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60er-Jahre

The Story of Forgetting (Wie ich mich einmal in alles verliebte)

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Verfasst von yellow bookreader tedesca am Do, 01/07/2010 - 13:10
Inhaltsangabe

»Ich liebte sogar Dinge an ihr, die normalerweise nicht als liebenswert gelten. Zum Beispiel ihre Zehen. Nicht nur die Füße, nein, auch die Zehen. Krumm und schief von Geburt an, aber für mich so schön wie die Zacken eines Diadems.« Abel hat gleich zwei Probleme, er hat einen Buckel, und die Frau, die er liebt, ist mit seinem Bruder verheiratet. Als Mae eines Tages spurlos verschwindet, zerbricht Abels Welt. Die Jahre vergehen. Sein Bruder stirbt. Die Farm verfällt. Aber Abel gibt nicht auf. Er wird warten, bis Mae zurückkommt. Doch als es eines Tages endlich an seiner Tür klopft, steht dort nicht Mae, sondern ein Fremder … Stefan Merrill Blocks Debüt ist faszi­nierend vielschichtig. Es ist die Geschichte einer ganz großen Liebe und ein grandioser Familienroman. Stefan Merrill Block ist nichts weniger als ein tragikomisches Meisterwerk geglückt. Von der amerika­nischen Kritik wird er neben Benjamin Kunkel und Jonathan Safran Foer auch mit Jeffrey Eugenides und Jonathan Franzen verglichen.

Meine Gedanken zum Buch:

Auf Deutsch heisst dieses Buch "Wie ich mich  einmal in alles verliebte", ein sehr seltsamer Titel, der sich auf einen kleinen Aspekt einer großen Geschichte konzentriert, und so garnichts mehr mit dem Original zu tun hat. "The Story of Forgetting" beschreibt nämlich im Grunde schon alles. Eine Familie mit einer Form von Alzheimer, die schon in jungen Jahren auftritt. Viele Generationen verwirrter Menschen, deren Leiden nur durch Hightech-Medizin und Genmanipulation ein Ende finden wird.
Die zwei Erzählperspektiven machen dieses Buch auch stilistisch zu einem gelungenen Werk. Einerseits spricht der alte Abel zu uns, der die Geschichte seiner großen Liebe aufrollt, andererseits erleben wir den Verfall einer Frau in den Dreissigern hautnah aus dem Blickwinkel des 15-jährigen Seth.
Mit Witz und Einfühlungsvermögen wird hier über ein Thema gesprochen, das man in unserem Alltag lieber ignoriert. Etwas störend fand ich die langen wissenschaftlichen Exkurse, aber letztendlich kann ich dieses Buch von Herzen weiterempfehlen.

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