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Anbetung

Wie ich es sehe

Bild von Reinhard E. Karner
Verfasst von bookreaders team member Reinhard E. Karner am Fr, 10/04/2009 - 17:13
Inhaltsangabe

Die Kurzprosa, die der überzeugte Bohemien Peter Altenberg in Wiener Kaffeehäusern schrieb, entzieht sich den üblichen Erwartungen an "ordentliche" Literatur. Vom Wechsel der Tages- und Jahreszeiten, von Kindheitserinnerungen und zufälligen Beobachtungen geprägt, nehmen sich Altenbergs Texte, die er selber als "Extrakte des Lebens" verstand, jede nur denkbare Freiheit. Der vorliegende Band basiert auf der Originalfassung von Altenbergs Buch, das erstmals 1896 im Berliner S. Fischer Verlag erschien.

Meine Gedanken zum Buch:

Wie wir wissen hat sich Herr Altenberg im gelebten sozialen Umfeld schwer getan. Seine Liebeleien hat er fast ausschließlich erfunden bzw. gespührt.
Seine Anbetung des weiblichen Geschlechts und seine Hingabe ist himmlich. Warum hat ihn keine erhöhrt?
Die jungen Damen, denen er bis in die tiefsten Nicht(Gedanken) gedanklich aufspührte, dichtete er immer wieder seine eigenen Vorstellungen an. Heute würde man sagen, er hob total ab, der alte Spinner.
Sehr interessant ist die alte Schreibweise des "Stummen h". Fast vor jeden "Harten T" und immer wieder wohltuend eingebaut, schafft es es, den allzu raschen Lesefluss zu unterbrechen. Wunderbar entschleunigend.
Ich habe das Buch sehr genossen, auch weil kein Inhalt im herkömmlichen Sinn vorhanden ist. Ich könnte keine Geschichte nacherzählen.
Herr Altenberg ist meines Wissens in einer geschlossenen Anstalt von uns gegangen.

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