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Mary Ann in Autumn

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 26/09/2011 - 16:22
Inhaltsangabe

Twenty years have passed since Mary Ann Singleton left her husband and child in San Francisco to pursue her dream of a television career in New York. Now, a pair of personal calamities has driven her back to the city of her youth and into the arms of her oldest friend, Michael "Mouse" Tolliver, a gay gardener happily ensconced with his much-younger husband. Mary Ann finds temporary refuge in the couple's backyard cottage, where, at the unnerving age of fifty-seven, she licks her wounds and takes stock of her mistakes. Soon, with the help of Facebook and a few old friends, she begins to re-engage with life, only to confront fresh terrors when her speckled past comes back to haunt her in a way she could never have imagined.

Meine Gedanken zum Buch:

Der letzte Teil der "Stadtgeschichten" ist für mich auch einer der besten. Vielleicht liegt es daran, dass er in der Gegenwart spielt und Mary Ann als gereifte Persönlichkeit nach San Francisco zuückkehrt, ihr bisheriges Leben infragestellt und plötzlich nachvollziebarer und menschlicher für mich geworden ist. Die Fäden längst erledigt geglaubter Geschichten werden noch einmal aufgenommen und zu einem stimmigen Ende verwoben, und letztendlich findet jede der zahlreichen Figuren, die einem über die Jahre doch ans Herz gewachsen sind, ihren Weg.
Unterhaltsam mit etwas mehr Tiefgang als die Vorgänger  und vielleicht gerade deshalb ein angemessenes Ende (?) dieser sich über 4 Jahrzehnte erstreckenden Serie.

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The Summer Without Men (Der Sommer ohne Männer)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 30/05/2011 - 12:57
Inhaltsangabe

Die New Yorker Dichterin Mia und der Neurowissenschaftler Boris haben eine Ehekrise. Boris möchte eine "Pause". Mia stellt fest, dass die Pause viel vollere Brüste hat als sie und überdies Boris Laborassistentin ist.
Nach einer klinischen Depression braucht sie eine Pause, fährt allein in ihre Geburtsstadt in Minnesota und verbringt den Sommer in der Nähe ihrer Mutter, die, mit neunzig noch recht aktiv, im Heim lebt.
Ansonsten brütet sie über den untreuen Boris und die Männer im Allgemeinen. Mit Wut im Bauch und dem Herzen auf der Zunge notiert sie zum Thema Liebe, Ehe und Sex, was ihr einfällt. (Und das ist, neben Gedichten und einem erotischen Tagebuch, eine Menge!)
Die Kur schlägt an, und siehe da, langsam entdeckt sie sich und das Leben neu. Was für ein Genuss, was für eine Befreiung! Selbst Boris merkt das in der Ferne und schickt zerknirschte Mails.
Siri Hustvedts Roman ist ein hinreißendes, blitzgescheites Buch über das Leben von Frauen heute. Von der Geburt über den Sexus bis hin zum Tod, die scharfzüngige Mia nimmt kein Blatt vor den Mund. So erfrischend, so komisch kann Beziehungsanalyse sein und das ganz ohne Männer!

Meine Gedanken zum Buch:

Siri Hustvedt erzählt einmal mehr die uralte Geschichte der verlassenen Ehefrau. Jung und vollbusig ist die "Pause", um die ihr langjähriger Ehemann sie bittet. Keine Trennung, sondern einfach eine Unterbrechung ihrer Beziehung.
 
Nachdem Mia den ersten lähmenden Schock in der Psychiatrie verarbeitet hat, entschließt sie sich zum Handeln. Sie besucht den Ort ihrer Kindheit, verbringt Zeit mit ihrer Mutter und deren Freundinnen - alle in den Achtzigern und älter - , einer Schreibgruppe im Teenageralter und mit einer jungen Frau und deren Kindern. Drei unterschiedlich geprägte Welten mit völlig anders gelagerten Problemen, die Mia dazu zwingen, das Leben wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Die Vergangenheit aufzuarbeiten und die Gegenwart anzunehmen.
 
Mit Humor, Ironie und Tiefgang beschreibt Siri Hustvedt diesen Prozess der inneren Heilung einer Frau, die mit 55 ihr Selbst neu entdecken muss. Ein wunderbares Werk mit hohem sprachlichen, aber auch intellektuellen Anspruch. Gespickt mit Zitaten aus den Werken großer Philosophen und Naturwissenschafter ist dieses Buch nicht immer einfach zu lesen, aber gerade das macht es auch zu einem herausfordernden Leseerlebnis für alle, die bei guter Unterhaltung gern auch einmal ihr Hirn anstrengen :-)

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Die italienischen Schuhe

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Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 09/05/2011 - 10:08
Inhaltsangabe

Fredrik Welin, ehemaliger Chirurg, lebt allein auf einer kleinen Insel in den Schären. Ihm ist etwas widerfahren, was er nur "die Katastrophe" nennt, und er glaubt, mit dem Leben abgeschlossen zu haben. Da steht eines Morgens Harriet vor ihm, die er einmal sehr geliebt und dann trotzdem verlassen hat. Sie ist schwerkrank, deshalb soll er ihr eine letzte Bitte erfüllen.

Meine Gedanken zum Buch:

O weh.... das war vielleicht zäh....
Bei Mankell eigentlich kaum vorstellbar..... auch zu meiner Verwunderung hat sich dieser Roman in alle Ewigkeit gezogen.
Vielleicht habe ich den "Bestseller" darin nicht erkannt.
Vielleicht war es auch einfach die falsche Wahl zur falschen Zeit.
 
"Die italienischen Schuhe" ist ein sehr stilles, schlichtes aber auch bewegendes Buch. Es ist ein bisschen Liebesroman, ein bisschen Drama und auch vielleicht ein bisschen "Lehrbuch".
Ein Roman über Gefühle, verpasste Gelegenheiten, falsche Entscheidungen, Einsamkeit und auch über das Alter.
 
Leider habe ich nie so richtig in die Geschichte gefunden. Das Lesen war so bedrückend und langatmig, ich hatte fast das Gefühl von der Schwere und Melancholie erdrückt zu werden. Für mich waren es 365 sehr mühevolle Seiten.
Schade, es tut mir fast in bisschen Leid um das Buch, aber Mankell hat es leider nicht geschafft mich zu erreichen. Die Schwerfälligkeit und Traurigkeit der Worte haben für mich den Inhalt einfach überschattet.
Weniger ist oft mehr!!!

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The Bone Garden (Leichenraub)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 03/05/2011 - 10:03
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Julia Hamill hat allen Grund, sich zu beklagen. Vor einem halben Jahr hat ihr Mann sich von ihr scheiden lassen, jetzt muss sie von ihrer Schwester erfahren, dass er in Bälde schon wieder heiraten wird. Zudem hat sie sich von einer redegewandten Maklerin ein baufälliges Haus bei Boston aufschwatzen lassen, das schon über hundert Jahre auf dem Buckel hat. Und jetzt steht sie mit einer Pflanzschaufel im heruntergekommenen Garten ihres Besitzes und muss im Schweiße ihres Angesichts beim Umgraben gegen widerspenstige Steine kämpfen.
Aber es kommt noch schlimmer: Der Stein ist nämlich gar kein Stein. Und beim Umgraben des Gartens bekommt Hamill bald Unterstützung von den Forensikern der Polizei. Denn das, was sich ihren Schaufelhieben widersetzt, ist der Schädel einer Frau, die allerdings schon vor Baubeginn des Hauses ermordet wurde, und ihr Garten somit ein Friedhof. Als die Polizei wegen des Alters der Leiche das Interesse verliert, beginnt Hamill eigenständig zu ermitteln. Die Spur führt hin zu einem gefährlichen Frauenmörder, weit zurück in die Vergangenheit Bostons -- und wieder zurück in die Gegenwart.

Durch den permanenten Wechsel von Gegenwartshandlung und Briefeinschüben aus der Zeit um 1830 rekonstruiert Tess Gerritsen einen hochgradig spannenden und bis zum Ende hin packenden Kriminalfall, der mit seinen Wendungen immer wieder überrascht.

Meine Gedanken zum Buch:

Bei diesem Buch handelt es sich um einen historischen Roman, der nichts mit Gerritsens üblichen Thrillern gemeinsam hat. Sie zeigt hier, wie gut sie erzählen kann, wie wenig sie auf schockierende Effekte angewiesen ist, um ihren Geschichten und Figuren Leben zu verleihen.
Natürlich wird ein Geheimnis aufgedeckt, natürlich gibt es einen gruseligen Serienmörder, aber dies bildet nur den Rahmen für eine Erzählung, in der es vor allem um die Menschen in den 1830er-Jahren in den USA geht, wo jede vierte Frau im Kindbett starb, vor allem in den eigens dafür vorgesehenen Geburtskliniken. Wenn man liest, wie der Arzt eine Frau nach der anderen untersucht und sich dazwischen immer wieder die Hände am selben Handtuch abwischt, das am Schluss blutdurchtränkt ist, wird einem regelrecht übel. Noch dazu, wo der kurz vorher im Hörsaal eine Leiche seziert hat, ohne sich danach die Hände zu waschen. Wie er zu dieser Leiche gekommen ist, ist eine andere Sache, auf die hier ebenfalls im Detail eingeangen wird.
 
Übrigens ist die Figur des Olvier Wendell Holmes keine Erfindung der Autorin, er hat tatsächlich gelebt und in den 1850ern die Hygienebedingungen in den Spitälern massiv verbessert, ähnlich wie Semmelweis in Europa.
 
Parallel zur Geschichte der jungen Rose, die verzweifelt darum kämpft, für ihre verwaiste Nichte zu sorgen, finden wir einen zweiten Handlungsfaden in der Gegenwart, wo Julia und ein Nachkomme der Menschen, die im 19. Jahrhundert so unglaubliche Dinge erlebt haben, das Geheimnis um eine in Julias Garten gefundene Leiche anhand von Briefen aufrollen und letztendlich lüften.
 
Ein feines Leseerlebnis mit viel Gefühl und Spannung, auf jeden Fall vergleichbar mit den Büchern von Kate Morton & Co.
Die ungekürzte englische Version wird hervorragend von Susan Denaker gelesen, somit war auch das Hörbuch eine wahre Freude!
Ein kleiner Hinweis für die Fans von Maura Isles: sie spielt nur eine sehr kleine Rolle in diesem Roman!
 

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Jesabel (Audiobook)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 13/10/2010 - 08:34
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Eine Frau, lebenslang getrieben von der verzehrenden Gier geliebt zu werden, die der Illusion ewiger Jugend nachjagt und dafür sogar die eigene Tochter opfert nach »Suite française « ein frühes Meisterwerk der wieder entdeckten französischen Erzählerin Irène Némirovsky, erstmals in deutscher Übersetzung. An einem Sommertag im Jahre 1935 steht in Paris eine elegante ältere Frau vor Gericht. Sie soll ihren 20-jährigen Liebhaber ermordet haben. Die Menge der Schaulustigen ist groß, denn Gladys Eysenach ist keine Unbekannte, sondern eine der schönsten, reichsten und begehrtesten Frauen ihrer Zeit. Ohne Zögern gesteht sie die Tat. Ein Raunen geht durch den Saal. Wie konnte aus dieser kultivierten Dame eine Mörderin werden? In der Rückschau wird Gladys Eysenachs Leben erzählt. Auf einem Ball begegnen dem fröhlichen, attraktiven und lebenslustigen Mädchen zum ersten Mal die Blicke der Männer. Sie spürt die wohlige Lust, begehrt zu werden. Schon bald wird sie süchtig nach Männern, die ihr zu Füßen liegen. Sie berauscht sich an der Macht und genießt die kurzen Augenblicke der Eroberung. Doch ihre Begierde wächst immer weiter, ist unstillbar. Die Jahre vergehen, und Gladys unternimmt alles, um jung und schön zu bleiben. Ängstlich sieht sie ihre Tochter Marie-Thérèse heranwachsen, hält sie klein, damit kein verräterischer Hinweis auf das wahre Alter der Mutter nach außen dringt. Immer stärker werden die Selbsttäuschungen. Unsicherheit und Panik nisten sich ein. Den Wunsch ihrer Tochter, heiraten zu dürfen, wehrt sie hysterisch ab. Als Marie-Thérèse ihr mitteilt, dass sie sich heimlich verlobt hat und schwanger ist, kommt es zum endgültigen Bruch. Mit allen Mitteln versucht Gladys, die persönliche Schmach eines Enkelkinds zu verhindern. Jahre später wird sie von einem Studenten auf der Straße angesprochen. Und ihr perfekt konstruiertes, zeitlos junges Leben gerät von einem Tag auf den anderen ins Wanken.

Meine Gedanken zum Buch:

"Jesabel" war leider hörbuchtechnisch ein Reinfall. Irène Némirovsky beschreibt das Leben einer Frau, die ihre eigenen Bedürfnisse über die aller anderen stellt, sogar die ihrer Tochter. Das Altwerden ist für sie die größte Bedrohung im Leben, keine andere Sorge trübt ihr egoistisches Leben, das sich im Grunde durch eine endlose Monotonie auszeichnet, bis ihr letztendlich ihre Eitelkeit zum Verhängnis wird.
Die Erzählung an sich finde ich wirklich toll, ein sehr einfühlsames Psychogramm, das gerade heutzutage wieder an Bedeutung gewinnt, wenn man sich den allgemein herrschenden Jugendwahn ansieht.
Leider inszeniert aber Frau Ecker, die ich als Schauspielerin durchaus schätze, das Ganze zum Trauerspiel. Viel zu getragen, viel zu langsam, zu langweilig liest sie fast schon monoton und nimmt damit der Geschichte das Leben. Ich musste mich wirklich zusammenreissen, um das Hörbuch nicht abzuschalten und durch das gedruckte Werk zu ersetzen. Frau Ecker hat eine schöne Stimme, kein Zeifel, aber sie betont vieles falsch und hat offensichtlich viele der stark emotionalen Dialoge nicht verstanden, denn sie konzentriert sich ausschließlich auf eine burgtheatergemäße Betonung, ohne auf die Emotionen der Protagonisten wirklich einzugehen.
Schade! Das Buch hätte Besseres verdient, daher nur 2 Sterne für das Hörbuch und 4 für die Geschichte an sich.

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The House at Riverton (Das geheime Spiel)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mi, 01/09/2010 - 16:50
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Zwei Schwestern, ein geheimes Spiel und eine verbotene Liebe

Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommt Grace Bradley als Dienstbotin nach Riverton Manor. Selbst noch nicht erwachsen, bewundert sie die Hartford-Mädchen Hannah und Emmeline, die mit ihrer unbeschwerten Fröhlichkeit für Leben auf dem Anwesen sorgen. Doch die Begegnung mit dem jungen Dichter Lord Robert Hunter wird Hannah und Emmeline für immer verändern. Als einzige Vertraute versucht Grace die beiden Schwestern vor Unheil zu bewahren – vergeblich …

Mehr als 75 Jahre bewahrt Grace das Geheimnis, bis sie endlich die Wahrheit über jene Tage preisgibt.

Meine Gedanken zum Buch:

Kate Mortons Debutroman hat mich genauso in seinen Bann gezogen wie ihr zweites Buch, "Die geheime Geschichte", das ich schon vor einiger Zeit gelesen habe.
Die Autorin versteht es, spannende Geschichten mit berührenden Charakteren zu erzählen. Immer wieder musste ich an die alte Fernsehserie, "Das Haus am Eatonplace" (im Original bezeichnenderweise "Upstairs, downstairs") denken, denn auch hier wird das Leben der Reichen und Schönen aus Sicht einer Hausangestellten beschrieben. Liebe, Leidenschaft, viele Geheimnisse, viele Lügen prägen das Leben der reichen Familie Hartford, bis letztendlich ein kleines Missverständnis zum Schlimmsten führt.
Recht bald hat man das Gefühl, hinter das Rätsel gekommen zu sein, auf das immer wieder angespielt wird, und letztendlich sieht man sich darin auch bestätigt, aber die Geschichte behält sich einen Knalleffekt bis zum Schluss vor, und bleibt somit spannend und aufregend.
Sehr schön finde ich die Art, wie die mittlerweile 98 Jahre alte Grace erzählt, wie ihre Vergangenheit sich mit der Gegenwart verknüpft und sie ein letztes Mal ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen revue passieren lässt.
Ein wunderbarer Unterhaltungsroman, den ich von Herzen weiterempfehle, vor allem für die langen dunklen Abende, die jetzt bald wieder auf uns zukommen.

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Erinnerung an meine traurigen Huren

Bild von Claudia Maralik
Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 16/08/2010 - 12:26
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Zu seinem neunzigsten Geburtag schenkt sich ein alter Mann, der sein Leben lang nur käufliche Liebe gekannt hat, in einem Bordell eine Nacht mit einer Jungfrau. In dieser Nacht, der noch viele folgen sollten, betrachtet er verzaubert die schlafende Schöne und empfindet zum ersten Mal in seinem Leben Liebe.

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Mann, 90 Jahre, der an seinem Lebensabend die Liebe findet.... auf keinen Fall verwerflich. wäre es nicht die Liebe zu einem blutjungen unberührten Mädchen....
 
Skandalös, entsetzlich, geschmacklos.... aber nicht bei Marquez.
 
Er schreibt so feinfühlig zart über dieses Aufkeimen und Entdecken doch so fremder Gefühle und es gibt keinen einzigen Moment in diesem Buch, indem der Leser diesen alten Mann verurteilen würde.
Viel mehr ist es wunderbar zu erleben, wie dieser Mensch sich in ihm ganz unbekannte Gefühlswelt vortastet, wie er zu leben beginnt und bald ist klar, dass er mit über 90 nicht am Ende seines Lebens steht sondern vielmehr am Anfang....
 
Sehr empfehlenswert, wunderschön geschrieben, ein kleines Buch mit sehr großem Inhalt.
 

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Am Ende ein Anfang

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Verfasst von grey bookreader biosigerlmeyer am Di, 25/05/2010 - 08:19
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Vor über dreißig Jahren waren sie ein Paar: Die Fotografin Charlotte und der ehemalige Verlagsleiter Johannes begegnen sich zufällig wieder. Inzwischen beide um die Siebzig, beginnen sie sich Briefe zu schreiben. Tastend und zögerlich wächst die Hoffnung, aus der alten eine neue Liebe entstehen zu lassen... Ein mutiges und sensibles Buch über das späte Glück im Alter.

Meine Gedanken zum Buch:

Am Anfang habe ich mir schon gedacht, was hat das eigentlich mit mir zu tun. Das (Alt-sein) ist ja noch so weit weg.
Aber ich glaube, man kann sich gar nicht früh genug mit dem Alt werden auseinandersetzen. In unserem Jugendwahn verdrängen wir das oft ganz gern.
Gefallen hat mir die Ehrlichkeit der Beiden. Woher sollten wir Jungen wissen, was 70-Jährige so bewegt und beschäftigt.? Also in meiner Umgebung redet niemand so ehrlich und offen darüber. Jeder will so jung und jugendlich wie möglich dastehen und sonst wird eben gejammert.
Die Zwei im Buch sind da ganz anders.
Keine ganz leichte Lektüre, aber empfehlenswert!!

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