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Abtreibung

Ein verhängnisvolles Versprechen (Audiobook)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Di, 17/04/2012 - 12:38
Inhaltsangabe

Myron Bolitar, ehemaliger Spitzensportler und Detektiv wider Willen, erinnert sich nur allzu gut an seine eigene Jugend und weiß, dass Heranwachsende manchmal lieber eine Dummheit begehen, als sich an die eigenen Eltern zu wenden. Daher zögert er nicht, als die Tochter einer Bekannten ihn mitten in der Nacht anruft und bittet, sie zu einer Freundin zu fahren. Doch am nächsten Tag ist Aimee verschwunden - und Bolitar begibt sich auf eine Suche, bei der bald nicht nur Aimees, sondern auch sein Leben auf dem Spiel steht...

Meine Gedanken zum Buch:

Mein erstes Buch von Harlan Coben und höchstwahrscheinlich auch mein letztes. Eine sympathische Hauptfigur allein macht halt noch keinen guten Thriller. Dazu gehört ein gewisses Maß an Spannung, und das fehlt vollständig, ein paar echte Highlights, die waren auch nicht vorhanden, und vor allem eine Handlung, die nicht komplett an den Haaren herbeigezogen ist, wie es hier der Fall ist. Und der glaubhafte Teil ist dermaßen abgedroschen, dass man mit dem gefallenen Mädchen nicht einmal mehr Mitleid aufbringen kann.
Detlief Bierstedt liest wie immer sehr gut, ich glaube, als Print hätte ich das Buch abgebrochen. Schade! Ich hatte mir einiges erwartet, das ist in keiner Weise erfüllt worden.

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Sterneneis

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 05/03/2012 - 13:42
Inhaltsangabe

Wie berbringen eine Frau mittleren Alters und eni Mädchen im Teenageralter, das an Handy, PC und Fernsehen gewöhnt ist, drei Tage in völliger Abgeschiedenheit miteinander? Kristín Marja Baldursdóttir hat einen wunderbaren, atmosphärischen Roman geschreiben, der vor großem landschaftlichem Panorama seine Leser mit auf die Reise nimmt: eine Reise in das Land der Erinnerung und in das Reich der Phantasie.

Meine Gedanken zum Buch:

Die Ich-Erzählerin Gunnur ist Psychiaterin und Mutter von 2 erwachsenen Kindern. Somit steht sie dem Teenager Hugrún Lind zwar nicht hilflos gegenüber, ist aber trotzdem immer wieder Opfer der pubertären Ausbrüche eines jungen Mädchens, das hin-und hergerissen wird zwischen Kindsein und das Gesicht zu wahren. Nur durch Gunnurs Jugenderinnerungen kommt das junge Mädchen zur Ruhe, zeigt Interesse, fragt nach, und so erfahren wir die Geschichte einer Frau, die in einem Island großgeworden ist, wo Kinder über die Ferien noch aufs Land geschickt wurden. Nicht aber etwa in die Ferien, nein, Gunnur musste sich schon mit acht Jahren ihren Unterhalt am Bauernhof durch Kinderhüten und andere Arbeiten verdienen. Eine gute Ausbildung war nicht geplant, aber die starke junge Frau hat ihren Weg gefunden, und vielleicht ist es gerade das, was sie mit dem jungen Mädchen verbindet, das ihr übers Wochenende anvertraut wurde.
Eine Lebensgeschichte, nicht allzu spektakulär, mit Höhen und Tiefen, gut zu lesen, immerwieder auch zum Schmunzeln, wenn man selbst den Umgang mit Teenagern immer wieder erleben durfte. Oder (zum Glück) schon hinter sich hat ;-)

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Das dunkle Haus

Bild von Alex Gölles
Verfasst von yellow bookreader Alex Gölles am Do, 14/05/2009 - 23:20
Inhaltsangabe

Maria weiß, dass sie dieses Kind nicht bekommen kann. Schon jetzt wächst ihr alles über den Kopf. Sie muss Geld verdienen, kochen, Merel und Wolf aus dem Kindergarten abholen, putzen - einfach alles, denn ihr depressiver Freund Geert ist nur ein Klotz am Bein. Verzweifelt lässt sie das Kind wegmachen.
Aber danach geht es los. Sie bekommt eine Morddrohung nach der anderen, und jede ist unheimlicher als die vorige. Zunächst denkt sie an fanatische Abtreibungsgegener. Dann verdächtigt sie Geert. Danach ihren Exfreund.
Irgendwann wird die Angst übermächtig, und Maria flieht mit den Kindern zu ihrer Schwester ans Meer. In das Haus ihrer Kindheit. Aber dort wird sie mit Erinnerungen konfrontiert, die sie lieber vergessen hätte. Wird sie wahnsinnig, so wie ihre Mutter, hier, in diesem dunklen Haus?
Oder gibt es wirklich einen unheimlichen Verfolger, der immer näher kommt...?

Meine Gedanken zum Buch:

Durch die Ich-Erzählerin Maria ist man hautnah an diesem ganzen Dilemma. Man spürt die Angst, die Sorge um die Kinder, die Zweifel, das Richtige getan zu haben. Immer wieder werden die Umstände und Hintergründe zu den eigenen Beziehungen und zur Kindheit erklärt. Somit ergibt sich ein rundes Bild. Gegen Ende erahnt man dann selbst, wer die Morddrohungen verfasst. Gegen Ende wird das Buch immer rasanter und wendiger. Gut zu lesen, schwer aus der Hand zu legen, vermittelt gut die Emotionen der Heldin, man taucht in die Geschichte. Und spannend.

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Gottes Werk und Teufels Beitrag (The Cider House Rules)

Bild von tedesca
Verfasst von yellow bookreader tedesca am Mo, 11/02/2008 - 16:54
Inhaltsangabe

Homer ist anders als die anderen Kinder im Saint-Cloud's Waisenhaus: Er will nicht weg. Nach vier gescheiterten Adoptionsversuchen erlaubt Dr. Larch ihm daher, zu bleiben - unter der Bedingung, daß er im Waisenhaus mit angeschlossener Entbindungs- und Abtreibungsstation bei Gottes Werk - dem Entbinden - und bei Teufels Beitrag - dem Abtreiben - assistiert. Doch das ist nur der Beginn von Homers Odyssee.

Meine Gedanken zum Buch:

John Irvings meisterhafter Umgang mit Worten, der selbst brutale Gewalt und medizinische Eingriffe lesbar macht, kommt natürlich im Originaltext besonders gut zur Geltung (die Übersetzung kenne ich nicht). Es ist dieser leise, humorvoll-ironische Unterton, der Irving auszeichnet. In manchen Szenen kann man sich, trotz aller Dramatik, ein Schmunzeln nicht verkneifen. Doch schon in der nächsten Zeile bleibt einem das Lachen im Halse stecken.
Und nicht nur die Sprache, auch die authentisch dargestellten Charaktere erwecken St. Cloud's und Maine zum Leben und ziehen den Leser in ihren Bann.

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