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Absturz

VILM. Bd. 1: Der Regenplanet + Bd. 2: Die Eingeborenen

Bild von Willcarlos
Verfasst von white bookreader Willcarlos am Sa, 10/04/2010 - 18:03
Inhaltsangabe

Eigentlich hatten sich die Siedler an Bord der VILM VAN DER OOSTERBRIJK das ganz anders vorgestellt. Doch anstatt sie wohlbehalten zu einer entfernten Kolonialwelt zu bringen, war der Weltenkreuzer auf einen namenlosen Planeten gekracht, auf dem es nur eines im Überfluss zu geben schien: Regen. Die wenigen Überlebenden improvisieren zwischen Schrott und Schlamm eine Zivilisation, der nicht nur Kaffee fehlt.
Der Regenplanet scheint nur auf sie gewartet zu haben - allerdings nicht, um sich erobern zu lassen.

Meine Gedanken zum Buch:

Da der Buchpate dem Autor nahesteht (wie nahe, weiß jeder, das das Buch gelesen hat), lasse ich Ralf sprechen:
"Man kann die Vielfalt von Kruschels Ideen kaum in drei Sätzen zusammenfassen. Die interessante Hierarchie an Bord des Weltenkreuzers, die ganz anders gestaffelte Gesellschaftsordnung nach dem Absturz, die Dualwesen, die sich zwischen Menschen und Eingesichtern entwickeln, ein undurchdringlicher Äquatorwulst und überraschende Feinde von bewohnten Planeten - das sind nur einige Zutaten zu diesem sehr schmackhaften, immer wieder überraschenden Menü. Der Wechsel zwischen verschiedenen Perspektivpersonen gelingt Kruschel mit bewundernswerter Leichtigkeit; für jeden findet er eine eigene Sprache. Glanzpunkte sind die Stellen, an denen er dem Leser überzeugend die Erlebensweise der Dualwesen nahebringt." (das schreibt Ralf in seinem Blog)
Die Webseite fictionfantasy.de gab 9 von 10 möglichen Punkten. Vier von fünf Sternen und das Fazit " bewegend, einfallsreich, stilistisch ausgefeilt" gab's bei ciao.

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Lea

Bild von Michael Hausmann
Verfasst von yellow bookreader Michael Hausmann am Fr, 14/08/2009 - 20:19
Inhaltsangabe

Leas zieht sich nach dem Tod ihrer Mutter völlig zurück und ist für ihren Vater kaum mehr zugänglich. Bis sie sich in den Kopf setzt, Geige zu lernen und dadurch Menschen kennenlernt, die sie durch Höhen und Tiefen der folgenden Jahre tragen. Ihr Vater ist verzweifelt, weil er immer weniger Zugang zu ihr hat, ist aber gleichzeitig unfähig sich seiner Tochter mitzuteilen. Die beiden Leben äusserlich aneinander vorbei, wollen aber doch gegenseitig nicht enttäuschen, leben immer in Erwartung der andere mache endlich einen Schritt.
In seiner Verzweiflung stürzt sich Martijn van Vliet in ein gewagtes Abenteuer um seiner Tochter doch noch näher zu sein.
Jeder bleibt jedoch bis zum tragischen Ende Gefangener seiner nicht gelebten Träume.

Meine Gedanken zum Buch:

Kann man tatsächlich so in sich selbst gefangen sein, so unfähig sich anderen mitzuteilen, selbst wenn sein ganzes Inneres danach schreit?
Pascal Mercier baut eine spannende Gefühlswelt rund um Martijn und Lea Van Vliet auf, erzählt aus ineinanderfliessenden Perspektiven, welche immer genau die einzig richtige zu sein scheint. Der Handlungs- und Spannungsbogen ist perfekt, an keiner Stelle wird zusehr gebremst, an keiner zusehr beschleunigt.
Mir als Geiger und Kenner von Konzert- und Wettbewerbs-betrieb ein aus der Seele geschriebenes Buch, sozusagen eine "Guaneri del Gésu" unter den Büchern....
 

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