Szenerie wechselt von Kopenhagen nach Alexandria, in die neu gebaute Bibliothek, dem modernen Zentrum des Wissens, wo es zu einem gigantsichen Showdown kommt.
Ich hab das Buch fast in einem durchgelesen - ein spannendes Leseerlebnis auf feinem sprachlichem Niveau.

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