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Ärzte

Tanz den Fango mit mir

Bild von erdbeva
Verfasst von grey bookreader erdbeva am Mo, 24/05/2010 - 19:41
Inhaltsangabe

Zaschkes schildert seine letzte Hoffnung, ohne Operation aus der Schonhaltung wieder in den aufrechten Gang und ins Arbeitsleben zurückzufinden, und die vorläufige Endstation seines schleichenden Leidensweges. So führt uns der Autor mit L3/4 und L4/5 (die Koordinaten seiner Schmerzen) an einen unwirklichen und zugleich erschreckend realen Ort, wo Dr. Seltsam fluchend die Lahmend heilt, „Chef“ einen schlammigen Gesangsverein leitet und wo die Zeit still steht.

Wer sonst, außer einem Mann mit Bandscheibenvorfall, dürfte sich so schonungslos und gleichzeitig sympathisierend über Mitpatienten und Ärzte, über das großes Leid und die kleinen Freuden eines Reha-Aufenthalts auslassen? Ein Insider-Bericht aus einem Parallel-Universum, das viele Menschen aus eigener Erfahrung kennen – und andere lieber nie kennen lernen möchten. Aber darüber zu lesen macht bei Christian Zaschke trotzdem Spaß und irgendwie auch ein bisschen Mut.

Wer dieses Buch liest, hat das beruhigende (und etwas beschämende) Gefühl, dass es anderen, wie dem tapferen Murat, noch schlimmer geht – und garantiert tagelang einen absurden Ohrwurm: „Tanz den Fango mit mir! Fango, Fango die ganze Nacht…

Meine Gedanken zum Buch:

Manchmal dachte ich: Darf man so laut drüber lachen? Allerdings hätte ich ohnehin nicht anders gekonnt....
Dabei liegt die Antwort auf der Hand bzw. im Buch:
Klar darf ich! Sonst hätte der Autor wohl dieses Buch nicht so geschrieben, und vor allem nicht so genial formuiert und solche Situationskomik eingeflochten.
Absolut empfehlenswert - speziell für Personen mit "Krankenhaus- Reha-Erfahrung" ;-) aber auch für alle, die schon mal längere Arztwege hinter sich haben.

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Ein Freund namens Henry

Bild von SANDRA
Verfasst von yellow bookreader SANDRA am So, 25/04/2010 - 16:46
Inhaltsangabe

Als Jamie und Nuala Gardner einen Welpen für ihren Sohn Dale suchten, waren sie alles andere als eine normale Familie. Dale litt unter Autismus. Schon die kleinste Abweichung von der täglichen Routine konnte rasende Wutanfälle auslösen, die ihn tief erschöpften und seine Eltern verzweifeln ließen. Schlüsselwörter wie "okay" oder "stolz" lösten Zornattacken aus, deren Dauer und Schwere unkalkulierbar waren. Schulen und Behörden stempelten Dale als untherapierbar ab. Doch seine Eltern kämpften! Um Zugang zu seiner Welt, um ein normales Leben für ihren Sohn, um Schule, Ausbildung und Zukunft. In den ersten Lebensjahren feierten sie jeden noch so kleinen Fortschritt, jedes einzelne Wort, jedes aufblitzende Anzeichen des Verstehens als Meilenstein - und scheiterten immer wieder an der Macht der Erkrankung. Der Durchbruch geschah erst mit Henry, einem kleinen Golden-Retriever-Welpen. Doch wie kann ein Hund einem Autisten helfen? Offen und ehrlich, auch den eigenen Grenzen gegenüber, erzählt die Mutter, Nuala Gardner, die berührende Geschichte dieser besonderen Freundschaft.

Meine Gedanken zum Buch:

Die Biografie einer unglaublich starken Frau, die durch ihren Mut und ihren Kampf um das Glück ihres Kindes den allergrößten Respekt verdient. Nuala Gardner erzählt die Geschichte ihrer Familie, die von vielen Schicksalsschlägen gezeichnet dennoch immer wieder zusammen hält, Rückschläge erlebt, sich wieder aufrafft und weitermacht … immer weiter. Bis eines Tages ein Hund den Autismus ihres Sohnes Dale zu durchbrechen vermag und in seine innere Welt eindringt. Von nun an begleitet der Golden Retriever Henry die Familie durch ihre schweren Zeiten voller Schicksalsschläge und vollbringt täglich kleine Wunder … ein sehr realistisches aber trotz allem nicht mutlos machendes Buch. Im Gegenteil. Es erzählt von den Dingen, die Liebe und Zusammenhalt bewirken können – und es erzählt die Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Frau und ihrer Familie. Sehr zu empfehlen!

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