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Sachbuch

Kann das alles Zufall sein? - Geheimnisvolles Universum

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Verfasst von  Sylli am Mi, 01/02/2012 - 20:51
Inhaltsangabe

Heinz Oberhummer erzählt in seinem Buch von der Geburt unseres Universums durch den Urknall vor etwa 13 Milliarden Jahren und macht einen winzigen Bruch in der Symmetrie von Teilchen und Antiteilchen für die Entstehung der Materie verantwortlich. Weiters erfährt der Leser vom Leben und Sterben der Sterne, in denen durch das nukleare Brennen alle die chemischen Elemente erzeugt wurden, die für die Entstehung des Lebens auf unserem Planeten notwendig waren. Wäre die Stärke der Kernkraft in den Wasser- und Sauerstoffatomen nur geringfügig anders verteilt gewesen, gäbe es diese für das Leben unerläßlichen Elemente nicht in genügendem Ausmaß, und wir wären aller Wahrscheinlichkeit nach nicht hier, um uns fragen zu können, warum es überhaupt etwas und nicht nichts gibt.
In weiteren Kapiteln denkt der Autor auch über die Möglichkeit anderer Lebensformen in unserem Universum nach und stellt seinen Lesern die Multiversumtheorie vor, die besagt, dass unser Universum nur eines von vielen sein könnte, die alle womöglich einem dauernden Wandel von Entstehen und Vergehen unterworfen wären.
In seinen Überlegungen wendet sich Heinz Oberhummer aber auch dem Raumschiff Erde zu und macht auf die Gefahren aufmerksam, die unserem Planeten sowohl von außen als auch von innen drohen.
In den letzten Kapiteln staunt der Wissenschaftler darüber, dass es dem Menschen mittels seines Abstraktionsvermögens gegeben ist, sich gedanklich sowohl in der Welt des Mikro- als auch des Makrokosmos zu bewegen und die geltenden Naturgesetze zu verstehen.
In den Schlußbetrachtungen bekennt sich der Autor zur Multiversumtheorie und gibt zu bedenken, dass allein diese Form der Schöpfung einem allmächtigen Gott würdig wäre, wie bereits Giordano Bruno durch rein philosophische Überlegungen vor mehr als 400 Jahren behauptet hat. Für diese Theorie, die er niemals widerrief, musste er im Februar 1600 in Rom den Tod auf dem Scheiterhaufen erleiden.

Meine Gedanken zum Buch:

Heinz Oberhummer, Professor für Theoretische Physik, weiß seinen Lesern auf nur 160 Seiten Grundlegendes über das Universum so zu erklären, dass man auch schon Bekanntes besser versteht und Zusammenhänge erkennt. Mir haben außerdem seine persönlichen Gedanken zur Schöpfung und auch die historischen Rückblicke sehr gut gefallen. In seinen Formulierungen ist sein praktischer Sinn, sein Humor, aber auch sein Respekt vor den Wundern des Seins und seine Fähigkeit, noch immer staunen zu können, deutlich spürbar.
Manchmal hatte ich während des Lesens jedoch das Gefühl, dass es um Welten geht, die nicht real sein können, die mir so fremd und fern sind, dass sie sich meiner Vorstellung entziehen. Neu war für mich auch die Idee von der Multiversumtheorie, für die meiner Meinung nach schon der Umstand spricht, dass sie von der Amtskirche abgelehnt wird. Wenn man bedenkt, wie viele Lichtjahre von den Tatsachen entfernt die offizielle Kirche bei der Einschätzung naturwissenschaftlicher Fragen stets war, hat die Multiversumtheorie doch gute Chancen, sich eines fernen Tages als richtige Antwort auf die Fragen der Wissenschaft zu etablieren.
Mich hat der kleine Exkurs des Herrn Professor als Ausschnitt großen Wissens jedenfalls begeistert, und ich kann nur einmal mehr staunen über das Wunder der Schöpfung und die Fähigkeit des menschlichen Geistes, dieses wenigstens ansatzweise zu verstehen.  

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Once is Enough

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Verfasst von yellow bookreader Rotbart am Mi, 01/02/2012 - 13:44
Inhaltsangabe

Es ist die wahre Geschichte der Familie Smeeton und einer Segelreise von Australien nach England mit der Tzu Hang einer 46 Fuß (ca. 15m)langen Ketsch.

Das ganze spielt in den Jahren 1956/57 - also einer Zeit in der man weder HighTech Yachten noch Sat-Navigation kannte, ja noch nicht einmal gute Kenntnisse des südlichen Ozeanes hatte.

Im Dezember 1956 brechen sie in Melbourne auf und 6 Wochen später einige hundert Seemeilen westlich von Kap Horn kentern sie durch eine riesige See und machen mit dem Segelboot sozusagen eine "Eskimorolle" Beryl Smeeton wird in die See geschleudert, kann sich aber (trotz) eines Schlüsselbeinbruches zurück an Bord retten.

Das Boot ist allerdings ein Wrack, Wasser steht im Schiff und an Deck ist praktisch nichts mehr heil. Mit fast übermenschlichen Anstrengungen gelingt es ihnen das Boot schwimmfähig zu halten und eine Notbesegelung aufzubauen.
Sie schaffen es tatsächlich mit diesem Notsegeln fünf (!) Wochen später Arauco Bay in Chile zu erreichen.

Zehn Monate dauert die Reparatur bevor sie ihre Reise fortsetzen können, doch das Unglaubliche geschieht : der Unfall ereignet sich noch einmal, wieder kentern sie durch und wieder ist das Boot schwer beschädigt. Diesmal müssen Sie 2000 Meilen bis Valparaiso (Chile) segeln.

Das Buch ist aber nicht nur ein Bericht über die Seereise und die Unglücke, es schildert auch eindringlich das "normale" Leben an Land und an Bord, was in vielen anderen Reiseberichten meist nicht vorhanden ist, es ist nicht nur für Segler oder deren Fans geschrieben, schließlich gibt es da nicht nur das Segeln, sondern auch noch eine intakte Familie mit einer Tochter.

Das Buch erschien bereits 1959 in der Erstauflage, ist aber auch heute noch (in unserer HighTech Zeit) aktuell und lesenswert.

Meine Gedanken zum Buch:

Man kann eigentlich nur staunen mit welcher Zähigkeit und körperlichem Einsatz manche Menschen in 1956 ihren Traum wahr machten.
Heute wird man von einem unfähigen Kapitän 150m von Giglio entfernt auf einen Felsen gesteuert und der Kapitän geht als erster von Bord.

Moderne Yachten kann man nicht mehr reparieren Kevlar Segel kann man auch nicht nähen und ein Planke vor ein Leck zu nageln geht auch nicht.

Wir segeln heute viel schneller und fahren viel bequemer zur See als 1956, aber wir haben auch das Wissen und die Erfahrung verloren sich selbst zu helfen, "moderne" Segler sind doch ohne Strom und Elektronik völlig aufgeschmissen, die könnten noch nicht einmal einen Kurs halten.

Rotbart

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Der Darwin-Code: Die Evolution erklärt unser Leben

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Verfasst von  Sylli am Fr, 27/01/2012 - 21:27
Inhaltsangabe

99,9 Prozent der Zeit, die wir als Homo sapiens sapiens auf der Erde wandeln, haben wir als Steinzeitmenschen verbracht. Die Zeitspanne von etwa 10.000 Jahren, die seit der Neolithischen Revolution vergangen ist, und den Beginn von Kultur und Zivilisation markiert, war viel zu kurz, um an unseren steinzeitlichen Genen Gravierendes zu verändern.
Und so erklären die beiden Autoren anhand unterschiedlicher Beispiele, warum wir in vielen unserer Verhaltensweisen noch immer so agieren, wie es auch unsere Vorfahren taten, um in ihrer lebensfeindlichen Umwelt bestehen zu können.
Von unseren kulinarischen Vorlieben bis zur Partnerwahl, vom Sozialverhalten über die Sprache bis zur Entstehung von Kunst und Religion handeln die beiden Evolutionsbiologen ihre Themen auch für den interessierten Laien in einer leicht verständlichen Sprache, frei von sämtlichen verwirrenden Fachbegriffen, ab.

Meine Gedanken zum Buch:

Obwohl ich doch schon einige Bücher zum Thema Evolution gelesen habe, fand ich in diesem vor allem eines, die Erklärung von Zusammenhängen, die ich unter diesen Gesichtspunkten noch nie betrachtet hatte.
Logisch gut nachvollziehbar, widmen sich die beiden Wissenschaftler nicht nur den großen Fragen der menschlichen Entwicklungsgeschichte, sondern erklären dem erstaunten Leser z. B. auch, warum sehr viele Menschen morgens keinen Appetit auf ein Frühstück verspüren, dafür aber abends umso lieber in geselliger Runde beisammensitzen. Sogar darauf geben unsere urzeitlichen Gene eine schlüssige Antwort.
Besonders interessant fand ich den letzten Abschnitt des Buches, der sich mit der Entstehung von Kunst und Religion befaßt (in dieser Reihenfolge und nicht umgekehrt), und erklärt, welche Faktoren zusammenspielen mussten, um eine Gottheit in den Köpfen unserer Urahnen entstehen zu lassen; und zwar lange, nachdem der Mensch fähig war, wunderbare Malereien an Höhlenwände zu bannen. Soziales Verhalten, Moral und Fürsorge gehörten schon zu unserem Verhalten, als wir die letzte Stufe des Menschseins noch gar nicht erklommen hatten. Wäre es anders gewesen, hätte uns die Evolution wohl schon längst gnadenlos ausgelöscht.
Ein empfehlenswertes Buch für alle, die ein wenig mehr darüber wissen möchten, warum wir uns als menschliche Art so und nicht anders entwickelt haben und dabei erstaunliche Erkenntnisse gewinnen werden.

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CIA - Die ganze Geschichte

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Verfasst von  Sylli am Mo, 23/01/2012 - 21:14
Inhaltsangabe

Nach 20jähriger Recherchearbeit und Einsichtnahme in über 50.000 Dokumente liegt Tim Weiners Geschichte der CIA von ihrer Gründung im Jahre 1947 bis ins Jahr 2007 vor.
Entstanden ist die Organisation aus der Sorge der Amerikaner vor einer Übernahme Europas durch den Kommunismus nach dem 2. Weltkrieg. Der Autor beschreibt die wechselvolle Geschichte der Agency, die nach dem Ende des Kalten Krieges beinahe ihre Existenzberechtigung verloren hätte. Es ist die spannende Darstellung der gefährlichen Arbeit des amerikanischen Geheimdienstes in fast allen Ländern, die für die USA von Interesse waren, oft ohne grundlegende Kenntnisse der jeweiligen Sprache und Kultur. Es wird über die CIA-Direktoren und ihr Verhältnis zu den damaligen US-Präsidenten berichtet; der Leser erfährt aber auch eine Menge schockierender Details über Geheimdienstoperationen, die bei weitem nicht alle von Erfolg gekrönt waren, wobei weder Geld noch Menschenleben eine Rolle spielten.
Abschließend erörtert der Autor auch noch die Frage, ob der 11. September 2001 durch eine bessere Analyse der Informationen, über die die CIA verfügte, zu verhindern gewesen wäre.

Meine Gedanken zum Buch:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, stellenweise ist es spannend wie ein Krimi und in einem sehr gut lesbaren Stil geschrieben, obwohl sich Tatsachen auf Tatsachen häufen. Auch vom Umfang her (zu den über 600 Textseiten kommen etwa 200 Seiten Anmerkungen) ist das Buch noch durchaus im Rahmen dessen, was sich der interessierte Laien zuzumuten vermag.
Zwei Kritikpunkte muss ich dennoch anbringen:
Einerseits habe ich mich während der Lektüre des öfteren gefragt, ob die Erwähnung so vieler Namen einschließlich sämtlicher Funktionen dieser Personen zum Verständnis unbedingt notwendig ist. Meinen Lesefluß hat diese Vorgehensweise jedenfalls zeitweise etwas behindert. Statt dessen hätte ich mir mehr allgemeine Informationen gewünscht, zumal der Journalist Tim Weiner auch Erzähltalent besitzt und sich in seinem langen Berufsleben bestimmt auch ein reiches Erfahrungsrepertoire angesammelt hat.
Und zum anderen hatte ich ziemlich von Anfang an das Gefühl, dass er vor allem eine Geschichte der Mißerfolge der Agency geschrieben hat. Auch wenn dies den Tatsachen entsprechen mag, hätte ich mir in diesem Punkt mehr Ausgewogenheit gewünscht.
Insgesamt gesehen darf sich der Leser jedoch auf ein sehr informatives und zum Großteil leicht lesbares Buch freuen.

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Weit weg vom Rest der Welt

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Verfasst von yellow bookreader Claudia Maralik am Mo, 02/01/2012 - 14:17
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Afrika: Wer es anfasst, wird es erfahren. Von den anderen. Und - wenn er nicht wegsieht - von sich selbst. Das ist das Ergreifenste am Frotgehen: dass ein paar Masken auf der Strecke bleiben. Dass der Reisende abspeckt. Dass ihm, wieder eimal, ein paar Verlogenheiten verloren gehen (Klappentext).

Meine Gedanken zum Buch:

es muss nicht immer ein Roman sein...... das war mich nach dem Lesen dieses Reiseberichtes klar....
 
Weit weg vom Rest der Welt- In 90 Tagen von Tanger nach Johannesburg.... eine Reise, die man nicht so schnell vergisst, auch wenn man nicht hautnah dabei war.... Andreas Altmann erzählt einfach herrlich... man ist ganz bei ihm.
 
Oft muss man lachen, dann blickt man aber auch wieder entsetzt und erschrocken auf.. muss Inne halten...  man lernt diesen Kontinet von einer ganz anderen  Seite kennen. Erfährt viel über Menschen, ihre Ängste und Sehnsüchte... das Leben in dieser oft so grausamen aber zugleich auch wunderschönen Welt.....
 
Ein wirklich tolles Leseerlebnis!!!!

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ich bin intolerant

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Verfasst von  fufu am Di, 31/05/2011 - 02:12
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Allein in Deutschland sind ca. 12 Millionen Menschen laktoseintolerant.
"ich bin intolerant" umfasst alle wichtigen Themenbereiche für Menschen, die Laktose in ihrem Alltag besser meiden sollten. Als laktoseintolerante Autorin vermittelt Laura Camprubi Tipps für den Alltag und beschreibt erheiternd das Leben mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Für alle "Intoleranten" und Interessierten ist dieses Taschenbuch ein humoristischer Ansatz, um mit ihrer neuen Situation umzugehen.

Meine Gedanken zum Buch:

Da ich selbst Autorin dieses Buches bin, formuliere ich es so:
Ich habe mich selbst gezwungenermaßen intensiv mit dem Thema Laktoseintoleranz auseinandergesetzt. Besonders in der Anfangszeit habe ich mich immer darüber geärgert, dass es keine Ratgeber aus Betroffenensicht gibt, die einem alltagstaugliche Tipps geben. Mit meinem Buch möchte ich meine Erfahrungen an andere „Intolerante“ weitergeben und allen Mut machen, die Lebensumstellung mit Humor zu nehmen.

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Two Girls, Two Catamarans

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Verfasst von yellow bookreader Rotbart am Mo, 22/11/2010 - 00:22
Inhaltsangabe

Dieses Buch aus 1969 ,vor allem aber die Leistungen von James Wharram ab 1955 haben eine Revolution ausgelöst zumindest unter Seglern und ein Boom von Blauwasserfahrten begann.
James Wharram (geb. 1928 in Manchester) hat von klein auf davon geträumt mit einem Boot über den Atlantik zu fahren - aber nicht mit einem "normalen" Segler, sondern mit einem polynesischen Katamaran.
Dummerweise war er in einer Arbeiterfamilie zur Welt gekommen und hatte kein Geld, ausser dem dass er selbst verdiehnte aber Boote kaufen oder bauen lassen ist teuer ! Irgendwann traf er Ruth (ein deutsches Mädchen) die seine Träume teilte und 1954 begann er mit einem Kapital von 200 engl. Pfund und Ruth seinen Traum umzusetzen und einen Katamaran selbst zu bauen.
In 1954 kam auch die zweite Frau in sein Leben Jutta , ebenfalls ein deutsches Mädchen und tatsächlich zu dritt schafften sie es so etwas wie einen polynesischen Katamaran zu bauen.
Am 27.9.1995 starteten sie in Falmouth und kamen nach vielen Schwierigkeiten und Problemen Anfang Februar 1956 in Trinidad an.
Das Buch ist die Beschreibung einer Reise und der Überwindung von Bergen voller Problem, aber wenn man nur an seine Sache glaubt und sein Ziel eisern verfolgt auch überwinden kann.

In Trinidad hatte er das gleiche Problem wie Columbus, das Holz seines Katamarans wurde durch den Bohrwurm zerstört und er musste ein neues Boot bauen die RONGO, damit kehrte er über New York und die gefährliche Nord Atlantik Passage zurück nach England.

Das Buch schildert offen alle Probleme, die harte Arbeit und auch die "ménage à trois", mit Ruth (die seine Frau wurde) und Sohn lebt er übrigens in Wales.

2008 mit 80 Jahren ist nochmals zu einer Pazificüberquerung aufgebrochen.

(unten angeben sind die Daten für die Erstausgabe, ein deutscher Nachdruck ist im Verlag Palstek erschienen, ansonsten auf der Webseite www.wharram.com nachsehen)

Meine Gedanken zum Buch:

Dieses Buch zeigt eigentlich viel :
Jemand aus der Arbeiterklasse Englands ist besessen von einem Ziel, das er um jeden Preis erreichen will - allen elitären Zirkeln zum Trotz - weil er an sich glaubt findet er Menschen die ihm helfen. Helfen nicht mit Geld sondern mit Zuneigung , moralischer Unterstützung und praktischer körperlicher Arbeit.
Trotz vieler Widrigkeiten erreichen sie Ihr Ziel, ja mehr - James Wharram wird bekannt und widmet sich später dem Design von polynesischen Fahrten-Katamaranen, diese Baupläne verkauft er für wenig Geld an Selstbauer und noch später findet er eine Werft, die zu bezahlbaren Preisen Rümpfe und Takelage erstellen - oder wenn der Kunde es wünscht - auch das ganze Schiff.
Er selbst wird kein Multimillionär und Werftbesitzer, aber er kann mit seiner Frau Ruth und seinem Sohn in Wales leben und immer wieder auf Reisen gehen und Bücher schreiben. Er hat ganz nebenbei einen Boom in der Blauwasserseglei ausgelöst und wurde von vielen bewundert - genau wie auch Bernard Moitessier.
Ich habe die deutsche Übersetzung nie gelesen, aber intuitiv würde ich immer empfehlen zu versuchen das englische Original zu lesen, denn auch die Diktion der Sprache sagt etwas über den Autor aus.
Die modernen Schiffe von Wharram kann man sich auf seiner Webseite ansehen

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Clarke's kleine Weinschule

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Verfasst von yellow bookreader Rotbart am Fr, 24/09/2010 - 12:52
Inhaltsangabe

Oz Clarke ist ein bekannter Publizist auf dem Gebiet der Weinkunde und gibt hier dem interessierten Laien oder ambitionierten Anfänger Hilfe für den Einkauf, die Auswahl und den Umgang mit Wein.
Leicht verdaulich werden alle Themenbereiche rund um den Wein angesprochen etwa
Geschmack des Weines
Wie öffnet man eine Flasche und serviert sie (z.B. temperatur)
Wie verkostet man Wein und worauf muß man achten
Weinfehler
Wein im Restaurant bestellen
Welcher Wein zu welchen Speisen
Rebsorten
Weinbaugebiete und Lagen
etc etc.
Alles aber einfach und leicht verständlich gehalten und auf gar keinen Fall Oberlehrerhaft.

Meine Gedanken zum Buch:

Ich beschäftige mich seit Jahren mit Kochen und Wein, habe selbst etliche laufende Meter Fach- und Sachbücher darüber.
Wein als Naturprodukt hat nicht nur eine große wirtschaftliche Bedeutung oder für die Ernährung und es ist ein Naturprodukt das seit Jahrhundert hergestellt wird und in der Kulturgeschichte eine große Rolle spielt.
Den Umgang mit Wein und die prinzipiellen Unterschiede zwischen Sorten und Reben ist m.E. nach (oder sollte sein) ein Gegenstand der allgemeinen Bildung und zwar des richtigen (handwerklich hergestellten) Weines und nicht der Massenproduktion, die u.U. noch mit künstlichen Aromen angereichert wurde.
Das Buch von Clarke bietet eine leicht verständliche Einführung in alle Bereiche, sodaß man hinterher weitermachen kann - sozusagen auf die Pirsch gehen - und seinen für sich persönlich BESTEN Wein finden kann. Sicher ist das Buch nicht erschöpfend - kann es garnicht sein aber vielleicht ein Appetitanreger - amuse geul :-))
Rotbart
P.S. Ich persönlich halte garnichts von den Punkte - Gurus (a la Parker) , die der Welt den besten Wein nennen wollen - und um den geneigten Leser nicht zu langweilen lieber eine Zahl zwischen 50 und 100 verteilen.

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Christoph Kolumbus Bordbuch

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Verfasst von yellow bookreader Rotbart am Do, 23/09/2010 - 14:58
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Nein der Autor ist kein Irrtum oder Tippfehler, es handelt sich um ein Tagebuch des Christoph Kolumbus, natürlich in modernes Deutsch übersetzt und mit zeitgenössischen Abbildungen versehen.

Klappentext :
Kolimbus hat während seiner Entdeckungsfahrten genau Tagebuch geführt. Nur eins dieser Bücher ist erhalten geblieben, Bartholomé de Las Casas hat es abgeschrieben und diese Niederschrift ist auf uns gekommen. Die Aufzeichnungen sind knapp und prägnant. Den Naturschilderungen ist anzusehen, daß der Verfasser für die Schönheiten der Natur besonders empfänglich war.
Kolumbus liefert sehr genaue Beschreibungen seiner Entdeckungen - vor allem auch deswegen, weil er sich vor der Reise von spanichen König ausbedungen hatte, Vizekönig der neuen Ländereien zu werden. Aber nicht nur das war der Antrieb für seine Entdeckungsreisen, sondern auch der starke Wunsch, die neuentdeckten Länder zu christianisieren.
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Dies ist kein Roman, aber trotzdem interessant und (wenn man so will) spannend, den die Reise der Schiffe ist ja keineswegs glatt verlaufen. Von Stürmen über Meutereien, Strandungen bis hin zu kämpfen an Land ist alles vertreten, es ist ein Bild der Mühen und Beschwerden, die die Entdecker auf sich genommen haben - aber es ist ein echtes Bild, es IST SO GEWESEN !

Meine Gedanken zum Buch:

ISBN stammt von einem alten Taschenbuch, das Werk ist aber als TB noch im Druck und Handel.
Wer sich für die Entdecker interessiert erfährt hier wie es wirklich war - eine authentische Dokumentation und eigentlich nie langweilig.
 
Rotbart

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Kinder brauchen Märchen

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Verfasst von yellow bookreader TinaMarie am Do, 16/09/2010 - 20:46
Inhaltsangabe

Das Buch ist ein Plädoyer, Kinder so zu akzeptieren, wie sie sind, und ihnen zu geben, was sie brauchen. Das Problem, den Sinn im eigenen Leben immer neu zu finden, ein Problem von Erwachsenen und Kindern, durchzieht wie ein roter Faden das ganze Buch. Darum ist es nicht nur ein Appell, Kindern Märchen zu erzählen, sondern zugleich ein "Märchenbuch" für Erwachsene geworden.

Es ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil steht das, Kind im Mittelpunkt, und es wird in vielfältiger Weise dargestellt wie Märchenbilder und -symbole der unbewußten beziehungsweise unterbewußten inneren Realität des Kindes entsprechen können; daß sie ihm darum Hilfe, Anregung, Trost und Mut in einer Weise vermitteln, die es unmittelbar versteht. Im zweiten Teil werden die wesentlichen Aussagen einzelner Märchen und Märchengruppen analysiert. In beiden Teilen grenzt Bettelheim das Volksmärchen ab vom Kunstmärchen, von Heile-Welt-Kindergeschichten,
Fabeln- und Sagen: Soll eine Geschichte ein Kind fesseln, schreibt er, so muß sie es unterhalten und seine Neugier wecken. Um aber sein Leben zu bereichern, muß sie seine Phantasie anregen und ihm helfen, seine Verstandeskräfte zu entwickeln und seine Emotionen zu klären. Sie muß auf seine Ängste und Sehnsüchte abgestimmt sein, seine Schwierigkeiten aufgreifen und zugleich Lösungen für seine Probleme anbieten. Kurz: sie muß sich auf alle Persönlichkeitsaspekte beziehen. Dabei darf sie die kindlichen Nöte nicht verniedlichen; sie muß sie in ihrer Schwere ernst nehmen und gleichzeitig das Vertrauen des Kindes in sich selbst und in seine Zukunft stärken. Alle diese Voraussetzungen erfüllen, wie Bettelheim nachweist,
die Märchen.« (Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt)

Meine Gedanken zum Buch:

Die Betrachtungen von ausgesuchten Märchen vom psychologischen Standpunkt sind hochinteressant und durchaus nachvollziehbar. 
 
Mir gefällt Bettelheims Theorie, denn ich konnte nie viel mit der Aussage anfangen, dass Märchen für Kinder viel zu grausam sind - ich hab Märchen von klein auf geliebt, als sie mir meine Mutter vor dem Schlafengehen erzählte bzw. vorlas; da hieß es nicht selten bei Grimms "Hänsel und Gretel": "Wie lassen wir denn die Hexe heute sterben?" und dann haben wir uns auf eine Todesart geeinigt. Und auch meine Tochter hat die Märchen in der Originalversion geliebt.

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