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Angst

Herr Nakano und die Frauen

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 30/12/2011 - 11:12
Inhaltsangabe

»Wir handeln nicht mit Antiquitäten, wir handeln mit Trödel«, sagt Herr Nakano zu Hitomi, die sich um eine Aushilfsstelle in seinem Laden bewirbt. Der eigenwillige Nakano, ein Herr alter Schule, liebt neben schönen alten Dingen auch schöne junge Frauen. Sein Geschäft, eine Enklave in der hektischen Innenstadt Tokios, wird zum Treffpunkt liebenswert-skurriler Zeitgenossen. Hier kommen sich zwischen Nudelimbiss und Nacktfotos auch die junge Verkäuferin Hitomi und der Laufbursche Takeo allmählich näher. Doch westliche Einflüsse und aggressive Geschäftsmethoden machen vor Herrn Nakanos altmodischem Laden nicht halt.

Meine Gedanken zum Buch:

Das erste Buch (Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß) der Autorin war für mich eine echte Entdeckung, umso enttäuschter war ich von diesem Roman. Er zeichnet durchaus liebevoll das Bild eines Mikrokosmos im Moloch Tokio, aber letztendlich gelingt es ihm nicht, den Leser zu fesseln, zu berühren, ihm die Figuren wirklich nahezubringen.
Das Thema Liebe, um das sich alles dreht, bleibt sehr an der Oberfläche, schon allein deshalb, weil alle Protagonisten irgendwie gestört sind und sich nicht auf den anderen einlassen können oder wollen. Trotzdem fehlt der Geschichte der Tiefgang, um daraus eine echte Mileustudie zu machen.
Das Buch war unterhaltsam genug, um es fertigzulesen, man will ja schlussendlich doch wissen, wie es mit den Figuren weitergeht, aber wirklich weiterempfehlen würde ich es nicht.

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Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown

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Verfasst von  Alpensalamander am Do, 10/11/2011 - 23:46
Inhaltsangabe

Henry N. Brown erblickt das Licht der Welt, als ihm das zweite Auge angenäht wird, am 16. Juli 1921. So beginnt ein turbulentes Leben. Eine Odyssee durch Europa, durch das zwanzigste Jahrhundert, durch Krieg und Frieden. Und überall, wo Henry hinkommt, bemerkt er, dass die Menschen vor allem ein Bedürfnis haben: Sie brauchen jemanden, der ihnen zuhört.

Meine Gedanken zum Buch:

Fast ein ganzes Jahrhundert begleiten wir den Teddybären Henry N(early) Brown auf seinen Reisen. Gemeinsam mit ihm durchleben wir Kriegszeiten oder Zeiten des Aufschwungs und des Hoffens, Naturkatastrophen, Familiendramen, Krankheiten... Wir reisen durch viele Länder Europas, trösten kleine Kinder oder einsame Erwachsene, kommen unter in reichen, armen und zerrissenen Familien, werden von manchen als Zuhörer, Trostspender oder Gefährte angesehen oder dienen anderen wiederum einfach nur als Staubfänger.
Ich war von diesem Buch überwältigt, es ist so einfach zu lesen und trotzdem beinhaltet es so viele Weisheiten, die nur eine unbedarfte Seele, wie sie der Teddybär in diesem Buch hat, so treffend erfassen kann. Fast naiv wirken die Gedanken manchmal, wie die eines Kindes, aber sie sind einfach nur wahr.
Die Geschichte regt dazu an,  manche Gedanken wieder einmal neu zu ordnen und darüber nachzudenken, was einem wirklich wichtig ist.
Lasst euch nicht davon abschrecken, dass ein Teddybär die Hauptrolle spielt und auch nicht vom Cover - es handelt sich keineswegs um ein kindisches Buch, sondern viel eher um eine wunderbare Geschichte über das Menschsein.
Dieses Buch werde ich heuer ganz bestimmt einigen Freunden und Verwandten unter den Christbaum legen.

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Göttin des Todes (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 18/10/2011 - 15:40
Inhaltsangabe

Kali - ewige Göttin des Todes und der Zerstörung. Patronin des brodelnden Kalkutta, verbannt von der Erdoberfläche vor Tausenden von Jahren. Robert Luczak, Schriftsteller und Herausgeber eines Magazins für östliche Dichtung, reist zusammen mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter nach Kalkutta, um das geheimnisvolle Manuskript eines totgeglaubten indischen Lyrikers zu erwerben. Was als harmlose Reise beginnt, wird unversehens zu einem Albtraum: Das Manuskript enthält Beschwörungsformeln, mit deren Hilfe Kali auf die Erde zurückgeholt werden soll. Das Zeitalter der Kali hat begonnen...

Meine Gedanken zum Buch:

Nach "Terror" und "Drood" ist das mein drittes Buch von Dan Simmons, sein Erstlingswerk. Und es hat mich endgültig davon überzeugt, dass dieser Mann schreiben kann. Dass er gern als SciFi- und Horroroautor gehandelt wird, mag an seinen weiteren Werken liegen, ich schätze ihn vor allem als einen Autor, der mit den richtigen Worten Bilder im Kopf der Leser erschafft, die nicht so schnell wieder verschwinden.
"Göttin des Todes" ist in erster Linie das Bild einer Stadt, die sich in den 30 Jahren seit Entstehen des Buches sicher nur unwesentlich verändert hat. Dreck, Slums, Armut, Lärm, Gestank, ein undurchdringliches Wirrwarr von Gassen - so stelle ich mir Kalkutta vor. Untrennbar damit verbunden sind Kriminalität, Fanatismus und für uns nicht nachvollziehbare religiöse Riten, die in Simmons' Geschichte für den Gruselfaktor sorgen. Für echte Emotionen ist das Verhältnis der Hauptfigur Robert Luszak zu seiner Familie zuständig, das als Gegenpol zu all den Grauslichkeiten steht, und deren Schicksal einem die wahre Gänsehaut über den Rücken jagt.
In seiner trockenen Art erzählt Simmons von Luczaks Suche nach dem verschollenen Dichter, von der Schnitzeljagd durch eine Stadt, in der sich ein Europäer nicht zurechtfinden kann. Er spricht von Literatur und verweist in seinen Zitaten vor jedem Kapitel immer wieder darauf, wie viele Autoren diese Stadt schon beschäftigt hat. Trotz der traurigen Thematik bringt Simmons den Leser immer wieder zum Schmunzeln, und lässt ihn am Schluss hoffen, dass die Welt, auch im Zeitalter der Kali, doch noch eine Chance hat.
Alles in allem ein intelligentes berührendes und wirklich spannendes Buch, für das man trotz des Fehlens echter Horror-Elemente starke Nerven braucht.
Detlef Bierstedt liest, wie immer, mit viel Einsatz und verleiht vor allem den Randfiguren noch zusätzlich Charakter. Ein Hörbucherlebnis der besonderen Art, würde ich sagen!
 

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Und morgen bist du tot (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 12/10/2011 - 16:33
Inhaltsangabe

Während eine neue Liebe das Privatleben des sympathischen Ermittlers Roy Grace aufhellt, zwingt ihn sein neuester Fall zu einem Blick ins Herz der Finsternis.
Am Strand von Brighton werden die Leichen zweier Jugendlicher angespült, denen lebenswichtige Organe fehlen. Roy Grace und sein Team kommen einer Bande von Organhändlern auf die Spur, die ein gewissenloses Geschäft mit der Angst betreiben. Gleichzeitig sucht die Mutter der 15-jährigen Caitleen verzweifelt nach einem Spenderorgan für ihre Tochter. Denn ohne eine neue Leber ist sie dem Tod geweiht. Wie weit geht eine Mutter, um ihr Kind zu retten?

Meine Gedanken zum Buch:

Auf Peter James ist Verlass! Auch Teil 5 der Roy-Grace-Reihe hält das, was seine Vorgänger versprochen haben. Spannende Handlung, gut recherchierte aktuelle Themen, griffige Figuren und ein flüssiger Stil machen diesen Krimi zu einem weiteren Lesevergnügen, das uns von den Straßen Brightons über München bis nach Rumänien führt.
Organhandel ist ein brisantes Thema, und der Autor führt den Leser in eine Situation, die immer wieder die Frage aufwirft, wo die Moral endet, wenn es um das Leben des eigenen Kindes geht. Oder gar um das eigene. Auch wenn das Privatleben von Roy Grace einen nicht unwesentlichen Teil der Geschichte einnimmt, ist sie doch immer noch mehr Krimi als Liebesroman, und alle Fans der Serie fiebern sicher schon Teil 6 entgegen, in dem wir hoffentlich endlich erfahren, was es mit der geheimnisvollen Sandy auf sich hat, Roys verschwundener Exfrau, die immer wieder durchs Bild flattert.
Hans Jürgen Stockerl rundet das Ganze mit seiner ruhigen Art zu lesen noch ab und macht einen guten Krimi zu einem spannenden und angenehmen Hörerlebnis.

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Der lombardische Kurier

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 26/09/2011 - 15:59
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In seinem neuen Fall sieht sich Duca Lamberti mit einem besonders brutalen Überfall halbwüchsiger Schüler auf ihre Lehrerin konfrontiert. Die junge Frau stirbt an den Folgen ihrer Misshandlung. Als Lamberti der Verdacht kommt, dass hinter dem Mord das kaltblütige Kalkül eines Erwachsenen stecken könnte, greift er zu einem ungewöhnlichen Mittel - und bringt sich fast um Kopf und Kragen.

Meine Gedanken zum Buch:

Im dritten Teil der Duca-Lamberti-Reihe schildert Scerbanenco schonungslos den unglaublich brutalen Mord an einer jungen Lehrerin. Scheinbar sind alle Schüler daran beteiligt, jeder trägt seinen Teil zum Leiden der Frau bei, doch keiner gibt auch nur zu, etwas gesehen zu haben. Duca Lamberti arbeitet mit viel Einfühlungsvermögen und psychischen Tricks, um letztendlich doch noch eine Wahrheit ans Licht zu bringen, die einen in die dunkelsten Ecken Mailands in den 1960ern führt.
Wie auch schon in den beiden Vorgängerromanen erzählt Scerbanenco aus einer beunruhigenden Distanz, wobei er seine Hauptfigur zugleich unglaublich emotional werden lässt. Einmal mehr läuft im Kopf ein Schwarzweißfilm, der einen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Eine stimmige Fortsetzung der Serie, die auch für sich allein als "Krimi noir" eine spannende Lektüre bildet.

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Die Wolke

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Verfasst von yellow bookreader Laura am Fr, 02/09/2011 - 11:26
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Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen Supergau. Die 14-jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und landet selbst im Lazarett.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit „Die Wolke“, welches 1988 mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, habe ich ein Buch gefunden, was mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Schonungslos berichtet Gudrun Pausewang über das aktuelle Thema eines Supergaus in einem Atomkraftwerk. Dabei spezialisiert sie sich auf die 15-jährige Janna-Berta, deren Leben sich durch das Unglück schlagartig verändert und nie mehr so sein wird wie zuvor. Man bekommt einen genauen Einblick, welche Panik und Angst sich auftut, wenn jeder ums nackte Überleben kämpft und einem auf einmal seine Mitmenschen als unwichtig erscheinen nach dem Motto „Nur das eigene Leben zählt!“. Außerdem erfährt man, welche Auswirkungen eine solche Atomkatastrophe hat, da nicht nur Abstand von Menschen aus den jetzigen Sperrzonen genommen wird, sondern auch massenweiße Evakuierte im ganzen Land untergebracht werden müssen und die Suche nach unverseuchtem Essen immer schwieriger wird.
Da „Die Wolke“ erstmals 1987 veröffentlicht wurde, darf man sich von Namen wie Janna-Berta oder dergleichen nicht abschrecken lassen. Auch die Sprechweiße der Jugendlichen kann man manchmal mit der Heutigen nicht mehr vergleichen, was mich jedoch nicht gestört hat.
Außerdem gibt es eine Verfilmung dieses Buches, die sich nach seiner Inhaltsangabe nach jedoch in einigen Dingen unterscheidet und eine Liebesgeschichte in den Vordergrund stellt. Zudem wurde die Geschichte als Comic nachgezeichnet.
Ein sehr tiefgründiges, trauriges Buch, welches mit aller Härte ein sehr schreckliches Ereignis schildert und zum Nachdenken anregt!

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Der Hypnotiseur (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 02/09/2011 - 10:49
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Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss. Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ...

Meine Gedanken zum Buch:

Lars Kepler, eigentlich ein Deutscher, hat einen erstklassigen Skandinavienkrimi geschrieben. Es stimmt die Atmosphäre, die Figuren haben Hand und Fuß, der Stil ist sachlich und die Themen sind durachaus auch als aktuell zu betrachten. Vor allem die Art und Weise, wie manche Jugendliche ihre Zeit vor dem PC verbringen und in Fantasiewelten leben, die bald einmal zur Realität werden können.
Ein zentrales Thema ist natürlich die Hypnose, deren Methoden und Wirksamkeit in der Psychotherapie von mehreren Seiten beleuchtet und hinterfragt wird. Im Zentrum der Geschichte steht Erik Maria Bark, der mittels der Hypnose einem Menschen das Leben retten soll, was letztendlich zum Desaster führt.
Alles in allem ein solider Thriller mit viel Spannung und grundsätzlich stimmiger Handlung, sehr gut gelesen von Simon Jäger. Eine Empfehung für Thrillerfans ist dieses Buch auf jeden Fall. Das Hörbuch gibt es gekürzt auf CD und ungekürzt exklusiv bei audible.de

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The Historian (Der Historiker)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Fr, 02/09/2011 - 10:08
Inhaltsangabe

Hier wird das Genre Dracula-Roman völlig neu erfunden: Elisabeth Kostova hat in ihrem Debüt historische Fakten und Fiktion zu einem hervorragend geschriebenen „Page Turner“ verwoben: Ein junges Mädchens findet in der Bibliothek seines Vaters ein merkwürdiges Buch. Es ist sehr alt. Die Seiten sind unbeschrieben; nur in der Mitte des Buches prangt der unheimliche Holzschnitt eines Drachen und das Wort „Drakulya“. In dem Buch liegen Briefe datiert 1930, adressiert an: „Meinen lieben und bedauernswerten Nachfolger…“ So beginnt eine unheimliche Reise quer durch Europa auf den Spuren von Vlad Tepes, genannt Dracula.

Meine Gedanken zum Buch:

Mit dem "Historiker" hat Elizabeth Kostova ein anspruchsvolles Buch zum Thema "Dracula" geschrieben, das den Leser quer durch Europas Geschichte und Landschaften führt. Wissenschaftlich fundiert rollt sie die Geschichte von Vlad Tepes auf, dem wallachischen Fürsten, der als Vorlage zu Bram Stoker's "Dracula" gedient hat und der als besonders grausamer Herrscher in die Geschichte eingegangen ist.
Die Erzählung besteht großteils aus Briefen und schriftlichen Aufzeichnungen und springt durchaus überschaubar zwischen Gegenwart und Vergangenheit, meistens den 50er-Jahren, hin und her. Die Hauptcharaktere haben, zumindest zu Beginn der Geschichte :-), viel Blut in den Adern, die "Bösen" sind unheimlich gruselig und auf subtile Art zum Fürchten, so wie es sein soll. Trotz dieser positiven Attribute liest sich das Buch nicht einfach so schnell weg, es benötigt Zeit. Die Spannung entwickelt sich langsam, die historischen Details werden etwas zu ausführlich beschrieben, die Suche dauert eine Spur zu lang. Letztendlich wird man mit einem großen Finale belohnt, das aber leider die Frage, wie denn letztendlich der dämonische Herrscher seine Unsterblichkeit erreichte, offen lässt.
 
Alles in allem eine qualitativ hervorragende Abwechslung zu dem ganzen Schrott, mit dem das Genre seit der Bis(s)-Serie überschwemmt wurde, aber trotzdem nur empfehlenswert für Menschen mit ausreichend Geduld und Interesse am Thema.
 
Hier noch die Links zum einzigen Gemälde von Vlad Tepes und seiner Lebensgeschichte:
http://www.donlinke.com/images/Vlad/vlad_tepes_big-x01.jpg
http://www.darkside-gs.de/html/vlad.html

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Verrückt vor Angst: Ein Mädchen in der Jugendpsychiatrie

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Verfasst von yellow bookreader Laura am Sa, 13/08/2011 - 12:35
Inhaltsangabe

Jeden Tag kämpft Nora aufs Neue. Eigentlich sehnt sie sich nach Spaß und Verliebtsein und Pläneschmieden. Doch Nora hat Angst. Die Angst hat sich in ihr Leben geschlichen und lässt sie nicht mehr los. Immer häufiger werden ihre Panikattacken, bis Nora den Kampf aufgibt. Erst als es fast zu spät ist, findet sie einen Weg aus ihrer Verzweiflung. Und einen Schutz vor der Welt draußen. Nora ist nur eine von vielen Jugendlichen in Deutschland, die auf jugendpsychiatrischen Stationen Hilfe finden. Stellvertretend für sie hat Nora ihre Geschichte erzählt und damit einen Roman ermöglicht, der in seiner schonungslosen Offenheit Mut macht.

Meine Gedanken zum Buch:

Und wieder hat es ein Buch von Jana Frey zu mir geschafft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Geschichten von Jugendlichen nachzuerzählen, die oftmals schon sehr schreckliche Dinge in ihrem Leben mitmachen mussten. Eine davon ist Nora, die ihre Angst und Panik vor Krankheiten und dem Tod nicht mehr kontrollieren konnte und versucht, diese in einer Jugendpsychiatrie weitgehend zu lindern. Doch der Weg dahin gestaltet sich als sehr schwierig…
Die Autorin hat Noras Panikattacken und die Veränderungen, die sich dadurch in ihr Leben geschlichen haben, sehr authentisch und realistisch beschrieben. Auch die Verzweiflung, die Nora überfällt, als sie bemerkt, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmt, hat Frey wirklich sehr gut auf den Punkt gebracht. Man bekommt außerdem einen guten Einblick in den Alltag einer Psychiatrie. In diesem Buch wird jedoch fast ganz auf Sitzungen mit Therapeuten usw. verzichtet, dafür bekommt man Zugang zu Geschichten anderer Jugendlicher, die sich hier ebenfalls helfen lassen wollen. Auch der Schluss rundet die Geschichte wunderbar ab und passt genau dazu.
Zudem gefällt mir der Schreibstil sehr gut, welcher sich flüssig lesen lässt. Ein weiterer Pluspunkt stellt meiner Meinung dar, dass sich Frey für eine Ich-Erzählung entschieden hat, welche dazu beiträgt, dass man sich noch mehr in Noras Gefühlswelt versetzen kann.
Besonders gut finde ich auch, dass man am Ende erfährt, was aus Nora geworden ist und wie es ihr heute geht.
Ein lesenswertes Buch, welches ich auf keinen Fall missen möchte! 

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Klassenspiel

Bild von Laura
Verfasst von yellow bookreader Laura am Fr, 15/07/2011 - 16:21
Inhaltsangabe

Am Anfang ist es nur ein Spiel – das Spiel einer Klasse mit Lauren, der Neuen aus Australien. Doch was mit harmlosen Hänseleien beginnt, steigert sich schnell zu schlimmen Schikanen. Alex kann nicht glauben, was da in ihrer Klasse passiert. Denn zwei Jahre zuvor war schon einmal ein Junge das Ziel solcher Angriffe – damals hatte das Ganze ein schreckliches Ende genommen…

Meine Gedanken zum Buch:

Schon am Anfang dieses Buches konnte ich die Spannung spüren, welche einem bei Alex and Laurens täglicher Angst vor weiteren gewalttätigen Angriffen der so genannten Bridge Boys, die vor nichts und niemandem halt machen und den schrecklichen Schikanierungen bis hin zu genau durchplanten Streichen entgegenschlägt. Michael Bailey, der sich vor zwei Jahren denselben Vorgängen stellen musste und dessen Geschichte von Kapitel zu Kapitel langsam aufgerollt wird, trägt ebenso zur schlechten Stimmung bei und macht einen neugierig, da man wissen möchte, was damals wirklich geschehen ist.
Besonders wegen Michael habe ich dieses Buch auch als sehr bedrückend empfunden. Die Erfahrungen, welche Gemobbte und Ausgestoßene machen müssen und wie tief sie dabei sinken und sich nicht mehr zu helfen wissen, hat die Autorin sehr realistisch beschrieben.
Das Wissen, dass diese Geschichte keine wahre Begebenheit ist, jedoch dieselben Verhaltensweißen von Tätern und Opfern aufweißt, die es im wirklichen Leben auch gibt, hat mich oft zum Nachdenken gebracht.
Da sich die Autorin gegen eine Ich-Erzählung entschieden hat, bekommt man auch viele Einblicke in die Gedanken der Täter und anderer Personen, die im Buch mitwirken. Außerdem gefällt mir der Schreibstil von Rees, welcher sich flüssig lesen lässt.
Ich würde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, da es eine tolle Vorgeschichte, interessante Charaktere und realistische Handlungen beinhaltet. 

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